Anleitung zum Glücklichsein
Auflage 67.000 Exemplare

Verschreibungen zum Glücklichsein
Einer der meistgekauften Kalender Deutschlands

Der Lebensfreude Kalender
Von einem Jungen,
dessen größte Schwäche zugleich seine größte Stärke war
Ein Zaun gibt eine Lektion in Sachen Wut
Das Glück lauert an jeder Ecke
Wo Liebe ist, ist auch Reichtum und Erfolg
Die 7 Weltwunder eines Mädchens
Brennende Hütte rettet Menschen
Der Korb des alten Mannes
Wie Blinde einen Elefanten sehen
Warum es wichtig ist,
das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können
Was wir von Piranhas lernen können
Weisheit aus dem 17. Jahrhundert
Weisheit zum Thema verzeihen
Es geschah, dass im Schoß einer Mutter Zwillingsbrüder heranwuchsen.
Die Wochen vergingen und die Knaben wurden größer.
"Sag ist es nicht grossartig, dass wir empfangen wurden?"
Die Zwillinge begannen ihre Welt zu entdecken.
Als sie die Schnur fanden,
die sie mit ihrer Mutter verband und ihnen Nahrung gab, da sangen sie vor Freude: "Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes Leben mit uns teilt!"
Als die Wochen vergingen und schließlich zu Monaten wurden, merkten sie plötzlich, wie sehr sie sich verändert hatten.
"Was soll das heißen?" fragte der eine.
"Das heißt", antwortete ihm der andere, "dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald seinem Ende zugeht."
"Aber ich will nicht gehen",
erwiderte der eine, "ich möchte für immer hier bleiben."
"Wir haben keine andere Wahl",
entgegnete der andere, "aber vielleicht gibt es ein Leben nach der Geburt!"
"Wie könnte diese sein?", wir werden unsere Lebensschnur verlieren,
und wie sollten wir ohne sie leben können?
Und außerdem haben andere vor uns diesen Schoß verlassen,
und niemand von ihnen ist zurückgekommen und hat uns gesagt,
dass es ein Leben nach der Geburt gibt.
Nein, dies ist das Ende!"
So fiel der eine von ihnen in tiefen Kummer und sagte:
"Wenn die Empfängniss mit der Geburt endet, welchen Sinn hat dann das Leben im Schoß? Es ist sinnlos. Womöglich gibt es gar keine Mutter hinter allem."
"Aber sie muss existieren". protestierte der andere. "Wie sollten wir sonst hierher gekommen sein? Und wie könnten wir am Leben bleiben?"
"Hast du je unsere Mutter gesehen?" fragte der eine.
"Womöglich lebt sie nur in unserer Vorstellung.
Wir haben sie uns erdacht, weil wir dadurch unser Leben besser verstehen können."
Und so waren die letzten Tage im Schoß der Mutter erfüllt mit vielen Fragen und großer Angst.
Schließlich kam der Moment der Geburt.
Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie die Augen.
Und was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume ...
von Tucholsky, alias P. Panter, T. Tiger, Rowohlt Verlag
Vielen von uns geht es wie den beiden Zwillingen:
wir haben Angst vor dem Sterben und dem Tod, weil wir uns nicht vorstellen können, dass es ein "Leben" danach gibt.
Nur weil wir uns jedoch etwas nicht vorstellen können, heißt das nicht,
dass es nicht existiert. Die Lösung? Es bleibt uns nicht anderes übrig,
als daran zu glauben, dass es ein "Leben" nach dem Tod gibt.
Oder wir müssen unser Leben so leben, wie wir es uns wünschen und erträumen, so dass wir am Ende so zufrieden darauf zurückblicken können, dass es uns leicht fällt, Abschied zu nehmen. Dann können wir auch eher loslassen.
Aber auch im Alltag hat diese Geschichte eine große Bedeutung:
Wenn wir uns nicht vorstellen können oder nicht glauben, etwas erreichen zu können, dann ist es in aller Regel unerreichbar für uns.
Wenn wir uns nicht zutrauen, etwas zu können,
dann werden wir es kaum erreichen.
Wenn wir nicht an uns und unsere Fähigkeiten glauben,
dann werden wir auch kaum Erfolg haben.
Nur dem, der glauben und vertrauen kann,
ist (fast) alles möglich.
© 1999-2010 PAL Verlag - Weisheit zum Thema Angst vor Veränderung und vor Neuem
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