Ratgeber Selbstvertrauen Kapitel 3

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RATGEBER SELBSTVERTRAUEN


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185.000 Exemplare


Ratgeber zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der Selbstachtung

Rolf Merkle
So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen
144 S., EUR (D) 12,80

Ratgeber Selbstvertrauen

49 positive Besprechungen bei Amazon
Ratgeber Empfehlung Angst

Eine Leserin schreibt:

... ich fühlte mich einsam, schlecht, verkehrt, voller Angst und oft nicht lebenswert. Ich habe zwei Wochen nichts anderes gemacht als Ihr Buch zu lesen und zu schreiben, anschließend war ich ein neuer Mensch: fröhlich, kontaktfreudig, zuversichtlich. Ich bin hüpfend durch die Stadt gegangen, habe mich von einer sehr leidvollen Zeit verabschiedet. Es ist immer wieder überraschend, wie viel ich erreichen kann, wenn mit meinem Selbstwertgefühl alles in Ordnung ist und ich mich selbst mag - und wie sich die Welt um mich herum verändert.

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Kapitel 1
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Ratgeber Selbstvertrauen Kapitel 3


So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen

Die Folgen eines geringen Selbstwertgefühls

Ein positives Selbstwertgefühl ist das Wichtigste im Leben eines Menschen. Das mag Sie erstaunen oder Ihnen zu weit hergeholt erscheinen. Aber es ist so. Sie können unermeßlich reich an materiellen Gütern und dennoch bettelarm an Freude sein. Sie können beruflich sehr erfolgreich sein und dennoch stets das Gefühl haben, nicht genug zu leisten und ein Versager zu sein. Sie können viele Freunde und einen liebevollen Partner haben, die Sie schätzen, und dennoch können Sie sich einsam fühlen. Natürlich mag es helfen, sich in einem besseren Licht zu sehen, wenn man beruflich erfolgreich ist und von vielen Menschen anerkannt wird. Aber Äußerlichkeiten wie Erfolg, Geld und Anerkennung sind keine Garantie für ein positives Selbstwertgefühl oder ein erfülltes Leben. Ein Mensch, der über all diese Äußerlichkeiten verfügt, ist dennoch unzufrieden und unglücklich, wenn er sich ablehnt und er es nicht versteht, sich selbst ein guter Freund zu sein. Der Kritiker in uns verstummt nicht, nur weil andere uns bestätigen, daß wir gut aussehen und stolz auf uns sein können.

Wenn unser Selbstwertgefühl gering ist, dann fehlt uns die wichtigste Voraussetzung für ein erfülltes und glückliches Leben. Auch wenn Sie alles tun und haben, was heute in unserer Gesellschaft so wichtig scheint, Sie werden dennoch unglücklich sein, wenn es Ihnen fehlt. Ohne ein positives Selbstwertgefühl ist Ihr Leben angefüllt mit Ängsten, gleichgültig wie positiv alles um Sie herum ist.

In tausenden von Gesprächen mit meinen Patienten habe ich die Erfahrung gemacht, daß sehr viele persönliche, zwischenmenschliche und berufliche Probleme, so verschieden sie auch sein mögen, immer nur eine Ursache haben: mangelnde Selbstannahme und damit mangelndes Selbstvertrauen.

Probleme im persönlichen Bereich

Im Privatleben und in der Beziehung zum Partner sind Minderwertigkeitsgefühle sehr häufig die Ursache von Konflikten und Auseinandersetzungen. Abgesehen von Schüchternheit und Unsicherheiten, die auf ein geringes Selbstwertgefühl zurückzuführen sind, gibt es zahlreiche weitere Probleme.

So geht Hans-Jürgen sehr schnell an die Decke, wenn er das Gefühl hat, seine Frau halte ihn für dumm, - und dies kommt sehr häufig vor. Erinnert ihn seine Frau daran, daß er noch etwas erledigen muß oder daß sie beide mit Freunden verabredet sind, platzt ihm der Kragen. Er macht seiner Frau dann heftige Vorwürfe, sie behandle ihn wie ein kleines Baby und überhaupt, wenn sie ihn lieben würde, dann würde sie ihm mehr zutrauen. Die Folgen solcher Auseinandersetzungen sind tagelanges eisiges Schweigen und Sich-aus-dem-Weg-Gehen.

Hans hat ganz andere Probleme. Er will immer "cool" sein. Nur dann, so glaubt er, sei er für Frauen attraktiv. Er vergleicht sich ständig mit anderen, aber nur mit solchen, die ihm in einer Sache überlegen sind oder ihm etwas voraushaben. Auf diese Weise schneidet er bei seinen Vergleichen immer als Verlierer ab und ist dann deprimiert. Er "kotzt" sich manchmal selbst an, wie er sagt. Er hat große Angst vor dem Alleinsein, da er denkt, er sei überflüssig.

Harald ist furchtbar abhängig von der Meinung seiner Mitmenschen. Wenn ihn ein Arbeitskollege kritisiert, nimmt er sich dessen Urteil sehr zu Herzen. Er fühlt sich dann nicht nur persönlich angegriffen und ist deprimiert, sondern ärgert sich auch maßlos über sich selbst, daß er so ein "Trottel" ist, den die Worte des anderen nicht kalt- lassen, und der es nicht schafft, über der Kritik zu stehen. Warum nimmt er sich die Worte anderer so zu Herzen und ist so abhängig vom Urteil der anderen? Weil er selbst von sich und seiner Arbeit geringschätzig denkt. Er glaubt selbst, keine gute Arbeit zu leisten, und ist von sich und seinen Fähigkeiten alles andere als überzeugt. Deshalb lebt er ständig in der Angst, andere könnten über ihn genauso denken und ihn ebenso ablehnen, wie er sich selbst ablehnt.

Hubert ist wahnsinnig eifersüchtig. Wenn er mit seiner Frau ausgeht, dann leidet er Todesqualen. Er beobachtet seine Frau mit Adleraugen und läßt sie keine Sekunde aus den Augen. Wenn sie einem anderen ein Kompliment macht oder diesem besonders lange Aufmerksamkeit schenkt, dann denkt sich Hubert sofort, daß seiner Frau nichts mehr an ihm liege, der andere etwas habe, was er nicht hat, und in seiner Phantasie sieht er seine Frau, wie sie ihn verläßt oder ihn mit dem anderen betrügt. Er reagiert dann mit großer Angst und stellt seine Frau hinterher zur Rede und beschimpft sie.

Thomas muß sich und seine Fähigkeiten immer unter Beweis stellen. Trotzdem wird er das Gefühl nicht los, ein Versager zu sein. Wenn er in ein Lokal geht, dann denkt er sich: "Dir sieht jeder an, daß du nichts kannst". Wird er für einen Freundschaftsdienst gelobt - er ist handwerklich sehr begabt -, dann denkt er sich, der andere sei nur deshalb so freundlich, damit er bei nächster Gelegenheit wieder aushelfe.

Sabine ist furchtbar sauer auf sich, wenn sie sich bei einem Fehler ertappt. Sie verurteilt sich und verlangt von sich, alles noch besser machen zu müssen. Sie ist meist sehr ungeduldig und will immer alles auf einmal erledigen. Geht ihr etwas nicht schnell genug von der Hand, dann hält sie sich für unfähig und dumm.

Martina ist von sich enttäuscht, da sie "nur" eine mittelmäßige Schulbildung hat. Niemand würde sie vermissen, wenn sie sterben würde. Wenn sie in den Nachrichten ein Wort hört, das sie nicht versteht, dann denkt sie sofort, sie sei blöd, und hält sich für eine "dumme Tussi". Wenn ein Mann ihr sagt, daß sie attraktiv ist, dann würde sie sich am liebsten verkriechen. Sie meint, daß sie es nicht verdiene, daß es ihr gutgeht. Sie habe zu wenig zu bieten, um von sich gut denken zu können. Wenn sich jemand wie sie gut fühlen würde, dann sei der überheblich.

Tina könnte sich manchmal selbst eine runterhauen. Wenn sie vergißt, die Kaffeemaschine auszumachen, dann ärgert sie sich maßlos über sich und denkt: "Nie kannst du etwas richtig machen, du blöde Kuh". Wenn andere sie auf einen Fehler aufmerksam machen, dann reagiert sie furchtbar aufgebracht und sagt sich: "Er sagt das nur, um mich zu demütigen. Er will mich als dumme Gans hinstellen". Die Folge davon ist, daß sie mit dem Betreffenden nichts mehr zu tun haben will und sich absondert.

Hans ist ständig mit sich unzufrieden. Kein noch so großer Erfolg kann ihn auf Dauer zufriedenstellen. Kaum hat er einen beruflichen Gipfel erklommen, hält er rastlos nach dem nächsten Ausschau. Bei seinen Arbeitskollegen ist er nicht besonders beliebt. Sie halten ihn für einen Kriecher. Er fühlt sich innerlich ständig getrieben und gehetzt. Er hat einen hohen Blutdruck und einen nervösen Magen.

Connie fühlt sich immer ungeliebt und unverstanden. Sie ist sehr attraktiv und bekommt viele Einladungen. Gleichgültig aber, wie nett andere zu ihr sind und wie sehr diese ihr sagen, daß sie sie sehr gerne haben, Connie fühlt sich immer "verarscht", denn sie glaubt genau zu wissen, daß sie "unmöglich" und absolut wertlos ist.

Warum leiden viele Menschen unter Zwängen wie etwa dem Kontrollzwang? Auch diese Krankheit ist letztlich meist auf ein geringes Selbstwertgefühl zurückzuführen. Lieselotte hatte den Zwang, jede ihrer Handlungsweisen im voraus mehrmals daraufhin zu überprüfen, ob sie richtig war. Bei der Arbeit überlegte sie sich fortwährend, ob sie alles richtig gemacht hatte, nichts vergessen oder übersehen hatte. Warum tat sie das? Als kleines Mädchen war sie häufig sehr dafür bestraft worden, wenn sie etwas falsch machte. Ihre Eltern ließen ihr nichts durchgehen und beschimpften sie als dumm und unfähig und bestraften sie körperlich. In dieser Zeit lernte sie, daß es schlimme Folgen hat, wenn man im Leben einen Fehler macht. Sie begann, an sich und ihren Fähigkeiten zu zweifeln, und aus Angst vor den schlimmen Folgen gewöhnte sie sich an, im voraus alles, was sie tat, daraufhin zu überprüfen, ob es auch richtig war. Sie glaubte, ihr zwanghaftes Kontrollieren könnte verhindern, daß sie einen Fehler machte, für den sie bestraft werden könnte.

Probleme im zwischenmenschlichen Bereich

Minderwertigkeitsgefühle und Selbstzweifel sind die häufigsten Ursachen für Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Wenn man gering von sich denkt, verbaut man sich viele schöne Beziehungen oder zerstört sie.
So sagen die Arbeitskollegen und Freunde von Sybille, sie verstehe überhaupt keinen Spaß und sei schrecklich empfindlich. Was andere auch immer in ihrer Gegenwart sagen, bezieht sie sofort auf sich und fühlt sich verletzt oder auf den Arm genommen. Dann reagiert sie entweder sehr aggressiv oder ist deprimiert. Sie wünscht sich .....

© 1999-2010 PAL Verlag - Mehr Selbstvertrauen und ein gesundes Selbstwertgefühl
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