Kränkungen und Verletzungen

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Doris Wolf
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Kränkungen – woher sie kommen und was Sie dagegen tun können

Dr. Doris Wolf, Expertin für Kränkungen Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin, Psychotherapeutin

Kränkungen oder seelische Verletzungen können sehr schmerzhaft sein. Manche Menschen scheinen sie geradezu anzuziehen.

Deshalb wollen wir uns zunächst damit befassen, was uns leicht verwundbar durch andere macht.

Wovon hängt es ab, ob und wie stark wir uns verletzt fühlen?

- von der Stärke unseres Selbstwertgefühls
Je geringer unser Selbstwertgefühl ist, umso schneller fühlen wir uns z.B. durch Kritik, Nichtbeachtung und Ablehnung durch andere verletzt. Ja, es ist sogar so, dass wir dann auch schneller eine Kritik oder Ablehnung sehen, wo gar keine ist.

- von unserer körperlichen und seelischen Verfassung
Je stärker wir körperlich geschwächt oder emotional angeschlagen sind, umso weniger haben wir z.B. den negativen Kommentaren anderer entgegenzusetzen.

- vom Ort und Zeitpunkt des Geschehens
Meist verstärkt die Gegenwart anderer uns wichtiger Menschen das Ausmaß unserer Kränkung.

- von unseren Erfahrungen in ähnlichen Situationen
Haben wie bereits wunde Punkte, dann sind wir gefährdet, Kommentare zu diesem Punkt als besonders verletzend zu erleben.

- von unserem Geschlecht
Frauen fühlen sich gewöhnlich schneller verletzt als Männer.

- von den Gründen, die wir hinter dem Verhalten des Gegenübers vermuten
Vermuten wir einen gezielten Angriff auf unsere Würde, dann fühlen wir uns stärker verletzt, als wenn wir davon überzeugt sind, der andere wisse oder könne es nicht besser.

- von unseren Erwartungen an den anderen
Je höher unsere Erwartungen an andere sind, umso mehr geben wir ihnen die Chance, uns dadurch zu verletzen, dass sie unsere Erwartungen nicht erfüllen.

Was können Sie tun, um sich weniger gekränkt zu fühlen?

Kränkungsgefühle entstehen, indem ein anderer etwas tut oder nicht tut und wir dies z.B. als Demütigung oder Ablehnung bewerten und uns als gesamte Person angegriffen sehen. Wir sehen uns also unmittelbar bedroht und benötigen Strategien, diese Bedrohung abzubauen.

1. Bringen Sie Ihren Körper wieder in die Entspannung

2. Korrigieren Sie Ihre Gedanken

- Erinnern Sie sich daran: "Was der andere denkt, ist seine Sache. Es ist nur seine persönliche Meinung in diesem Augenblick, die abhängig ist von seiner momentanen Stimmung und seiner Lebensgeschichte."

Dr. Doris Wolf spricht zum Thema Kränkungen und Verletzungen


Warum fühlen wir uns gekränkt?

Wie mit Kränkungen umgehen?

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