Progressive Muskelentspannung - die Nr. 1 unter den Entspannungsverfahren

Muskelentspannung nach Jacobson
Belastende Gefühle kann man überwinden und gute Gefühle trainieren, indem man sich den Einfluss der Gedanken auf die Gefühle zunutze macht.
Wie das geht, das zeigen die Psychologen Wolf und Merkle in diesem Selbsthilfe Ratgeber.
Mobbing-Beratung - Verein für Arbeitsschutz
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Mobbing Test - werden Sie an Ihrem Arbeitsplatz gemobbt?
Dr. Rolf Merkle - Diplom Psychologe, Psychotherapeut
Man schätzt, dass etwa eine Million Berufstätige in Deutschland gemobbt werden und unter Mobbing leiden. Mobbing findet man in Unternehmen, in der Schule, im öffentlichen Dienst, in der Altenpflege. Ja selbst in Partnerschaften wird gemobbt.
Der Begriff Mobbing wurde aus dem Englischen übernommen und bedeutet: jemanden bedrängen, anpöbeln, über ihn herfallen. Ein vorübergehendes schlechtes Betriebsklima, eine kurzfristige Verstimmung oder ein kurz aufflammender Konflikt sind damit nicht gemeint.
Nach der Definition müssen Mobbingopfer mindestens einmal wöchentlich über einen Zeitraum von einem halben Jahr hinweg angegriffen, angefeindet, schikaniert oder diskriminiert werden. Es werden üble Gerüchte verbreitet, wichtige Unterlagen verschwinden, man redet nicht mehr mit einem, bekommt abschätzige Blicke zugeworfen, kleine Versäumnisse und Fehler werden aufgebauscht.
Jede Frau und jeder Mann kann Opfer solcher Angriffe und von Psychoterror werden. Mobbingopfern wird nach der Definition die Möglichkeit genommen, sinnvoll zu kommunizieren.
Das Handwerkszeug von Mobbern reicht von Kontakt- und Informationsverweigerung, über offene oder versteckte Angriffe auf das An- und Aussehen und die Leistungsfähigkeit bis hin zu Androhung körperlicher Gewalt.
Kontakt- und Informationsverweigerung
Das Mobbing-Opfer wird wie Luft behandelt. Es wird nicht mehr gegrüßt, man geht ihm aus dem Weg, gibt ihm deutlich zu verstehen, dass es unerwünscht ist.
Angriffe auf das Ansehen und die Leistungsfähigkeit
Es werden Gerüchte über das Opfer verbreitet, etwa es sei in psychiatrischer Behandlung, es wird (vor anderen) lächerlich gemacht, respektlos behandelt oder eingeschüchtert. Über persönliche und körperliche Schwächen machen sich die Mobber lustig, indem sie z.B. über einen besonderen Akzent oder eine krumme Nase in Gegenwart des Opfers Witze machen. Mobber stellen die Leistungsfähigkeit infrage, stellen extrem hohe Anforderungen, bei denen das Opfer versagen muss, oder setzen es unter einen enormen psychischen Druck, indem sie seine Arbeit ständig kritisieren oder niedermachen. Der Mobber droht mit sexuellen oder körperlichen Handgreiflichkeiten, rempelt das Opfer an, kündigt "Denkzettel" an oder starrt sein Mobbing-Opfer penetrant an.
Wenn die Intrigen und Feindseligkeiten über Monate hinweg anhalten, ohne dass das Opfer eine Chance sieht, diesem Spuk ein Ende zu bereiten, dann hat das in den meisten Fällen erhebliche negative Auswirkungen auf das psychische und körperliche Wohlbefinden. Insbesondere das Selbstwertgefühl und die Selbstachtung werden durch die ständigen Angriffe und Verletzungen stark in Mitleidenschaft gezogen, wodurch das Selbstbewusstsein sehr stark angeschlagen wird und sich das Mobbing Opfer erst recht schwer tut, sich gegen die Mobbingattacken zur Wehr zu setzen.
Psychische Auswirkungen des Mobbing
Die Leistungsfähigkeit sinkt, diee Konzentrations- und Merkfähigkeit lassen nach; die Betroffenen haben Angst, zur Arbeit zu fahren, sind weniger motiviert, werden depressiv, ihre psychische Belastbarkeit nimmt ab.
Körperliche Auswirkungen des Mobbing
Es treten bei vielen Betroffenen körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Rücken-, Magen- oder Kopfschmerzen, Herzrhythmus- und Ess-Störungen auf. Sie leiden unter chronischen Stress-Symptomen, die sie vielleicht durch Medikamente oder Alkohol zu lindern versuchen.
Wenn Sie von Mobbing betroffen sind, sollten Sie sich nicht in die Opferrolle fügen! Das ist die schlechteste Reaktion auf das Mobbing. Handeln Sie!
Über Gehässigkeiten oder Sabotageakte, die sich wiederholen, einfach hinwegzusehen, führt bei Mobbern meist dazu, sich besonders Gemeines einfallen zu lassen. Auch besondere Freundlichkeit ist fehl am Platze. Es bestärkt den Mobber, dass Sie schwach und ein leichtes Opfer sind. Bei Ihnen selbst erzeugt der Versuch, "darüber hinwegzusehen", starke innere Anspannung und Hilflosigkeitsgefühle. Viele Betroffene sehen in der Kündigung den letzten Ausweg aus ihrer qualvollen Situation.
Rechtliche Schritte sind momentan noch nicht sehr erfolgversprechend. Richter an den Arbeitsgerichten sagen, dass bislang nur in ganz wenigen Fällen Mobbing-Opfer Aussicht hatten, zu ihrem Recht zu kommen. Die Beweislast liegt beim Mobbing-Opfer. Es muss nachweisen, dass sein Persönlichkeitsrecht und seine Würde verletzt wurden - und zwar systematisch. Hier stehen dann meist Aussage gegen Aussage. Deshalb sind Aufzeichnungen in Form eines Tagebuchs oder eines Mitschnitts sehr wichtig.
Dann bleiben Ihnen noch die folgenden Möglichkeiten:
Wenn Sie schweigen und das Mobbing ohne Gegenwehr zulassen, stärken Sie den Mobber und sein Mobbing. Werden Sie deshalb aktiv.
© 1999-2012 PAL Verlag - Mobbing am Arbeitsplatz - Was tun gegen Mobbing? Wie wehrt man sich als Mobbing Opfer? Mobbing Hilfe
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