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Diplom Psychologin, Speyer

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Lebensfreude Kalender 2015

Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners

frau schaut verängstigt aus dem fenster

Wochenenden und Feiertage sind für Hinterbliebene besonders schlimm, da sie an diesen Tagen meist alleine zuhause sind. Sie spüren dann die innere Leere und den Schmerz besonders stark. Bild © Petro Feketa - Fotolia.com

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Wer seinen Partner durch Tod verloren hat, hat in den ersten Monaten, in dem ersten Jahr oder sogar in den folgenden Jahren meist große Angst vor Wochenenden und Feiertagen.

Es ist die Zeit, die traditionell für die Familie, für gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner reserviert ist.

Am Wochenende kommt der Alltag zum Erliegen, die Geschäfte und Firmen haben geschlossen. Es gibt weniger Möglichkeiten, sich abzulenken.

Schauen wir aus dem Fenster oder gehen nach draußen, scheinen uns nur glückliche Familien und Paare zu begegnen.

Dieser Anblick erinnert uns schmerzhaft an unseren Verlust, an das, was wir nie mehr mit unserem Partner oder Angehörigen erleben dürfen.

Vielleicht entscheiden wir deshalb, uns in der Wohnung hinter geschlossenen Jalousien zu verstecken, und nur die Hoffnung hält uns aufrecht, dass irgendwann dass Wochenende vorbei sein wird.

Eine Steigerung stellen dann noch Feiertage wie Ostern, Weihnachten und Neujahr sowie Geburtstage, Todestage und Hochzeitstage dar.

Unsere mit dem Partner verbundenen Rituale erscheinen uns jetzt, nach seinem Tod, sinnlos. Wir fühlen uns einsam und aussortiert.

Alle um uns scheinen glücklich und genießen die Festtage. Wie sollen wir deren Gesellschaft ertragen - mit den Bildern unserer glücklichen Vergangenheit vor Augen?

Wie mit Wochenenden und Feiertagen umgehen?

Jeder von uns hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Auch für die Wochenenden und Feiertage muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Beide Extreme, so zu tun, als ob sich nichts verändert hätte, oder sich so zu verhalten, als ob es kein Weiterleben mehr ohne den verstorbenen Menschen gäbe, sind nicht hilfreich.

Hilfreich ist, dass wir ehrlich zu uns und anderen sind und dazu stehen, wie wir uns fühlen.

Wir benötigen keine Ausflüchte, weshalb wir eine Einladung nicht annehmen oder erst kurz zuvor entscheiden können, ob wir kommen oder nicht.

Wir sind in einer Ausnahmesituation, in der andere Regeln gelten!

Für manche Menschen ist es hilfreich, neue Rituale zu entwickeln, um den Schmerz lindern - z.B. bescheren sie an Weihnachten Kinder im Waisenhaus oder buchen über ihren Geburtstag eine Reise. 

Andere bitten die Familienmitglieder, die Festtagsaktivitäten anders zu gestalten, sodass die Erinnerung weniger stark auftaucht.

Wieder andere laden ihre Freunde zum Geburtstag ein, um zu spüren, dass sie nicht alleine sind.

Es gibt auch Menschen, die entscheiden, überhaupt keine Festtage mehr feiern zu wollen. Dieser Vorsatz hat nur ein Problem: Um sie herum feiern die anderen Menschen, vor Weihnachten sind die Geschäfte dekoriert und dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie. Die Erinnerung an vergangene Zeiten mit dem Partner taucht dennoch auf.

Es gibt aber auch Menschen, die Wochenenden und Festtage für die Erinnerung an den verlorenen Menschen reservieren. Sie nehmen sich ein Fotoalbum oder alte Liebesbriefe und tauchen ein in die schmerzlichen Gefühle.

Manche schreiben Tagebuch über ihre Erinnerungen und Gefühle. Wenn dies eine bewusste Entscheidung ist, dann ist das gut - allerdings sollte nicht jedes Wochenende nur auf Erinnerungen basieren.

Eine andere Möglichkeit ist, sich einer örtlichen Trauerbewältigungsgruppe anzuschließen und zusammen mit anderen Betroffenen einen Teil der Festtage oder der Wochenenden zu verbringen.

Auch das Internet - etwa ein Trauerforum - bietet Möglichkeiten, sich dann, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Viele Menschen suchen sich eine Aufgabe, durch die sie wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen.

Sie arbeiten ehrenamtlich, begleiten z.B. neue Patienten im Krankenhaus, besuchen Kranke oder machen Babysitting.


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Eine neue Aufgabe verschafft Ablenkung, lenkt den Blick auf Menschen, denen es auch schlecht oder noch schlechter geht, und gibt uns eine neue Erfüllung.

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Kommentare
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  1. Leserkommentar Uli schreibt am 31.10.2014

    War letztes Jahr kaum zu ertragen, aber alle freuen sich an der Adventszeit und planen hektisch auf Weihnachten zu - und ich würde am liebsten per Gesetz Weihnachtsdeko, W-musik und W-Bäume verbieten lassen. Und dann flattern so um den 24.12. wieder die "tollen" W-Karten mit dem "fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch" ins Haus, auf denen aber kein einziger nachfragt, wie es einem dabei ergeht. Hallo, was ist bei uns noch frühlich und wie sollen wir gut rutschen - ohne unsere Liebsten, alleine und einsam? @Jutta: Irgendwann hast Du den Berg mit dem Umzug auch hinter Dir und dann kannst du aber stolz auf Dich sein - Dein Mann wäre es sicher auch!

  2. Leserkommentar Heike schreibt am 30.10.2014

    Danke Frieda,es trifft es genau.Der dichte Mantel umgibt meine Seele,all die Freude das Lachen ,die Lebenslust habe ich verloren.Ja wir sind am Boden,tiefer können wir nicht mehr fallen.Aber wir machen alle irgendwie weiter.....egal wie schwer es uns auch fällt.

  3. Leserkommentar Anke schreibt am 29.10.2014

    Vielen Dank liebe Frida, dass Dir diese lyrischen Zeilen eingefallen sind. Sie beschreiben auch meine Situation bzw. meine Gefühle gut. Aber ich muss Euch auch einmal etwas Positives erzählen. Meine einzige verbliebene Freundin, die 400 km entfernt wohnt, hat mir kurz geschrieben zum heutigen 29.. an einem 29. ist doch mein Mann gestorben, vor 9 Monaten, und sie hat daran gedacht. Da war ich gerührt, da so unerwartet. Solche Menschen gibt es auch. Gute Nacht Euch allen, heute verabschiede ich mich schon um 21 Uhr.

  4. Leserkommentar gitti schreibt am 29.10.2014

    Frida als ich deine Zeilen las bin ich erstarrt so hätte es keiner besser beschreiben können. Wie wunderbar diese passende Beschreibung. Ich kann den Verlust meines Mannes einfach nicht verstehen, aber es ist so sekundenschnell gegangen genau wie du es schreibst.Mein Leben ist mit dem Tod von ihm nichts mehr.Komme aus diesem Loch nicht mehr raus.

  5. Leserkommentar Stephchen schreibt am 29.10.2014

    Nein, es wird nie mehr wies war.. ich muss mich gerade mit Behördenkram auseinandersetzen, sie wollen mir diverse Sachen nicht zahlen. das kennt ihr sicher.. sie wollen das ok vom Erben, der Erbe ist 12 und nicht mündig.. es ist einfach alles nur verschissen...

  6. Leserkommentar Elisabeht schreibt am 29.10.2014

    Ja Frida, finde ich auch - bin immer noch fassungslos, wie sich in Sekunden, das eigene Leben auf den Kopf stellen kann. Nichts wird jemals wieder so sein, wie es vorher war..

  7. Leserkommentar babs schreibt am 29.10.2014

    @frieda, wunderbar wie Du dieses Gefühl beschreibst und in Worte fasst.

  8. Leserkommentar Frida schreibt am 29.10.2014

    Es war der Tag, der die Zeit still stehen ließ - für mich - an dem der rote Faden, der mein Leben federleicht durchzog, in einen schwarzen Strick sich wandelte - sekundenschnell - der Strick, der mich umschlang, den Atem nahm, den Boden mir entriss - zu einem dichten Mantel sich verwob, der schwer auf meine Seele fiel ----- ein Jahr nach dem Tod meines Mannes fielen mir diese Zeilen zum schrecklichsten Tag meines Lebens ein. Die Sonnenstrahlen heute in Bln. schaffen es nicht, den Tag für mich heller zu machen....

  9. Leserkommentar Elisabeth schreibt am 29.10.2014

    Stimmt Stephchen, es tut gut zu lesen, dass viele ähnlich empfinden, die so einen Schicksalsschlag erlebt haben und man nicht auf dem besten Wege ist verrückt zu werden....LG an alle und Danke

  10. Leserkommentar babs schreibt am 29.10.2014

    @frieda, du schreibst mir aus dem Herzen, genau die richtigen Worte. Man ist aus dem alten Leben herausgerissen worden und versucht nun mit der Trauer, dem schrecklichen vermissen, der erzwungenen Einsamkeit irgendwie klar zu kommen. Frage mich jeden verdammten Tag - Wieeee?? Darauf finde ich keine Antwort.

  11. Leserkommentar Uli schreibt am 29.10.2014

    Auch bei mir war es nach einem Jahr kein bißchen leichter, im Gegenteil. Auch nach 17 bMonaten holt mich jeder "Gedenktag", sei es Op. oder Geb.Tag etc., voll undbrutal ein und mein Mann ist immer bei mir, im Herzen und in Gedanken, Aber wie @Fred schreibt: wir kriechen nur noch mühselig durchs Leben, das eigentl. nach dem Verlust kein eigenes Leben mehr ist. Mein Humor, die Lebensfreude und das Lchen sind mit meinem Mann gestorben, für immer. Trotzdem merke ich eine gewisse Tendenz, den Tod meines Kuschels zu akzeptieren, wobei mir sehr hilft, dass ich sein Sterben miterleben konnte und ihn auch anschliessend noch 32 Std. zuhause hatte. Wie es andernfalls wäre, weiss ich nicht... Danke, dass es Euch alle gibt! PS.: Habe leider auch kein Skype...

  12. Leserkommentar Stephchen schreibt am 29.10.2014

    Liebe Nicole.. Mal gibt man Trost, mal erhält man etwas davon. Mir tut es gut zu lesen und dabei zu merken, dass ich "normal" bin, auch ohne Zuspruch... Fühl dich hier einfach aufgehoben, wir haben hier alle unseren berechtigten Platz. Habe tag 100 überstanden und liege jetzt wach im bett, leichter geworden ist es nicht.. Es tut so weh...

  13. Leserkommentar Nicole schreibt am 28.10.2014

    Ja Fred,wir sind schon am Boden.Ach,wie ich euch alle bewunder.Habt selbst das Beste und Tollste in eurem Leben verloren und gebt den Anderen noch Mut.Das schaff ich nicht,ich lese eure Beiträge und finde mich in vielen wieder,aber ich hebe nicht mehr die Kraft dazu euch zu bekräftigen.Ach,was soll ich reden,bin wenigstens in Gedanken oft bei euch.

  14. Leserkommentar Frida schreibt am 28.10.2014

    @Heike - mir geht es wie dir und sicher vielen Trauernden. Ein Jahr ist um und nichts wird besser. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass Trauer, Sehnsucht, Schmerz sogar noch stärker werden. Mein altes Leben ist durch den plötzlichen Tod meines Mannes vorbei, im neuen bin ich noch nicht angekommen, weiss nicht, wie es ohne meinen Mann, meine Liebe aussehen soll, habe keine Vorstellung, existiere nur, lebe nicht wirklich und die Trauerigkeit ist ständiger Begleiter. Fürchterlich schwer ist alles für mich, auch nach einem Jahr....

  15. Leserkommentar Fred schreibt am 28.10.2014

    Stephchen,Du hast den heutigen Tag, wahrscheinlich mit vielen Tränen geschafft.Es ist wahrlich ein schmerzhafter Tag.Bei mir sind es heute schon wieder 105 Tage. Und so kriechen wir Tag für Tag durchs Leben und man fragt sich:warum eigentlich? Es ist ja jeder Tag für uns schwer und unerträglich.BluesSky- ich habe dieses auch nicht, aber wenn Du dieses Forum schon öfter gelesen hast, dann wirst Du merken, daß hier alle liebe und tief Trauernde Menschen sind,die Ihr Herz ausschütten und versuchen sich gegenseitig Mut zu machen und das sehr liebevoll.Wir haben nichts zu verbergen und wir können auch nicht mehr tiefer fallen, wir sind schon am Boden! Ich wünsche Euch allen eine gute und vorallem eine erholsame Nacht. LG Fred

  16. Leserkommentar Fred schreibt am 28.10.2014

    Stephchen,Du hast den heutigen Tag, wahrscheinlich mit vielen Tränen geschafft.Es ist wahrlich ein schmerzhafter Tag.Bei mir sind es heute schon wieder 105 Tage. Und so kriechen wir Tag für Tag durchs Leben und man fragt sich:warum eigentlich? Es ist ja jeder Tag für uns schwer und unerträglich.BluesSky- ich habe dieses auch nicht, aber wenn Du dieses Forum schon öfter gelesen hast, dann wirst Du merken, daß hier alle liebe und tief Trauernde Menschen sind,die Ihr Herz ausschütten und versuchen sich gegenseitig Mut zu machen und das sehr liebevoll.Wir haben nichts zu verbergen und wir können auch nicht mehr tiefer fallen, wir sind schon am Boden! Ich wünsche Euch allen eine gute und vorallem eine erholsame Nacht. LG Fred

  17. Leserkommentar Heike schreibt am 28.10.2014

    Ich dachte die vergangenenTage ,Wochen,Monate waren schon schlimm...aber heute ..es ist so grausam.Viele haben mir gesagt du musst ein Jahr vergehen lassen ,alles einmal alleine erleben Feiertage ,Geburtstage,Hochzeitstag und dann wird es besser....ich denke die ganze zeit ein jahr vorbei ,geschafft,bestanden....und ab morgen ist der Alptraum vorbei.....aber nein nichts ist vorbei,es heisst nur weiter kämpfen.Versteht ihr was ich meine...es wird nicht besser weil das beste was ich hatte wurde mir genommen

  18. Leserkommentar Stephchen schreibt am 28.10.2014

    Hi Uli... Tagsüber wie immer; Funktionieren im Büro. Und dann war ich vorher am Grab und da bin ich fast verzweifelt... Der Tag ist fast rum, zum Glück...:( und bei dir Uli? @heike: und bei dir? @bluesky; es ist öffentlich aber doch sind wir sehr unter uns, fühle ich jedenfalls so... Leider kein skype.. Drücke euch

  19. Leserkommentar BlueSky schreibt am 28.10.2014

    Hallo zusammen.Ich verfolge schon einige Tage die Beiträge.Ich wollte fragen ob hier jemand skype hat und vielleicht mit mir eine Gruppe eröffnen möchte. Habe vor 7 Wochen meinen Mann verloren und möchte mich etwas austauschen.Hier ist ja leider alles zu öffentlich und das mag ich nicht so. Lieben Gruß an alle.

  20. Leserkommentar Uli schreibt am 28.10.2014

    Hallo, @Stephchen @Heike: Gings bei euch heute so einigermassen? Wünsche euh allen eine erträgliche Nacht !

  21. Leserkommentar Anke schreibt am 28.10.2014

    Hallo, ich lese hier jeden Tag, auch bei verwitwet, die reale Umwelt versteht meinen Schmerz nicht, denke ich. Elisabeth: Schön, dass du auch so einige Übungen machst und sie Dir helfen. Ich habe noch keinen richtigen Ort gefunden, an dem sich mein Mann "aufhalten" kann. Ich habe jetzt vor, eine andere Idee zu verwirklichen: Ich habe einen Abreißkalender von 2014 organisiert, den gleichen, den wir auch immer haben, und werde mir nun die 12 Todestage des Jahres aufkleben. Heike, will auch versuchen, an Dich heute zu denken. Für mich sind solche Gedenktage, s.o., auch sehr wichtig. Bei mir wird es erst im Januar 2015 so weit sein. Liebe Grüße an alle, bleibt irgendwie tapfer! Anke

  22. Leserkommentar Stephchen schreibt am 28.10.2014

    @Heike, ich denke heute an dich, 17.15h! @babs; du sagst es... wie können nur alle immer denken, es sei wieder "gut". das ist doch einfach nicht normal.. @Elisabeth; wir reden hier darüber, und hier wird man verstanden. ich bin auch wie babs so froh, dass ihr da seid, auch wenn ich euch nicht kenne.. es hilft mir oft am tag über die schwersten Minuten, hier zu lesen..

  23. Leserkommentar Elisabeth schreibt am 28.10.2014

    @Stephchen übersteh diesen furchtbaren Tag , Kraft dafür für dich..LG

  24. Leserkommentar babs schreibt am 28.10.2014

    An alle, sende Euch ganz vieeel Kraft und ein kraeftiges Umarmerle für diese schweren Tage. Ja man funktioniert, tagsüber reisst man sich zusammen und Abends fließen dann die Tränen. Finde auch, das es immer schlimmer wird, bei mir sind es am 4.11. 17 Monate. Denke es liegt daran, dass die Umwelt meint, jetzt ist es gut, aber das Gegenteil ist der Fall. Wir würden gerne darüber reden, doch es interessiert kaum einen mehr und wir sind im Strudel unserer Gefühle gefangen. Wir haben diesen enormen Verlust erlitten und ich bin froh, das hier Personen sind, die das verstehen. Ein großes Danke an Euch alle LG Babs

  25. Leserkommentar Elisabeth schreibt am 28.10.2014

    Heike, denke an dich. Mir graust heute schon vor diesem Tag. @ Caro mir geht es ähnlich, habe im Moment ganz schlimme Träume, die mich total verstören und noch weiter runterziehen, dazu einfach nur Angst vor den nächsten Wochen, Weihnachten, erster Todestag. Alle meinen es müsste langsam besser werden. Aber zur Zeit wird es nur schlimmer....Rede kaum noch darüber, gut das es dieses Forum gibt...

  26. Leserkommentar Uli schreibt am 28.10.2014

    @Heike, ich werde heute um 17.15 ganz fest an Dich denken, versprochen.So Tage sind einfach nur furchtbar...

  27. Leserkommentar Stephchen schreibt am 28.10.2014

    Hallo Heike... Bei mir nicht ein Jahr, aber heute auch für mich ein ganz schlimmer Tag, der 100ertste.... Scheisse... Schatz du fehlst mir soo sehr...:'(

  28. Leserkommentar Heike schreibt am 27.10.2014

    Morgen um 17:15 Uhr ging meine Sonne unter.Ein ganz grosser Teil von mir ist mit meinem Mann gegangen.Seit 364 Tagen versuche ich mit diesem Verlust zu leben,aber ich habe einfach keine kraft mehr.Ich denke auch jetzt immer noch das er wieder kommt,aber das wird er nicht.Ich habe solche Angst vor morgen.

  29. Leserkommentar gitti schreibt am 27.10.2014

    Caro genau wie dir gehts mir auch am tag zusammenreißen abends die Trauer es ist jetzt bei mir 6 Monate und 25 Tg. und es ist schlimmer geworden. Die dunkle Zeit macht es noch schlimmer und die Tage die jetzt noch kommen Allerheiligen, Totensonntag, und und da möchte ich nicht dran denken . Diese Leere ist unfassbar denn ein Teil (großer Teil ) ist mit ihm gegangen von mir.

  30. Leserkommentar Caro schreibt am 27.10.2014

    Hallo ihr lieben, ich finde mich in euren Aussagen immer wieder, auch ich schaue nach fast 4 Monaten noch jeden Tag die Bilder und Brief von meinem Schatz an. Alles im Büro scheint uninteressant und unwichtig geworden. Ich reiße mich tagsüber zusammen und abends kommen die tränen. ich weiss nicht wie ich das abstellen soll...jetzt träume ich nachts sogar schon von dunklen tiefen löchern in die ich falle und werde dann von meinen eigenen Angstrufen wach...habe immer gedacht ich muss nur etwas Ausdauer & Geduld haben, dann wird alles mit der Zeit besser, aber manchmal habe ich das Gefühl,das Gegenteil passiert und je mehr Zeit vergeht desto weniger mag man seiner Umwelt davon erzählen, aus Angst dass man nicht richtig "tickt"...alle erwarten dass es einem langsam besser geht, der Gegenteil ist der Fall....ich wünsche euch allen eine ruhige und nicht zu dunkle Nacht

  31. Leserkommentar Elisabeth schreibt am 27.10.2014

    @Frida, ich kann Anke nur beipflichten, das Buch von Roland Kachler begleitet auch mich in den letzten Monaten. Ich finde viele Übungen sehr hilfreich. Auch ich sammle sein Monaten, Erinnerungen, Aussprüche, Lustiges, Trauriges von unserem gemeinsamen Leben, habe Rituale für uns beide entwickelt und sichere Orte, an denen ich in Gedanken mit meinem Mann sein kann. Ich möchte nicht loslassen und habe Angst zu vergessen, diese Rituale helfen und beruhigen mich.... Gerade lese ich das Buch von Joan Didion "Das Jahr des magischen Denkens" (andere Bücher kann ich im Moment nicht lesen),die Empfehlung habe ich auf dieser Seite gefunden... Es ist mir sehr nahe, auch ich warte nach neun Monaten insgeheim noch darauf, dass mein Mann zurückkommt, wenn ich nur alles so lasse, wie es ist...

  32. Leserkommentar Elisabeth schreibt am 27.10.2014

    Stephchen, mir geht es genauso, ich sitze bei der Arbeit und plage mich mit Dingen herum, die mich überhaupt nicht mehr interessieren und mir so belanglos erscheinen. Habe sonst meine Arbeit immer gerne gemacht. Ich bin müde, kann mich nicht konzentrieren, der ganze Körper tut mir weh. Ich frage mich für wen und warum ich das alles weiter aushalten soll. Die Sehnsucht nach meinem Mann wird immer größer... und Uli, du hast Recht, jetzt noch die dunkle Jahreszeit... Die Trauer, der Schmerz und die Sehnsucht halten mich fest....keine Freude mehr an irgendetwas, Angst vor der Zukunft...@ Jutta tut mir so leid... dieses Gefühl ganz allein zu sein und es nicht zu schaffen ist schrecklich...Mir geht es schon bei normalen Alltagsaufgaben so, wie unüberwindbar muss der Berg dir erscheinen...LG

  33. Leserkommentar Stephchen schreibt am 27.10.2014

    Das Wochenende ist vorbei, ich sitze wieder im Büro... und nur eine einzige Frage beschäftigt mich: wofür das Ganze eigentlich noch.. ich habe an nichts mehr Freude. Nur noch Sehnsucht nach ihm.. ich sehe keinen Sinn mehr in all dem hier...

  34. Leserkommentar Uli schreibt am 27.10.2014

    Gute Besserung an alle Kranken, sei es fuss oder Erkältung. @Jutta: Wie war dein Wochenende??

  35. Leserkommentar babs schreibt am 25.10.2014

    @stephchen, danke für Deine Wünsche. Sitze mit dem Icepack auf dem Fuß und der Katze auf dem Schoss auf dem Sofa und hoffe das blöde Wochenende irgendwie zu überstehen. Man ist ganz schön aufgeschmissen ohne Ehemann, da merkt man mal wieder was man alles verloren hat, so ne Sch......Die Nachbarn sind alle lieb und helfen, aber es ist nicht dasselbe, Du weisst was ich meine. Nachher kommen mein Sohn und Freundin, da wird dann wenigsten der Samstag nicht so lange. Wünsche Dir und allen alles Gute Babs

  36. Leserkommentar Stephchen schreibt am 25.10.2014

    Liebe babs, mano.. Ich wünsche dir ganz ganz gute besserung und das der Fuss schnell heilt. Ich war auch schon mal 6 monate auf krücken, wenn mein schatz da nicht gewesen wär.... Ich weiss wie umständlich es ist und bin froh bekommst du so liebe hilfe... Dieses blöde wochenende, plus noch eine stunde mehr mit zeitumstellung :'(

  37. Leserkommentar babs schreibt am 24.10.2014

    Meine Lieben, sitze auf dem Sofa, den kaputten Fuss hochgelegt und hadere mit meinem Schicksal. So ein Mist, das Wochenende war so schön verplant. Heute wäre ich auf einer Nachtwanderung durch Limburg und morgen fährt meine Turngruppe nun ohne mich in den Schwarzwald. So ne Sch...., eine Sekunde nicht aufgepasst und nun zur Untätigkeit verdammt. Meine Nachbarn sind ganz goldig, kaufen ein, bringen Kuchen vorbei und helfen, Gott sei Dank, sonst wäre ich ganz schön aufgeschmissen. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich auf Krücken angewiesen bin. Morgen kommen meine Kinder vorbei. Am Schlimmsten ist, ich kann nicht in den Friedwald meinen Schatz besuchen, hoffe es dauert nicht zu lange mit der Heilung. Wünsche Euch allen ein schönes WE, LG Babs

  38. Leserkommentar Stephchen schreibt am 24.10.2014

    Es ist wieder Freitag. Ich habe ein vollgestopftes Wochenende vor mir... Ich flüchte...

  39. Leserkommentar Frida schreibt am 24.10.2014

    Anke, hab Dank für deinen ausführlichen Eintrag. Die Liebe auch über den Tod hinaus zu erhalten, so versuche ich auch, meine Trauer zu leben. Die Worte: "Der Tod ist die Grenze des Lebens, aber nicht der Liebe" helfen mir dabei, doch der Verlust schmerzt immer noch sehr. Nach einem Jahr fast noch stärker, finde ich. Ich werde mir wohl das Buch kaufen.

  40. Leserkommentar gitti schreibt am 23.10.2014

    Ich hatte auch so einen Fall Stephchen meine Arbeitskollegin ist verstorben an Krebs konnte ihr leider nicht helfen und auch nicht zur Beerdigung gehen heute tut es mir weh wenn ich daran denke.Wie muss ihr Mann sich gefühlt haben? Meine Trauer wird mich ein Leben lang begleiten.Habe ihn sehr geliebt und dann diese plötzliche Nachricht von einer Stunde auf die andere ist das Leben sch.... LG.

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