Durchschlafstörungen

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Durchschlafstörungen - ihre Ursachen

Dr. Rolf Merkle Dr. Rolf Merkle - Diplom Psychologe, Psychotherapeut

Sie leiden unter einer Durchschlafstörung, wenn Sie mehrmals in der Woche über einen Zeitraum von 4 und mehr Wochen in einer Nacht mehrmals aufwachen und dann Probleme haben, wieder einzuschlafen.

Das Problem bei der Durchschlafstörung ist weniger, dass man aufwacht, sondern dass man nach dem Aufwachen Probleme hat, wieder einzuschlafen.

Das Aufwachen allein, auch wenn das mehrmals in einer Nacht geschieht, ist als solches also noch keine Durchschlafstörung.

Sie wissen ja bereits, dass es völlig normal ist, dass wir in der Nacht öfter in eine wachähnliche Phase gelangen und unser Schlaf unterbrochen wird. Die meisten Menschen registrieren das jedoch nicht bewusst und machen sich darüber keine sorgenvollen und ängstlichen Gedanken.

Erst dadurch, dass Sie sich bewusst auf diese wachähnlichen Phasen konzentrieren und sich darüber beunruhigen, hindern Sie sich daran, „unbekümmert“ weiter- bzw. durchzuschlafen.

Die Angst, morgens nicht ausgeruht und fit zu sein, verbunden mit Ärger und dem Versuch, mit aller Gewalt wieder einschlafen zu wollen, führt zu erneuten Einschlafproblemen und birgt das Risiko in sich, nach erneutem Einschlafen doch wieder aufzuwachen.

Ursachen von Durschlafstörungen

Durchschlafstörungen sind meist Störungen im Tiefschlaf, die durch Medikamente, Alkohol oder eine falsche Ernährung hervorgerufen werden.

Schlaftabletten und Alkohol führen dazu, dass Sie zwar einerseits vielleicht schneller einschlafen, andererseits dafür aber nur sehr leicht schlafen, d.h. Ihr Tiefschlaf gestört ist.

Ein weiterer Grund für Durchschlafstörungen kann in körperlichen Vorgängen liegen. So arbeiten unsere Organe nicht 24 Stunden gleich aktiv. Unsere Leber, Gallenblase und unsere Lungen sind z.B. in der Nacht am aktivsten. Wenn diese Organe nicht voll funktionstüchtig sind, kommt es in der Nacht zu einer körperlichen Beeinträchtigung, die sich negativ auf unseren Schlaf auswirken kann.

Wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, dann kann es sein, dass Sie nach Mitternacht Probleme haben durchzuschlafen, weil in dieser Zeit der Blutdruck bei allen Menschen sinkt und der Körper durch das Erwachen versucht, den Kreislauf wieder zu stabilisieren.

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