Eine neue Beziehung nach dem Tod des Partners

Auf PAL Homepage suchen

Wie mit dem Verlust und Schmerz leben?

Trauerbegleiter, der Trost und Anteilnahme spendet

31 (!) positive Empfehlungen Ratgeber Trauerbewältigung bei Amazon

Ratgeber Trauerbewältigung anschauen oder bestellen

Leserstimme Leserstimme zum Trauer Ratgeber

... habe vor drei Monaten meinen Mann durch einen tragischen Unfall verloren. Zu Ihrem Buch bin ich durch Freunde gekommen, die mir helfen wollten.

Dieses Buch ist für mich Alles. Ich bezeichne es immer als meine Bibel. Wann immer ich unten bin, und das ist noch sehr oft, greife ich zu diesem Buch und finde Trost und Verständnis.

Dieses Buch gibt mir das Gefühl, als ob Sie nur für mich geschrieben haben und wir uns schon ewig kennen. Wie eine gute Freundin eben.

Ilse Kaiser

Expertenempfehlung

Heike BornHeike Born
Diplom Psychologin, Wiesbaden

Ich empfehle meinen Patienten die Bücher aus dem PAL Verlag, weil sie die Selbstveränderung auf hervorragende Weise unterstützen. Viele Menschen finden leicht Zugang zu den Inhalten durch die gut verständliche Sprache.

diesen artikel empfehlen

Nach dem Tod seines Partners eine neue Partnerschaft beginnen

zwei menschen gehen Hand in Hand

Sich nach dem Tod des Partners auf eine neue Partnerschaft einzulassen, ist für viele nicht einfach. Dr. Doris Wolf gibt Hilfestellungen für die Partnersuche nach der Trauer. Bild © Light Impression - Fotolia.com

Autorin: , Diplom Psychologin

Welche Gefühle und Gedanken haben Menschen, die einen Menschen verloren haben und an der Schwelle zu einer neuen Partnerschaft stehen? Was ein Mensch denkt und empfindet, hängt davon ab, wo er im Trauerprozess steht.

Wenn er sich nach dem Verlust seines Partners sofort in eine neue Partnerschaft stürzt, wird die Trauer noch sehr stark sein.

Ist er innerlich schon wieder offen für eine neue Partnerschaft, so wird es dennoch ab und zu Wehmut und Sehnsucht nach dem verlorenen Partner geben. Es kommen oft aber auch Schuldgefühle, einen anderen Partner zu lieben, hinzu.

Außerdem sind Betroffene oft unsicher, wie sie sich verhalten sollen. In der Sexualität kann es zu Schwierigkeiten kommen - aus Scham, weil Erinnerungen hochkommen oder aus einem Leistungsdruck heraus.

Vergleiche mit dem verstorbenen Partner können die Liebe ebenso erschweren wie häufiges darüber Sprechen und den neuen Partner schlecht machen.

Wie den verstorbenen Partner in die neue Partnerschaft integrieren?

Der verstorbene Partner muss in die Partnerschaft integriert werden. Der Betroffene sollte offen darüber sprechen können, auch Todestag und besondere Erinnerungstage integrieren können, auch darüber sprechen dürfen, wenn er gerade an den verstorbenen Partner denkt. Es ist wichtig, dem Verstorbenen in seinem Innern einen Platz einzuräumen.

Sind die Empfindungen anders als gegenüber dem verstorbenen Partner?

Meist haben Betroffene den Eindruck, nie mehr so richtig lieben zu können. Man kann die Liebe nicht vergleichen - sie ist einfach nur anders.

Wie reagieren die Kinder und die Umwelt auf die neue Beziehung?

Oftmals sind die Kinder gegen einen neuen Partner. Sie haben Angst ums Erbe, vor dem Verlust von Zuwendung und auch Angst, dass das Elternteil nochmals solche Schmerzen wie beim Verlust erleidet, dass das Elternteil sich verändert und von ihnen entfernt.

Manche wollen auch, dass das Elterteil trauert und nicht so schnell eine neue Beziehung eingeht - quasi als Beweis für die Liebe. Andererseits fühlen sich viele erleichtert, dass das Elternteil wieder versorgt ist und sie nicht eine so große Verantwortung tragen.

Auch die Umwelt kann sich schwer damit tun, zu akzeptieren, dass der Betroffene einen neuen Partner hat. Wir alle wollen Konstanz in unseren Beziehungen und uns nicht neu einstellen.

Es kommt möglicherweise die Angst hoch, dass sich der Betreffende von ihnen entfernt oder sie ihn ganz verlieren.

Manchmal fühlen sie sich auch wohl in der Rolle, vom Betroffenen gebraucht zu werden. Manchmal haben sie vielleicht selbst Interesse an dem Betroffenen gehabt.

Welche Ratschläge kann man Betroffenen geben?

Wer sich nach einer Verlusterfahrung für eine neue Partnerschaft öffnet,

Leserfrage zum Thema neue Partnerschaft

Ich habe meinen Mann vor 7 Jahren durch Tod verloren und bin nun so weit, dass ich gerne wieder Kontakt zu einem anderen Mann hätte. Ich habe aber auch Angst davor. Außerdem bin ich völlig aus der Übung, wie man das anstellt. Können Sie mir einige Tipps hierfür geben?

Ich habe geantwortet:

Es ist ganz normal, dass Sie vor neuen Kontakten mit dem anderen Geschlecht ein wenig Bammel haben. Die meisten Menschen tun sich selbst in jungen Jahren schwer, auf andere zuzugehen. Sie starten hingegen von einer ganz anderen Position.

Vielleicht sind Sie unsicher, wie stark dabei die Erinnerung an Ihren Mann hochkommt und Sie blockiert. Sie fühlen sich vielleicht auch unsicher, wie Sie sich verhalten sollen, wenn der neue Mann Sex mit Ihnen haben möchte. Und natürlich könnten Sie sich auch dadurch verunsichern, dass Sie sich aufzählen, was alles an Ihnen nicht mehr ganz so taufrisch ist.

Starten Sie erst einmal damit, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Sie haben sehr viel anzubieten, denn Sie wissen, wie man eine erfolgreiche Partnerschaft führt und auch wie man eine Krise überwindet.

Auch die Körper der möglichen Partner in Ihrem Alter zeigen Spuren der Veränderung, sodass Sie Ihren Blick auf die Körpermerkmale lenken sollten, die Sie besonders an sich mögen.

Überlegen Sie sich, wo Sie auf Männer mit ähnlichen Interessen treffen könnten. Dies könnten VHS-Kurse, eine Wandergruppe oder ein Chor sein.

Begnügen Sie sich erst einmal damit, einfach nach Männern zu suchen, mit denen Sie gerne zusammen sind. Ob sich daraus eine Partnerschaft entwickeln kann, sollten Sie offen lassen.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

4.5 stars
Leserbewertung: 4.5 Sterne (76 Besucher haben bewertet.)




Gehen Sie aktiv auf andere zu. Achten Sie dabei auch auf den nonverbalen Bereich: Wie kleide ich mich? Wie ist meine Körpersprache?

Ihre Kontaktaufnahme kann sich zunächst nur in einem Lächeln, Blickkontakt oder einem kurzen "Guten Tag" äußern. Erwarten Sie im Gespräch keine hochgeistigen Themen und Diskussionen von sich. Es genügt Small Talk.

Wichtig ist es, sich für den anderen zu interessieren, anstatt sich selbst interessant zu machen. Weitere Gesprächsstrategien für Sie können sein: auf Gemeinsamkeiten abzuheben, offene Fragen zu stellen, etwas von sich preiszugeben und den anderen zu loben.

Wenn der andere nicht positiv auf Sie reagiert, dann sollten Sie daraus nicht gleich folgern, uninteressant zu sein.

War dieser Beitrag hilfreich? Schreiben Sie einen Kommentar.

Kommentare
Ihr Name*
Ihr Kommentar*
Sicherheitsfrage Spamvermeidung*
 
  1. Leserkommentar Mario schreibt am 28.08.2014

    Danke Christine im Moment kann ich mir garkeine Beziehung Vorstellen.Es wird nie mehr so sein wie mit meiner Frau.Nächste Woche wird der Tod meiner Frau vor Gericht ausgetragn.Da der Fahrer Fahrerflucht vegangen hat.Er aber Erwischt wurde

  2. Leserkommentar Christine schreibt am 25.08.2014

    Lieber Mario, bei Deiner Geschichte bekomme ich ein ganz flaues Gefühl im Magen. Es tut mir so leid, was Dir passiert ist. Den geliebten Partner kann keiner wiederbringen und vor allem niemand ersetzen. Und in Deinem Fall wäre es sicher auch viel zu früh, eine neue Beziehung einzugehen. Laß Deinem Schmerz genügend Zeit und überstürze nichts. Das hilft weder Dir noch wäre es einem neuen Partner gegenüber fair. Alles andere bringt nur unnötig Leid über weitere Personen. Ich drück Dir die Daumen und schicke dir eine große Portion Kraft.

  3. Leserkommentar Mario schreibt am 24.08.2014

    Hallo Christina Danke deine Geschichte hat mich auch sehr berührt.

  4. Leserkommentar Christina schreibt am 24.08.2014

    Hallo Mario, ich wünsche Euch viel Kraft auf Eurem weiteren schweren Weg. Von der Trauer kann ich sagen, dass sie einen immer wieder einholt. Todestage, der eigene Geburtstag ohne die geliebte Person, Weihnachten alles nicht mehr so schön wie früher einmal. Ziemlich belastend. Bis man wieder komplett ein seelisches Gleichgewicht erreicht, das kann dauern -bei vielen Menschen 3 - 5 Jahre. Manche verharren in ihrer Trauer, so wie mein Ex-Freund, der es wohl nie schaffen wird, etwas mehr loszulassen und seinem NEUEN Leben einfach keine Chance gegeben hat.

  5. Leserkommentar Mario schreibt am 24.08.2014

    Ich habe meine Frau vor 6 Monaten bei einem Autounfall verloren.Sie wollte einer Freundin helfen die eine Reifen Pane hatte.Als das andere Auto kam meine Frau anfuhr und sie mit dem Kopf auf der Windschutzscheibe aufschlug und dann Prutal von der Motorhaube auf den Asphalt geschläudert wurde.Ich weiß noch als ich von einem Freund den Anruf bekam ich soll ins Krankenhaus kommen.Er meinte meine Frau hatte einen Unfall ich habe gerade unsere Kinder ins Bett gebracht sie sind 7und 4Jahre alt.Als ich im Krankenhaus ankamm wartete svhon ser Arzt auf mich und meinte sie mussten meine Frau Not Operieren.Und das es sehr ernst um sie steht.Seine Worte waren wir haben alles Versucht ihre Frau hat Schwere Kopfverletzungen Rippenbrüche die Hand war gebrochen.Und ich solle mich von meiner Frau verabschieden.Als ich das Zimmer auf der Intensivstatsion Betrat hab ich so gezittert.Ich war Froh das meine Schwiegermutter und meine Eltern da waren.Ich hielt 3 Std die Hand meiner Frau als ihr Herz aufhörte zu schlagen.Dann kammen die Ärzte reingerant und Versuchten sie zu Reanimiern.Leider half das nichts mehr.1Woche nach ihren Tod war die Beerdigung in einem offenen Sarg.Das war so schlimm meine Frau da liegen zu Sehn sie war erst 24 Jahre alt.Meinen Kindern hab ich am nächsten Tag erzählt das ihre Mutter Tod ist und jetzt im Himmel lebt.Ich wusste nicht was ich sonst sagen hätte können.Meine Töchter sind auch heute noch so Verstört.Meine große redet nicht mehr mit der Besten Freundin meiner Verstorbenen Frau.Weil wenn sie sie nicht Angerufen hätte und Hilfe bei ihrem Auto gebraucht hätte.Wäre ihre Mutter nicht gestorben.Es ist seit dem Tod meiner Frau alles so leer und Schmerzhaft.Von jedem bekommt man gesagt,Es wird leichter.Davon spür ich nichts.Im August 2014 hab ich dann eine Frau kennen gelernt.Mit der ich mir was Vorstellen kann.Sie ist meiner Frau in vielen Sachen ehnlich auch vom Aussehen.Ich habe dann aber gemerkt das ich für eine neue Beziehung noch lange nicht offen bin.Da ich diese Frau als Ersatz sehen würde und das wäre echt unfair von mir.Wir sind jetzt aber Befreundet.Und die Beste Freundin meiner Frau hat sich am 19 August 2014 das Leben genommen auf der Straße wo damals der Unfall geschah.Sie fuhr mit dem Auto gegen eine Wand mit höchst geschwindigkeit.Was echt schrecklich ist aber meiner Tochter gehtves seitdem besser.Als wir ihr von ihrem Tod erzählten meinte sie nur sie hat es Verdient.Wir machen jetzt alle eine Therapie auch meine Schwiegereltern.

  6. Leserkommentar Christina schreibt am 23.08.2014

    Hallo Birgit, dabei hat alles so toll angefangen und wir beide waren 1 1/2 Jahre sehr glücklich. Aber ein depressiver Mensch, der mein Ex-Freund jetzt ist, ist auch so gefühlskalt und unnahbar. Wie der Tod und die Trauer einen doch verändert. Manche Menschen verharren in ihrer Trauer ein Leben lang. Mein Mann, der mit 51 Jahren 2011 starb, hätte gewollt, dass ich wieder glücklich werde. Und ich dachte wirklich das ist jetzt nochmals sowas wie die zweite echte große Liebe...aber leider nein. Für ihn seit kurzem leider nicht mehr.

  7. Leserkommentar Birgit schreibt am 22.08.2014

    Ich bin auch seit vielen Jahren mit einem Witwer zusammen und selbst auch Witwe gewesen. Mein Mann kann seine ehemalige Frau auch nicht loslassen. Das ganze Haus ist von ihr dekoriert gewesen, auch nach einem Umzug wurde alles wieder so aufgebaut. In diesem Museum, in seiner Vergangenheit sollte ich mich wohlfühlen, ich war todunglücklich. Er hat nichts für mich verändert. Ich bekam in all den Jahren nicht annähernd die Rechte, die diese Frau hatte. Er sprach von ihr als seine Frau, das war nicht etwa ich, nein die andere war seine Frau. Selbst als wir verheiratet waren stand die andere noch auf seinem Konto - ich kam da nie hin, da half auch ein gemeinsames Kind nicht. er hat die Verstorbene vergöttert, obwohl sie das wirklich nicht mal verdient hatte. sie war faul, arrogant, hat nur sein Geld gewollt und ihn ständig betrogen. Aber er hat sie immer in den Himmel gehoben, wie toll sie doch war. ich war nichts wert, bekam nie Geschenke oder Liebesbriefe oder mal neue Möbel, einfach nichts., was sie aber alles hatte. ich kann einfach nicht mehr. Ich habe mir mein Leben so nicht vorgestellt und auch nicht gewusst, dass mich so was erwarten wird. Ich glaubte, dass ich als Ehefrau dieselben Rechte bekommen werde, aber ich war nichts wert. Ich bin völlig verzweifelt und kann nicht mehr. Ich kann meine Vorschreiberrinnen Christine und Christina so gut verstehen, ich weiss wie ihr euch fühlt. Lasst euch diese Behandlung nicht gefallen, wehrt euch. Ihr seid wichtiger als die Toten. Von alleine werden diese Männer nie was ändern. Das ist so traurig.

  8. Leserkommentar Christina schreibt am 22.08.2014

    Es ist sehr schwer mit einer Toten zu konkurrieren. Wenn der Ehemann nicht loslassen kann... und die neue Partnerin ist dann eben nur "zweite Wahl" und bleibt es in den meisten Fällen.

  9. Leserkommentar Christina schreibt am 22.08.2014

    Mein Expartner schrieb weiter, er wolle es sich nochmals überlegen mit uns. Er sitze jetzt auch nur da und flenne und er kann 2 Jahre nicht einfach so in die Tonne kloppen. Seit 2 Wochen nichts mehr gehört. Seiner Meinung nach wollten wir in einem freundschaftlichen Kontakt bleiben, weil er mich immer noch mag aber nicht mehr liebt. Ich denke, es ist selten möglich dass zwei Verwitwete eine gemeinsame Zukunft haben. Depressionen aufgrund der Probleme Krankheit, Tod lassen die Liebe sterben. Nie wieder ein Witwer!!! Vorher bleibt man lieber alleine!!!

  10. Leserkommentar Christina schreibt am 22.08.2014

    Durch den Tod des Vaters vor einem halben Jahr hat mein Ex-Partner seine Frau nochmals sterben sehen. Sie ist bereits seit 4 Jahren tot, mein Ehemann seit 3 Jahren. 1 1/2 Jahre waren wir sehr, sehr glücklich. Danach ein halbes Jahr schlechte Laune, Depressionen meiner Meinung nach. Nach seinem Urlaub schrieb er ein Mail, er möchte die Beziehung beenden. Nicht mal telefonisch oder persönlich gesagt. Einfach nur ein dummes Mail. Er hätte noch Gefühle für mich, leider nicht mehr so viel für eine Partnerschaft. Im Badezimmer sind jetzt seit 4 Jahren die Parfümflaschen seiner verstorbenen Frau. Zwischenzeitlich hat er während unserer Partnerschaft den Ehering seiner verstorbenen Frau an seiner Halskette getragen, vorher war der wegen mir bereits abgelegt, weil er es damals so wollte.

  11. Leserkommentar Christine schreibt am 19.08.2014

    Ich bin seit 1 1/2 Jahren mit einem Witwer zusammen. Seine Frau ist vor drei Jahren gestorben. Als ich das erste mal sein Haus betrat, hing noch ihr Schmuck im Ankleidezimmer, ihr Nachttisch war noch voll, im Badschrank lag noch ihre Kosmetika usw. Gut, dachte ich mir, es bestand bislang wohl keine Veranlassung, etwas wegzuräumen. Im Lauf der Zeit sind diese persönlichen Dinge dann in den Keller oder sonst wo hin gewandert. Was ich zunächst als ein positives Zeichen und als abgeschlossene Trauer gewertet habe. Aber es gibt kleine Dinge, die mich immer wieder vor den Kopf stoßen. Es darf nichts im Haus verändert werden. Alles hat seinen festen Platz. Ich hatte ihm gesagt, dass es für mich unangenehm ist, in seinem ehemaligen Ehebett zu schlafen - das fühlt sich für mich wie eine Beziehung zu dritt an. Damit bin ich auf taube Ohren gestoßen. Mein Wunsch, dann wenigstens eine neue, gemeinsame Bettwäsche zu kaufen, wird ebenso ignoriert. Ich lese hier immer nur, wie sehr Menschen darunter leiden, wenn Partner sterben. Aber es ist auch sehr schwer, mit einer Toten zu konkurrieren. Und nach meinem Verständnis gibt es nur zwei Wege. Entweder ich will mein Leben wie bisher weiterleben, dann hat ein neuer Partner keinen Platz. Aber das bringt den Verstorbenen auch nicht zurück. Oder aber ich beginne nochmals neu und gebe einem neuen Partner und dem eigenen Glück eine Chance. Dazu gehören nun mal auch Veränderungen. Und sich - um beim Beispiel zu bleiben - sich einen neue Bettwäsche anzuschaffen, heißt noch lange nicht, den vorherigen Partner zu vergessen oder zu verdrängen. Ich liebe meinen Freund sehr, aber wenn ich vorher gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich es mir dreimal überlegt, mit ihm eine Beziehung zu beginnen. Ich finde sein Verhalten mir gegenüber oft sehr verletzend und unfair.

  12. Leserkommentar Christina schreibt am 18.08.2014

    Letzte Woche hat mein Partner unsere über 2 Jahre dauernde Beziehung beendet. Wir sind beide seit 3 bzw. 4 Jahren verwitwet. Seit einem halben Jahr ging es ihm schlecht. Die Trauerreaktionen kamen zurück, weil vor einem halben Jahr auch noch sein Vater verstarb. Er hat nicht mehr genug Gefühle für eine feste Partnerschaft. 1 1/2 Jahre waren wir sehr, sehr glücklich. Aber manche können eben nicht von ihrer 25jährigen Partnerschaft loslassen und der neuen Liebe eine echte Chance geben. Ich bin sehr traurig darüber.

  13. Leserkommentar Dora schreibt am 15.08.2014

    Hallo mein Mann ist vor 7,5 Jahren mit 48 an Krebs gestorben, ging alles sehr schnell, bin mit meinen beiden Töchtern damals 7+15 allein geblieben, wollte keine Beziehung mehr eingehen. Dann habe ich 2009 einen erheblich jüngeren Mann kennen gelernt, er hatte alles was ich mir je gewünscht hatte von einem Traumpartner. Hatte jedoch Angst ihm meinen Liebe zu gestehen bis letztes Jahr. Er war immer so lieb, rücksichtsvoll halt alles zu mir so dachte ich ich könne ihm vertrauen und gestand ihm meine Liebe er war zu der Zeit in einer schlechten Phase es ging ihm nicht so gut und er nutzte meine Gefühle aus. Vor einer Woche hat er mich eiskalt abserviert in dem er mir sagte ich sei immer nur eine Freundin zum mal nen Kaffee trinken oder so mehr nicht, hätte nie echte Gefühle für mich gehabt. Somit ist meine Glaube an die Liebe und das Vertrauen in eine neue Partnerschaft erloschen.

  14. Leserkommentar Ingrid schreibt am 29.06.2014

    Habe meinen zweiten Mann kennengelernt, da war er 68 und ich 52. Nach einem Jahr haben wir geheiratet. Wir waren sehr glücklich. Ich habe meinen Beruf wegen des großen Altersunterschiedes aufgegeben, damit wir die Zeit die uns bleibt auch nützen können und das haben wir getan. Letztes Jahr im Juli mußte er dann am Herzen operiert werden, 3 Bypässe. Nach 14 Tagen Notoperation wegen Krankenhauskeim. Dann ein sehr langsamer Weg zurück(er war nach der 2.OP ein Pflegefall). War immer bei ihm im Spital, habe mir ein Zimmer genommen. Dann endlich Reha. In der letzten Woche Reha ein Knick im Dünndarm und OP. (3.!). und 3 Tage später wieder eine NotOP, Darm abgestorben. Noch 9 Tage Tiefschlaf und gestorben. Das war am 3.12.2013. Seither vergeht kein Tag, an dem es mir nicht schlecht geht und mein Mann mir fehlt. Die letzte Zeit seines Krankseins ist für ich wie durch einen Nebelschleier. Ich habe nur funktioniert. Ich habe 3 Kinder, aber die haben ihr eigenes Leben und so ist man plötzlich alleine. Ich weiß, daß mein Mann mich mit all seiner Liebe die er mir geben kann, noch immer umgibt. Aber ich fühle mich trotzdem so verlassen. Es fallen auch viele Freunde weg. Und die zwei oder drei die man noch hat darf man auch nicht überfordern mit seiner Trauer und dem Schmerz. Ich funk-tioniere nur mehr. Ich frage mich warum ich aufstehe und bin froh wenn abends wieder ein Tag überstanden ist. Es wäre schön in einem Freundes-kreis eingebettet zu sein.

  15. Leserkommentar Ingrid schreibt am 29.06.2014

    Habe meinen zweiten Mann kennengelernt, da war er 68 und ich 52. Nach einem Jahr haben wir geheiratet. Wir waren sehr glücklich. Ich habe meinen Beruf wegen des großen Altersunterschiedes aufgegeben, damit wir die Zeit die uns bleibt auch nützen können und das haben wir getan. Letztes Jahr im Juli mußte er dann am Herzen operiert werden, 3 Bypässe. Nach 14 Tagen Notoperation wegen Krankenhauskeim. Dann ein sehr langsamer Weg zurück(er war nach der 2.OP ein Pflegefall). War immer bei ihm im Spital, habe mir ein Zimmer genommen. Dann endlich Reha. In der letzten Woche Reha ein Knick im Dünndarm und OP. (3.!). und 3 Tage später wieder eine NotOP, Darm abgestorben. Noch 9 Tage Tiefschlaf und gestorben. Das war am 3.12.1913. Seither vergeht kein Tag, an dem es mir nicht schlecht geht und mein Mann mir fehlt. Die letzte Zeit seines Krankseins ist für ich wie durch einen Nebelschleier. Ich habe nur funktioniert. Ich habe 3 Kinder, aber die haben ihr eigenes Leben und so ist man plötzlich alleine. Ich weiß, daß mein Mann mich mit all seiner Liebe die er mir geben kann, noch immer umgibt. Aber ich fühle mich trotzdem so verlassen. Es fallen auch viele Freunde weg. Und die zwei oder drei die man noch hat darf man auch nicht überfordern mit seiner Trauer und dem Schmerz. Ich funk-tioniere nur mehr. Ich frage mich warum ich aufstehe und bin froh wenn abends wieder ein Tag überstanden ist. Es wäre schön in einem Freundes-kreis eingebettet zu sein.

  16. Leserkommentar Ines schreibt am 26.06.2014

    Wir haben glückliche 8,5 Jahre zusammengelebt, nicht verheiratet (was soll schöner werden, wenn wir heiraten...). Mein LG war 15 Jahre älter, hatte im Februar 2012 einen Herzinfarkt. Am 23.05.2014 hat er in der CZ auf der Heimfahrt 1 km vor der Grenze bei seinem geliebten Fahrradfahren einen tödlichen Herzinfarkt erlitten. Er war nicht allein, so dass wir relativ schnell vor Ort waren. Wir hatten ausgefüllte Jahre, haben unser Leben genossen. Die Zeit ohne ihn ist schwer zu ertragen. In den Wochen danach ergaben sich viele Besuche. Ich habe so eine Panik vor dem Alleinsein, wir haben alles zusammengemacht, mein LG war immer für mich da. Im Vorfeld stand Anfang Mai 2014 die Diagnose: akute Leukämie bei meiner Mutter (70), therapierefraktär. Mein Bruder kümmert sich um unsere Mutter. Mir fehlt die Kraft dafür. Es ist so schwer dieses Schicksal zu ertragen. Ich kann mir eine Zukunft ohne Partner nicht vorstellen und ich will etwas zurückgeben von der Herzensgüte meines LG. Ich bin froh über diese Kommentarseite. Eine Trauergruppe gibt es in unserer Nähe nicht.

  17. Leserkommentar Heidi schreibt am 13.06.2014

    Dagmar , ich verstehe dich nur zu gut . Mein Mann ist vor 15 Monaten verstorben und ein guter Bekannter von uns hat seine Frau auch ungefähr zur gleichen Zeit verloren.Er möchte auch mit mir zusammen sein , wir unternehmen auch einiges gemeinsam ,aber mehr geht nicht. Ich kann mich noch nicht von meinen Mann lösen mit dem ich 35 Jahre glücklich zusammen gelebt habe .Es geht einfach nicht.

  18. Leserkommentar dagmar schreibt am 07.06.2014

    Wir haben am 06.04.13 geheiratet. Am 16. 12.13 verstarb mein mann an Leukämie. Die Diagnose kam im September als wir gerade in unser Haus ( was noch nicht fertig war) gezogen sind. Es ging alles so schnell obwohl die Ärzte sagten er hat sehr gute Chancen In unserem Freundeskreis hat er acht wochen vor dem Tod meines meines seine Frau verloren Die beiden haetten jetzt silberhochzeit. Unser gemeinsames Schicksal laesst uns gemeinsam viel verarbeiten. Er würde gerne mit mir eine neue Beziehung eingehen.seine frau wusste seit 3 Jahren dass sie sterben würde und die beiden sprachen somit offen über die Situation und das danach. Sie hat mir auch sehr viel bedeutet. Das sie ihren Mann bat nicht so lang zu trauern. Er möchte sich bald eine neue frau suchen ist ja ok. Aber ich bin dies nicht. Ich kann meinen mann noch nicht loslassen. Wir habrn doch gerade erst geheiratet.

  19. Leserkommentar marcu schreibt am 01.06.2014

    Hallo auch ich habe meine geliebte frau nach 30 wunderbaren jahren verloren ein aneurysma im kopf war schuld 18 tage lag sie auf der intensiv station anfangs sagten mir die ärzte das die kritische zeit ca 10-12 tage dauern wùrde da krankenhaus rief mich am 6 tag an und sie sagten mir das ein therapieplatz schon in aussicht wäre ich war in dem moment der glùcklichste mensch auf diesem planeten das sie auf grund der schwere der operation eine behinderung beibehalten wùrde war vòllig egal hauptsache meine geliebte frau kommt irgendwann wieder nach hause am 19 tag rief ich wie gewohnt morgens im krankenhaus an da sagte mann mir ich sollte doch besser vorbei kommen weil sie in der letzten nacht noch ein schlaganfall bekommen hatte als ich mit meinem sohn und meiner tochter bei ihr waren schoben sie sie in einen separaten raum und sagten dann zu uns nehmen sie abschied es geht zu ende sie ist dann kurz drauf in meinen armen gestorben.mein geliebter schatz ich danke dir für 30 wundervolle jahre und 2 tolle kinder wir vermissen dich

  20. Leserkommentar Anonym schreibt am 30.05.2014

    Auch ich habe meine Partnerin verloren. Wir waren beide noch recht jung (knapp Ü20), es war vor wenigen Monaten und ich habe mich auf eine neue "Beziehung" eingelassen. Man kann es nicht vergleichen. Man kann es wirklich absolut nicht vergleichen. So sehr, wie ich meine Partnerin geliebt habe, werde ich nie wieder jemand anderes lieben. Mag sein, dass es die falsche Einstellung ist, aber es geht momentan nicht. Aber er versteht das nicht, oder will es nicht verstehen... Liebe Grüße an alle "Mitleidenden"!

  21. Seite:
    « <   > »

© 1999-2014 PAL Verlag - Neue Partnerschaft nach dem Tod des Partners
Impressum/Haftung/Copyright/Datenschutz