Angst vor Neuem und Unbekanntem

SELBSTHILFE RATGEBER BÜCHER PSYCHOLOGIE

RATGEBER FÜR MEHR SELBSTVERTRAUEN UND SELBSTBEWUSSTSEIN


Ratgeber zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbstachtung

Eifersucht-Link

WEITERE ANGST INFORMATIONEN

Selbsthilfe Forum, in dem Sie sich mit anderen über Angst vor Ablehnung austauschen können. Angst Forum

Sorgen - wie damit umgehen?

Angst vor neuer Arbeitsstelle

Krisen als Chancen annehmen

Selbstvertrauen aufbauen und stärken

Angst vor Veränderung

Probleme, Entscheidungen zu treffen?

Ratgeber Angst

Angst vor Neuem - wie damit umgehen?

Dr. Doris Wolf, Expertin für Angst und Angststörungen Dr. Doris Wolf, Dipl.-Psychologin

Etwas Neues ist immer eine Chance und ein Risiko. Wir haben die Chance, unser Leben durch das Neue zu bereichern und wir haben das Risiko, enttäuscht zu werden oder zu versagen.

Menschen, die Angst vor dem Neuen haben, sehen in dem Neuem keine Chancen, nur Gefahren. Sie haben Angst vor dem Unbekannten, Ungewissen und der Erfahrung, möglicherweise nicht damit umgehen zu können. Sie haben Angst, zu versagen oder sich zu blamieren.

Deshalb bleiben sie lieber beim Alten und Bekannten, da fühlen sie sich geborgen und sicher. Werden Betroffene durch die Umstände - z.B. eine Entlassung oder Trennung -  zu Neuem gezwungen, dann reagieren sie mit starker Angst und körperlichen Beschwerden.

Da von uns heute viel mehr Flexibilität und Mobilität verlangt werden als früher und sich alles um uns herum in einem rasenden Tempo verändert, fühlen sich Menschen mit einer Angst vor Neuem ständig bedroht.

Wodurch die Angst vor Neuem entsteht

Heute geht man davon aus, dass wir uns darin unterscheiden, wie schnell wir auf unbekannte Situationen mit Angst reagieren und wie schnell wir uns an ungewohnte Situationen anpassen. Diese unterschiedliche Angstbereitschaft ist angeboren.

Daneben haben natürlich auch unsere Erfahrungen und die Erziehung einen Einfluss auf unsere Einstellung Neuem gegenüber. Wenn wir von klein auf zur Ängstlichkeit neigen, dann liegt es an unseren Eltern, uns nicht zu überfordern, aber doch immer wieder zu Neuem zu ermutigen. Sie dürfen auch nicht beim ersten Widerstand und Weinen aufgeben, sondern müssen uns so lange immer wieder an das Neue heranführen, bis die Angst nachlässt.

Wir benötigen die positive Erfahrungen, dass wir Neues meistern können und die Angst langsam abnimmt, wenn wir es wagen. Wenn die Eltern uns bei Schwierigkeiten in neuen Situationen nicht trösten und ermuntern, sondern sich z.B. lustig machen oder beschimpfen, dann kann dies  ebenfalls der Ausgangspunkt für die Vermeidung von neuen Erfahrungen sein.

Natürlich spielt auch eine Rolle, ob uns unsere Eltern vorleben, dass Neues spannend und bereichernd sein kann, oder uns eher vor Neuem warnen und das Gewohnte pflegen.

Die Angst vor Neuem wird auch dadurch mitbestimmt, was wir verlieren, wenn wir das Neue beginnen. Wenn wir viel verlieren und bei dem Neuen nichts Positives sehen, steigt unsere Angst.

Wie die Angst vor Neuem überwinden?

Leichte Angst, Unsicherheit und Gespanntheit sind ganz normale Begleiterscheinungen, wenn wir Neuland betreten. Schließlich wissen wir nicht genau, was uns erwartet. Durch diese Gefühle sind wir hellwach und hochkonzentriert.

Starke Angst lähmt uns hingegen oder bringt uns zur Meidung neuer Situationen oder Flucht aus diesen Situationen.

Tipp bei Angst vor Neuem Wollen wir die Angst  vor Neuem reduzieren, müssen wir uns zunächst einmal erlauben, dass wir Angst haben und nervös sind. Wenn wir unsere Angst verdrängen und vor anderen cool dastehen wollen, dann steigern wir unsere Anspannung noch mehr.

Angst haben ist kein Makel. Angst ist ein natürliches und nützliches Gefühl. Machen Sie sich die Angst zum Freund, statt sie als Feind anzusehen. Sagen Sie sich: Ich darf Angst haben. Ich kann lernen, mit der Angst umzugehen.

Tipp bei Angst vor Neuem Dann müssen wir uns genauer anschauen, wovor wir genau Angst haben - die neue Situation nicht bewältigen zu können, keine Kontrolle zu haben, zu versagen, nicht zu wissen, was uns genau erwartet?

Wir müssen prüfen, ob wir die Gefahren in Gedanken und in der Phantasie übertreiben und/oder unsere Bewältigungsmöglichkeiten unterschätzen.

Ziel ist es, uns nur mit den tatsächlichen Gefahren zu befassen. Eine weitere Strategie der Angstüberwindung ist, dass wir uns auf das Schlimmste vorbereiten: Welche Möglichkeiten hätte ich, wenn das Schlimmste passieren würde?

Tipp bei Angst vor Neuem Nach der gedanklichen Arbeit muss der Schritt in die Realität folgen. Wir müssen uns der neuen Situation stellen - und zwar mit Angst und Unsicherheit. Angst kann man nur besiegen, wenn man sich ihr stellt.

Wenn wir vor der Angst davonlaufen, wenn wir die Situationen meiden, in denen wir Angst haben, dann baut sich die Angst noch mehr auf und wird stärker. Je häufiger wir uns mit Angst in eine Situation begeben und erleben, dass das Befürchtete nicht eintritt, umso mehr verlieren wir die Angst.

Am besten beginnen wir dabei mit einer leichten Situation, vor der wir wenig Angst haben. Haben wir diese erfolgreich bewältigt, gehen wir zu einer schwierigeren Situation über. Schritt für Schritt stärken wir dadurch unser Vertrauen in unsere Fähigkeiten, unser Selbstvertrauen wächst und unsere Angst nimmt ab.

Konkrete Informationen, wie Sie schrittweise eine Angst überwinden können, indem Sie sich ihr stellen, finden Sie in dem Betrag zur Konfrontationstherapie.

© 1999-2012 PAL Verlag - Angst vor Neuem - Angst vor Veränderung
Suchthilfe bei Alkoholsucht - Probleme - Small Talk - Partnerschaftstest - Entspannung - Selbstbewusstsein - Mobbing Test - Erfolg haben