Auf PAL Homepage suchen

Einfühlsamer Begleiter für die Bewältigung von Verlusten

Trauerbegleiter, der Trost und Anteilnahme spendet

31 (!) positive Empfehlungen Ratgeber Trauerbewältigung Bewertungen

Ratgeber Trauerbewältigung anschauen

Expertenempfehlung

WeyrauchMonica Weyrauch
Diplom Psychologin, Speyer

Ich empfehle meinen Patienten die Ratgeber des PAL Verlag, weil sie leicht verständlich & fachlich sehr seriös sind! Ich bekomme viele positive Rückmeldungen von meinen Patienten!

diesen artikel empfehlen

Eine Umarmung in Worten


Trauerbegleiter, der Trost und Anteilnahme spendet

31 (!) positive Empfehlungen Ratgeber Trauerbewältigung Bewertungen

Ratgeber Trauerbewältigung anschauen

Ratgeber Selbstvertrauen stärken

Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners

frau schaut verängstigt aus dem fenster

Wochenenden und Feiertage sind für Hinterbliebene besonders schlimm, da sie an diesen Tagen meist alleine sind. Sie spüren dann die innere Leere und den Schmerz besonders stark. Bild © Petro Feketa - Fotolia.com

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Wer seinen Partner durch Tod verloren hat, hat in den ersten Monaten, in dem ersten Jahr oder sogar in den folgenden Jahren meist große Angst vor Wochenenden und Feiertagen.

Es ist die Zeit, die traditionell für die Familie, für gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner reserviert ist.

Am Wochenende kommt der Alltag zum Erliegen, die Geschäfte und Firmen haben geschlossen. Es gibt weniger Möglichkeiten, sich abzulenken.

Schauen wir aus dem Fenster oder gehen nach draußen, scheinen uns nur glückliche Familien und Paare zu begegnen.

Dieser Anblick erinnert uns schmerzhaft an unseren Verlust, an das, was wir nie mehr mit unserem Partner oder Angehörigen erleben dürfen.

Vielleicht entscheiden wir deshalb, uns in der Wohnung hinter geschlossenen Jalousien zu verstecken, und nur die Hoffnung hält uns aufrecht, dass irgendwann dass Wochenende vorbei sein wird.

Eine Steigerung stellen dann noch Feiertage wie Ostern, Weihnachten und Neujahr sowie Geburtstage, Todestage und Hochzeitstage dar.

Unsere mit dem Partner verbundenen Rituale erscheinen uns jetzt, nach seinem Tod, sinnlos. Wir fühlen uns einsam und aussortiert.

Alle um uns scheinen glücklich und genießen die Festtage. Wie sollen wir deren Gesellschaft ertragen - mit den Bildern unserer glücklichen Vergangenheit vor Augen?

Wie mit Wochenenden und Feiertagen umgehen?

Jeder von uns hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Auch für die Wochenenden und Feiertage muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Beide Extreme, so zu tun, als ob sich nichts verändert hätte, oder sich so zu verhalten, als ob es kein Weiterleben mehr ohne den verstorbenen Menschen gäbe, sind nicht hilfreich.

Hilfreich ist, dass wir ehrlich zu uns und anderen sind und dazu stehen, wie wir uns fühlen.

Wir benötigen keine Ausflüchte, weshalb wir eine Einladung nicht annehmen oder erst kurz zuvor entscheiden können, ob wir kommen oder nicht.

Wir sind in einer Ausnahmesituation, in der andere Regeln gelten!

Für manche Menschen ist es hilfreich, neue Rituale zu entwickeln, um den Schmerz lindern - z.B. bescheren sie an Weihnachten Kinder im Waisenhaus oder buchen über ihren Geburtstag eine Reise. 

Andere bitten die Familienmitglieder, die Festtagsaktivitäten anders zu gestalten, sodass die Erinnerung weniger stark auftaucht.

Wieder andere laden ihre Freunde zum Geburtstag ein, um zu spüren, dass sie nicht alleine sind.

Es gibt auch Menschen, die entscheiden, überhaupt keine Festtage mehr feiern zu wollen. Dieser Vorsatz hat nur ein Problem: Um sie herum feiern die anderen Menschen, vor Weihnachten sind die Geschäfte dekoriert und dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie. Die Erinnerung an vergangene Zeiten mit dem Partner taucht dennoch auf.

Es gibt aber auch Menschen, die Wochenenden und Festtage für die Erinnerung an den verlorenen Menschen reservieren. Sie nehmen sich ein Fotoalbum oder alte Liebesbriefe und tauchen ein in die schmerzlichen Gefühle.

Manche schreiben Tagebuch über ihre Erinnerungen und Gefühle. Wenn dies eine bewusste Entscheidung ist, dann ist das gut - allerdings sollte nicht jedes Wochenende nur auf Erinnerungen basieren.

Eine andere Möglichkeit ist, sich einer örtlichen Trauerbewältigungsgruppe anzuschließen und zusammen mit anderen Betroffenen einen Teil der Festtage oder der Wochenenden zu verbringen.

Auch das Internet - etwa ein Trauerforum - bietet Möglichkeiten, sich dann, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Viele Menschen suchen sich eine Aufgabe, durch die sie wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen.

Sie arbeiten ehrenamtlich, begleiten z.B. neue Patienten im Krankenhaus, besuchen Kranke oder machen Babysitting.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

4 stars
Leserbewertung: 4 Sterne (217 Besucher haben bewertet.)




Eine neue Aufgabe verschafft Ablenkung, lenkt den Blick auf Menschen, denen es auch schlecht oder noch schlechter geht, und gibt uns eine neue Erfüllung.

War dieser Beitrag hilfreich? Schreiben Sie einen Kommentar.

Kommentare
Ihr Name*
Vorname
Ihr Kommentar*
Email
Homepage
Telefon
Sicherheitsfrage Spamvermeidung*
 
  1. Leserkommentar Anke schreibt am 24.01.2015

    Hallo Stephan, schreibe sonst auf der Seite"vom schmerzlichen Umgang..". Das ist nach meiner Meinung das Ziel, dass wir unsere Liebsten so in uns tragen, dass sie ständig, wie früher, um uns sind und wir ihre Liebe spüren. Ich finde das sehr schön, wie Du das schilderst. Ich sehe meinen Liebsten in den Blaumeisen, die zum Futterplatz im Garten kommen, er hat sie besonders geliebt. An ein Wiedersehen glaube ich nicht, aber ich will mich mit diesem Gedanken mehr beschäftigen. Ich erlebe meinen Mann eher hier in der Wohnung, zu seinem Platz im Ruheforst muss ich 35 km fahren, das mache ich nur zum Todesdatum in jedem Monat.

  2. Leserkommentar Stefan schreibt am 24.01.2015

    Hallo ihr Lieben: Mir ist danach, alle 2-3 Tage meine Freundin auf dem Friedhof zu besuchen und dann rede ich sehr gerne mit ihr .Habe das Gefühl, sie versteht mich, wie so oft, als sie noch lebte. Manchmal ertappe ich mich einfach dabei, dass ich ein Stück Bonbonpapier wegwerfen möchte, dann höre ich innerlich ihre Stimme, die sagt, dass man das nicht tun darf und dann werfe ich es in einen Papierkorb. Sie hat immer sehr gerne Enten und Möwen gefüttert.Das habe ich heute - auch - in Gedanken an Traute gemacht, als ich vom Friedhof kam. Ich habe dann zu den Möwen gesagt, dass sie meine Traute doch grüßen mögen, wenn sie hoch oben über uns kreisen und dem Himmel so nahe sind. Dabei kam mir ein kleines Lächeln über die Lippen und zugleich ein paar Tränen aus den Augen.Ich denke oft an Sie - sehr oft sogar - und trage sie ständig in meinem Herzen und in meinen Gedanken. Sie war ein so liebenswürdiger Mensch, der sich an den Kleinigkeiten des Lebens sehr erfreuen konnte. Ich vermisse sie so sehr und vor dem Einschlafen sage ich immer: Traute - wir werden uns wiedersehen oder du kommst einfach zurück zu mir. Ich weiß aber, dass sie, auch wenn sie physisch leider nicht mehr bei mir ist, sie mich dennoch ständig umgibt und das ist schön. Es ist schön, das Glück gehabt zu haben, überhaupt mit einem derart wertvollen Menschen einen großen Teil seines Lebens teilen gedurft zu haben. Ich wünsche Euch viel Kraft für euer weiteres Leben.

  3. Leserkommentar Nicole schreibt am 15.01.2015

    Herzlichen Dank Stefan.Man hat schon so viel verloren,dass man an manchen Menschen festhalten möchte,obwohl man weiss,dass es einem nicht gut tun.Da ist es für mich wichtig,mir eine neutrale Meinung einzuholen.Wichtig auch,dass ich einen Mann fragen kann,denn Frauen denken meist anders.Und die meisten Männer trauern anders und sprechen nicht oder nur oberflächlich über ihre Gefühle.Ich leide so sehr unter dieser seelischen Vereinsamung,sich nur mal kurz mitteilen,damit der Gegenüber einen wieder gerade rückt.Sei es mit einem Zuspruch oder einem kleinen Tritt in den Hintern.Wobei das Letztere ausschliesslich mein Mann dufte.Dir auch ganz viel Kraft und viele liebe verständnisvolle Menschen an deiner Seite

  4. Leserkommentar Stefan schreibt am 15.01.2015

    Nachtrag: Nicole - dann unterhalte Dich in erster Linie mit deinem Bruder erst einmal nur noch über die Dinge, die deinen Vater betreffen und versucht diesbezüglich, gemeinsam eine Lösung zu finden. Ansonsten so, wie im Beitrag zuvor beschrieben.

  5. Leserkommentar Stefan schreibt am 15.01.2015

    Es geht mir ähnlich mit meiner Schwester, die mir ebenfalls immer sagen möchte, wo der Weg langgeht. Ich sage ihr immer: Jeder so, wie er kann und will. Du bist ja nicht gezwungen, mit mir zu kommunizieren. Dann gibt sie Ruhe. Ich sehe sie schon lange nur zu den Geburtstagen meiner Eltern.Wenn Menschen zu verschieden sind, bringen Diskussionen meist nichts, sondern sind eher kontraproduktiv - es führt dann leicht zum Streit. Wir in unserer Lage können Streit aber absolut nicht gebrauchen und deshalb ziehe ich mich, wie auch schon geschrieben, ganz einfach von Leuten zurück, die mir nicht guttun. Egal, ob es nun Bekannte oder Verwandte sind. Es ist leider bei den meisten Menschen der Fall, dass sie erst dann den Ernst der Lage begreifen, wenn sie selbst betroffen sind. Vorher kann jeder "gute Ratschläge" geben. Wenn sie dann selber die traurige Wahrheit in ihrem Leben kennenlernen, erfolgt zumindest meist ein Umdenken. Wir müssen uns in unserer Situation aber nun wirklich nicht auch noch den Oberflächlichkeiten und dem mangelnden Einfühlungsvermögen aussetzen, weil wir das erstens nicht nötig haben und zweitens: Es uns absolut nicht bekommt. Wer das nicht versteht, auf den kann man wirklich und ruhigen Gesissens verzichten. Liebe Grüsse und viel Kraft auf deinen Wegen Stefan

  6. Leserkommentar Nicole schreibt am 15.01.2015

    Ich habe einen Bruder,der,als ES passiert ist,ein paar Tage hier war und mir in den ersten Tagen beistand.Seither nicht mehr.Setzt mich unter Druck,macht mir Vorwürfe,bschimpft mich.Ich habe mich sehr schnell von ihm zurück gezogen,aber immer wieder schreibt er mir und tut mir weh mit seinen Worten.Ich habe versucht ihm zu erklären,wie meine Trauer aussieht und was sie aus mir macht.Er versteht das einfach nicht und akzeptiert,respektiert mich nicht,so wie ich jetzt bin.Das tut mir jedesmal so weh und belastet mich noch zusätzlich.Den Kontakt kann ich nicht komplett abbrechen,da wir uns wegen unserem kranken Vater austauschen müssen.Ein Beispiel:habe ihn mehrfach gebeten zu mir zu kommen,damit ich nicht so einsam bin,oder mir beim Bäume schneiden hilft.Antwort:Warum soll ich denn kommen und dir helfen,du brauchst Beschäftigung.Wie kann ich es schaffen,dass es mir nicht mehr so an die Nieren geht?

  7. Leserkommentar Stefan schreibt am 14.01.2015

    Hallo Nicole Dass müßtest du schon ein wenig genauer ausführen. Prinzipell aber halte ich es so, dass ich mich von Leuten, die mir nicht gut tun, fern halte.

  8. Leserkommentar Nicole schreibt am 14.01.2015

    Noch eine Frage an dich,Stefan.Wie würdest du reagieren,wenn dir ein Familienmitglied nicht gut tut?Sorry für meine Fragen,aber irgendwie tust du mir gut.Ich weiss nichts von dir,aber die Zeilen die du schreibst beruhigen mich.

  9. Leserkommentar Nicole schreibt am 14.01.2015

    Stefan,Hatte Fr.Doris Wolf schon darüber kontaktiert,aber die Foren-Software gibt es hierfür nicht.Die einzigste Möglichkeit besteht darin,dass man sich in einem anderem Forum für Trauernde anmeldet.

  10. Leserkommentar Trauer schreibt am 13.01.2015

    Nicole, das freut mich, dass ich dir ein wenig helfen kann, weil du dich ein wenig in deinen Ansichten bestärkt fühlst. Mir geht es dadurch ebenso - deshalb auch zurück an dich herzlichen Dank. Schade, dass man hier nicht per Privatnachricht kommunizieren kann.Es wäre sehr zu hoffen, dass sich dieses ändert.

  11. Leserkommentar Nicole schreibt am 13.01.2015

    Danke Stefan für deine Ehrlichkeit.Das Alles(Vereine usw.) in deiner Beschreibung hilft mir auch nicht und lag mir noch nie.Einzig was mir etwas mit auf den "Weg" gibt ist meine Psychologin,die mich darin bestätigt,dass ich an Stärke gegenüber mir selbst gewinne.Dass ich alles Richtig mache,indem ich an mich denke.Ich habe sonst niemandem,dem ich vertraue,ausser ihr.Ich habe ihr gesagt,dass ich ein Märchen gelebt habe und sie hat mir geantwortet,dass ich 50% von diesem Märchen bin.Diese 50% leiden aber jeden Tag und sind nur noch da.Für deine Antwort bin ich dir sehr dankbar,"schön"dass ich dich das fragen durfte.Auch durch deine Antwort fühle ich mich in meinem Handeln bestätigt.

  12. Leserkommentar Stefan schreibt am 13.01.2015

    Liebe Nicole: Die größten Alltagsprobleme sind inm Grunde unsere/meine Probleme mit der derzeitigen, psychischen Verfassung und natürlich mit dem plötzlichen Alleinsein.Mir helfen zum Beispiel keine Vereine oder irgendwelche Trauerbücher usw, wo irendwie nach Schema F Zweckoptimismus propagiert wird. Ich möchte dies nun nicht abwerten, denn der Mensch an sich ist jeder ein vollkommen eigenständiges Individuum und deshalb kann es auch gar nicht einen Schema F Plan geben, der in dieser Situation als Allheilmittel gilt. Es mag Menschen geben, denen ein Psychologe helfen kann, der Besuch von Trauergruppen, Bücher zur Trauerbewältigung, Kirchenbesuche (Gottesdienste) usw. Dies alles kommt für mich nicht in Frage. Ich mache auch keine Pläne, sondern lebe jeden Tag so, wie er kommt. Mindestens eine Hälfte von uns existiert in meinen Augen nicht mehr, seitdem der Partner, mit dem wir unser Leben teilten, verstorben ist. Somit ist natürlich viel an Lebensfreude verlorengegangen und auch an Kraft, die uns bisher angetrieben hat. Ungefähr wie bei einem Auto, was kein Benzin mehr hat. Ich weiß deshalb auch keine Lösung - nicht für Euch und auch nicht für mich.Ob es noch einmal wieder anders werden wird, steht in den Sternen.Aber ich denke, man soll und muss sich die Zeit nehmen, die man braucht - egal wie lange und schlimmstenfalls bis zu unserem eigenen Tod. Wir sollten uns diese nehmen und die schnelllebige, heutige Zeit innerlich für uns abschreiben.Egal, was andere denken oder auch nicht. Das sollte uns wirklich am Allerwertesten vorbeigehen. Ich wünsche Dir und auch allen anderen hier viel Kraft und Zeit, die nötig ist, um auch nur halbwegs wieder auf die Beine zu kommen. Dem einen gelingt es, dem anderen nicht. Wie gesagt - es steht in den Sternen und es ist gut, dass wir nicht wissen, was die Zukunft noch für uns bereithalten mag. Herzliche Grüße Stefan

  13. Leserkommentar Nicole schreibt am 13.01.2015

    Stefan,die Art und Weise,wie du deine Gefühle beschreibst sind so beeindruckend identisch mit meinen.Man erfährt viel ,wie Mann oder Frau die Trauer durchlebt und dabei würde ich gerne von dir wissen,wo im Alltagsdasein,deine größten Probleme ohne deine Frau liegen?Ich möchte dir mit meiner Frage nicht zu nahe treten.Vielleicht kann ich so etwas mitnehmen um ein Stückweit besser mit den Menschen in meinem Umfeld umzugehen.Um ganz ehrlich zu sein,mir fehlt die Sichtweise eines Mannes,dessen Meinung ich annehmen kann.

  14. Leserkommentar Stefan schreibt am 13.01.2015

    Nicole, du hast vollkommen recht mit deiner Meinung. Wer die Wahrheit nicht abkann, auf den kann man gut und gerne verzichten.

  15. Leserkommentar Nicole schreibt am 13.01.2015

    Stefan,ich höre bei diesen Zeilen dein Herz schreien,denn ich empfinde GENAU SO.Auch ich habe mich sehr verändert und wenn mir jemand die Frage stellt wie es mir geht,dann antworte ich ganz ehrlich.Ich würde mich selbst in mir verlieren,wenn ich nicht ehrlich wär.Wenn mein Gegenüber nicht sensibel bei seiner Frage ist,warum sollte ich dann sensibel bei meiner Antwort sein?Es ist mir auch egal was andere von mir denken,denn den meisten bin ich ja auch egal.....

  16. Leserkommentar Stefan schreibt am 13.01.2015

    Hallo Uli: Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns durch den Tod und somit einen unschätzbar großen Verlust, den wir dadurch erlitten haben, sehr verändern. Oberflächlichkeiten oder Smaltalk geben uns nichts mehr. Wenn wir über diesen Verlust reden möchten, wissen viele anscheinend nicht, wie sie darauf reagieren sollen und ziehen sich zurück. Außerdem ist das Thema -Tod- immer eine Sache, die gerne verdrängt wir.Damit will kaum einer konfrontiert werden. Von daher sind wir in unserer Denkensweise in vielen Punkten ganz anders gepolt, als diejenigen, die dies noch nicht kennengelernt haben. Das Wichtigste ist uns genommen worden und alles, was danach kommt, ist mehr oder weniger für uns unwichtig oder sinnlos geworden.Selbst der Sinn unseres eigenen Lebens. Ausflüge, die wir nun alleine machen, stimmen uns eher traurig, denn in unserer Umgebung waren wir an vielen Orten vormals mit unseren Partnern dort.Dann kommen auch dort, wie fast überall, immer die Erinnerungen durch, wie schön es doch mit unseren Partnern war.Man möchte nur noch schreien und es tut so verdammt weh.Die Gespräche fehlen uns so sehr, das Verständnis, die Geborgenheit, die Wärme, das liebe und so vertraute Gesicht - alles wurde uns von jetzt auf gleich genommen. Ich persönlich fühle mich, wie ein seelischer Obdachloser und ich habe nicht den Eindruck, dass sich dies noch einmal ändern wird. Man kriecht wirklich nur noch von Tag zu Tag so dahin und quält sich durchs Leben.

  17. Leserkommentar Uli schreibt am 13.01.2015

    Hallo Stefan - ist o.k., aber Du kannst Deinen Beitrag auch in 2 Teilen unterbringen... Aber du hast recht, wir kommen uns vor wie fremde auf dieser erde und vorher waren wir doch auch dabei? Was macht uns zu solchen Aussenseitern? Trauer ist doch nicht ekelig oder ansteckend. Schliess. muss jeder auf dieser Welt da mal durch, leider.

  18. Leserkommentar Stefan schreibt am 12.01.2015

    Hallo Uli: Der andere Thread erkaubt nur bis zu 1000 Zeichen, deshalb bleibe ich lieber hier - sorry.

  19. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 10.01.2015

    Hallo alle zusammen ich habe in einem Buch gelesen wenn man was schlimmes erlebt hat also ein Teaumatisches Erlebnis also Tod des partnes oder einem dem man nahe stand man soll das was einem geschehen ist immer wieder in einem Brief aufschreiben das soll helfen bei der Trauerbewaeltigung und wenn jemand schuld hat am tod also wie bei mir wo jemand schuldig ist das mein Lebensgefaehrte tod ist also ich soll dann einen Brief aufsetzen an die Person und schreiben was ich von ihm halte und fühle ohne ihn abzusenden das soll helfen!!!

  20. Leserkommentar Uli schreibt am 10.01.2015

    Stefan, babs, Anke - eine Bitte: könnten wir im anderen Forum "Trauerbewältigung" bleiben??

  21. Leserkommentar babs schreibt am 10.01.2015

    Danke Anke, freue mich schon auf Barcelona, hoffe auf Ablenkung und schöne Stunden. Klar können wir uns in Wiesbaden treffen, kernhansb@gmail.com. Gruss Babs

  22. Leserkommentar Anke schreibt am 09.01.2015

    Hallo babs, wenn Du aus Barcelona zurückkommst, könnten wir uns doch einmal in Wiesbaden treffen, wie schon im letzten Jahr "besprochen." So ab Februar/März? Ich wünsche Dir viele schöne Stunden mit Deiner Tochter dort. Lieben Gruß Anke

  23. Leserkommentar babs schreibt am 09.01.2015

    Ja Stefan, wir sind nicht mehr die Nummer 1 und haben auch keine Nummer 1 mehr und das ist einfach besch......! Denke auch immer wenn sich die Leute über "Pille-Palle" aufregen oder nen Kopf machen was das denn soll, würde dann am Liebsten bruellen, kommt mal erst in meine/unsere Situation, dann wisst ihr was Sache ist, vielleicht mache ich das beim nächsten Mal einfach, so nach dem Motto - ist der Ruf erst ruiniert- lebt es sich ganz ungeniert. Was interessieren mich die Anderen, denen bin ich in meiner Situation doch auch egal, manchmal denke ich sogar lästig! Sch....., wir können doch nicht's dafür, aber für jeden ist es irgendwann mal so weit und dann......., will ich hier nicht weiter ausführen. Bleibt stark, ihr Fremden, Umarmerle :-) babs

  24. Leserkommentar Stefan schreibt am 09.01.2015

    Joelleschen und alle anderen hier: Ich kann Dich /Euch sehr gut verstehen und mir geht es ebenso.Auch nach einem guten Jahr ist die Trauer nicht vergangen und das wird sie auch nicht.Das Leben ist wirklich sinnlos geworden, zuviel fehlt.Die Geborgenheit, die gemeinsamen Ausflüge, die wervollen Gespräche,manchmal sogar der Streit, der einem im Nachhinein allerdings so sinnlos erscheint. Wir sind wie ein vergifteter Fluss, wie ein leestehendes Haus, wie ein abgestorbener Baum, Wir leben zwar noch, aber irgendwie auch nicht mehr. Und der einzige Mensch, der uns helfen könnte, ist ausgerechnet tod. Das Leben ist wirklich trübe und sinnlos geworden und ich weiß genau wie ihr nicht mehr, wozu das Ganze noch - hat es überhaupt noch einen Sinn? Die Menschen um einen herum erscheinen einem nur noch oberflächlich und nichtssagend.Alle haben verbiesterte Gesichter, sind gestresst, unfreundlich und egoistisch.Mitgefühl und mal ein nettes Lächeln scheinen schon zu viel verlangt. Ja, irgendwie sind wir Fremde auf diesem Planeten geworden. Herzlliche Grüße und viel Kraft Stefan

  25. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 08.01.2015

    Morgen abend ist wieder wochenende ich bin sehr traurig die Zeit geht immer weiter und ich fühle mich wie in einem schlechten Film kann nicht richtig ralisieren dass ich meinen Lebensgefaehrten hier unten nie mehr wieder sehe!!! Mein geliebter Schatz fehlt mir so ich lebe nur noch weil ich eben lebe aber geniessen und mich auf etwas freuen kann ich nicht mein leben ist eine richtige sch.... geworden !!! Ich war so naive habe nie gedacht dass mir sowas passieren kann wenn man mit einem Mann zusammen lebt den man liebt glaubt man es wäre alles selbstverstaendlich aber das ist es nicht der Tod ist des Menschen größter Feind!!! Etwas schlimmeres gibt es nicht!!!;(

  26. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 07.01.2015

    Liebe Heidi an Leberzirrhose. Er hatte früher Alkohol Probleme.

  27. Leserkommentar Heidi schreibt am 07.01.2015

    Ja Joelleschen, es wird nie besser werden ,eventuell anders.Dieser kaum auszuhaltenden Schmerz wird uns noch Jahre begleiten, aber wir müssen lernen damit mit zu leben.Ich hoffe unsere Kraft reicht dafür aus.Darf ich fragen an welche Krankheit dein Mann gestoben ist? Liebe Grüße ,Heidi.

  28. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 07.01.2015

    Ich telefoniere jeden Tag mit einem Freund sie wollen auch dass ich ein wenig raus gehe aber mir fällt es schwer nachts nicht schlafen können aus Kummer und am Tag Tod müde!!! Das ist ein Teufelskreis !!! Probiere das es besser wird ( vieleicht) mit der Zeit!!!

  29. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 31.12.2014

    Hallo Heute ging ich wieder ein wenig spazieren in der Stadt wo mein lebensgefaehrte und ich gewohnt haben ich war sehr traurig und seitdem er tot ist plagen mich auch wieder pannickattacken und angschtzustaende als mein geliebter Mann André noch gelebt hat war es besser er hat mir selbbewusstsein gegeben er fehlt mir so sehr ich liebe ihn!!! :( als ich spazieren war hatte ich sogar gemeint er haette mich Joelle gerufen wahrscheinlich aus Sehnsucht!!! Wenn ich Nachts nicht schlafen kann dann denk ich immer dass er noch da ist sein Geist seine Seele auch wenn nicht mehr fuesig also koerperlich dann kann ich erst schlafen!!! Seine Freunde sagen mir und zeigen mir Respekt dass ich fuer ihn da war!!! Manchmal moechte ich mehr mit seinen Freunden zusammen sein das täte mir gut aber sie blocken weiss nicht warum vieleicht aus Respekt weil ich seine Lebensgefaehrtin war und ich eine Frau bin oder weil es ihnen weh tut weil sie an ihn so erinnert wärden!!! I whisch You You where her André!!!

  30. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 31.12.2014

    Morgen ist Sylvester ich geh niergendwo hin will es nicht für mich eine fete wo Leute feiern die glücklich sind und ich bin es nicht warum soll ich also in das Neue Jahr rein feiern der Mensch den ich liebe ist tot also für mich faenkt das Jahr wieder unglücklich an also koennte es auch das alte bleiben warum soll ich also feiern bin ja nicht perverse!!!:(

  31. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 28.12.2014

    Ich bin froh dass sie weihnachts Feiertage vorbei sind sie waren grauen voll mein Lebensgefaehrte hat mir so gefehlt und dann immer die friede Freude eierkuchen Filme. Heute war ich aber wenigstens ein wenig raus was ich nicht bereuhte weil ich den besten freund meines lebensgefaehrten zufällig traf und wir ein wenig konnten reden und ich jetzt weiss dass er mir nicht böse ist!!!

  32. Leserkommentar Uli schreibt am 27.12.2014

    Ach Barbar, die Tage kennen wir wohl alle - an denen schon ein Wort von z.B. Tankwart über gut oder schlecht entcheidet; ansonsten bleibt einfach alles stumm. Wünsche Dir eine Mütze voll Schlaf.

  33. Leserkommentar Barbara schreibt am 27.12.2014

    Guten Morgen, ist noch jemand wach. Bin gerade eben vor dem Fernseher aufgewacht. War den 2. Feiertag ganz alleine, keiner hatte Zeit. Keiner von meiner Familie kann verstehen, dass es mir jetzt erst richtig schlecht geht. Mein Mann ist Anfang Mai 2013 gestorben, keiner spricht mehr über ihn, als hätte es ihn nie gegeben. Ich war heute früh auf dem Friedhof und wollte dann nicht alleine sein, es hatte aber kein Cafe offen. Bis auf 3 Worte mit dem Tankwart, konnte ich heute mit niemanden sprechen. Das Leben kann grausam sein. Versuche jetzt etwas zu schlafen. Gute Nacht

  34. Leserkommentar Joelleschen schreibt am 27.12.2014

    Hallo zusammen, Hallo Stepchen danke fuer deine Abtwort !!! Das stimmt mit der Zeit geht es nicht bessser den die Person fehlt einem immer mehr !!! Die weihnachts feiertage waren grauen voll vor allem schmerzt es und tut weh wenn man im Fernseh liebesfilme sieht wo alles friede Freude eierkuchen ist!!! Und man sich denkt viele gehen ausseinander weil es nicht klappt und bei uns war alles schön und wir werden durch tod getrennt das ist so unfair !!! Wieso nur!!!

  35. Leserkommentar Uli schreibt am 26.12.2014

    Fred, Stephchen. Ne, habe ich schon richtig verstanden, Mir kam nur der Gedanke, dass man früher so viele grosse und kleine Wünsche hatte - und jetzt eigentlich nur noch einen, den leider unerfüllbaren!

  36. Leserkommentar Fred schreibt am 25.12.2014

    Hallo liebe Uli,es war doch nur ein Späßchen.Ich würde Dir doch immer wünschen,daß alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen.Ich habe z.B. auch am 21.12. zweimal darauf hingewiesen,daß auf der anderen Seite viele sich schreiben.Sei mir bitte nicht böse. LG Fred

  37. Leserkommentar Stephchen schreibt am 25.12.2014

    Liebe Uli, Fred meinte es lieb... Dass er es versteht dass du nocht immer wechseln möchtest. Wir verweisen alle auch immer aufs andere forum. Knuddlis

  38. Leserkommentar Uli schreibt am 25.12.2014

    Früher hatten wir viele Wünsche, heute nur noch einen grossen Wunsch - der sich allerdings nie erfüllen wird. Meinen Kuschel noch ein einziges Mal umarmen zu können...Was ist da so eine kleine Bitte/Anregung dagegen?

  39. Leserkommentar Fred schreibt am 24.12.2014

    Uli, Du immer mit Deinen ,,Sonderwünschen'' .....war nur ein Spaß. LG Fred

  40. Leserkommentar Uli schreibt am 24.12.2014

    @Stefan: Genau so ist es und wird es von uns empfunden. Aber wer sind nun die Normalen? Wir oder die anderen auf dieser Welt??? Eine Bitte: es fällt mir schwer, immer die Foren zu wechseln - könnten wir bitte alle zusammen auf "Trauerbewältigung" gehen? DANKE.

  41. Seite:
    « <   > »

© 2011-2015 PAL Verlag - Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners
Impressum/Haftung/Copyright/Datenschutz