Viele Arbeitssüchtige erkranken an einem Burnout Syndrom. Deshalb sind die folgenden Informationen für Sie vielleicht hilfreich.
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Dr. Doris Wolf - Diplom Psychologin, Psychotherapeutin
Die meisten Arbeitssüchtigen bezeichnen sich eher „als sehr engagiert und ehrgeizig“ denn als arbeitssüchtig. Die Betroffenen begründen ihr starkes berufliches Engagement damit, für die Karriere, den Erhalt des Arbeitsplatzes oder zum Wohle der Familie zu arbeiten.
Den Betroffenen fällt es meist schwer, sich einzugestehen, dass die Arbeit eine Art Suchtmittel ist. Prüfen Sie die folgenden Aussagen bitte trotzdem offen und ehrlich. Entscheiden Sie, ob Sie diesen zustimmen oder nicht. Es ist eine Bilanz, die Sie nur für sich selbst ziehen.
Markieren Sie bitte diejenigen Feststellungen, denen Sie zustimmen.
Arbeitssucht Test Auswertung
Wenn Sie mehr als 6 Aussagen zugestimmt haben,
d.h. 35 und mehr Punkte haben, dann ist dies ein Alarmzeichen und ein Hinweis darauf, dass Sie arbeitssüchtig sein könnten.
Ab und zu mal eine Überstunde machen oder Arbeit mit nach Hause nehmen ist kein Problem. Auch der erhöhte Einsatz zum Aufbau der eigenen Firma oder zur Durchführung eines bestimmten Projektes hat noch keinen Krankheitswert.
Wenn Sie jedoch grundsätzlich Ihr Privatleben und Ihre Entspannung vernachlässigen und die Arbeit zum Lebensmittelpunkt machen, dann ist dies ein problematisches Verhalten.
Dahinter können sich verschiedene Ursachen verbergen. Beispielsweise könnte die Arbeit für Sie ein Mittel sein, sich von anderen Problemen abzulenken, Depressionen oder Ängste zu bekämpfen, Ihr Selbstwertgefühl über Leistung zu stärken oder Anerkennung und Bestätigung zu bekommen.
Über kurz oder lang werden Sie die Konsequenzen Ihres Verhaltens zu spüren bekommen. Sie könnten an einem Burnout-Syndrom oder körperlich erkranken. Ihr Körper ist nicht so konstruiert, dass er auf Dauer eine solche Belastung ohne Auszeiten aushält. Aus dem gelegentlichen Drink könnte sich eine Alkoholabhängigkeit entwickeln. Möglicherweise verlässt Sie Ihr Partner oder Ihr Freundeskreis zieht sich von Ihnen zurück.
Auch wenn Sie im Augenblick keine Probleme aufgrund Ihrer Arbeitssucht erkennen können, sprechen Sie einmal mit einem neutralen Außenstehenden über Ihr Arbeitsverhalten.
Ziehen Sie auch einmal Bilanz.
Überlegen Sie, was Sie im Leben
beruflich
materiell
in Bezug auf Freundschaften
- in Bezug auf Familie und Partnerschaft
- in Bezug auf Ihre seelische und körperliche Gesundheit
erreichen möchten. Machen Sie eine kleine Zeitreise und stellen Sie sich vor, wie Sie am Ende Ihres Lebens auf Ihr Leben zurückschauen.
Wenn Sie Ihre Ziele herausgefunden haben, prüfen Sie, wie viel Zeit Sie im Augenblick dafür einsetzen und ob dieser Einsatz genügt.
Fragen Sie sich, was wirklich passieren würde, wenn Sie Ihren zeitlichen Einsatz für die Arbeit reduzieren würden? Wovor haben Sie Angst? Suchen Sie sich eine psychotherapeutische Unterstützung, wenn Sie bemerken, dass es Ihnen schwer fällt, Ihr Leben alleine zu verändern.
Die Arbeitssucht ist eine nichtstoffliche Sucht, die für die Betroffenen und Angehörigen genauso gefährlich ist wie etwa eine Spielsucht oder Kaufsucht.
© 2010-2011 PAL Verlag - Arbeitssucht Test - bin ich arbeitssüchtig? bin ich ein workaholic?
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