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Behandlung bei einem psychologischen Psychotherapeuten

abbildung therapie

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, wenn Sie eine Psychotherapie bei einem kassenzugelassenen Psychotherapeuten machen möchten. Bild © N-Media-Images - Fotolia.com

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Sie erhalten Antwort auf folgende Fragen:
Wie finde ich einen qualifizierten Psychotherapeuten für eine Psychotherapie?
Worauf muss ich bei der Wahl eines Psychotherapeuten achten?
Was muss ich tun, wenn ich eine Psychotherapie machen möchte?
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Allgemeine Regeln der Psychotherapie
Ist ein Wechsel des Psychotherapeuten im Verlauf der Psychotherapie möglich?
Woran merke ich, dass die Psychotherapie erfolgreich ist?
Was tun, wenn kein Therapieplatz frei ist?

Wie finde ich zugelassene Psychotherapeuten?

Erkundigen Sie sich im Internet, bei Ihrer Krankenkasse oder der Kassenärztlichen Vereinigung nach kassenzugelassenen Psychotherapeuten in Ihrer Nähe.

Gut ist es, wenn Sie bereits wissen, in welcher Therapierichtung der Therapeut ausgebildet sein soll (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Therapie).

Bei Angst- und Panikstörungen, Zwängen sowie Depressionen ist eine Verhaltenstherapie immer anderen Therapieverfahren vorzuziehen.

Haben Sie sich einen Psychotherapeuten ausgewählt und dieser hat eine lange Wartezeit, dann kontaktieren Sie einen anderen Therapeuten.

Therapeutenliste psychologischer Psychotherapeuten mit Schwerpunkt Kognitiver Verhaltenstherapie

Worauf muss ich bei der Wahl eines Psychotherapeuten achten?

Wie muss ich vorgehen, wenn ich eine Psychotherapie machen möchte?

Wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind

Vereinbaren Sie telefonisch einen Termin für ein Erstgespräch. Sie können direkt mit Ihrer Versichertenkarte zu einem psychologischen Psychotherapeuten gehen.

Sie benötigen keine Überweisung von einem Arzt, müssen jedoch auch beim Psychotherapeuten 10,- pro Quartal zuzahlen, wenn Sie keinen Überweisungsschein haben.

Höchstens 5 Probesitzungen (sog. probatorische Sitzungen) bei der Verhaltenstherapie und 8 Sitzungen bei der Psychoanalyse haben Sie Zeit, den Therapeuten näher kennen zu lernen und mit ihm über Therapieziele, Therapieverfahren und Umfang der Therapie zu sprechen.

Danach entscheiden Sie mit dem Therapeuten, ob Sie eine Therapie bei der Krankenkasse beantragen. Sollten Sie mit dem Therapeuten nicht klar kommen, dürfen Sie bei einem weiteren Therapeuten probatorische Sitzungen machen.

Nach Abschluss der probatorischen Sitzungen müssen Sie einen Arzt, dies kann Ihr Hausarzt sein, aufsuchen, der abklärt, ob nicht eine organische Erkrankung Ursache für Ihre Beschwerden sein kann.

Wenn Sie bei einer Privatkasse versichert sind

Klären Sie vorab bei Ihrer Privatkasse ab, ob diese die Kosten für die Psychotherapie übernimmt. Fragen Sie genau,

Warten Sie auf jeden Fall die schriftliche Leistungszusage ab, ehe Sie mit der Psychotherapie beginnen.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Die Therapiedauer ist abhängig von dem Therapieverfahren, das Anwendung findet, der Schwere und Dauer der psychischen Erkrankung und von dem individuellen Therapieziel und dem Therapieverlauf.

In der Verhaltenstherapie unterscheidet man zwischen Kurz- und Langzeittherapie. Die Kurzzeittherapie umfasst höchstens 25 Sitzungen, die Langzeittherapie 45 Sitzungen á 50 Minuten. Höchstens werden 80 Stunden genehmigt.

Die Psychoanalyse umfasst in der Regel 160 Stunden, die tiefenpsychologisch fundierte Therapie 50 Stunden.

Maximal 100 Stunden tiefenpsychologisch fundierte und 300 Stunden Psychoanalyse werden bezahlt.

Wenn Sie keinen Therapieplatz finden & dringend eine Therapie benötigen

Je nach Region müssen Sie mit einer (mehrmonatigen) Wartezeit rechnen, bis Sie einen Termin bei einem kassenzugelassenen psychologischen Therapeuten bekommen.

Wenn Sie innerhalb einer angemessenen Wartezeit (6 Wochen) keinen kassenzugelassenen Psychotherapeuten finden, können Sie sich auch bei einem nicht kassenzugelassenen Psychotherapeuten behandeln lassen. Ihre Krankenkasse ist verpflichtet die Kosten zu erstatten (§ 13 Abs. 3 SGB V).

Wenn Sie einen Psychotherapeuten finden, der nicht kassenzugelassen ist, aber einen freien Therapieplatz hat, müssen Sie vorab bei Ihrer Krankenkasse klären, ob diese die Kosten der Behandlung übernehmen wird

Fragen Sie den Sachbearbeiter Ihrer Krankenkasse, wie Sie einen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie stellen können. Betonen Sie, dass die Therapie dringend erforderlich ist und Sie keinen Behandlungsplatz bei einem kassenzugelassenem Therapeuten finden konnten.

Für die Antragstellung genügt ein formloses Schreiben, in dem Sie Ihre Gründe darlegen, warum Sie eine außervertragliche psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen möchten.

Dem Antrag fügen Sie folgende Belege bei:

Notwendigkeits- bzw. Dringlichkeitsbescheinigung ausgestellt von einem Psychotherapeuten oder Arzt, dass die Psychotherapie notwendig, dringlich und nicht weiter aufschiebbar ist.

Nachweise, die belegen, dass Sie keinen Therapieplatz bei einem zugelassenen Therapeuten erhalten haben. Manche Krankenkassen verlangen schriftliche Ablehnungen, anderen reichen Aufzeichnungen der Telefonate (Notizen über Datum, Uhrzeit und Ergebnis der Telefonate mit den Vertragspsychotherapeuten).

Ihr Psychotherapeut begründet zusätzlich aus seiner Sicht kurz Ihren Antrag und beantragt auf entsprechenden Formblättern die „Bewilligung außervertraglicher probatorischer Sitzungen und einer Psychotherapie“.

Sie sollten beim Einreichen der Unterlagen bei der Krankenkasse darauf achten, dass wegen Ihres Datenschutzes keine Einzelheiten Ihrer Erkrankung aufgeführt sind.

Die Behandlung kann beginnen, wenn Ihre Krankenkasse die Übernahme der Kosten schriftlich zusichert!

Lehnt die Krankenkasse den Antrag ab, besteht die Möglichkeit, mit Verweis auf die Gesetzeslage schriftlich Widerspruch bei Ihrer Kasse einzulegen und auf Ihr Recht zu verweisen.

Allgemeine Regeln der Psychotherapie

Ist ein Wechsel des Psychotherapeuten möglich?

Ja, dann wenn das Vertrauensverhältnis gestört ist. Besprechen Sie zunächst mit Ihrem Psychotherapeuten, was Sie ärgert oder stört. Möglicherweise ist dies wichtig für den Therapieprozess.

Ebenso wie bei jeder Beziehung zu anderen kann es immer einmal zu Missverständnissen kommen. Sprechen Sie auch an, wenn Sie den Eindruck haben, nicht voranzukommen.

Sollten Sie mit dem Psychotherapeuten nicht zu einer Lösung kommen, dann können Sie zu einem anderen Psychotherapeuten wechseln. Im schlimmen Fall können Sie sich an die Psychotherapeutenkammer mit einer Beschwerde wenden.


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Woran merke ich, dass meine Therapie erfolgreich ist?

Ziele einer Psychotherapie sind Veränderungen im Denken, Fühlen und Verhalten. Letztendlich bestimmt jeder selbst, welche Ziele er sich wählt.

Im Laufe der Therapie sollten Sie sich selbst besser kennen lernen, verstehen und in Richtung auf Ihr Ziel hin verändern. Eine Psychotherapie verläuft meist nicht gradlinig.

Es ist auch normal, dass es immer einmal wieder einen Rückfall in alte Denk- und Verhaltensmuster gibt. Die ersten Verbesserungen sollten sich in der Verhaltenstherapie nach etwa 10 Sitzungen einstellen.

Wichtige Informationen, wenn Ihre Psychotherapie beendet ist:
Therapieende - wie geht es weiter?

Informationen zu den Themen
Was passiert in einer Psychotherapie?
Welche Therapieformen gibt es?
Wann benötige ich eine Psychotherapie?
Worauf muss ich bei der Auswahl eines Psychotherapeuten achten?
Was ist der Unterschied zwischen einem psychologischen Psychotherapeuten, einem Nervenarzt und einem Psychiater?
Wird Psychotherapie immer von den Krankenkassen bezahlt?
Therapieformen in der Psychotherapie

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Kommentare
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Es gibt 7 Kommentare

  1. Leserkommentar Stephan M. schreibt am 26.08.2014

    Hallo, ich habe eine Dringlichkeitsbescheinigung/ Notwendigkeits Bescheinigung ausgestellt bekommen aber finde keine freien Platz.Ich bin berufstätig und wenn ich nach Feierabend anrufe einen zu bekommen ist nur eine Ansage an wann man anrufen kann. Erreicht man mal jemanden, Pech bis 1Jahr Wartezeit und deshalb keine neuen Patientenaufnahme. Dann Krankenkasse und kassenärztliche Vereinigung angerufen, ja pobleme deswegen bekannt aber können angeblich auch nicht weiterhelfen. Tja da braucht man hilfe und bei dem Versuch welche zu bekommen werden die Probleme nur größer. Alles ganz schön traurig.

  2. Leserkommentar Martina Schnetzer schreibt am 24.08.2014

    Sehr schwierig, ich habe dringend eine Behandlung gebraucht und keinen Therapeuten gefunden. Ich musste eine Therapeuten nehmen die keine Zulassung von den gesetzlichen Krankenkassen hat. Ich habe alles erfüllt was Krankenkassen von mir wollten und trotzdem haben Sie die Behandlungskosten nicht übernommen.

  3. Leserkommentar minkie schreibt am 21.07.2014

    Hallo, ich versuch krampfhaft ein Termin zu bekommen aber leider nehmen diese Therapeuten auch keinen mehr an😣.Oder nur der Anrufbeantworter geht ran ich hab Schwierigkeiten überhaupt einen zu erreichen. Was kann ich da tun? Bin was dies angeht auch nicht so bewandert.mfg

  4. Leserkommentar Serafina schreibt am 03.07.2014

    Der Bericht stimmt grösstenteils mit meinen Erfahrungen überein! An Annette Wichtig ist erstmal einen Hausarzt oder ein Neurozentrum aufzusuchen und sich von dem jeweiligen Arzt/ Psychiater eine Psychotherapie/Psychologenliste geben zu lassen.... ...Am Besten ist es, meiner Meinung nach, zu einem Psychologenzentren zu gehen, die können dich dann schnellstmöglichst weitervermitteln!!! ( Zum Ablauf: Du bekommst eine Liste zum Ausfüllen zugeschickt, zur Ermittlung des Therapieansatzes, bei Kassen ist eine 4 wöchige Überarbeitungszeit einzuplanen und danach innerhalb von 2 Wochen bekommst du deinen Psychologen oder Psychotherapeuten) Hoffentlich hilft dir das weiter! Fühldichumarmt Du schaffst das!!! Ps.: Diese Therapeutenplatzvergabe, wie du sie beschreibt, ist meines Erachtens nicht einfach zu bekommen und eine Ausnahme!

  5. Leserkommentar Franz schreibt am 01.07.2014

    Das was hier beschrieben wird entspricht nicht meiner Wirklichkeit. Es erscheint mir eher so, dass hier Werbung für psychologische Psychotherapeuten gemacht wird und andere Berufsgruppen wie z.B. Heilpraktiker für Psychotherapie ausgegrenzt werden sollen. Schade, um diese zu einem Teil doch große Fehlinformation.

  6. Leserkommentar Annette schreibt am 16.05.2014

    Ich warte nun seit über einem halben Jahr auf einen Platz bei einer von mir ausgesuchten Therapeutin. Es ist mir unangenehm wenn ich es mal wieder versuche. Ich werde vertröstet auf nächsten Monat. Bei dieser Therapeutin gibt es keinen Warteliste, sondern man bekommt den freien Platz nur, wenn zum Zeitpunkt des Anrufes gerade ein Platz frei ist. Es kostet mich jedes Mal viel Kraft und es geht mir nach den Vertröstungen nur noch schlechter. Ich kann nicht mehr und habe auch bald nicht mehr die Kraft.

  7. Leserkommentar Simone schreibt am 06.08.2013

    Danke für diesen hilfreichen Beitrag. leider ist es so, dass Psychologen eine lange Wartezeit haben.

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