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Innerer Frieden - was ist das und wie erlangt man ihn?


Dr. Doris Wolf - Expertin für Persönlichkeitsentwicklung Dr. Doris Wolf

Die Frage, was ein innerer Friede bedeutet, ist nicht allgemein und für alle Menschen gültig zu erklären. Jeder muss diesen Zustand des inneren Friedens für sich selbst beschreiben und herausfinden.

Leichter fällt es uns, das Gegenteil von innerem Frieden zu definieren: Stress, negative Gefühle wie Angst, Hass, Sorgen, Einsamkeit, Misstrauen, Verzweiflung, Verbitterung, Kränkung, Eifersucht und Wut.

Manche Menschen beschreiben den inneren Frieden mit Worten wie innerem Gleichgewicht, Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Harmonie, Liebe, Frieden, Glück, Ausgeglichenheit, Stille oder auch Losgelöstheit. In ihrem Körper empfinden sie Leichtigkeit, Entspannung oder Ruhe.

Wir können den inneren Frieden auch über unser Verhalten und unsere Gedanken beschreiben. Wenn wir inneren Frieden verspüren, dann haben wir kaum das Bedürfnis

Wenn wir inneren Frieden verspüren dann

7 Tipps, wie Sie inneren Frieden finden können

Innerer Frieden ist kein dauerhafter Zustand – außer wir werden Buddhist und meditieren täglich mehrere Stunden.

Wir Normalsterblichen müssen uns den Zustand des inneren Friedens immer wieder aufs Neue zurückerobern, da wir emotional nicht so gefestigt sind, dass wir die täglichen Probleme einfach so wegstecken können. Hier einige Strategien, die uns helfen können, unseren inneren Frieden wieder herzustellen.

 Suchen und fördern Sie den Kontakt zu Menschen, von denen Sie sich verstanden, geliebt und unterstützt fühlen.

 Machen Sie es sich zur Gewohnheit, vor dem Einschlafen den Tag nochmals Revue passieren zu lassen und vergeben sich und anderen Menschen Fehler und Ungeschicklichkeiten.

 Reservieren Sie sich täglich eine bestimmte Zeit - etwa vor dem Einschlafen, in der Sie sich bewusst machen, wovor Sie dankbar sein können. Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel für die Erlangung inneren Friedens.

 Lernen Sie, zu akzeptieren, was auch geschieht – für den Augenblick. Danach können Sie entscheiden, ob Sie es ändern möchten und auch können.

 Besuchen Sie regelmäßig Orte oder Plätze, an denen Sie sich wohlfühlen.

 Notieren Sie sich die Dinge, die momentan Ihren inneren Frieden stören. Dann handeln Sie und beseitigen diese Störenfriede, wenn das möglich ist. Dinge, die Sie nicht ändern können, lernen Sie zu akzeptieren. Wenn Sie beispielsweise in Unfrieden mit sich leben, weil Sie sich und Ihre Bedürfnisse vernachlässigen, weil Sie glauben, kein Recht auf Ihre Bedürfnisse zu haben, dann lernen Sie, mehr auf Ihre Bedürfnisse zu hören. Dazu müssen Sie vielleicht lernen, sich selbst mehr anzunehmen und sich für wichtig zu halten. Dafür müssen Sie Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstbewusstsein stärken und lernen, Nein zu sagen. Vielleicht leben Sie aber auch in Unfrieden mit sich, weil Sie sich bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen nicht verzeihen können und sich selbst Ihr schlimmster Feind sind. Dann gilt es, sich selbst zu verzeihen lernen und zu lernen, sich selbst mehr anzunehmen – mit Ihren Fehlern und Schwächen.

 Zum Abschluss eine kleine Übung, mit deren Hilfe Sie ein tiefes Gefühl von Liebe empfinden können. Das Schöne daran ist, dass Sie, um Liebe zu verspüren, niemanden benötigen, der Ihnen Liebe gibt. Lassen Sie uns also beginnen: Stellen Sie sich in der Phantasie einen Menschen vor, den Sie lieben. Dann malen Sie sich aus, dass Sie ihm gegenüberstehen und mit jeder Zelle Ihres Körpers Ihre Liebe zu ihm ausstrahlen. Sie können sich z.B. vorstellen, dass von Ihnen ein warmes Licht ausgeht, das diesen Menschen einhüllt und wärmt. Bleiben Sie bei dieser schönen Vorstellung, bis Sie in Ihrem Inneren ganz deutlich die Wärme und Liebe empfinden, die Sie weitergeben möchten.

© 2010-2012 PAL Verlag - Wie inneren Frieden finden?
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