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Zusammen bleiben oder trennen?

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

In allen Partnerschaften gibt es Hochs und Tiefs. Streit, Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen gehören zum Beziehungsalltag und sind völlig normal.

Solange die Partner wieder zu einander finden und wieder positive Gefühle für einander verspüren, sind Streitereien nicht beziehungsfeindlich.

Wenn jedoch die schlechten Zeiten überwiegen, wenn man sich auseinandergelebt und nichts mehr zu sagen hat, wenn die Beziehung nur noch Stress ist, dann kommen Zweifel an der Beziehung auf.

Man stellt sich immer öfter die Frage: Gehen oder bleiben, soll ich mich trennen?

Oder: Weiterquälen? Aufstecken? Kämpfen? Resignieren? Den Kopf in den Sand stecken? Macht die Beziehung noch Sinn? Ist die Beziehung noch zu retten?

Der folgende Test kann Ihnen eine Antwort auf solche Fragen geben und eine kleine Entscheidungshilfe sein.

SCHRITT 1: Überlegen Sie, was für das Bleiben spricht.

Markieren Sie die Feststellungen, die auf Sie und Ihre Partnerschaft zutreffen.

Was für das Bleiben spricht - auch wenn es kriselt

Wir können einander vertrauen.

Einen beruflichen Erfolg oder eine Niederlage erzähle ich als erstes meinem Partner.

Unser Freundeskreis steht hinter uns und sieht uns nach wie vor als tolles Paar.

Bei Sex Szenen in Filmen bekomme ich immer noch Lust auf ihn.

Wenn wir uns streiten, dann versöhnen wir uns wieder.

Wenn ich meinen Partner eine Weile nicht gesehen habe, dann vermisse ich ihn.

Manchmal kann er sehr liebevoll sein und dann fühle ich mich wohl in seiner Nähe.

Wenn es mir schlecht geht, ist er für mich da.

Wir haben gemeinsame Pläne, Ziele und Interessen.

Der Gedanke, mit meinem Partner zusammen alt zu werden, gefällt mir immer noch.

Wir unternehmen noch einiges gemeinsam und haben Spaß daran.

Ich kann mit meinem Partner über meine Bedürfnisse, Probleme und Sorgen reden.

Mein Partner nimmt sich Zeit für die Familie.

Wenn mein Partner etwas zusagt, hält er sich gewöhnlich daran.

Ergebnis

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Auswertung

Wenn Sie 10 und mehr Punkte haben, dann haben Sie und Ihr Partner noch viel gemeinsam. Es verbindet sie beide mehr, als sie beide trennt. Das heißt nicht, dass Sie immer und mit allem in Ihrer Partnerschaft zufrieden sind.

Ihre Beziehung steht jedoch auf einem guten Fundament. Die Frage "Soll ich mich trennen?" stellt sich Ihnen vermutlich nicht. Es lohnt sich vielmehr, Zeit und Energie in Ihre Beziehung zu investieren.

Schauen Sie sich die Feststellungen an, die Sie nicht angekreuzt haben und überlegen sich, wie Sie diese in Ihrer Beziehung mehr berücksichtigen können.

Wenn Sie 5 bis 9 Punkte haben, dann hat sich Ihre Beziehung sehr wahrscheinlich verschlechtert und die Frage "Gehen oder bleiben" stellt sich Ihnen immer mal wieder.

Vielleicht mangelt es Ihnen an Respekt oder Zuneigung, vielleicht streiten sie sich öfter als früher. Ob Sie in einer Beziehungskrise stecken, die Zweifel an der Beziehung aufkommen lassen, können nur Sie entscheiden.

Andererseits sollten Sie die Jahre, die Sie gemeinsam verbracht haben, nicht einfach so wegwerfen wie einen alten Waschlappen. Kämpfen Sie um die Beziehung, statt zu flüchten, nur weil Sie vielleicht im Moment keine konkrete Idee haben, was sich ändern ließe.

Wenn im Augenblick von außen viele belastende Ereignisse auf sie beide einströmen, könnte dies ebenfalls ein Grund für vermehrte Konflikte sein. Miteinander reden lernen kann Ihre Beziehung retten. Vielleicht gelingt Ihnen das besser, wenn Sie zusammen eine Paarberatung machen.

Wenn Sie weniger als 4 Punkte haben, dann gibt es kaum noch etwas, das Sie mit Ihrem Partner verbindet und das für ein Fortbestehen Ihrer Beziehung spricht.

Vermutlich haben Sie innerlich schon gekündigt oder haben resigniert. Vermutlich kennen Sie die Antwort auf die Frage "Soll ich mich trennen?" schon: Sie lautet "gehen".

Doch dann stellen sich die Fragen: Was hindert Sie daran? Wovor haben Sie Angst? Befürchten Sie, nach der Trennung keinen Partner mehr zu finden?

Haben Sie Angst, Ihre Trennung könnte sich als der größte Fehler Ihres Lebens herausstellen? Befürchten Sie, von Hartz IV leben zu müssen? Hätten Sie Schuldgefühle gegenüber Ihrem Partner oder den Kindern?

Nehmen Sie sich jede Ihrer Befürchtungen vor und denken Sie weiter: Wie realistisch ist es, dass diese Befürchtung nach einer Trennung eintreffen wird?

Wie könnten Sie verhindern, dass die Befürchtung eintrifft? Wie könnten Sie damit umgehen, wenn die Befürchtung tatsächlich eintreffen würde?

SCHRITT 2: Überlegen Sie, was für das Gehen spricht.

Markieren Sie die Feststellungen, die auf Sie und Ihre Partnerschaft zutreffen.

Was eher für das Gehen spricht

Bei meinen Freundinnen/Freunden fühle ich mich am wohlsten.

Ich könnte meinen Partner mit dem verführerischsten Negligé empfangen - es würde nichts passieren.

Es geht bei unseren Gesprächen mehr ums Recht haben und Aufrechnen als ums Verstehen.

Demütigungen und Drohungen des Partners nehmen zu.

Wenn wir miteinander reden, dann meist in Form von Vorwürfen und Schuldzuweisungen.

Mein Partner nörgelt nur noch an mir herum.

Ich ertrage kaum noch seine Macken und schlechten Angewohnheiten.

Ich vermisse Zärtlichkeit und Nähe in unserer Beziehung.

Mein Partner ist mir gegenüber häufiger gewalttätig.

Ich kann meinem Partner nicht mehr (ver)trauen.

Ich vermisse Respekt und Anerkennung von meinem Partner.

Mein Partner trifft wichtige Entscheidungen, die uns beide angehen, ohne mich zu fragen.

Mein Partner hat schon so oft versprochen, sich zu ändern - es blieb beim Versprechen.

Ich habe meinem Partner innerlich schon gekündigt.

Mein Partner ist schon mehrfach fremdgegangen.

Ergebnis

© 1999-2016 PAL Verlag

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Auswertung

Wenn Sie 11 und mehr Punkte haben, dann stellt sich die Frage, warum Sie noch bei Ihrem Partner sind.

Welche Vorstellungen einer Beziehung sind noch verwirklicht, wenn Ihr Partner Ihnen gegenüber gewalttätig ist, wenn er Sie bei wichtigen, Ihrer beider Zukunft betreffender Dinge, immer wieder übergeht oder hintergeht, wenn er mehrmals fremdgegangen ist, wenn er Ihnen keinerlei Respekt mehr entgegenbringt, Sie permanent demütigt?

Worauf hoffen Sie noch? Was befürchten Sie bei einer Trennung? Sind Sie abhängig von ihm? Haben Sie Angst vor den schmerzlichen Konsequenzen einer Trennung? Haben Sie so wenig Selbstachtung, dass Sie bereitwillig den Fußabtreter spielen?

Wenn Ihnen der Mut für eine Trennung fehlt, wenden Sie sich an einen Psychotherapeuten oder eine Beratungsstelle - heute noch.

Machen Sie noch heute den ersten Schritt. Es geht um Ihr Leben. Sie haben ein Recht auf eine menschenwürdige Behandlung und ein erfülltes Leben.

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Partner Ihr Leben verderben. Das haben Sie nicht verdient.

Alles spricht dafür, dass Ihre Beziehung nicht mehr zu retten ist.

Wenn Sie 6 bis 10 Punkte haben, dann müssen Sie zunächst klären, ob Ihr Partner Verhaltensweisen zeigt, die gegen Ihre persönliche Würde gehen.

Bedroht Ihr Partner Sie z.B. körperlich, schlägt, demütigt oder misshandelt er Sie sexuell? Dann gibt es kaum noch Gründe, in der Beziehung zu bleiben.

Es spielt dabei keine Rolle, warum er sich so verhält, ob er Alkoholiker ist oder aus einem Land kommt, in dem Männer meinen, Frauen seien minderwertig.

Bei anderen Verhaltensweisen des Partners wie z.B. ständigem Nörgeln, Gereiztheit, Vorwürfen oder mangelnder Bereitschaft, sich zu ändern, gibt es vielleicht noch eine Chance, Ihre Beziehung zu retten - wenn Ihr Partner ein Minimum an Bereitschaft mitbringt, die Beziehung am Leben zu erhalten.

In diesem Fall könnten Sie gemeinsam in einer Paartherapie prüfen, welche Möglichkeiten Sie beide haben, mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche des anderen einzugehen und ihn zu achten.

Und jeder von Ihnen könnte lernen, mit sich selbst mehr ins Reine zu kommen, sprich seine persönlichen Probleme besser in den Griff zu bekommen.

Denn meist sind es persönliche Probleme, die verhindern, dass man beziehungsfähig ist.

Wenn Sie Ihre Beziehung retten wollen, greifen Sie auf die Hilfe von außen zu - oder trennen Sie sich.

So, wie Ihre Beziehung im Moment läuft, ist sie zu unbefriedigend, um sie weitere Jahre oder Jahrzehnte künstlich am Leben zu erhalten.

Wenn Sie 1 bis 5 Punkte haben, dann bestehen noch gute Chancen, dass Ihre Beziehung zu retten ist - vorausgesetzt Sie und Ihr Partner gehen wieder mehr aufeinander zu und lernen, miteinander zu reden - über ihre Erwartungen und Bedürfnisse, über ihre Enttäuschungen und Verletzungen der Vergangenheit.

Wenn ihnen das zu zweit nicht gelingt, weil jeder von ihnen gleich in die Verteidigung und Rechtfertigung geht oder sich angegriffen fühlt, dann nehmen sie eine Paartherapie in Anspruch.

Eine Paartherapie kann Ihnen beiden helfen, die Beziehung zu retten, wenn Sie und Ihr Partner bereit sind, sich für die Beziehung einzusetzen.

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