Lebensfreude Taschenkalender 2012 (Timer) mit aufmunternden und aufbauenden Texten
Nur EUR 9,99
Auflage
38.000 Exemplare

Doris Wolf/Rolf Merkle
So überwinden Sie Prüfungsängste
96 Seiten, EURO 9,80
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Eine Leserin schreibt:
Dieses Buch ist sehr hilfreich, ich habe es selbst während meines Hauptdiploms (erfolgreich!!) verwendet. Der herausragende Vorteil ist, daß es sehr gut gegliedert ist und kurze und präzise Hilfen bietet. So kann man immer wieder einzelne Kapitel nachlesen. Neben Themen wie Entspannung werden auch Arbeits- und Lernmethoden für die Vorbereitung auf die Prüfung beschrieben. Sehr empfehlenswert !!
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Prüfungsangst in den Griff bekommen
Ursachen der Prüfungsangst
Prüfungsangst ist keine Krankheit. Sie ließe sich leicht vermeiden, indem man die Prüfungen abschaffen oder nicht in die Prüfung gehen würde. Mit dem Gedanken, einfach nicht in die Prüfung zu gehen oder zu wünschen, daß der Prüfer auf der Stelle tot umfällt und die Prüfung ausfällt, haben Sie vielleicht auch schon gespielt. Damit wäre das Problem jedoch nicht aus der Welt geschafft. Es wäre nur aufgeschoben. Es gibt bessere Strategien, mit den leidigen Prüfungen umzugehen. Ehe wir uns diese genauer anschauen, müssen wir uns jedoch zunächst mit den Ursachen der Prüfungsangst befassen.
Viele Menschen denken, vor einer Prüfung müsse man einfach Angst haben. Sie sehen die bevorstehende Prüfung als Ursache ihrer Angst an. Wenn es jedoch die Prüfung als solche wäre, die uns Angst machte, dann wäre das Geld für den Kauf dieses Buch hinausgeschmissen. In diesem Fall könnten Sie nämlich nichts gegen Ihre Angst unternehmen. Dem ist jedoch, Gott sei dank, nicht so.
Wenn es aber nicht die Prüfung an sich ist, die uns in Angst und Schrecken versetzt, was ist es dann? Wie erklären wir uns die Tatsache, daß manche Menschen keine oder nur geringe Prüfungsangst haben, während andere jede Prüfung als eine Hinrichtung empfinden? Ist das Veranlagungssache? Wenn es von Geburt an ängstliche und ruhige Menschen geben würde und wir unglücklicherweise zur Gruppe der Ängstlichen gehörten, dann hätten Sie ebenfalls kein Chance, Ihre Ängste abzubauen. Doch auch dem ist nicht so. Wenn es aber nicht die Prüfungssituation als solche ist, die uns in Angst versetzt, und es auch keine Frage der Veranlagung ist, was versetzt uns dann in Panik?
Die Ursache von Prüfungsängsten
Wir verspüren Angst, wenn wir uns ausmalen, daß wir in der Führerscheinprüfung kläglich versagen, daß unsere Bekannten und Freunde sich über uns lustig machen werden, daß wir uns schrecklich blamieren werden. Wir geraten in Panik, wenn wir uns vorstellen, im Vorstellungsgespräch vor Aufregung zu stottern und kein vernünftiges Wort herauszubringen, wenn wir an unseren Fähigkeiten zweifeln und uns als minderwertig und dumm abstempeln, usw.
Wir verspüren Angst, wenn wir uns bewußt oder unbewußt sagen:
"Ich werde die Prüfung sicherlich verhauen. Vor lauter Aufregung kriege ich bestimmt kein Wort heraus. Ich darf keinen Fehler machen. Wenn ich durchfalle, kann ich mich gleich begraben lassen. Die Schande ertrage ich nicht. Dann kann ich keinem mehr unter die Augen treten. Alle werden sich über mich lustig machen. Ich bin einfach nicht intelligent genug. Alle anderen schaffen Prüfungen mit links, nur ich stelle mich so dumm an. Die anderen werden die Prüfung sicher bestehen. Ich werd’ der einzige sein, der durchfällt."
Sicherlich kennen Sie solche Gedanken zur Genüge und wissen, welch verheerende Auswirkungen diese auf Ihr Wohlbefinden haben. Bei solchen Gedanken ist es mit der Ruhe und Ausgeglichenheit endgültig vorbei. Solche Gedanken treiben Ihnen den Angstschweiß auf die Stirn, verwandeln Ihren Körper in ein Tollhaus, in dem alles drunter und drüber geht, na ja, Sie wissen schon, rufen eben die ganzen unangenehmen Symptome hervor, die mit starker Angst einhergehen.
"Ist es denn nicht normal, Angst zu haben, wenn vom Bestehen der Prüfung eine Beförderung, eine Anstellung oder wichtige persönliche Entscheidungen abhängen?", werden Sie nun vielleicht fragen.
Angst ist normal in dem Sinne, daß die meisten Menschen in diesen Situationen Angst empfinden. Wenn die Angst Sie jedoch unfähig macht, trotz guter Vorbereitung, klar zu denken, ist sie nicht hilfreich. Auch wenn vom Bestehen der Prüfung für Sie sehr viel abhängt, so erzeugt die Prüfung dennoch keine Angst. Es ist vielmehr Ihre Bewertung, die Angst hervorruft, nämlich daß vom Bestehen der Prüfung sehr viel abhängt, um nicht zu sagen, daß Ihr Leben davon abhängt. Wenn Sie das Bestehen einer Prüfung zu einer Frage von Leben und Tod machen, wenn Sie also die Bedeutung der Prüfung oder das Versagen in der Prüfung überschätzen und dramatisieren, dann erzeugen Sie bei sich Angst.
Die Angst wird durch unsere ängstlichen Einstellungen hervorgerufen. Diesen Zusammenhang zwischen unseren ängstlichen Gedanken und unseren Ängsten bezeichnen wir als ABC der Gefühle. Was sagt das ABC der Gefühle aus? Bevor Angst aufkommen kann, müssen zwei Dinge passieren:
1.Wir nehmen etwas wahr und
2. wir bewerten diese Wahrnehmung.
Das ABC der Gefühle
A: Situation: Was passiert?
B: Bewertung: Wie denke ich darüber?
C: Gefühl: Wie fühle ich mich?
Herr M., ein Student, der uns wegen Prüfungsängsten aufsuchte, machte sich folgende Gedanken über seine bevorstehende Prüfung:
A: Situation: Ich habe in 8 Wochen mein Diplom.
B: Bewertung:
Bestimmt kriege ich kein Wort heraus. Wenn ich durchfalle, ist alles aus. Das wäre eine Katastrophe. Das könnte ich nicht ertragen.
C: Gefühl: Angst und Anspannung, bin verunsichert
Herr K., ebenfalls Student, sagte uns, er denke über seine bevorstehende Prüfung so:
A: Situation: Diplom in 4 Monaten
B: Bewertung:
Ich habe mich gut vorbereitet. Ich lasse die Prüfung auf mich zukommen. Selbst wenn ich einen Augenblick blockiert sein sollte und mein Kopf scheinbar leer wäre, ist das keine Katastrophe. Prüfer sind auch Menschen und haben dafür Verständnis. Ich wäre nicht der erste Prüfling, dem so etwas passierte. Meine Denkblockade wird sich nach kurzer Zeit wieder auflösen, wenn ich ein paar Mal tief durchatme und mich kurz entspanne. Wenn ich die Prüfung nicht bestehe, wäre das zwar unangenehm, aber kein Weltuntergang. Dann wiederhole ich die Prüfung eben.
C: Gefühl: leichte Anspannung, fühle mich relativ sicher
Sie sehen, Herr M. und Herr K. unterscheiden sich in der Art, wie sie die Situation und ihre Fähigkeiten einschätzen - und deshalb und aus keinem anderen Grund reagieren beide auch völlig verschieden auf die bevorstehende Prüfung. Würde Herr K. wie Herr M. denken, d.h. würde er sich auch solch negative und angstauslösende Gedanken machen, dann hätte er genausoviel Angst vor der Prüfung wie Herr M. Da er sich und seine Fähigkeiten aber realistisch einschätzt, er es für unwahrscheinlich hält, daß er durch die Prüfung fällt bzw. im Durchfallen keine Katastrophe sieht, kann er der Prüfung relativ gelassen und selbstsicher entgegensehen.
Weitere Leseproben:
Einleitung
Kapitel 7
Gedankliche Strategien zur Überwindung von Prüfungsangst
© 1999-2010 PAL Verlag - Prüfungsangst Ratgeber Kapitel 3
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