Progressive Muskelentspannung - die Nr. 1 unter den Entspannungsverfahren

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Dr. Rolf Merkle - Diplom Psychologe, Psychotherapeut
In diesem Beitrag lernen Sie 3 weitere Tipps für einen gesunden Schlaf kennen.
Schlafregel 4: Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers
Wovon machen Sie das Zu-Bett-Gehen abhängig? Aufgrund welcher Kriterien entscheiden Sie am Abend: Jetzt ist Schlafenszeit?
Eine enorm wichtige Frage, die Sie sich beantworten sollten. Viele Einschlafprobleme rühren nämlich daher, dass man zu früh ins Bett geht, d.h. zu einem Zeitpunkt, an dem der Körper noch kein Schlafbedürfnis hat. Folglich hat man dann auch Probleme einzuschlafen und versetzt sich daraufhin in Angst, ein gesundheitliches Problem zu haben. Das ist so, als würden Sie auf die Toilette gehen, ohne zu „müssen“.
Wann also entscheiden Sie, reif fürs Bett zu sein? Warum machen Sie sich auf den Weg zum Bett?
a) weil es 23 Uhr ist und Sie denken, das sei die richtige Zubettgehzeit,
b) weil nichts Interessantes mehr im Fernsehen kommt,
c) weil Ihr Partner auch zu Bett geht,
d) weil Sie sich langweilen und diese Langeweile als Müdigkeit interpretieren,
e) weil Sie nichts mit sich und der Zeit anzufangen wissen,
f) weil Sie letzte Nacht hundsmiserabel geschlafen haben und nun zeitig zu Bett gehen wollen, um Schlaf nachzuholen?
Das Gemeinsame an diesen Beispielen ist, dass Sie Ihre Entscheidung, ins Bett zu gehen, nicht von Ihrem Körper abhängig machen, sondern von anderen Dingen.
Wann also ist die richtige Zubettgehzeit? Diesen Zeitpunkt müssen Sie selbst und zwar täglich neu herausfinden. Ziel ist es, dass Sie lernen, mehr auf die Signale Ihres Körpers zu hören, und diese richtig interpretieren. Äußere Signale, wie etwa die Uhrzeit sollten Sie nicht als Anlass nehmen, um sich schlafen zu legen. Haben Sie Vertrauen zu Ihrem Körper. Er wird Ihnen mit Bestimmtheit sagen, wann er müde ist, und er wird sich die Menge Schlaf holen, die er braucht.
Schlafregel 5: Stehen Sie jeden Morgen immer zur gleichen Zeit auf
Ob an den Wochenenden oder in den Ferien: für die Überwindung Ihrer Schlafprobleme ist es wichtig, dass Sie morgens immer um die gleiche Zeit aufstehen unabhängig davon, wann Sie abends schlafen gingen. Nur so kann Ihr Körper, der aus dem Takt ist, wieder ins Gleichgewicht kommen.
Also: Auch wenn das Ausschlafen für Sie die schönste Sache der Welt ist, tun Sie es im Augenblick nicht. Sie gefährden Ihre Schlaftherapie.
Schlafregel 6: Verzichten Sie darauf, während des Tages zu schlafen
Auch wenn Sie tagsüber hundemüde sind und fast im Stehen einschlafen könnten, geben Sie diesem Bedürfnis nicht nach. Halten Sie sich wach und verzichten auf das kleine Nickerchen.
Wenn Sie tagsüber schlafen, hat Ihr Körper einen Teil seines Schlafbedarfs schon gedeckt und der Schlafdruck lässt nach. Die Folge ist: Sie werden entweder am Abend später müde, wachen in der Nacht auf oder werden morgens früher wach.
Statt eines Mittagsschlafes oder Nickerchens können Sie die unter Schritt 9 aufgeführte Spontanentspannung durchführen. Sie wird Ihnen Ruhe und Erholung geben, ohne auf ihren nächtlichen Schlaf negativ Einfluss zu nehmen.
© 1999-2010 PAL Verlag - Hilfe bei Schlafstörungen - Behandlung Teil 2 - Tipps für einen besseren Schlaf
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