Auf PAL Homepage suchen

Einfühlsamer Begleiter für die Bewältigung von Verlusten

Trauerbegleiter, der Trost und Anteilnahme spendet

31 (!) positive Empfehlungen Ratgeber Trauerbewältigung bei Amazon

Ratgeber Trauerbewältigung anschauen oder bestellen

Expertenempfehlung

WeyrauchMonica Weyrauch
Diplom Psychologin, Speyer

Ich empfehle meinen Patienten die Ratgeber des PAL Verlag, weil sie leicht verständlich & fachlich sehr seriös sind! Ich bekomme viele positive Rückmeldungen von meinen Patienten!

diesen artikel empfehlen

Eine Umarmung in Worten


Trauerbegleiter, der Trost und Anteilnahme spendet

31 (!) positive Empfehlungen Ratgeber Trauerbewältigung bei Amazon

Ratgeber Trauerbewältigung anschauen oder bestellen

Lebensfreude Kalender 2015

Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners

frau schaut verängstigt aus dem fenster

Wochenenden und Feiertage sind für Hinterbliebene besonders schlimm, da sie an diesen Tagen meist alleine zuhause sind. Sie spüren dann die innere Leere und den Schmerz besonders stark. Bild © Petro Feketa - Fotolia.com

Autorin: , Diplom Psychologin

Wer seinen Partner durch Tod verloren hat, hat in den ersten Monaten, in dem ersten Jahr oder sogar in den folgenden Jahren meist große Angst vor Wochenenden und Feiertagen.

Es ist die Zeit, die traditionell für die Familie, für gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner reserviert ist.

Am Wochenende kommt der Alltag zum Erliegen, die Geschäfte und Firmen haben geschlossen. Es gibt weniger Möglichkeiten, sich abzulenken.

Schauen wir aus dem Fenster oder gehen nach draußen, scheinen uns nur glückliche Familien und Paare zu begegnen.

Dieser Anblick erinnert uns schmerzhaft an unseren Verlust, an das, was wir nie mehr mit unserem Partner oder Angehörigen erleben dürfen.

Vielleicht entscheiden wir deshalb, uns in der Wohnung hinter geschlossenen Jalousien zu verstecken, und nur die Hoffnung hält uns aufrecht, dass irgendwann dass Wochenende vorbei sein wird.

Eine Steigerung stellen dann noch Feiertage wie Ostern, Weihnachten und Neujahr sowie Geburtstage, Todestage und Hochzeitstage dar.

Unsere mit dem Partner verbundenen Rituale erscheinen uns jetzt, nach seinem Tod, sinnlos. Wir fühlen uns einsam und aussortiert.

Alle um uns scheinen glücklich und genießen die Festtage. Wie sollen wir deren Gesellschaft ertragen - mit den Bildern unserer glücklichen Vergangenheit vor Augen?

Wie mit Wochenenden und Feiertagen umgehen?

Jeder von uns hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Auch für die Wochenenden und Feiertage muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Beide Extreme, so zu tun, als ob sich nichts verändert hätte, oder sich so zu verhalten, als ob es kein Weiterleben mehr ohne den verstorbenen Menschen gäbe, sind nicht hilfreich.

Hilfreich ist, dass wir ehrlich zu uns und anderen sind und dazu stehen, wie wir uns fühlen.

Wir benötigen keine Ausflüchte, weshalb wir eine Einladung nicht annehmen oder erst kurz zuvor entscheiden können, ob wir kommen oder nicht.

Wir sind in einer Ausnahmesituation, in der andere Regeln gelten!

Für manche Menschen ist es hilfreich, neue Rituale zu entwickeln, um den Schmerz lindern - z.B. bescheren sie an Weihnachten Kinder im Waisenhaus oder buchen über ihren Geburtstag eine Reise. 

Andere bitten die Familienmitglieder, die Festtagsaktivitäten anders zu gestalten, sodass die Erinnerung weniger stark auftaucht.

Wieder andere laden ihre Freunde zum Geburtstag ein, um zu spüren, dass sie nicht alleine sind.

Es gibt auch Menschen, die entscheiden, überhaupt keine Festtage mehr feiern zu wollen. Dieser Vorsatz hat nur ein Problem: Um sie herum feiern die anderen Menschen, vor Weihnachten sind die Geschäfte dekoriert und dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie. Die Erinnerung an vergangene Zeiten mit dem Partner taucht dennoch auf.

Es gibt aber auch Menschen, die Wochenenden und Festtage für die Erinnerung an den verlorenen Menschen reservieren. Sie nehmen sich ein Fotoalbum oder alte Liebesbriefe und tauchen ein in die schmerzlichen Gefühle.

Manche schreiben Tagebuch über ihre Erinnerungen und Gefühle. Wenn dies eine bewusste Entscheidung ist, dann ist das gut - allerdings sollte nicht jedes Wochenende nur auf Erinnerungen basieren.

Eine andere Möglichkeit ist, sich einer örtlichen Trauerbewältigungsgruppe anzuschließen und zusammen mit anderen Betroffenen einen Teil der Festtage oder der Wochenenden zu verbringen.

Auch das Internet - etwa ein Trauerforum - bietet Möglichkeiten, sich dann, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Viele Menschen suchen sich eine Aufgabe, durch die sie wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen.

Sie arbeiten ehrenamtlich, begleiten z.B. neue Patienten im Krankenhaus, besuchen Kranke oder machen Babysitting.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

4 stars
Leserbewertung: 4 Sterne (166 Besucher haben bewertet.)




Eine neue Aufgabe verschafft Ablenkung, lenkt den Blick auf Menschen, denen es auch schlecht oder noch schlechter geht, und gibt uns eine neue Erfüllung.

War dieser Beitrag hilfreich? Schreiben Sie einen Kommentar.

Kommentare
Ihr Name*
Ihr Kommentar*
Sicherheitsfrage Spamvermeidung*
 
  1. Leserkommentar gitti schreibt am 23.08.2014

    Hallo Stephchen Ich kenne es mein Mann ist 4.5 Monate nicht mehr zu Hause und wenn ich mit meiner Freundin morgens raus fahre Frhstcken reden u.s.w. den ganzen Tag abends komme ich nach Hause mein Mann ist nicht da , wie furchtbar das alles sein kann im Leben wollte ich mir nie vorstellen weil ich dachte jetzt werden wir alt zusammen haben Hhen und Tiefen durchstanden so wie es sein sollte im Leben.Dann morgens die Nachricht Herzinfakt auf der Arbeit nicht geschafft (muss heulen ) das war mein leben jetzt habe ich keine Lust mehr denn man fragt sich langsam warum und wofr das ganze Oh Gott das ist eine Scheie . Jetzt kommt keiner mehr auf den man warten kann Wenn ich noch an die bevorstehenden Weihnachtstage und Silvester denke mchte ich am liebsten hinterher.das wird auch in 10 Jahren noch so bleiben Bleibt gesund

  2. Leserkommentar Stephchen schreibt am 23.08.2014

    Komme gerade vin einem Ausflug. War mit einer Freundin Mittagessen, danach auf den See/Schiff, noch ein Kaffee.. Viel Reden. Und dann ging es... Kaum komme ich nach Hause, da wartet niemand. Jetzt halte ich es gerade gar nicht mehr aus. Er wartet nicht mehr hier.. Jeden Tag schlgt es mir ins Gesicht, wie eine Faust. Wie kann er einfach weg sein......

  3. Leserkommentar Uli schreibt am 23.08.2014

    Stephchen, wie schn, dass Du es geschafft hast! Dein Mann ist sicher stolz auf seine starke Frau. LG Uli, die wieder mit dem Wochenende kmpft...

  4. Leserkommentar Stephchen schreibt am 22.08.2014

    ... Ihr drei... Nicht zwei. Danke fr euren Mut den ihr mir gemacht habt..

  5. Leserkommentar Stephchen schreibt am 22.08.2014

    Hallo ihr zwei.. Ich bin hingegangen. Der Gottesdienst war nicht ganz das, was sich mein Schatz gewnscht htte. Aber bei jedem Satz oder Spruch vom Pfarrer der fr mich seltsam klang, wusste ich, auch meinem Schatz wre es so gegangen. Wre er neben mir gesessen (physisch meine ich, im Herz sass er neben mir..,) htten wir einander angeschaut, gegrinst und die Augen gerollt. Das hat mir etwas geholfen.. Auch sein Sohn war sss zu mir, er ist mehr wie sein Vater und nicht nach der Mutter, dafr bin ich auch dankbar. Sie war auch dort und ich hielt es frmlich. Seine restliche Familie ist aber wirklich immer da fr mich und mir wurde wieder versichert, wie gerne sie mich haben und mich nie fallen lassen. Der Kontakt ist mir wichtig, wird es immer bleiben. Egal was in meinem Leben noch folgen soll. Ich liebe meinen Schatz so sehr, und heute Abend war er neben mir... Drcke euch fest...

  6. Leserkommentar Uli schreibt am 22.08.2014

    ... Nachtrag: Und man muss erleben, wie man vermeintliche Freunde ganz schnell verliert, wenn man Trost braucht und Hilfe. Dafr lernt man aber andere Menschen mit Herz und Verstndnis kennen, das gleicht sich irgendwann wertemssig wieder aus.

  7. Leserkommentar Uli schreibt am 22.08.2014

    Furchtbar, zu lesen, wie man in der berw#ltogenden trauer auch noch mit Problemen konfrontiert wird" Als ob man nicht schon genug zu leiden htte. Hatte auch mit der Familie meines Mannes riesige Probleme (und habe sie noch), aber mittlwerweile ist durch den Tod meines Mannes alles so unwichtig und nebenschlich geworden- nur er ist un d war mir noch wichtig.Ich hoffe so sehr, dass ich nicht aus unserer gemeinsamen Wohn un g (Miete) raus muss; da knnte man mich gleich raus tragen-ich wrde es nicht schaffen und bewundere alle, die das gepackt haben. Stephchen: Stehe den Gottesdienst durch, wenn Du nicht hingehst, wird es Dich irgendwann mal reuen; gehe fr Deinen Mann, nicht fr die anderen.Und irgendwie ist es doch auch ein schner Gedanke, dass in dem Kind von Deinem Mann, wenn auch von einer anderen, Ein Teil Deines Mannes weiterlebt? Alles, alles Gute an einem weiteren Freitagabend, Uli

  8. Leserkommentar Stephchen schreibt am 22.08.2014

    Mein Gott... Ich kann fast nichts schreiben. Nur, dass ich genaaau weiss was du meinst, du hast genau verstanden was ich meinte und fhle. Danke Lybi, ich drcke dich zurck....

  9. Leserkommentar Lybi schreibt am 22.08.2014

    Mir geht's nicht anders. Diese Heuchelei, diese gespielte Anteilnahme und ich denke nur "lasst mich ihn Ruhe. Verschwindet!". Und kaum drehen sich diese "betroffenen Menschen" um, da geht's schon um den nchsten Urlaub oder irgendwas Banales. Oder diese uerungen: das Leben geht weiter, sei stark, so ist das Leben, Schade aber man kann's nicht ndern und die Krnung: du bist noch jung, in 1-2 Jahren haste 'ne neuen Mann oder um was weinst du, um deinen Mann oder um die zeit, die du nicht mit ihm haben wirst?!!! Und ich schweige. Verstehen diese Menschen nicht, dass ich ihn liebe? Oder nur weil sie das Gefhl nicht kennen, wollten sie es nicht begreifen? Ich mchte nur schreien und schreien! Mchte sagen - Du hast doch Deinen Mann ber den Du stndig her ziehst - sei froh. Aber ich schweige! Oder wenn ich mittendrin zusammenbreche und weine, dann kommt: ist ja gut, es sind doch schon ber 2 Wochen rum! Was, denke ich, ich darf nicht mehr trauern, weil 2 Wochen rum sind? Diese Menschen verstehen es nicht und wollen sich damit nicht beschftigen. Nicht mit dem Tod und der Trauer. Man hat immer frhlich zu sein - vor allem, wenn diese 2 Wochen rum sind! - und so tun, als wre nichts passiert, dann sind wir gesellschaftsfhig, nur dann! Was wird denn nach 1 Monat oder gar einem Jahr sein? Was wird sein, vermutlich nicht mal seinen Namen erwhnen. Bekannte, Verwandte und "freunde" rufen jetzt seltener an, weil ich nichts anderes zu berichten habe als:"es geht, und ich vermisse ihn". Meine Schwester und Mutter sind die einzigen, die mit mir trauern, also weinen und weinen. Ich verbringe meine Tage, dass ich etwas arbeite und dann nur auf seinem Platz sitze und davon trume, was ich htte alles machen knnen, um das was passiert ist zu verhindern. Ihn zwingen zum Arzt zu gehen oder verlangen, dass er krzer tritt oder oder oder! Und das schreibe ich alles in mein Tagebuch. Das mit der Ex, habe ich auch zu kmpfen... Wrde Dir aber empfehlen, das was meine Oma mal zu mir als Kind gesagt hat: "stell dir mal vor, du bist auf einer schnen weien Treppe, ganz ganz oben und dort oben auf diese Treppe in diese Hhe schaffen nur ganz besondere Menschen-also du! Und wenn du dich ber die anderen Menschen rgern willst, musst von dieser Treppe runter, dorthin wo die Treppe dster und vermodert ist, also dorthin, wo sich genau solche Menschen aufhalten. Und wenn du schon mal unten bist, dann ist der Rckweg auf deinen alten schnen Platz von vorhin beschwerlich, schwer und dauert sehr lange. Also mein Kind sagte meine Oma zu mir, bleib oben und habe Mitgefhl mit den Menschen, die dort tief unten sind." Ich versuche tglich daran zu denken und hoffe trotz meiner Situation das wrdig hinzubekommen. Obwohl ich zuerst der Ex verboten habe zum "Abschied" zu kommen, habe ich spter es ihr trotzdem erlaubt. Hoffe mein Schatz vergibt mir das. Stephchen drcke dich ganz fest.

  10. Leserkommentar Stephchen schreibt am 22.08.2014

    ja, er hat ein Kind mit einer Frau, die ihm wirklich jahrelang nur das Geld aus den Taschen gezogen hat. ihn finanziell in den Ruin getrieben, ihn ausgenutzt und dabei gelchelt hat. ihn erpresst sie nehme ihm das Kind weg, sollte er nicht spuren.. ich weiss, hassgefhle haben jetzt keinen Platz, und dennoch sind sie da wenn ich sie sehe.. er hat sehr gelitten unter ihr. ich hoffe, die 5.5 Jahre die er mit mir hatte, hat ihm dennoch zeigen knnen, dass nicht alle Frauen gleich und schlecht sind. Wir wollten ja auch noch ein Kind, und diesmal ein gewolltes.. aber es wird immer sie sein die das Kind hat, wir haben es gemeinsam nicht mehr erleben drfen...

  11. Leserkommentar Anke schreibt am 22.08.2014

    Hallo Stephchen, in so kurzer Zeit nach dem Tod Deines Liebsten hast du schon sehr viel zu bewltigen, neben dem eigentlichen Schmerz. So wie Du das beschreibst, kann dieser Gottesdienst nur wie ein Schauspiel ablaufen, und Du mittendrin. Den Auszug aus Eurer Wohnung ist ja noch ein weiteres Trauma, nach so kurzer Zeit. Ich wrde alles noch einmal in allen Details fotografieren, bevor Du ausziehst. Aber, wie die anderen auch schon geschrieben haben, er ist natrlich immer bei Dir, hat in dir seinen Platz und sicherlich nimmst Du auch die Mbelstcke mit, die mit ihm verbunden sind. Ich bewundere alle, die diesen Schritt wagen, auch wenn das Muss der Finanzen dahinter steht! Ich habe (noch) das Glck, als Rentnerin noch Geld verdienen zu knnen, ansonsten knnte ich mir das Haus auch nicht leisten. Ich wnsche Dir, liebes Stephchen, ganz viel Energie, um diesen Tag heute zu berstehen. Du machst ja auch alles fr ihn und in seinem Sinn, auch fr den Umzug wnsche ich Dir, dass Du die Untersttzung Deines Schatzes hast! In Gedanken bin ich heute bei Dir

  12. Leserkommentar Stephchen schreibt am 22.08.2014

    Heute ist der Gottesdienst, 1 Monat nach dem Tod.. Es ist aber schon lnger. Tag 33.. Und 41 Tage nicht gesehen, lebendig, vor mir.. Ich habe wieder mal angst vor den Menschen, auch denen vor allem die kommen und meinem Schatz im Leben nie gutes wollten; Heuchelei pur. Ich mchte eigentlich nicht hin. Es wird nicht nur ihm zu ehren sein, auch andere Menschen werden im Gottesdienst erwhnt die sterben mussten. Ich habe nicht so einen Bezug zur Kirche, keinen Glauben wie andere, die sich daran halten knnen. Fllt mir unglaublich schwer hinzugehen. Mein Schatz fehlt mir so..

  13. Leserkommentar Frida schreibt am 21.08.2014

    Stephchen, auch ich bin umgezogen. Konnte die gemeinsame Wohnung nicht mehr ertragen, weil ich dort immer das Bild von meinem Mann, wie er tot dort lag, vor Augen hatte. Mir erging es von den Gedanken und Gefhlen genau so, wie babs es beschreibt. Auch wenn meine Trauer um meine Liebe immer noch sehr gro ist, so denke ich doch, dass der Umzug ein guter Schritt fr mich war. Mein Mann ist immer bei mir, egal, wo ich wohne, das weiss ich. Dir wnsche ich viel Kraft.

  14. Leserkommentar babs schreibt am 21.08.2014

    Hallo Stephchen, auch ich musste unsere Haus, in dem wir 19 Jahre gelebt hatten verlassen und in eine kleinere Wohnung umziehen. Das war so schwer, hatte Anfangs das Gefhle, jetzt stirbt nochmal alles um mich herum, aber es blieb mir ja nichts anderes brig, also die Sache mit Vernunft angepackt. Die Beschftigung tat irgendwie auch gut, hat mich abgelenkt. Ein ganzes Haus in eine kleine 3-Zimmerwohnung, was nimmste mit was wird verkauft etc.... war viel Arbeit und ich dachte ich zerbreche, wollte am Liebsten meine Koffer packen und auf und davon, aber das htte auch nichts gendert, also durch ! Mit jedem Stck, das aus dem Haus getragen wurde, war es weniger unser zu hause und als alles leer war, waren es nur noch Rume und mit jedem Teil, das in meiner neuen Wohnung platziert wurde, wurde es zu einem neuen Heim. Mein Mann hat immer noch seinen Platz auf seinem Sessel und auch wenn er diese neuen Rume nie betreten hat, so ist er doch immer noch fr mich da. Ich wnsche Dir viel Kraft fr diesen neuen Abschnitt, Du wirst das auch packen, denke daran, er ist immer bei Dir!

  15. Leserkommentar Stephchen schreibt am 21.08.2014

    Bei mir gibt es Vernderung, ich bin finanziell dazu gezwungen.. unsere gemeinsame Wohnung kann ich nicht alleine bezahlen, und ich muss schon in knapp 3 Wochen aus unserem Nest raus. ich fhle mich momentan nur dort "zu Hause", mchte nicht weg... aber er htte es auch so gemacht, auch er htte es umgekehrt nicht finanzieren knnen. Dennoch fhle ich mich elend, ich muss wieder ein Stck loslassen.. ich nehme ihn mit an den neuen Ort, aber zu wissen dass er die Wohnung nie gesehen hat, nie betreten... ist einfach unglaublich schmerzhaft. und zeigt mir mein alleinesein noch viel mehr auf...

  16. Leserkommentar gitti schreibt am 20.08.2014

    Der Tod ist immer schwer zu verstehen man verliert auf einmal einen geliebten Menschen egal auf welche Art und Weise.Aber du knntest Recht haben . Mein Mann hat nie etwas gesagt darber das er Schmerzen hatte obwohl ich es ihn manches mal auch angesehen habe. Nie zum Arzt gegangen, wre er htte er eventuell noch am Leben sein knnen einfach zu stur gewesen Dann kam der Tag in der ich in der Hlle war. Kripo und Seelsorge am selben Tag. Frau.. sind sie die Frau... von Herrn... ihr Mann erlitt heute (2.4.2014) einen Herzinfakt und wir konnten nichts mehr tun. Morgens aus dem Haus das war 3Std. spter dann dieses hatte ihn auch nicht mehr gesehen oder gesprochen weil er immer sehr frh los musste. Heute bereue ich es das ich morgens nicht bei ihm war.diese Schuld werde ich nicht los. Aber ich glaube das wir unseren Glauben einfach nicht verlieren drfen.Liebe Anke ich komme mein Leben lang nicht damit zurecht genau wie du . An dich liebe Anke viel Kraft .Vernderungen gibts bei mir auch nicht . Es ist und bleibt alles an seinem Platz .

  17. Leserkommentar Anke schreibt am 20.08.2014

    Die Frage nach dem Warum verstehe ich gar nicht. Ich glaube nicht an ein Schicksal, das einen Tod bestimmt. Oder einen Gott, der das bestimmt. Ein Warum kann fr mich nur medizinisch beantwortet werden, dass z.B. mein Mann nicht sehr gesund gelebt hat, oder so etwas. Anzunehmen, dass wir nicht das Leben bestimmen knnen, wo doch berall alles "Machbar" erscheint, das ist wohl ein Zugang, aber so weit bin ich auch noch nicht. Gestern habe ich z.B. jemanden getroffen, dessen Frau an Lungenkrebs gestorben ist, obwohl sie nie geraucht hat. Auch das muss man dann irgendwie verkraften. Aus meiner totalen Weinphase bin ich jetzt nach fast 7 Monaten in einer Phase, dass ich das irgendwie ertrage. Aber ich wei, das wird sich wieder ndern. Ich habe z.B. noch gart nichts im Bad und an seinem Platz im Wohnzimmer verndert, weil ich das nicht kann und auch nicht will. Ich habe mir das Buch gekauft von Elma van Vliet: Ich werde dich nie vergessen. Ich glaube, so konstruktive Dinge, wie z.B. aufschreiben, warum einem der Partner so viel bedeutet hat, worber er sich gefreut hat, aber auch, was schwierig war mit ihm, das hilft mir, mit der Realitt besser fertig zu werden, aber auch, vielleicht einmal dankbar zu sein, so viele Jahre, die bei uns mit sehr viel ueren Schwierigkeiten verbunden waren, zusammen erlebt zu haben. Mir graut vor dem November, wenn die Gedenktage kommen, wann er ins Krankenhaus gekommen ist bis Ende Januar zu seinem Todestag nach der OP. Das werden schlimme Tage, das ist mir gewiss. Ich fhle mich meinem Mann in der Trauer nah, so paradox das klingt. Nicht weinen knnen heit vielleicht, die Schockstarre ist noch da, auf keinen Fall wenig Trauer oder gar Klte. Ich vermeide z.Zt. Musik, weil ich dann nur noch heulen wrde, vielleicht wre das fr jemanden eine Hilfe, wenn jemand weinen mchte und nicht kann?

  18. Leserkommentar Uli schreibt am 20.08.2014

    Weinen hilft schon, irgendwie, aber es ist auch schwer, den Tag mit einem Meer von Trnen zu beginnen und sich abends in den Schlaf zu weinen. Die Frage, WARUM gerade mein Mann, den ich so liebe, nagt imer noch an mir. Aber mittlerweile bin ich zu dem Schluss gelangt, dass wir eine Antwort darauf evt. gar nicht ertragen knnten und die Antwwort heute auch noch nicht verstehen knnten. Wenn ich mir so oft gewnscht habe, dass ich zuerst gestorben wre, muss ich denken, wie sehr mein Hani nun Kummer und Trauer ertragen msste und zudem mit dem alltglichen Kram berfordert wre - Nein, das htte ich ihm nie gewnscht! Und ich habe mehr Glck gehabt als viele andere jemals im Leben: ich hatte 12einhalb Jahre Glck, Liebe und Geborgenheit mit meinem Mann. Aber genau deshalb fehlt er mir auch so sehr... Grsse, Uli.

  19. Leserkommentar Stephchen schreibt am 20.08.2014

    schreibe hier viel.. es hilft irgendwie, auch wenn nichts recht hilft.. ich habe das gefhl wenn ich nicht weinen kann, trauere ich nicht. aber das ist glaube ich nicht so. ich fhle mich schlechter wenn ich nicht weine. ich falle irgendwie in eine art zustand, der kalt ist.. nichts mehr kommt bei mir an. weder von aussen, noch innen. ich kann einfach nicht glaube, dass mein schatz weg ist.. unsere zukunft weg ist.. unser gemeinsames leben... die warum-frage habe ich auch viel, aber es ist mssig... antwort erhalte ich keine. ich verarbrede mich, plane, aber alles mache ich weil ich es "muss". es wird erwartet, es soll mir helfen. nur zu hause sitzen, geht auch nicht. man weiss einfach nicht was man tun soll.......

  20. Leserkommentar Steffi schreibt am 20.08.2014

    Kann nicht schlafen. Fhle mich seit lngerem sehr mde, kraftlos und total erschpft. Seitdem mein Knuddel nicht mehr bei mir ist, ist mir auch fast alles ziemlich egal geworden. Stephchen, es gibt keine dummen Fragen. Ich kann zur Zeit auch nicht mehr weinen. Mein Inneres fhlt sich tot an und das Leben nicht mehr lebenswert. Ich muss innerlich bereits tot weiter leben (existieren). Falls es eine Hlle geben sollte, bin ich schon direkt bei dieser gelandet. Leider habe ich keine Mut machende Worte.

  21. Leserkommentar gitti schreibt am 19.08.2014

    Es ist ganz bestimmt keine dumme Frage habe es jetzt 4 Monate so heulen sizten nachdenken alles bleibt bei mir zu hause liegen frchterlich bekomme einfach nichts mehr gebacken ich vermisse meinen Mann und mchte die Zeit ganz schnell zurck drehen ohne Erfolg also heulen heulen heulen je lnger diese zeit desto grer der Wunsch ihn hier zu haben. Wieder immer wieder warum warum muss aufhren liebe Gre an euch alle.

  22. Leserkommentar Stephchen schreibt am 19.08.2014

    Vielleicht eine dumme Frage... Wie geht ihr damit um, wenn ihr nicht weinen knnt? Ich mchte. Die ganze zeit.. Aber ich kann irgendwie oft auch nicht. Wie alles in mir weg wre und ich keine emotion mehr abrufen kann. Da fhle ich mich schlechter noch als wenn ich heulen kann..

  23. Leserkommentar Elisabeth schreibt am 19.08.2014

    Danke Stephchen, genauso geht es mir auch. Leere Tage, und eine Sehnsucht, die jeden Tag grer wird...

  24. Leserkommentar Stephchen schreibt am 19.08.2014

    Liebe Steffi heute geht es mir gleich... ich knnte nur weinen. hasse alles im alltglichen das einfach gemacht werden muss. sei es arbeit, sei es Menschen um mich herum ertragen. Ich weiss nicht, wie ich eine Zukunft aufbauen soll ohne ihn. ich habe am meisten mit der Sehnsucht nach ihm zu kmpfen, und dass ich ihm nichts mehr erzhlen und mitteilen kann. es geht nicht mehr, schnell eine sms oder kurz ein telefon, und schatz weiss bescheid... ich erzhle ihm so viel ich kann. aber ohne antwort zu erhalten ist es einfach auch schlimm... es macht einem nichts freude. nichts. die tage ziehen dahin, ohne wert...

  25. Leserkommentar Heidi schreibt am 18.08.2014

    Was kann der Mensch eigentlich ertragen.Auch ich habe meinen Mann nach 35 gemeinsamen Jahren verloren.Es ist ein Schmerz der nicht zu beschreiben ist ,der aber tglich da ist und den man mit vielen Menschen teilt.Verstehen aber kann man es wirklich nur ,wenn man diese total lebensverndernde Situation selbst erlebt hat.Ich glaube ,diese innere Zufriedenheit, dieseGeborgenheit kommt nie mehr zurck, es sei denn , dieses Leben fngt von vorne an.

  26. Leserkommentar Steffi schreibt am 18.08.2014

    Danke babs und Stephchen. Kann nicht viel schreiben, fhle mich heute innerlich so tot.

  27. Leserkommentar Stephchen schreibt am 18.08.2014

    Liebe Uli Verstehe deine Gefhle voll und ganz.. Das ist so, du konntest ihm alles noch sagen, was in all dem Schmerz noch so etwas wie Trost ist sicherlich fr dich. ich hatte es mit meinem Schatz immer schn, wir hatten gottseidank auch nicht vorher noch Streit oder irgend etwas bses zueinander gesagt. Aber ich fhle mich wirklich um meinen Abschied "betrogen", kann den Tod nicht richtig fassen, es ist abstrakt dass er einfach weg ist...In die Ferien gefahren, nicht mehr nach Hause gekommen. Ich war auch nicht bei ihm.. Ich durfte ihn nicht mehr sehen oder berhren, er ist im Ausland gestorben, und fr nach Hause ber die Grenze, musste der Sarg fr immer zu und versiegelt werden.. ich sah nur noch das Holz, meinen Schatz nicht mehr. Das woran ich mich festhalte, sind die viiielen unzhligen sms' die ich von ihm immer noch habe, in denen er mir immer wieder schreibt er liebe mich.. aber mein Abschied war ein "bis Morgen mein Herz" und dann war er weg. Ich glaube beide Wege, das Leiden, wie auch der pltzliche Tod, lassen andere Fragen und Wnsche offen bei denen die hier bleiben. Es entsteht in beiden Fllen ein immenses Loch, aber der Schmerz ist in jedem Fall nicht mehr oder weniger stark..

  28. Leserkommentar Uli schreibt am 18.08.2014

    Ihr havt jeder auf seine Weise Recht, aber ich merke nun, dass ich mit einem unerwarteten Tod wahrscheinl. noch schlechter zurecht gekommen wre. So weiss ich bei aller Sehnsucht nach meinem Hansi und allem wnschen, ihn nochmals umarmen zu knnen, dass ich ihm die Leiden- und Schmerzenszeit nicht zumuten drfte und knnte. Ich htte ihn lieber krank als gar nicht, aber was wre das fr ihn fr ein Leben; mein Hansi war am Ende seiner Kraft angelangt und es war alles gesagt, was ich sagen und ihm 'mitgeben' wollte - dafr muss ich sehr dankbar sein! Liebe Grsse an Euch, Uli

  29. Leserkommentar Heike schreibt am 18.08.2014

    Ich glaube es ist egal wie es passiert,es trift einen trotzdem unvorbereitet.Ich sass an seinem Bett und sagte ihm immer wieder wie lieb ich ihn habe ,habe nur an ihn gedacht das sein leiden zu ende ist .Das aber mein leiden damit anfngt ber so etwas habe ich mir keine gedanken gemacht.Ich wollte nur das er weiss ich bin da und halte ihn.Jetzt nach 42 Wochen habe ich auch noch soviele Fragen kann mich kaum an die letzten wochen erinnern.Ich merke das ich seit der Diagnosestellung unter Schock stand und jetzt ein richtiges Trauma habe.Manchmal wenn mich die Trauer nicht so erdrckt und ich einen Blick aus dem Dunkeln werfen kann ,merke ich wie verletzt ich bin und wie ich das letzte Jahr erlebt oder berlebt habe.

  30. Leserkommentar Stephchen schreibt am 17.08.2014

    Ich glaube was "schlimmer" ist kann man gar nicht gegeneinander aufwerten? Es kommt darauf an, welches einem betrifft. Der eigene schmerz ist dann immer der schlimmste. Das muss auch so sein, oder? Beides ist elend verschissen. Ist dein liebster gesund und wird dir einfach gebommen fehlt dir ein riesiger teil vorher, abschied, letzte worte, momente in denen man sich versucht darauf vorzubeteiten. Was nicht geht, auch das habe ich schon miterlebt. Und wenn man leid und schmerz mitertragen hat, dann geht es einfach lange zeit in der man sich doch fragt warum noch dieses leid. Ich habe in meinem umfeld beides erlebt. Einmal der vater meines partners, langes leiden, tod, riesiger schmerz. Jetzt mein freund, gesund, jung, pltzlicher tod, riesiger schmerz. Sie sind weg.. Das ist doch der punkt, das verkraften zu mssen. Das wie ist in jedem einzelfall scheusslich..

  31. Leserkommentar Anke schreibt am 17.08.2014

    Uli: Ich habe zwar das Leiden mitanshen mssen, und das in immer sich steigernder Strke seit Jahren, habe aber trotzdem nicht Abschied nehmen knnen, da mein lieber Mann nach der OP wach war, sich aber die Luftnot so steigerte, dass sie in in's knstliche Koma versetzen mussten. Da war ich nicht dabei, so dass ich ihn dann noch 10 Tage im Koma erlebt habe, bis wir zustimmen mussten, die Beatmungsmaschine abzustellen. Das "Nicht-Abschied-Nehmen-Knnen" habe ich bisher gar nicht als Problem realisiert, das wird mir gerade bewusst. Oh, noch ein Trauergrund mehr! Ich wei auch gar nicht, ob man die beiden "Arten" des Todes so gegeneinander stellen kann. Alles ist so individuell, jede Beziehung ist anders, jeder trauert anders. Wir alle mssen unser Leben nun ohne die liebste Ergnzung, das andere Teil vom Ich, irgendwie gestalten, blo wie! Liebe Gre

  32. Leserkommentar Frida schreibt am 17.08.2014

    Wochenende - um nicht nur traurig in der Wohnung zu hocken, habe ich Verabredungen gemacht. Es war frchterlich, ich mitten drin im Leben, doch es zieht an mir vorbei, erreicht mich nicht. Habe das Gefhl, seit Monaten nur noch zu existieren und nicht mehr leben zu knnen. Komme nicht raus aus dem Trauerloch, finde, es wird mit der Zeit immer schlimmer.... Uli, deine Frage ist interessant. Ich musste das "von jetzt auf nachher ohne Vorwarnung" (wie du schreibst) erleben. Fr mich ist das der Horror und ich komme nicht klar damit. Ich konnte nur von meinem Mann, der pltzlich tot vor mir lag, dem ich nicht helfen konnte, dem die Rettung nicht helfen konnte , Abschied nehmen. Oft wird mir gesagt, seien sie froh, dass ihr Mann so starb, ihnen ist Vieles erspart geblieben....

  33. Leserkommentar Uli schreibt am 17.08.2014

    Wenn ich das alles so lese, dann frage ich mich gerade (sorry) eines: Was ist besser - oder schlimmer, weiss nicht, wie ich das ausdrcken kann? Das Liebste von jetzt auf nacher zu verlieren, ohne jeder Vorwarnung? Oder monatelanges leiden, schmerzen, Kmpfen und dem Sterben zusehen und miterleben? Ist Abschied nehmen drfen gndiger oder ist es gndiger, nicht hilflos neben dem Liebsten zu sitzen und nicht helfen zu knnen. Ein trnenreicher Tag heute, auch ich habe die Angst, eines Tages, falls ich es zulassen knnte, die Trauer ein kleines Stck wegzugeben, kostbare Erinnerungen zu verlieren. Grssle, Uli.

  34. Leserkommentar Anke schreibt am 17.08.2014

    Hallo Lybi, diese ersten Tage und Wochen sind sehr grausam, vor allem, wenn du mitten aus dem Glck herausgerissen wirst. Eine Strafe gibt es nicht, eine Frage nach dem Warum ist nur zerstrerisch, die kann niemand beantworten. Ich hatte auch die Angst, dass ich meinen lieben Mann, bei mir sind es schon fast 29 Wochen her, irgendwann einmal vergessen werde. Ich glaube nun, diese Angst ist unbegrndet, ich kann dir nur das Buch von Roland Kachler. Meine Trauer wird dich finden oder sein E-Mail-Seminar empfehlen, da wird man dazu gefhrt, die Liebe weiterzufhren, die Verbindung zum Verstorbenen, nicht das "Loslassen", was manche so propagieren. Du kannst weiterhin mit Deinem Mann alles besprechen, was Du so am Tag erlebst. Aber das Leben ist nicht mehr so wie vorher, der Inhalt fehlt. Das kann Dir niemand abnehmen. Einige, deren Partner schon Jahre nicht mehr leben, sagen, dass sie nach langer Zeit anfangen, einen Sinn wieder zu finden ohne "ihn", aber das ist fr mich auch noch so unvorstellbar. Hier schreiben alle von ihrem Schmerz, das hilft wenigstens zeitweise, das Gefhl, damit nicht allein zu sein. Die meisten Nichtbetroffenen knnen einen nmlich nicht verstehen. Ich merke, dass die Trauer in Wellen kommt, es gibt dann fr mich auch schon etwas ertrgliche Zeiten, aber ich muss jeden Tag meine Trauer ausleben knnen, sie ist die Verbindung zu meinem Mann. Ich denke an Dich, bei Dir ist alles noch so frisch! Lieben Gru

  35. Leserkommentar Stephchen schreibt am 17.08.2014

    Hallo Lybi.. Bei mit der 20.7., einfach so. Eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht, einfach tot. Vorher schien er kerngesund, freute sich am Leben, an mir, der Zukunft. Alles weg.. All die Plne. Auch wir wollten nach den Sommerferien anfangen ein Kind zu kriegen. Aber aus den Ferien kam er nicht mehr heim. Urpltzlich ffnet sich der Boden und man fllt.. Es hrt nicht auf... Verstehe deine Gefhle sooo gut. Heute ist mein Schatz auf den Tag genau 4 Wochen weg. Ich zhle jeden Tag. Das Vermissen, die Sehnsucht qulen mich so dermassen. Und auch Angst, Verzweiflung und das man sich fragt wofr noch. Habe die Antwort leider auch noch nicht darauf.. Sinn sehe ich keinen in all dem. Es kann keinen haben, Menschen so aus dem Leben zu reissen. Ich lebe von Stunde zu Stunde, oder besser versuche es. Aber das Gefhlskarussel im Innern ist wahnsinnig stark.. Denke an dich..

  36. Leserkommentar Gitti schreibt am 17.08.2014

    Genau aber ganz genau geht es mir immer noch .Mein Mann ist 1 Std .morgens aus dem Haus zur Arbeit 1 Std. spter erfuhr ich er sei an einenm Herzinfakt verstorben. War selber bei der Arbeit. Jetzt sehe ich wie sinnlos alles ist . Haben Plne und diverse Unternehmungen besprochen was nun? Habe keine Interessen mehr fr nichts. Mchte schon mal nachgehen Lachen und glcklich sein sind verschwunden trostlos und verzweiflung kommen .Alles hat irgendwie keinen Sinn mehgeht. .Ich kann dich so gut Verstehen. Es tut mir sehr Leid fr Dich aber schn das du deine Familie hast die dir so viel Hilfe leistet. Ich habe einen Sohn, aber na Ja er hat auch sein eigenes Leben.Ansonsten allein. Man wei einfach nicht wie diese schlimme Zeit ,die man ziellos weiter luft ,geht alles Liebe und Gute und Kraft fr diese Zeit Lybi

  37. Leserkommentar Lybi schreibt am 17.08.2014

    Wir haben vor 10 Wochen erst geheiratet, haben angefangen Babys zu machen, lachten viel und waren glcklich! Und dann kam am 04.08.14 der Tod, pltzlich und ungebeten, grausam und gefhllos, zerstrerisch und vernichtend. Unverstndlich, unerklrlich, so falsch! Warum er? Warum wir? Was haben wir getan, dass der Gott (falls es diesen gibt) uns das antut? Was ist passiert? Es gibt so viele Menschen, die am Leben erhalten werden, obwohl sie lieber gehen wrden, oder alte Menschen, die sich so sehr wnschen endlich erlst zu werden und diese Menschen leben. Und jemand der so voller Leben war und so viele Trume und Plne hatte, der so mitten im Leben stand, wird einfach ausgeschaltet, so wie ein Lichtschalter. Und es wird dunkel. Sehr dunkel. Wo ist der Sinn? Wozu ist das Ganze? Ist das die Strafe - doch wofr? Ich schlafe kaum und hoffe aber trotzdem von ihm zu trumen, wenn ich mal einschlafe. Wo ist mein Schatz? Mir fehlt er so sehr und diese Unruhe, ich muss was tun um ihn zurck zu holen, treibt mich an etwas zu unternehmen. Was soll ich tun? Ich wrde alles machen, alles dafr hergeben, nur um meinen Schatz wieder bei mir zu haben. Alles Gott! Alles! Ich habe keine Angst vor Wochenenden, ich bin von meiner Familie umringt, die mit mir meine Trauer teilt, mit mir weint. Ich habe Angst vor dem Leben selbst. Einem Leben ohne meine Liebe. Einem Leben, in welchem wir uns in einer fr jeden individuellen Tagesordnung verlieren. Dann das Gefhl, wozu soll ich noch arbeiten, fr wen und vor allem fr was? Meine Angst ist, dass der Verlust irgendwann zur Normalitt wird, ich irgendwann wieder lachen werde, ich irgendwann das Haus verlasse und das alles ohne meine Liebe! Vorgestern war die Urnenbeisetzung und heute ist um 12 Uhr Gottesdienst. Ich will nicht aus dem Haus, aber ich will auch nicht alleine sein. Das einzige was ich mir wnsche ist, so wie die letzten Sonntage vor dem 04.08. mit meinem Schatz zu streiten, wer heute Frhstck macht! (Sorry, das Thema ist hier "Wochenende allein ohne Partner". Aber ich hatte ein Bedrfnis euch auch an meiner Trauer teilnehmen zu lassen)

  38. Leserkommentar Anke schreibt am 17.08.2014

    A ist natrlich Anke

  39. Leserkommentar A schreibt am 17.08.2014

    Guten Morgen, Uli: Da beneide ich Dich, dass Du ein solches Tagebuch geschrieben hast. Ich war gar nicht auf eine solche Idee gekommen, habe mich nur auf die Zeit konzentriert, die mein Mann nach der OP noch im Krankenhaus verbringen sollte. Ich habe, das habe ich gestern gerade noch einmal gesehen, gerade in dieser Zeit richtig noch berstunden machen mssen, das hngt mir heute noch nach, dass ich da nicht mehr Zeit auf der Intensivstation noch mit ihm verbracht habe. Es ist nicht mehr rckgngig zu machen. Jetzt muss ich Schluss machen, habe Sonntagsdienst. Eine kleine Ablenkung, aber jetzt bin ich erst einmal wieder aufgewhlt!

  40. Leserkommentar Uli schreibt am 17.08.2014

    Hallo, alle und besonders Stephchen, ich habe auch oft daran gedacht, ob ich meinem Hansi den Frieden und die Ruhe nicht gnne, wenn ich hier in diesem Leben schier verzweifle und mir heulend wnsche, dass ich ihn noch einmal fhlen u. berhren knnte. Aber die andere Seite: wenn ich gestorben wre und mein Mann wrde weiterleben (was die bessere Variante gewesen wre), dann wre ich auch nicht gekrnkt, wenn ich sehen knnte, dass doch jemand um mich trauert und mich vermisst. In den letzten Tagen meines Mannes hat ein Arzt einmal zu mir gesagt, ich solle nicht vor und mit meinem Mann weinen, solle ihn nicht belasten: ich war und bin der Meinung, dass gerade der Herzenspartner spren darf und soll, wie sehr man um ihn trauert, mitleidet und Angst hat. Ich weiss nicht, ob es jemand anderem helfen kann, aber seit der endglt.Diagnose habe ich begonnen, Tagebuch zu schreiben, habe es koninuierlich auch im Krankenhaus fortgesetzt. Alle nderungen, Befunde, wie die Tage waren, was mein Mann nnoch zu mir gesagt hat, auch meine Ungeduld, Angst, Panik, die schlaflosen Nchte, einfach alles. Setze das heute noch fort und bin 59 Wochen nach dem Tod meines Mannes froh, manche Momente und Fakten wieder nachlesen zu knnen. Sind mittlerweile 8 dicke Bnde bei kleiner Schrift, aber es hilft mir. Allen einen Sonntag, der sich berstehen lsst und Grsse, Uli.

  41. Seite:
    « <   > »

© 2011-2014 PAL Verlag - Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners
Impressum/Haftung/Copyright/Datenschutz