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WeyrauchMonica Weyrauch
Diplom Psychologin, Speyer

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Eine Umarmung in Worten


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Lebensfreude Kalender 2015

Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners

frau schaut verängstigt aus dem fenster

Wochenenden und Feiertage sind für Hinterbliebene besonders schlimm, da sie an diesen Tagen meist alleine zuhause sind. Sie spüren dann die innere Leere und den Schmerz besonders stark. Bild © Petro Feketa - Fotolia.com

Autorin: , Diplom Psychologin

Wer seinen Partner durch Tod verloren hat, hat in den ersten Monaten, in dem ersten Jahr oder sogar in den folgenden Jahren meist große Angst vor Wochenenden und Feiertagen.

Es ist die Zeit, die traditionell für die Familie, für gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner reserviert ist.

Am Wochenende kommt der Alltag zum Erliegen, die Geschäfte und Firmen haben geschlossen. Es gibt weniger Möglichkeiten, sich abzulenken.

Schauen wir aus dem Fenster oder gehen nach draußen, scheinen uns nur glückliche Familien und Paare zu begegnen.

Dieser Anblick erinnert uns schmerzhaft an unseren Verlust, an das, was wir nie mehr mit unserem Partner oder Angehörigen erleben dürfen.

Vielleicht entscheiden wir deshalb, uns in der Wohnung hinter geschlossenen Jalousien zu verbarrikadieren, und nur die Hoffnung hält uns aufrecht, dass irgendwann dass Wochenende vorbei sein wird.

Eine Steigerung stellen dann noch Feiertage wie Ostern, Weihnachten und Neujahr sowie Geburtstage, Todestage und Hochzeitstage dar.

Unsere mit dem Partner verbundenen Rituale erscheinen uns jetzt, nach seinem Tod, sinnlos. Wir fühlen uns einsam und aussortiert.

Alle um uns scheinen glücklich und genießen die Festtage. Wie sollen wir deren Gesellschaft ertragen - mit den Bildern unserer glücklichen Vergangenheit vor Augen?

Wie mit Wochenenden und Feiertagen umgehen?

Jeder von uns hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Auch für die Wochenenden und Feiertage muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Beide Extreme: so zu tun, als ob sich nichts verändert hätte, oder sich so zu verhalten, als ob es kein Weiterleben mehr ohne den verstorbenen Menschen gäbe, sind nicht hilfreich.

Hilfreich ist, dass wir ehrlich zu uns und anderen sind und dazu stehen, wie wir uns fühlen.

Wir benötigen keine Ausflüchte, weshalb wir eine Einladung nicht annehmen oder erst kurz zuvor entscheiden können, ob wir kommen oder nicht.

Wir sind in einer Ausnahmesituation, in der andere Regeln gelten!

Für manche Menschen ist es hilfreich, neue Rituale zu entwickeln, um den Schmerz lindern - z.B. bescheren sie an Weihnachten Kinder im Waisenhaus oder buchen über ihren Geburtstag eine Reise. 

Andere bitten die Familienmitglieder, die Festtagsaktivitäten anders zu gestalten, sodass die Erinnerung weniger stark auftaucht. Wieder andere laden ihre Freunde zum Geburtstag ein, um zu spüren, dass sie nicht alleine sind.

Es gibt auch Menschen, die entscheiden, überhaupt keine Festtage mehr feiern zu wollen. Dieser Vorsatz hat nur ein Problem: Um sie herum feiern die anderen Menschen, vor Weihnachten sind die Geschäfte dekoriert und dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie. Die Erinnerung an vergangene schöne Zeiten taucht dennoch auf.

Es gibt aber auch Menschen, die Wochenenden und Festtage für die Erinnerung an den verlorenen Menschen reservieren. Sie nehmen sich ein Fotoalbum oder alte Liebesbriefe und tauchen ein in die schmerzlichen Gefühle.

Manche schreiben Tagebuch über ihre Erinnerungen und Gefühle. Wenn dies eine bewusste Entscheidung ist, dann ist das gut - allerdings sollte nicht jedes Wochenende nur auf Erinnerungen basieren.

Eine andere Möglichkeit ist, sich einer Trauerbewältigungsgruppe anzuschließen und zusammen mit anderen Betroffenen einen Teil der Festtage oder der Wochenenden zu verbringen.

Auch das Internet bietet Möglichkeiten, sich dann, wenn uns die Decke auf den Kopf fällt, mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Wir können uns auch bewusst daran machen, unsere Einstellungen zu verändern. Unsere Gedanken, mit denen wir diesen kritischen Tagen begegnen, können unsere Gefühle und unser Verhalten wesentlich beeinflussen.

Wir können z.B. nicht hilfreiche Gedanken durch eher neutrale oder hoffnungsvolle Gedanken ersetzen:

Nicht hilfreicher Gedanke:
Ohne ihn/sie kann ich nie mehr einen schönen Geburtstag erleben oder Weihnachten feiern.

Hilfreicher Gedanke:
Ich bin traurig, dass er/sie nicht mehr da ist. Mein Geburtstag oder Weihnachten wird anders sein. Ich überlege mir, wie ich dennoch ein wenig Freude verspüren oder  diese Tage für mich lebenswert gestalten kann.

Nicht hilfreicher Gedanke:
Die Wochenenden sind blanker Horror für mich. Ich hasse sie.

Hilfreicher Gedanke:
Die Wochenenden sind zurzeit schwierig für mich. Ich überlege mir, welche Aufgaben oder Aktivitäten ich mir einplanen möchte.

Nicht hilfreicher Gedanke:
Alle Menschen sind in dieser Zeit glücklich – nur ich nicht.

Hilfreicher Gedanke:
Sicher sind auch noch viele andere Menschen unglücklich. Statt mich mit anderen zu vergleichen, überlege ich mir, was ich tun kann, damit es mir besser geht.

Wochenenden und Festtage müssen nicht auf Dauer schwierig und belastend für uns sein. Viele Menschen suchen sich langfristig eine neue Aufgabe, durch die sie wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen.

Sie arbeiten ehrenamtlich, begleiten z.B. neue Patienten im Krankenhaus, besuchen Kranke oder machen Babysitting.


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Eine neue Aufgabe verschafft Ablenkung, lenkt den Blick auf Menschen, denen es auch schlecht oder noch schlechter als uns geht, und gibt uns eine neue Erfüllung.

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Kommentare
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  1. Leserkommentar Gitti schreibt am 22.07.2014

    Nein Frida ,das ist nicht mglich knnte ich auf keinen Fall aber es gibt dieses kann nicht alleine sein. Man muss diese Frau auch verstehen.Mein Mann ist gerade mal 15 Wochen nicht mehr da, und ich kann und will einfach nicht ohne ihn leben. Die Liebe war zu gro.Muss schon wieder meine Trauer rauslassen. Liebe Gre

  2. Leserkommentar Frida schreibt am 22.07.2014

    Heike, auch ich habe groe Probleme, das "Nie wieder" zu begreifen. Mir geht es sogar so, dass der Kummer mit den Monaten immer mehr und grer wird. Jeden Tag wnsche ich mir, dass der Alptraum endlich zu Ende ist, wundere mich, wie ich die Tage und die Zeit berstehe. Gedanken, meinem Mann zu folgen, habe ich wie Gitti auch, doch irgendwie kmpfe ich mich jeden Tag neu durch das Leben. Eine entfernte Bekannte, hat mir erzhlt, dass sie nach 8 Monaten das Alleinsein nicht mehr ertrug und sich einen neuen Mann gesucht hat. Ist zwar nicht der "Richtige", aber so ist sie wenigstens nicht mehr allein. Das kann ich gar nicht, zu gro ist meine Liebe immer noch.

  3. Leserkommentar gitti schreibt am 22.07.2014

    Hallo ihr lieben, das was ihr schreibt stimmt der Papierkram in Deutschland ist die Hlle wenn jemand stirbt. Mein Mann ist seit dem 2 .April verstorben, die Trauer ist einfach noch zu viel da. Dann kommt der Sch..... noch dazu und die Freunde Bzw. Kollegen sind wie vom Erdboden verschwunden jetzt sitzt man hier alleine so ist die Welt.Knnte alles hinschmeien und meinen Mann folgen. Man hat die Schnauze voll.Endgltig voll.Ich kann euch so gut verstehen.Alles Liebe euch.

  4. Leserkommentar Heike schreibt am 22.07.2014

    38 Wochen seitdem mein Mann verstorben ist,und es wird nicht leichter nicht einfacher.Die Welt dreht sich weiter ,geht zur normalitt ber ...und wir ,versinken in unserer Trauer die so endlos erscheint.Das soll Leben sein.... Die Trnen wollen nicht aufhren zu fliessen ,ich komme einfach nicht klar damit das alles nun vorbei sein soll .Nie mehr mit meinem Mann lachen ,reden sovieles hatten wir noch vor. Und wenn das alles nicht schon schlimm genug ist ,verlangt uns unsere Umwelt noch mehr ab,woher sollen wir dafr nur die Kraft nehmen

  5. Leserkommentar Stefan schreibt am 22.07.2014

    Steffi, Katrin und die Anderen: Ich kann alles, was ihr schreibt, absolut nachvollziehen, mir geht es nach dem Tod meines kleinen Engels genau, wie Euch. Das Leben ist einfach nicht mehr lebenswert und berall, wo man geht und steht, stndig die Erinnerungen - es ist so furchtbar.

  6. Leserkommentar Steffi schreibt am 22.07.2014

    Mein Mann ist jetzt 11 Monate tot. Ich bin am Leben, aber ich lebe nicht. Mein "angebliches Leben", ist schlimmer als auch tot sein. Mein Mann starb innerhalb weniger Wochen an Krebs. Muss nun unser Haus verkaufen, weil ich es finanziell alleine nicht behalten kann. Viel Papierkram, viele Rechnungen. Oft wnsche ich mir, ich knnte zu meinem Mann gehen und htte diesen ganzen Sch.... hier los. Ja Katrin, der Tod des Partners ist schon zu viel fr eine Seele, dann noch das ganze drumrum. Echt nicht mehr zum Aushalten. Ich frage mich oft, wie das all die Andern bewltigen und ob bei mir etwas nicht stimmt, weil ich einfach nicht damit klar komme, alleine zu sein.

  7. Leserkommentar Katrin schreibt am 22.07.2014

    ja, Marte so geht es mir auch - ich kann es immer noch nicht verstehen und die Realitt endet im Brokratismus- endlose Beschftigung. Mein Mann ist jetzt 6 Monate tot , ich habe endlose Sehnsucht und vermisse ihn. Ich warte auf ein wunder und kmpfe mich durch Berge von Papier. Vielleicht bin ich schon verrckt- das ich das alles so mit mache...

  8. Leserkommentar Marte schreibt am 21.07.2014

    Morgen ist sein Todestag. Acht Monate! Acht Monate Irrsinn. Und diese Behrden, dieser brokratische Mist. Alles berfordert mich. Ich will mich zurckziehen und denken und Wunden heilen. Aber ich muss Antrge ausfllen, den Erbschein untersetzen, Sterbeurkunden verschicken, bekomme Fristen gesetzt, die ich nicht einhalten kann, weil ich berhaupt nicht dazu fhig bin, diese widerlichen Antrge auszufllen. Schlimm waren fr mich die Rechnungen aus dem Krankenhaus. Mein Mann war privat versichert. Da stand doch wirklich, "Entlassungsgrund : Tod". Auerdem wurden sofort "Zwangsmittel" angedroht, wenn nicht fristgerecht gezahlt wird. Aber auch im Freundeskreis nderte sich einiges. Leute, die ich fr Freunde hielt, entpuppen sich als Knalltten. So viele Abschiede, so viele Einsamkeiten und dann dieser unvorstellbare Schmerz, dass "er" nicht mehr wiederkommt Ich frage mich, warum bin ich noch nicht verrckt geworden?

  9. Leserkommentar Frida schreibt am 21.07.2014

    Heidi, mein Mann starb am Sekundentod, ohne Vorzeichen. Ohne Vorwarnung, mitten aus dem Leben heraus. Aber bei meinem Schwiegervater erlebte ich, dass er bei seinem letzten Besuch sich "eigenartig" verhielt. Er sa schon im Taxi, das ihn zum Bahnhof bringen sollte. Stieg noch mal aus, obwohl er sich schon verabschiedet hatte, nahm sich unendlich Zeit, sich von seinen Enkeln auf ganz sensible Art, mit vielen Wnschen fr ihre Zukunft nochmal zu verabschieden. Ich sehe immer noch vor mir, wie er den Kindern ber den Kopf streicht. So liebevoll hatte er es sonst nie gemacht. Dann fuhr er weg. Einige Tage spter ist er gestorben, ich denke, er hat seinen Tod gesprt, geahnt...

  10. Leserkommentar Anna schreibt am 21.07.2014

    Hallo Heidi, mein geliebter Ehemann verstarb im gleichen Alter wie einst seine Mama, die ich deshalb leider nicht kennen lernen konnte; ich musste ca. 2 Wochen vor seinem Tod urpltzlich und ohne Verbindung daran denken, dass in dem Alter seine Mama verstarb. Ich dachte noch, wenn wir den Monat xxxx erreicht haben,ist er ein Jahr lter, dann schwebt dieses Damoklesschwert nicht mehr ber unseren Kpfen. Aber als mein Mann den Geburtstag vor Monaten beging, habe ich mit keiner Silbe an diesen Zusammenhang gedacht.Mich hat es auch eigenartig berhrt, dass mir so paar Tage vor dem Sterben diese Gedanken kamen. Es beunruhigt mich auch immer wieder.

  11. Leserkommentar Heidi schreibt am 20.07.2014

    Mein Mann hatte kurz vor seinem Tot den Wunsch oder die Vorstellung dass er seine Koffer packen muss .Es war wie eine Vision fr ihn und ich konnte damit nichts anfangen. Hat hier irgendjemand hnliches erlebt?

  12. Leserkommentar gitti schreibt am 20.07.2014

    Hallo Frida du glaubst ja nicht wie ich dich verstehen kann ,denn mir geht es auch schlecht. Habe das Bild immer im Kopf wenn er nach der Arbeit die Tr aufschliet haalo Muschi sagt und 1 Tag anach ist alles vorbei. War heute auf dem Friedhof und es war grausam zu wissen jetzt ist es endgltig das ich dich nicht mehr sehe. Es ist keine Trauer ich kann dieses Gefhl einfach nicht beschreiben es sitzt tiefer. Gibt es ein Gott ich glaube es nicht mehr. Liebe Gre Frida.Ach ja ich muss auch ausziehen sonst werde ich wahnsinnig hier.

  13. Leserkommentar Frida schreibt am 19.07.2014

    Gitti, der Tod meines Mannes macht mir sehr zu schaffen. Auch wenn es nach 8 Monaten schon mal Momente gibt, die sich fast normal anfhlen. Besonders danach falle ich aber immer in ein tiefes Loch. Mein Mann fehlt mir einfach zu sehr. Ich gehe oft auf den Friedhof, "rede" mit ihm, erzhle. Das gibt mir etwas Trost. Probleme habe ich noch sehr mit dem Bild in meinem Kopf, ihn nach seinem Sekundentod auf dem Boden liegend zu finden. Es will einfach nicht aus meinem Kopf. Selbst ein Umzug hat nicht geholfen. Die tiefe Trauer zog mit.....

  14. Leserkommentar gitti schreibt am 19.07.2014

    Liebe Frida das kenn ich seit 12 Wochen, und es geht mir Wochenende genau so wie Dir. Ich vermisse meinen Mann viel zu viel der Halt ist nicht mehr da,und es ist grausam alleine. Wir waren an solchen Tagen auch Sonntags immer unterwegs es war sch einfach schn Bin wieder ganz unten Wochenende falle in ein tiefes Loch .Muss weinen es hrt und hrt einfach nicht auf. LG.

  15. Leserkommentar Frida schreibt am 19.07.2014

    Diesmal ist es wieder ein Wochenende, an dem ich meinen Mann schmerzlichst vermisse. Muss stndig daran denken, wie wir solch ein warmes WE immer geplant hatte - kleine Unternehmung mit Gemtlichkeit und sitzen in Straencafe.... Mir fllt es sehr schwer, ohne ihn was zu unternehmen und wenn ich es tue, flieen Trnen. Mir fehlt der vertraute Halt. Auch nach 8 Monaten geht es mir immer noch nicht gut.

  16. Leserkommentar Katrin schreibt am 14.07.2014

    Also ich wre auch bei einem Treffen dabei, komme aus Sachsen/ Chemnitz und denke, es findet sich bestimmt eine Lsung. Fr mich ist dieses Forum wichtig, hier merke ich das auch andere Betroffene genauso fhlen bzw. es so erleben und das Gefhl der Sicherheit baut sich auf. es ist alles richtig, was gerade luft und ich " bin nicht verrckt " - ds Umfeld kann so verunsichern, selbst bemerkt man - das alltgliche Dinge fast unberwindbar erscheinen und doch ist kaum einer da, der die Sicherheit und Untersttzung geben kann.

  17. Leserkommentar Uli schreibt am 14.07.2014

    Hallo, wisst Ihr, was mir beim wieder mal lesen aufgefallen ist: Dass alle, aber auch alle sich total verlassen und unverstanden fhlen (und auch sind) undich bedauere es so sehr, wenn sich jemand extra dafr bedankt, dass er hier im Forum seinen Kummer niederschreiben darf. In was fr einer Welt leben wir nur? Ich kann aber auch ein klitzekleines bichen nachvollziehen, wenn man nicht weiss, wie man mit Trauerneden umgehen soll und kann. Aber wie habe ich zu einer der wenigen Freundinnen, die mir seit der Krankheit und dem Sterben meines Mannes geblieben sind, gesagt: Alles ist besser als Nichts zu tun - und so empfinde ich es auch. Mittlerweile bin ich aber auch soweit, dass ich ehrlich sagen kann, wenn mich jemand berfordert oder mir weh tut. Ein Tip fr die, die sich mal was von der Seele schreiben mchten: Ich fhre seit dem Beginn der Erkrankung meines Mannes Tagebuch, zuerst, um die Namen der beh.rzte, Daten der Untersuchungen etc. zu dokumentieren, dann als Tagebuch um mich selbst zu vergewisser, bei der Pflege zuhause nichts falsch gemacht oder vergessen zu haben und seit dem Tod ber meine Trauer und meinen Schmerz. Rede darin immer noch mit meinem Mann und frage ihn um Rat. Es lsst sich daraus aber auch eine gewisse Tendenz im Verlauf des letzten Jahres absehen, ob zum Besseren weiss ich noch nicht. Euch allen Kraft. Treffen fnde ich auch prima, komme aus BW, Grossraum VS/TUT. Grsse, Uli.

  18. Leserkommentar vera schreibt am 12.07.2014

    Bitte suche leute aus Kiel, dennen dasselbe widerfahren ist wie mir. Es ist unertrglich man denkt an nichts anderes mehr als ich mchte meinen Mann wiederhaben. Es ist heftig wenn man keine anderen Gedanken mehr im Kopf hat.Ich verkrieche mich schon,und mchte mit niemanden mehr reden. Das schreiben tut gut. Bis bald

  19. Leserkommentar heike schreibt am 12.07.2014

    Ihr Lieben,und wieder schreibt mir jeder aus dem Herzen.Die Trauer erdrckt mich,kann keine klaren Gedanken fassen.Aber das ist wohl so wenn man einen geliebten Menschen verloren hat.Man verliert auch den Halt.Alles andere ist so unwichtig. Auch ich habe schon daran gedacht ob wir uns nicht auch mehr untersttzen knnten,kommt jemand aus dem Raum Nrnberg

  20. Leserkommentar Vera schreibt am 12.07.2014

    Mein Mann starb vor 12 Wochen bei der Arbeit, als ich die Nachricht erhalten habe, brach eine Welt zusammen bis jetzt komme nicht zurecht und habe das Gefhl wofr noch alles. Liebe Morena es tut mir sehr weh was uns widerfahren ist.Man kommt sich vor wie auf der Flucht und kann auch keinen klaren Gedanken mehr fassen, aber wenn man sich aufeinander verlassen konnte und den anderen so geliebt hat ist es sehr schwer. Viele liebe Gre an alle die mit uns trauern.es ist einfach schwer

  21. Leserkommentar Anke schreibt am 12.07.2014

    Ihr Lieben, liebe Morena, warum sollten wir damit klar kommen, dass der andere Teil des Ganzen, was wir mit unseren Partnern gebildet haben, auf einmal fort ist? Das ist ein Schockzustand! Und wenn da manche sagen, es wre nur Selbstmitleid, dann kann ich nur sagen, natrlich tue ich mir auch leid, dass ich allein zurckgeblieben bin, aber noch weher tut es mir zu wissen, dass mein Mann alles nicht mehr erleben kann. Vielleicht ist es in manchem Sinn, aber nur eventuell, leichter, wenn man wei, man hat viel Schnes zusammen erlebt und kann auf ein gemeinsames erflltes Leben zurckblicken, wie das bei manchen ber 70- oder 80-jhrigen der Fall ist. Aber das ist bei mir/uns nicht der Fall. Wir haben leider viele Schwierigkeiten zu bewltigen gehabt und auch, im Vergleich zur gemeinsam verlebten Zeit, nicht so viele Ferienreisen etc. gehabt. Darauf hatten wir uns gefreut, dass dies in naher Zukunft eher mglich sein wrde - und dann muss er sterben. Ich habe es schon fters geschrieben: In die Zukunft schauen, heit, alles alleine erleben zu mssen. Ist das eine tolle Aussicht? Ich finde nein. Mir fllt gerade ein: Wenn Menschen aus der Umgebung, z.B. auch meine Kinder, auf die Zukunft deuten, kann das auch damit zusammenhngen, dass sie Angst haben, wir wrden in diesem traurigen Loch stecken bleiben. Es fllt ihnen schwer, damit umzugehen, dass wir uns durch den Tod verndern, wir sind nicht mehr die selben wie vorher. Das fllt mir beim Schreiben gerade selbst auf, dass ich das fr mich auch akzeptieren muss. Ist das nicht vielleicht eine Erleichterung zu wissen, ich habe mich sowohl durch das Leben mit dem geliebten Partner verndert, und verndere mich nun auch dadurch, dass er nicht mehr da ist. Dies ist ein Zeichen fr mich, wie stark die Bindung und Liebe gewesen ist und ber den Tod hinaus da ist. Nur wer geliebt hat, trauert auch. Weiter gedacht, ist meine Trauer ein Geschenk fr ihn. Liebe Gre und Umarmungen an alle, die nun auch am Wochenende allein sind (auch wenn andere Menschen um einen herum sind)

  22. Leserkommentar Morena schreibt am 12.07.2014

    Hallo mein Mann ist auch vor fast 5 Wochen von mir gegangen und ich wrde lgen wenn ich sagen wrde ich komm damit klar

  23. Leserkommentar Vera schreibt am 12.07.2014

    Hallo Stefan das selbe habe ich auch gedacht mochte es leider nicht schreiben. Komme aus Kiel Meine Tel. 0431732131 wir knnen uns gerne treffen.Wrde es schn finden mit jemanden zu reden.

  24. Leserkommentar Stefan schreibt am 12.07.2014

    Hallo ihr Lieben: Mit meinen Gedanken bin ich auch bei Euch und kann nachvollziehen, wie es Euch geht. Gibt es evtl. eine Mglichkeit, sich einmal persnlich zu treffen und Telefonnummern auszutauschen, damit man einmal persnlich reden kann? Kommen evtl. auch von Euch welche aus der Umgebung Kiel - Neumnster oder zumindest aus Schleswig-Holstein? Liebe Gre Stefan

  25. Leserkommentar Vera schreibt am 12.07.2014

    Hallo ihr lieben wieder ist eine furchtbare Nacht vorbei ,ich konnte wie immer nicht schlafen,die Trauer ist zu gro.Bin froh das ich euch habe und immer lesen kann, das ich nicht alleine bin . Mein Herz ist auch bei euch.Esist einfach unertrglich und nicht mehr auszuhalten, ich mchte ihn noch einmal sehen und weiss das es einfach nicht mehr mglich sein wird zusammen alt zu werden.Gehe jeden Tag zum Friedhof und weine .kann einfach nicht mehr aufhren. Ich denke an euch und kann es verstehen wie ihr euch fhlt. Und keiner ist da.Mein ganzes Dasein vllig unwichtig. Es ist bitter.aber mein Herz ist bei euch allen.

  26. Leserkommentar Nicole schreibt am 12.07.2014

    Lieber Stefan,liebe Vera,morgen sind ES 7 Monate.Ich verstehe euch und ich bin auch bei euch.Ich wrde euch gerne dieses Dasein ertrglicher machen.Leider kann ich krperlich nicht bei euch sein,aber dafr kann ich euch schreiben und zu hren.Kann euch in euren Gefhlen verstrken und euch sagen ,dass alles wie ihr reagiert und egal was ihr macht,so richtig ist.Ihr msst euch wichtig sein,so wie ich mir nun wichtig sein muss.Selbst dann noch,wenn andere behaupten ,ich sei egoistisch oder verbittert. nein das sind wir nicht ,wir trauern.Wir sind verdammt dazu weiter DA zu sein.In Gedanken lege ich meine Arme um euch und hre euer Herz schlagen.

  27. Leserkommentar Vera schreibt am 11.07.2014

    LESE GERADE EURE KOMMENTARE HABE AM 2.4.2014 meinen Mann verloren. Er ging Morgens zur Arbeit und kam nicht mehr nach Hause (herzinfakt). Es geht mir sehr schlecht und denke es hat jetzt alles keinen Sinn mehr.Ich weine von Morgens bis Abends und hre nur du mut stark sein und du schaffst das. Bitte wer hat auch so einen Schicksalsschlag erlebt und kann meine Trauer verstehen. Ich danke euch , das ich schreiben durfte

  28. Leserkommentar Stefan schreibt am 11.07.2014

    Nicole, Heike und die Anderen: Ihr sprecht mir aus der Seele. Es ist ohne die Partnerin/Partner einfach nur noch ein vegetieren - innerlich ist man tot und wie ich bereits schrieb, eine Art lebender Zombie.Freunde ziehen sich zurck , weil sie mit so einer Situation berfordert sind und kluge Sprche kann und will man nicht mehr hren. Was soll ich schreiben - es ist grausam, weierleben zu mssen als Hinterbliebener. Liebe Gre Stefan

  29. Leserkommentar Anke schreibt am 10.07.2014

    Liebe Chiara, habe noch vergessen Dir zu danken. Dass sich jemand ins Forum begibt, um Trauernde besser verstehen zu knnen, finde ich sehr bemerkenswert und anerkennenswert. Viel Glck und Einfhlungsvermgen auf Deinem Weg

  30. Leserkommentar Anke schreibt am 10.07.2014

    Liebe alle, Nicole hat gerade beschrieben, was in vielen Teilen auch auf mich zutrifft. Ich bin auch nur oberflchlich etwas ins Leben zurckgekommen, kann auch schon einmal mitlachen, aber eben nur oberflchlich. Ich bezeichne das bei mir als eine Grundtrauer, die immer bleibt. Man kann das auch als Ausdruck der Sinnlosigkeit sehen, die das Leben "ohne den einen Menschen" eben so definiert. Ich glaube, dass Ihr, Nicole und viele andere, die Ihr einen solch pltzlichen Tod zu verarbeiten habt, noch einmal mehr bis ins Mark getroffen seid als "wir", die einen kranken Partner hatten. Aber auch bei meinem Mann hat mich der Tod trotz aller Krankheit unvorbereitet getroffen, die Hoffnung auf eine Besserung hat doch jeder. Das Bewusstsein, nur noch die Hlfte einer wunderbaren Einheit zu sein, hat wahrscheinlich auch jede(r) hier, und das bleibt auch. Also, wnsche mir die Rcksichtnahme auf die Trauer, die nicht so schnell verschwindet, wie das die Umgebung meint. Ich trauere aber z.B. lieber allein, ich habe auch keine Menschen um mich herum, die z.B. meinen Mann in den letzten Jahren wirklich erlebt haben und die meinen Verlust wirklich nacherleben knnen. Na ja, das ist sicherlich auch von der jeweiligen Persnlichkeit der Trauernden abhngig, inwieweit man Trost empfangen mchte oder nicht. Liebe Gre an alle, die sich noch im Tal der Trnen bewegen.

  31. Leserkommentar Nicole schreibt am 10.07.2014

    Liebe Ciara,was "uns" gut tut,liest man doch hier und ich bin mir sicher,dass alle Betroffenen das auch mitteilen.wir brauchen Sicherheit von jedem Einzelnen,wir wollen aufgefangen werden,weinen drfen und wir brauchen Verstndnis.Verstndnis dafr,dass wir alle nicht mehr die Menschen sind,die wir einmal waren.Uns fehlt der Sinn zu lachen,wir empfinden keine Freude mehr sind tot unglcklich,sind zurck geblieben,an dem Tag,an dem ES passiert ist.Wir brauchen Hilfe,jemanden an unserer Seite,der immer wieder mit uns spricht und uns diese verdammte Einsamkeit nimmt.Aber ich glaube mittlerweile,dass die Menschen in unserem nahen Umfeld sich nicht mit diesem Thema auseinandersetzen wollen,da das eine sehr schwere Aufgabe ist und sie dadurch ein stckweit ihr eigenes Leben hinten anstellen mssten.Einfach nur fr uns da sein und nicht sagen,du weit ja wo ich bin,wenns dir schlecht geht.Uns geht es jeden Tag schlecht.Das fngt an wenn wir die Augen aufmachen und hrt erst dann wieder auf,wenn wir das Glck haben ,wenigstens ein paar Stunden zu schlafen.Lieber Bernd,ich lese deine Verzweiflung,schreib weiter hier,vielleicht merkst du mit der Zeit,dass es ein wenig gut tut.Mein Mann ,mein bester Kumpel ist von heute auf morgen gegangen mit erst 42 Jahren,ohne jegliches Anzeichen.Ich habe ihn abends noch schlafen gesehen und morgends lag er TOT auf dem Wohnzimmerboden....ich weine jeden Tag auch jetzt.

  32. Leserkommentar Heike schreibt am 09.07.2014

    Was tut uns unsrer Umwelt noch an,ist es nicht schon schwer genug mit dem Verlust leben zu mssen oder zu berleben.Nein man wird ignoriert ,aus welchen Grnden auch immer.Und diese Ratschlge,es muss doch jetzt genug sein ,schaue nach vorne usw.Sie habenalle keine Ahnung was in uns vorgeht.Das jeder Tag nur noch eine Qual ist.Gestern kam mir das richtige Wort ,ich bin gebrochen.Der Krebs hat nicht nur meinen Mann besiegt,auch mich.Die Lebenslust oder Freude ist weg.Die Wunde schliesst sich nicht .Auch nach 36 Wochen geht es mir schlechter als zuvor.Mein Umfeld versteht mich nicht,dachte ich mir schon, wie lange Aussenstehende das wohl aushalten oder auch verstehen knnen. Kann man diesen Schmerz wirklich berleben.Ich weiss es nicht...

  33. Leserkommentar bernd schreibt am 09.07.2014

    Ich muss nur weinen Vor zehn monate ist meine Frau mit 59 Jahren verstorben Ich vermisse Sie. Ich verliere den Verstand. Ich mchte mit Ihr Reden Kann mein Leid nicht wieder geben Kann nicht mehr schreiben. Sehe nur das ich nicht alleine mit dem Leid bin Ich kann nicht mehr Vielen dank dass ich schreiben durfte. Bernd

  34. Leserkommentar Chiara schreibt am 09.07.2014

    ...dadurch dass ich hier immer wieder mitlese bekomme ich einen Eindruck wie es in euch aussieht, denn glaubt mir es ist fr uns "Auenstehende" wirklich nicht leicht zu wissen was gut ist oder was man machen soll... keiner wird darauf vorbereitet, nicht der Trauende, nicht die Trauerbegleitenden...

  35. Leserkommentar Nicole schreibt am 09.07.2014

    Gestern habe ich noch mit meiner Freundin telefoniert.Sie will nun mein Schutzschild sein und versuchen mich von allem Bsen fern zu halten.Mein Mann hat einmal zu ihr gesagt,sein Frau luft so blauugig durch die Gegend und er msse mich davor beschtzen.Er hat diesen Part so vorsichtig bernommen,dass ich kaum etwas davon mitbekommen habe.Er ist das Beste in meinem Leben.

  36. Leserkommentar Katrin schreibt am 09.07.2014

    Ihr Lieben, wie immer schreibt ihr mir von der Seele, bin im Moment wieder in einer sehr traurigen Phase. Liebe Anke, entdecke so viel Gemeinsamkeiten - bin seit dem 21.1.allein, meine erwchsenen Kinder fragen jetzt, warum ich denn weine... Spreche mir selbst Mut zu und hangel mich von Tag zu Tag... Ja Nicole, was oll uns noch " Schlimmes " passieren... ich bin im Moment wieder ziemlich tief in der Trauer drin und bin froh wenn ich den Tag schaffe. Wnsche Euch einen annehmbaren Tag.

  37. Leserkommentar Nicole schreibt am 08.07.2014

    Ja,es ist wirklich so,dass viele Menschen mit uns,den "briggebliebenen" nicht umgehen knnen.Jedoch habe ich dabei an mir festgestellt,dass es mich stark macht.Wir mussten leider alle hier die Erfahrung machen dass es Schlimmeres gibt.Aber ich kann mich hier ganz offen mitteilen und fhle mich verstanden.Wem kann ich mich sonst anvertrauen ohne nach gewisser Zeit,das Gefhl vermittelt zu bekommen,dass der Gegenber sich fast aufgeopfert hat fr mich?Anke,du hast so Recht.Trauer bedeutet Nhe und auch ich glaube nicht an ein Wiedersehen im Jenseits.Liebe Frida,nein die Zeit kann diese Wunde nicht heilen,sie hilft uns nur das Geschehene besser zu verarbeiten.Die Wunde wird ein Leben lang geffnet sein.Ich wnsche euch allen hier,ein paar Stunden ohne Schmerz und Leid.

  38. Leserkommentar Anke schreibt am 08.07.2014

    Liebe Nicole, das tut mir wirklich sehr leid, dass Dein Urlaub so schlimm verlaufen ist. Ich musste weinen, als ich das gelesen habe. So viele Menschen knnen mit Trauernden nicht umgehen, das macht vielen Leuten Angst, sie wollen nicht daran erinnert werden, dass sie auch einmal in der Situation sein werden. Ich kann nur auf professionelle Hilfe verweisen, mir hilft das. Liebe Uli, ich kann mir das bei Dir nur so vorstellen, dass Du am 1. Todestag und den Tagen davor und dahinter das so intensiv erlebst wie in den ersten Tagen nach dem Tod, wo man (ich zumindest) immer gerechnet hat, vor soundsovielen Tagen war das und das etc. Diese Trauer ist aber auch wieder eine groe Nhe, oder? Solche schmerzhaften Erinnerungen werden einen immer wieder treffen durch irgendwelche Ereignisse, die Du mit Deinem Liebsten verbindest. Das ist s und schmerzvoll zugleich, finde ich. Ich habe fr mich gemerkt (seit gut 5 Monaten bin ich allein), dass ich jeden Tag die Trauer bzw. das intensive Denken an meinen Mann brauche. Ich war seit langer Zeit am Wochenende abends eingeladen, da hatte ich zu Hause richtig das Bedrfnis, noch aufzubleiben und noch die Minuten mit "ihm" zu verbringen. Bei mir/uns ist es so, dass ich als Ehefrau meinen Mann viel mehr vermisse als meine erwachsenen Kinder ihren Vater, d.h. da ist auch nicht die Resonanz fr meine Trauer. Ich lebe inzwischen damit, erwhne ihn immer wieder, was er dazu gemeint htte etc, so ist er immer dabei. Wie das fr andere ist, muss mir egal sein. Der Verlust vermeintlicher Freunde ist so lange schmerzlich, so lange kein "Ersatz" da ist. Bei uns gibt es zwar eine Trauergruppe, aber da habe ich auch noch nicht besonders Anschluss gefunden, alles braucht seine Zeit. Ich lebe in einer Weise relativ zeitlos, mir ist eigentlich nur die Bewltigung der Trauer im Vordergrund. Alle anderen Dinge, auch die Arbeit sind zweitrangig. Ich war frher auch schon viel allein,weil mein Mann viel Ruhe brauchte, aber da war ich eben sicher, da nebenan, da ist er, und da ist er nun eben nicht mehr. Diese Sinnlosigkeit ohne den anderen oder andere, das kennt Ihr alle, ich glaube, das ist das Furchtbarste an unserem Zustand. Leider glaube ich nicht an ein Wiedersehen im Jenseits. Aber, was ich hier im Forum positiv finde: Ich habe oft geglaubt, viele Beziehungen in meiner Umgebung sind oberflchlich. Hier erlebe ich, wie viel Menschen es gibt, die den anderen wirklich geliebt haben, das gibt mir den Glauben an die Menschheit wieder, auch wenn das bedeutet, dass der Verlust durch den Tod damit um so grer ist. Lieben Gru an alle berlebende

  39. Leserkommentar Frida schreibt am 08.07.2014

    Uli, danke fr den "erweiterten" Spruch. So kann ich ihn fr mich akzeptieren. Eine sehr groe Narbe wird bleiben, bei der tiefen Wunde, die der pltzliche Tod meines Mannes riss... Nicole, es tut mir leid, dass du deine Reise so erleben musstest. Auch mir fiel der erste Urlaub ohne meinen Mann schwer, ich habe ihn nur vermisst und viel geweint. Und ich habe festgestellt, dass sich bei mir durch die Trauer der alte Bekannten/Freundeskreis verndert. Auch dort ist nichts mehr, wie es war....

  40. Leserkommentar Nicole schreibt am 08.07.2014

    Ich habe es geschafft,habe mich ins Flugzeug gesetzt und bin in Afrika gelandet.Es wre ein Traumurlaub gewesen,wenn mein Sascha an meiner Seite gewesen wre.Jeder Tag dort war fr mich eine Qual.Die Gedanken an meinen Mann waren mein stndiger Begleiter.Ich bin mit 2 Freundinnen und deren Mnner hingeflogen und mit 2 Feindinnen zurck gekommen.Ich wurde wie eine Ausstzige behandelt.Das fnfte Rad am Wagen htte ich ja noch verkraftet,aber ich wurde wie Luft behandelt.Am Tisch wurde mir nicht einmal das Essen gereicht.Man sprach kein Wort mit mir und sie gaben mir keinerlei Mglichkeit,dabei zu sein.Ich wollte abbrechen,zurckfliegen,aufgeben.Aber ich habs durchgezogen,sonst htte ich mich in mir selbst verloren.Wenn mein Mann diese Charakterzge an unseren Freunden erlebt htte,htte er sich von ihnen distanziert.Ich hingegen schme mich fr sie alle.Ich bin in sehr groer Trauer,aber bestimmt kein so bser Mensch,dass man mir null Beachtung mehr schenkte.Trotz Allem war es fr mich noch schlimmer,dass mein Mann dieses wunderschne Land,die Leichtigkeit der dort lebenden Menschen,die Tiere und das Meer nicht mehr erleben durfte.

  41. Leserkommentar Uli schreibt am 07.07.2014

    An FRIDA und alle, ich habe einen Spruch gelesen, der so zutrifft:"Die Zeit heilt alle Wunden - aber die Narben bleiben fr immer". Es gab Tage, wo es mir besser ging, aber nun, nach dem 1.Todestag, ist alles wieder so schlimm wie vor einem Jahr. Grsse, Uli

  42. Leserkommentar Simone schreibt am 06.07.2014

    Mein Ehemann ist vor drei Monaten verstorben, auch pltzlicher Herztod. Keiner versteht, wie stark die Trauer ist und wie sehr sich alles verndert hat. Eure Beitrge sprechen mir sehr aus dem Herzen. Es kann niemand nachvollziehen, der so etwas nicht erlebt hat. Die Sonne scheint und in meinem Herzen ist tiefe Trauer... Er fehlt mir so wahnsinnig... Vor vier Monaten war meine Welt noch in Ordnung... Lieben Gru von simone

  43. Leserkommentar Stefan schreibt am 05.07.2014

    Meine Freundin ist am 06.12.2013 verstorben - wir waren 21 Jahre zusammen.Es ist furchtbar-nach wie vor und das Leben erscheint sinnlos-zumal sich die Welt ohne Mitleid weiterdreht. Nichts macht mehr einen Sinn. Ich fahre oftmals mit dem Auto raus - nur - man kann der Trauer nicht davonfahren.berall Erinnerungen, berall glckliche Paare und man selbst als "Zombie" dazwischen - einfach grausam. Ich wnschte mir wirklich, ich wre zuerst gegangen. Freunde knnen den Schmerz nicht nachvollziehen und ziehen sich zurck - sie sind wohl mit so einer Situation schlichtweg berfordert.Ich bin umngezogen, aber die Trauer bleibt in ihrer vollen Hrte.

  44. Leserkommentar Frida schreibt am 04.07.2014

    Fast 8 Monate ist mein Mann nun schon tot. Er starb am Sekundentod. Ich habe das Gefhl, dass meine Trauer, die Sehnsucht immer strker wird mit der Zeit. Der erste Urlaub ohne ihn war frchterlich schwer mit vielen Trnen. Erlebt ihr es auch so, dass sich die Traurigkeit verstrkt oder empfinde ich es nur so? Kann mir nicht vorstellen, dass Zeit die Wunde heilt, wie mir immer gesagt wird...

  45. Leserkommentar Anke schreibt am 03.07.2014

    Hallo Carmen, irgendwie scheint Dich ja die Mutter Deines Freundes nicht recht zu akzeptieren, warum auch immer. Du hast ja offensichtlich schon eine Entscheidung getroffen, wie Du Dich vor weiteren etwaigen Verletzungen schtzen kannst. Da ist es wohl wirklich vernnftiger, nicht zur Beerdigung zu gehen. Aber dass diese Umstnde auch noch zur Trauer dazukommen, das ist natrlich besonders schwer fr Dich. Ich drcke Dir die Daumen, dass Du aus dem Loch herauskommst. Ansonsten gibt es auch gute Psychologen, nicht nur "Scharlatane." Oder noch das Forum: verwitwet.de Da sind auch jngere Leute, ich vermute, Du bist auch noch "nicht so alt." Das kann einem auch weiterhelfen, sich da auszutauschen. Lieben Gru Anke

  46. Leserkommentar carmen schreibt am 02.07.2014

    Hallo Anke,, ich wei selbst nicht was mit seiner Mutter los ist. Sie hat sich nach der Trennung mit dem Vater meines Freundes fr eine weibliche Partnerin entschieden. Das ist ja OK aber diese Freundin war damals der Auslser fr diese 8 Jahre . Seine Mutter hat damals nicht hinter ihrem Sohn gestanden sondern hinter ihrer Freundin. Und heute ist es nicht anders. Die Freundin macht ngel mit kpfen und die Mutter folgt. Ich kann nicht einmal zur Beerdigung gehen weil ich neben diesen beiden Menschen nicht um meinen geliebten Freund trauern kann. Ich habe mich auf einen spteren Zeitpunkt entschieden. Seine Mutter ist fr mich dann nicht mehr wichtig. Sie hat mir weh getan, fast so als htte sie mir ein Messer in die Brust gerammt und sie trampelt auf den Gefhlen ihres Sohnes herum. Ich wnschte nur er knnte sie sehen. Ich merke gerade das ich immer tiefer sinke. Seine Mutter hat vielleicht noch einen Schock aber sie tut so als wrde die ganze Situation spurlos an mir vorbei gehen. Sie hat mich seither noch nicht einmal gefragt wie es mir geht, nicht einmal.

  47. Leserkommentar Anke schreibt am 02.07.2014

    Hallo Carmen, das ist ja wirklich eine schreckliche Situation, in der Du steckst. Aus Deinen Schilderungen entnehme ich, dass Ihr wohl getrennte Wohnungen hattet. Gibt es nicht Geschwister Deines Freundes oder Freunde von ihm, die auf die Mutter Deines Freundes einwirken knnen? Rechtlich hast Du ja keine Chance, nur "menschlich." Vielleicht ist die Mutter zustzlich zu ihrem sonstigen Verhalten ("im Stich gelassen") auch im Schock ber den pltzlichen Tod ihres Sohnes, so dass Ihr vielleicht nach der Beerdigung eher miteinander reden knnt. Ich drcke Dir fr alles die Daumen!! Lieben Gru

  48. Leserkommentar Laola schreibt am 01.07.2014

    Guten Morgen Ihr Lieben. Tja Uli bei meinem Mann wird es jetzt am 26.07. der erste Todestag, ich denke mit Grauen daran, wie ich diesen Tag berstehen werde. Im Moment kann ich noch nicht einmal zu seinem Grab gehen, da der Friedhof immer noch nach dem groen Unwetter Pfingsten hier in Essen gesperrt ist. Hoffe, dass ich bald wieder gehen kann. Uli Du hast mir wieder voll aus dem Herzen gesprochen. Ich knnte es nicht besser in Worte fassen. Auch Heike Deine Ausfhrungen haben mich sehr bewegt. Es trifft leider alles so zu, was Ihr schreibt. Ich wnsche uns allen aber irgendwann die Kraft, um mit der starken Trauer um unseren Liebsten einigermaen leben zu knnen. Wir sind dazu verdammt worden. Vielleicht haben wir wie Heidi unser Leben auch bald wieder etwas im Griff. Alles Liebe fr Euch von Laola

  49. Leserkommentar carmen schreibt am 01.07.2014

    Hallo ihr liebemitleidenden, ich habe meinen Freud vor zwei Wochen pltzlich und unverhofft verloren. Das schreckliche daran ist das ich es erst zwei Tage spter erfahren habe. Seit dem Sitze ich in einem tiefen Loch fest. Die Welt dreht sich weiter aber ich sinke immer tiefer. Die Mutter meines Freundes, die ihn 8 Jahre im Stich lie lsst mich jetzt ebenfalls eiskalt stehen. Alle Erinnerungen an sein leben beseitigt sie jetzt schon obwohl er noch nicht einmal beigesetzt wurde.Ich habe in ihren aAugen keinerlei Anspruch auf Mitspracherecht. Es ist eine Katastrophe. Ich hnge zwischen zwei Welten fest und komme nicht raus.

  50. Leserkommentar Heike schreibt am 30.06.2014

    Morgen werden es 35 Wochen das ich alleine bin und Mein Mann gestorben ist.Und auch heute frage ich mich wieder wofuer diese quaelerei.Diese absolute Leere ,diese Einsamkeit.Ich bin nur noch ein halber mensch,die eine Saeule auf der ich mein Leben aufgebaut hatte ist verschwunden.Diese absolute Traurigkeit .die Welt dreht sich weiter fuer andere geht das Leben weiter doch fuer mich ist sie stehen geblieben. Wie kann man so etwas ueberstehen.Diese gut gemeinden ratschlaege von Aussenstehenden helfen auch nicht.

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