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Diplom Psychologin, Speyer

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Lebensfreude Kalender 2015

Angst vor Wochenenden und Feiertagen nach dem Tod des Partners

frau schaut verängstigt aus dem fenster

Wochenenden und Feiertage sind für Hinterbliebene besonders schlimm, da sie an diesen Tagen meist alleine zuhause sind. Sie spüren dann die innere Leere und den Schmerz besonders stark. Bild © Petro Feketa - Fotolia.com

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Wer seinen Partner durch Tod verloren hat, hat in den ersten Monaten, in dem ersten Jahr oder sogar in den folgenden Jahren meist große Angst vor Wochenenden und Feiertagen.

Es ist die Zeit, die traditionell für die Familie, für gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner reserviert ist.

Am Wochenende kommt der Alltag zum Erliegen, die Geschäfte und Firmen haben geschlossen. Es gibt weniger Möglichkeiten, sich abzulenken.

Schauen wir aus dem Fenster oder gehen nach draußen, scheinen uns nur glückliche Familien und Paare zu begegnen.

Dieser Anblick erinnert uns schmerzhaft an unseren Verlust, an das, was wir nie mehr mit unserem Partner oder Angehörigen erleben dürfen.

Vielleicht entscheiden wir deshalb, uns in der Wohnung hinter geschlossenen Jalousien zu verstecken, und nur die Hoffnung hält uns aufrecht, dass irgendwann dass Wochenende vorbei sein wird.

Eine Steigerung stellen dann noch Feiertage wie Ostern, Weihnachten und Neujahr sowie Geburtstage, Todestage und Hochzeitstage dar.

Unsere mit dem Partner verbundenen Rituale erscheinen uns jetzt, nach seinem Tod, sinnlos. Wir fühlen uns einsam und aussortiert.

Alle um uns scheinen glücklich und genießen die Festtage. Wie sollen wir deren Gesellschaft ertragen - mit den Bildern unserer glücklichen Vergangenheit vor Augen?

Wie mit Wochenenden und Feiertagen umgehen?

Jeder von uns hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Auch für die Wochenenden und Feiertage muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Beide Extreme, so zu tun, als ob sich nichts verändert hätte, oder sich so zu verhalten, als ob es kein Weiterleben mehr ohne den verstorbenen Menschen gäbe, sind nicht hilfreich.

Hilfreich ist, dass wir ehrlich zu uns und anderen sind und dazu stehen, wie wir uns fühlen.

Wir benötigen keine Ausflüchte, weshalb wir eine Einladung nicht annehmen oder erst kurz zuvor entscheiden können, ob wir kommen oder nicht.

Wir sind in einer Ausnahmesituation, in der andere Regeln gelten!

Für manche Menschen ist es hilfreich, neue Rituale zu entwickeln, um den Schmerz lindern - z.B. bescheren sie an Weihnachten Kinder im Waisenhaus oder buchen über ihren Geburtstag eine Reise. 

Andere bitten die Familienmitglieder, die Festtagsaktivitäten anders zu gestalten, sodass die Erinnerung weniger stark auftaucht.

Wieder andere laden ihre Freunde zum Geburtstag ein, um zu spüren, dass sie nicht alleine sind.

Es gibt auch Menschen, die entscheiden, überhaupt keine Festtage mehr feiern zu wollen. Dieser Vorsatz hat nur ein Problem: Um sie herum feiern die anderen Menschen, vor Weihnachten sind die Geschäfte dekoriert und dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf sie. Die Erinnerung an vergangene Zeiten mit dem Partner taucht dennoch auf.

Es gibt aber auch Menschen, die Wochenenden und Festtage für die Erinnerung an den verlorenen Menschen reservieren. Sie nehmen sich ein Fotoalbum oder alte Liebesbriefe und tauchen ein in die schmerzlichen Gefühle.

Manche schreiben Tagebuch über ihre Erinnerungen und Gefühle. Wenn dies eine bewusste Entscheidung ist, dann ist das gut - allerdings sollte nicht jedes Wochenende nur auf Erinnerungen basieren.

Eine andere Möglichkeit ist, sich einer örtlichen Trauerbewältigungsgruppe anzuschließen und zusammen mit anderen Betroffenen einen Teil der Festtage oder der Wochenenden zu verbringen.

Auch das Internet - etwa ein Trauerforum - bietet Möglichkeiten, sich dann, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt, mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Viele Menschen suchen sich eine Aufgabe, durch die sie wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen.

Sie arbeiten ehrenamtlich, begleiten z.B. neue Patienten im Krankenhaus, besuchen Kranke oder machen Babysitting.


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Eine neue Aufgabe verschafft Ablenkung, lenkt den Blick auf Menschen, denen es auch schlecht oder noch schlechter geht, und gibt uns eine neue Erfüllung.

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Kommentare
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  1. Leserkommentar Stephchen schreibt am 02.09.2014

    ... ich hätte es nie für möglich gehalten. aber ja... es gibt so viele materiell veranlagte menschen. ich bin froh nicht dazu zu gehören und mich dort abgrenzen zu können. ich staune jeden tag wieder, wie es leuten um solche themen gehen kann, wenn doch jemand gestorben ist, den man liebt.. verstehe es einfach nicht.. es ist so traurig, alles....

  2. Leserkommentar Uli schreibt am 02.09.2014

    Hallo, habe gerade beim lesen den eindruck, dass man als Trauernde ausgeliefert ist und dass, wenn was zu holen ist, Leute auftauchen, die vorher keinen Mucks nach dem Verstorbenen gefragt haben? Bringt das denn nur die schlechten Charaktereigenschaften bei anderen zumn Vorschein?? Und warum-ich will nichts erben, denn das bedeutete ja, dass jemand sterben musste! Gottlob kann ich (da Testament vorh.) die Sachen und Kleidungsstücke meines Mannes behalten, bin gerade wieder so dankbar dafür. ES hätte mir das Herz nochmals gebrochen, wenn ich das nur Wochen nach seinem Tod hätte hergeben müssen - Ihr tut mir so unendlich leid und ich kann Euch nur die Kraft wünschen, da einfach drüber zu stehen. Liebe Grüsse für den Tag, Uli.

  3. Leserkommentar Stephchen schreibt am 02.09.2014

    Liebe Caro... Bei meinem Schatz auch. Scheidung gerade noch so, november 13... Vorher über 10 Jahre getrennt. Mit mir fast 6 Jahre zusammen. Haben jaaahre gekämpft für diese scheidung, seine ex hat ihn immer wieder ausgenommen und erpresst. Mir steht rechtlich auch nichts zu, nur dem sohn, auch die lebensversicherung. Ich will such keinen rappen haben, aber die paar erinnerungsstücke, lassen sie mur hoffentlich.. Er war dennoch MEIN mann.... Darfst du gaar nichts behalten?

  4. Leserkommentar Caro schreibt am 01.09.2014

    Liebe Stephchen, die 3 Stunden weinen habe ich heute auch hinter mir und ich habe erst jetzt eure Nachrichten weiterlesen können. Ich war auch nicht mit meinem Schatz verheiratet, zu allem Unglück war er seit jahren getrennt, aber leider noch nicht geschieden... erst immer aufschieben und seit einem halben jahr wollte seine ex die Vereinbarungen plötzlich nicht mehr unterzeichnen. jetzt ist alles zu spät. Seine Tochter und seine Ex stehen als offizielle trauernde da, mit leidvoller mine auf dem Friedhof. bei seiner tochter kann ich es nachvollziehen, aber dass die ex es wagt nachdem sie ihm eh schon alles genommen hatte damals beim auszug jetzt als leidende dazustehen, ist echt ein hohn. gottseidank steht seine Verwandtschaft auf meiner seite, das tut echt gut. aber von seinen Sachen bekomme ich nichts, das steht alles der tochter zu und die fragt mich kein einziges mal, wie raffzähne und dabei geht es doch "nur" um Erinnerungsstücke. sollen sie doch mit seiner Lebensversicherung glücklich werden, die ist mir echt egal, wer so materialistisch ist, kann kein herz haben. es tröstet mich ein wenig dass es euch scheinbar genausogeht wie mir. in eurer runde ist man nicht allein. ich umarme euch und wünsche euch eine hoffentlich angenehme nacht

  5. Leserkommentar Stephchen schreibt am 01.09.2014

    Heute Abend war die volle Breitseite.. 3 stunden weinen, schreien, konnte mich nicht erholen. So viele erinnerungen auf einmal in meinem kopf und herzen.. Was ist das für eine Welt... Wünsche euch eine ruhige Nacht...

  6. Leserkommentar Stephchen schreibt am 01.09.2014

    Liebe Nicole.. Nebst meinem schmerz und Kampf, denke ich immer wieder an euch alle hier. Besonders auch dich.. Wir sind in der fast gleichen Lage, nur das wir das Heiraten nicht mehr gekonnt haben. Bin auch jung, ohne Kinder, ohne meinen jahrelangen Schatz. Und beide wurden sie uns entrissen, wie ein Urknall.. Ich verstehe dich so gut. Ich bin mir sicher, verstehen werden wir es nie. Aber ich will und muss daran glauben, dass er bei mir ist. Auch wenn ich es nicht spüre.. Ihn nicht berühren oder riechen kann. Ich drücke dich so fest ich kann.. Ich weiss so genau um deine Gefühle.... Euch andern auch einen erträglichen Abend, irgendwie...

  7. Leserkommentar Nicole schreibt am 01.09.2014

    Wenn ich depressiv bin,dann bin ich es eben.Na und? Wer von denen die diese guten Sprüche haben,seht Stunde um Stunde,Tag für Tag ,Woche für Woche usw,neben uns und unterstützt uns,nicht depressiv zu werden ? Bei mir jedenfalls keiner.Ich kann nicht arbeiten gehen,bin in Erwerbsminderungsrente,habe keine Kinder ,keine Verwanten,ein paar wenige Freunde,die noch ab und zu an mich denken,aber "leider keine Zeit haben".Ja,ich habe auch Depressionen zu meiner Trauer hinzu.Aber ich finde,das ist bei meinem scheiß dasein auch kein Wunder.Von der einen Sekunde auf die Nächste das Beste und Einzigste im Leben so jung zu verlieren.Ich hab mir gestern mein Brautkleid angezogen,hatten Hochzeitstag,und stand im strömenden Regen total einsam an seinem letzten Platz.

  8. Leserkommentar Stephchen schreibt am 01.09.2014

    es regt mich eben auch irgendwie auf.. ich will so lange traurig sein dürfen, wie es mir halt geht... das kann mir doch niemand vorschreiben, und mir dann sagen ich sei depressiv. auch ich habe meinen Job, auch ich arbeite wieder, noch halbtags, aber bald wieder voll... aber wenn ich zu hause bin, bin ich ganz in meiner trauer. deswegen bin ich nicht verrückt oder eben irgendwo "einstufbar"... ihr habt schon recht, sich da irgendwo reindrücken zu lassen wäre falsch. die liebe kennt keine grenzen nein, und ich werde ihn lieben, bis ich gehe... wer soll mir das verbieten...

  9. Leserkommentar Uli schreibt am 01.09.2014

    Die Liebe kennt keine Grenzen-warum soll dann Trauer aus Liebe einen Zeitrahmen haben?? Das ist genau das, was mich an meinem Umfeld auch so traurig macht; das einordnen in Schema und Schubladen. Einen möglichst tränenfreien Tag an Alle, Uli

  10. Leserkommentar gitti schreibt am 31.08.2014

    Also ich trauer schon 5 Monate Stephchen und es wird immer schlimmer . Das kann auch niemand sagen denn ich weiß ich werde mein restliches Leben um meinen Mann trauern Er war mein Leben. Das der Sonntag vorbei ist ist schön ich hasse jedes Wochenende vielleicht wird dieses ja mal besser aber die Trauer bestimmt nicht habe heute den ganzen Tag geheult das Wetter bescheiden Fernsehen nicht mehr interessant ich weiß auch nicht Er fehlt jeden verdammten Tag. Diese Theorien und Psychologen da gebe ich gar nichts für aus heulen kann ich auch hier. Brauche dafür keine anderen Wände oder Berater Liebe Grüße an euch alle. Finde diese Seite und euch einfach toll

  11. Leserkommentar Anke schreibt am 31.08.2014

    Hallo Stephchen, das stimmt Gottseidank nicht. Es gab eine Theorie, die die Trauer in verschiedene Phasen einteilt, auch davon ist man abgegangen. Ich kann nur Roland Kachler: Meine Trauer wird dich finden oder sein E-Mail-Seminar empfehlen. Er ist ein selbst betroffener Psychotherapeut, der sagt, man muss eine Liebesbeziehung so zum Verstorbenen aufbauen, dass er für immer in einem ist. Das Loslassen, um frei zu sein für neue Beziehungen, sieht er als Quatsch an. Es gibt dabei viele Übungen und Ideen, wie man die Beziehung aufbauen kann; ich schreibe mir z.B. in ein Heft jeden Tag eine andere kleine Erinnerung, bis 365 zusammen sind, dann kann man sich im nächsten Jahr immer eine vorlesen, oder damit weitermachen. Depressiv ist man erst dann, wenn man nach vielen Wochen nicht in der Lage ist, neben der Trauer wieder auch einigermaßen mit der Welt wieder kommunizieren zu können, z.B. auch wieder arbeiten zu können. Ich führe 2 Leben, das eine zu Hause, wo ich mich der Trauer widme und mir dafür auch viel Zeit nehme, nach 7 Monaten muss das noch immer jeden Tag sein, und im 2. bewege ich mich draußen, kann arbeiten gehen. Natürlich muss ich auch da öfters an meinen Mann denken und es kann sein, dass ich dann weinen muss, dann verschwinde ich eben, bis ich wieder darüber weg bin. In den ersten Wochen konnte ich kaum einen Satz reden, ohne gleich weinen zu müssen, das ist jetzt nicht mehr so.

  12. Leserkommentar Stephchen schreibt am 31.08.2014

    Habe heute gehört, dass laut "Theorie" in der Psychologie nur 3 Monate Trauer als normal gelten. Was darüber liege sei eine Depression. Ich frage mich darüber sehr.. Wie kann man das "definieren" nach Zeit? Ich werde mein leben lang um ihn trauern, auch wenn es sich it den Jahren wohl verändert. Finde solche Aussagen schon komisch... Bald ist es rum, das quälende Wochenende....

  13. Leserkommentar Uli schreibt am 31.08.2014

    Hallo, an alle, wer kennt das nicht-dass Wochenenden, früher geliebt, jetzt zu Hasstagen werden. Ich persönlich lege Wasch-,Bügel- und Putzarbeiten alle aufs Wochenende, obwohl sich die Wochenendtage bei mir kaum von den wochentagen im Ablauf unterscheiden. Kein gemeinsames spätes Frühstück mehr, keine Wanderungen oder Spaziergänge, keine spontanen Ausflüge mehr.Lybi: Mir geht ers auch so, das ich kaum noch aus dem Haus gehe, wozu denn auch? Nur stur jeden Morgen auf den Friedhof, ans Grab un dann schnell wieder nach Hause.Und von 'balaballa' darf keine Rede sein, denn dann sind wir hier alle irgendwie durchgeknallt? Jeder muss für sich die Form von trauer finden, die angemessen ist-und dabei ist auch alles erlaubt, finde ich; auch Selbstgespräche mit dem verst.Partner, seine Schuhe weiterhin putzen, seine Schlafis tragen, seine TShirts benutzen, Fotos aufhängen, seine Musik hören, seinen Platz am esstisch frei lassen, jeden Tag an das Grab gehen, seine Armbanduhr nur noch tragen und vieles mehr. Wer will es uns denn verbieten?? Ausserdem versteht einer, der das nicht durchmacht, den tiefen brennenden Schmerz und die Trauer und auch die Angst um den Verlust der eigenen Persönlichkeit nicht. Vieles ist für mich so unwichtig geworden, Kleidung, Haarschnitt- und Farbe, Schmuck tragen, alles so sinnlos geworden. Manchmal denke ich, dass mein Mann mich so gar nicht mher kennen würde, so müde, lustlos, ohne Energie und Fröhlichkeit, ohne jede Kraft. Aber das Gute ist alles mit ihm gestorben und gegangen. Immerhin schon 16.00 Uhr-fast ist der Sonntag auch geschafft, gehe jetzt noch bügeln. Euch allen einen Gruss und in Gedanken eine Umarmung, Uli

  14. Leserkommentar Anke schreibt am 31.08.2014

    Ein kleiner Spruch zur Trauer, die ersten vier Zeilen habe ich in einer Traueranzeige gelesen, den Rest habe ich noch dazugefügt: Für **** Wir gingen zusammen im Sonnenschein - Wir gingen in Sturm und Regen - Doch niemals ging einer von uns allein - auf unseren Lebenswegen. - Nun ist alles anders. Ich bin allein. - Ich vermisse Dich so sehr. - In großer Liebe - **** Das habe ich auf schönes Papier geschrieben, verlaufendes Blau, das mein Mann einmal gekauft hatte und das mir jetzt in die Finger gekommen ist, und habe es drei Mal in der Wohnung aufgehängt. Liebe Grüße, heute gab es hier Sonnenschein, und gerade regnetes einen kurzen Schauer - wie im richtigen Leben und im Herzen!

  15. Leserkommentar Anke schreibt am 31.08.2014

    Was ist grausamer, zu sterben (und bei vielen von Euch ist der Tod wohl sehr früh gekommen)oder nun alleine weiterzuleben? Ich bin 66 und habe auch geglaubt, nun beginnt ein Leben, wo wir noch einiges zusammen erleben können einfach den "Ruhestand" ein wenig zu genießen, und sei es einfach dadurch, mehr Zeit für einander zu haben. Das Unfassbare zu akzeptieren, das ist so schwer. Ich schreibe seit Tagen hier und auch in anderen Foren, alle andere Arbeit bleibt liegen. Dennoch kann ich mich ab und zu über Dinge freuen, die ich unerwartet erlebe. Z.B. habe ich gestern in unserem Garten eine riesige Libelle gesehen. Liebend gerne (im wahrsten Sinne des Wortes) hätte ich das meinem Mann erzählt und er hätte dann auch diese Libelle beobachtet, denn er saß ja immer auf seinem Platz auf dem Sofa mit Blick in den Garten. Gottseidank konnte ich das Erlebnis mit meinem Sohn teilen, der sich auch an so etwas erfreuen kann. Ansonsten, das habe ich hier ja schon beschrieben, haben alle drei Söhne ihre Probleme, die für sie im Vordergrund stehen, so dass das Thema Trauer keines für sie ist. Gerade höre ich im Radio etwas über die Wahlen in Sachsen, wieder ein Grund für das Gefühl, alleine zu sein. Mein Mann und ich haben uns immer viel über Politik ausgetauscht und dann, wenn irgendwo Wahlen waren, auf 18 Uhr gewartet und dann die Sondersendungen gesehen. Heute gucke und höre ich allein und das Gespräch darüber wird auch fehlen.. So hat jede(r) von uns seine eigenen Angelpunkte für die Trauer, wo einem das Alleinsein so richtig deutlich wird. Und Ihr wisst, was ich meine, da kann keiner die Stelle einnehmen, das war eben der Eine oder die Eine, der oder die Vertraute. Der Sonntag ist für mich heute nicht schlimm. Da habe ich wenigstens Muße, mich ausführlich in den Foren zu bewegen und mich auch sonst ausführlich mit Gedanken und Gefühlen meinem Mann zu widmen. Morgen muss ich wieder arbeiten, oder darf, wie man es nimmt. Ich bin ja schon Rentnerin und arbeite freiwillig weiter, ohne Arbeit ginge es mir vielleicht noch schlechter. So denke ich jedenfalls, obwohl das 'Rausgehen mir manchmal schwer fällt. Zu Hause bleiben ist vielleicht zunächst einfacher, aber da würde mir doch die Decke allmählich auf den Kopf fallen, ich würde nur noch in trauer versinken. Lieben Gruß Anke

  16. Leserkommentar Stephchen schreibt am 31.08.2014

    Liebe Lybi und Heike, weiss genau wie es euch geht. Bei mir sind es 6 wochen und auch bei mir einfach so, ohne Grund, wie bei lybi... Man wird es nie verstehen, egal wie viel Zeit rum geht. Auch ich habe eine solche Sehnsucht nach ihm, dass ich oft nicht weiss, warum mein Körper ab all dem Schmerz nicht auch aufhört zu funktionieren.. Lybi, er hat dich geliebt. Wir wurden geliebt. Auch unser Schatz wurde nicht gefragt, sie durften nicht wählen ob sie uns verlassen, oder ob sie kämpfen dürfen. Es war auch für sie einfach ein ganz kleiner moment, der alles zerstört hat. Unsere männer wollten Leben... Und bei uns bleiben bis wir alt und grau werden.. Es war uns nicht vergönnt.. Drücke euch

  17. Leserkommentar Heike schreibt am 31.08.2014

    Es sind jetzt 10 Monate ....und leichter wird es bestimmt nicht.Ein Teil von mir ist mit ihm gestorben,innerlich bin ich auch tod.Das was andere Leben nennen ist für mich nur noch grausam.Den Alltag zu bewältigen braucht schon meine ganze Kraft auf.Aber wem schreibe ich das ,Ihr seit alle in der gleichen Situation und wisst genau wovon ich spreche.Bald ist der erste Geburtstag,wie Ich das überstehen soll.

  18. Leserkommentar Lybi schreibt am 31.08.2014

    Wieder im Alptraum aufgewacht. Wie komme aus diesem raus? Wie wache ich in einer Realität auf, in der mein Schatz sagt: du machst heute das Frühstück! Wie wache ich aus diesem Horror auf? Wo ist der Ausgang aus dieser Realität? Es sind noch nicht mal 4 Wochen rum und ich vergehe vor Sehnsucht. Ich träume nicht von ihm, schlafe sehr schlecht. Und bettele ganzen Tag zu allem was mir einfällt. Ich verlasse das Haus nicht, aus Angst ihn zu verpassen. Ich höre mich ballabala an, ich weiß. Egal, ich warte. Der Schmerz ist so groß. Hat er mich geliebt? Warum hat er mich dann verlassen? Er hat an diesem Morgen sich anders verabschiedet. Hat er es gewusst oder gespürt? Ich habe so viele Fragen, doch mein Schatz hüllt sich in Schweigen.

  19. Leserkommentar gitti schreibt am 31.08.2014

    Henny du hast recht mein mann ist 5 monate nicht mehr bei mir und empfinde es auch es ist nicht auszuhalten hier ist es auch Grau und regnet diese jahreszeit macht es noch schlimmer finde ich der sonntag ist ein hasstag für mich geworden weiss manchmal nicht was ich machen soll ausser heulen und denken komm doch wieder . Grüße aus dem hohen Norden. Ich werde dich drücken Henny

  20. Leserkommentar Henny schreibt am 31.08.2014

    ...Sonntag früh, Regen und alles grau in grau um mich. Mein Schatz ist jetzt 5 Monate tod. ich weiss nicht wie ich es weiter aushalten soll. Jeder erzählt, mit der Zeit wird es weniger, ich finde es wird immer schlimmer, je länder es dauert

  21. Leserkommentar Stephchen schreibt am 31.08.2014

    Liebe Nicole, wünsche dir ganz viel Kraft für den heutigen Tag.. Tut mir in der seele so weh solches zu lesen. Mein Schatz und ich hatten unser letztes dinner am 28.2., unserem fünften jahrestag.. Im dezember hätte er geburtstag. Wie übersteht man solche daten, das frage ich mich schon heute.. ? Es ist wieder so verdammt einsam und still um mich herum. Ich weiss nicht wie das alles je leichter werden soll...

  22. Leserkommentar Nicole schreibt am 30.08.2014

    Morgen haben wir Hochzeitstag.Letztes Jahr haben wir ein 4 Gänge Candleligthdinner in einem Schloss genossen.Morgen jedoch werde ich mir mein Hochzeitskleid anziehen und meinen Sascha im Friedwald besuchen

  23. Leserkommentar Stephchen schreibt am 30.08.2014

    Liebe Anke... Alles ist so schwer, kann nicht beschreiben wie sehr.. In 2 wochen muss ich raus, 13.9... So bald, und ich habe die ganze wohnung vor mir. Jede kiste die ich packe, alles was ich in die hände nehmen muss. Ich bin, ehrlich gesagt, mit allem heillos überfordert. Wären nicht meine eltern die lenken und ziehen helfen, wüsste ich nicht was ich machen sollte. Ich bin zurzeit kaum imstande zu weinen, ich frage mich langsam was mit mir los ist.. Ich trauere doch soo sehr! Aber ich bin blockiert. Ich träume auch nie von ihm. Immer noch nicht.. Vermute wenn ich dann umgezogen bin, stürze ich in mir zusammen. Der rest kraft wird weichen.. Ich habe so angst davor. Ich versuche es auszublenden was gerade rund um mich läuft mit dieser raffgier. Aber es tut mir so sehr leid, für meinen schatz.. Ich hoffe so er ist bei mir, aber nicht dass er das alles auch gesehen hat.. Ich bin lebens-müde ja. Wünsche mir immer wieder nicht zu erwachen, dass ich zu ihm darf.. Ich habe das gefühl, mein leben ist mit 31ig zu ende. Was soll noch kommen, wenn ich ohne ihn sein muss. Ich will dieses leben nicht.. Ich hasse es. Ich würde es sofort hergeben für ihn.. Bin so alleine, das kennt ihr ja leider auch. Einsam, und schaue auf mich herab, wie in trance, und frage mich.. Wo ist sie hin, die frau, die ich war.. Und dann sehe ich sein foto an und weiss es... weg... Denke an euch alle, an dich auch Anke, und hoffe das Wochenende geht schnell vorüber...

  24. Leserkommentar Anke schreibt am 30.08.2014

    Liebes Stephchen, was muss das für ein Umzug für Dich sein! Wann musst Du denn aus der jetzigen Wohnung ausgezogen sein? Das Gefühl, wozu das Ganze, kenne ich. Lebens-müde, ohne einen wirklichen Gedanken, mir das Leben nehmen zu wollen, so bin ich lange nach seinem Tod herumgelaufen. Jetzt ist es eher Lethargie, aber Du musst ja leider noch den Schwung für den Umzug haben. Ich bin mir sicher, Dein Liebster ist immer bei Dir. Er musste zumindest nicht die Querelen mit der Familie miterleben. Man kann sich die jetzige Situation nicht schönreden, nur sich sagen, für ihn muss ich da durch. Wahrscheinlich ist das leichter gesagt als getan, sich die Familie irgendwie etwas ausblenden und nur an Dich und Euch denken. Ich wünsch Dir so viel Kraft, die hoffentlich bei Dir ankommt. Liebe Grüße und eine erträgliche Nacht wünscht Dir Anke

  25. Leserkommentar Stephchen schreibt am 30.08.2014

    ..... Und es ist wieder Samstag.... Ich liege hier so alleine. Die Katze auf einem Bein, überall stehen Kisten rum für den Umzug. Nichts ist mehr wie es soll. Aber wo ist mein Schatz... Wo... Ich vermisse ihn jeden Tag mehr. Ich kämpfe mich jetzt aus dem Bett, fahre zu ihm ans Grab. Ich bin so traurig und verzweifelt ohne ihn... Weiss nicht wofür ich noch lebe und hier sein muss. Grüsse euch lieb

  26. Leserkommentar Anke schreibt am 29.08.2014

    Heute weiß ich bald nicht mehr, was ich noch schreiben kann. Lybi, Stephchen, Uli und noch unbekannte Leserinnen, wie könnt Ihr nur genug Kraft haben, um alles durchzustehen?! Der immense Verlust macht einen doch so wehrlos, es soll bloß alles aufhören! Ich hoffe so sehr für Euch Stephchen und Lybi, dass Ihr die Dinge, die Euch wichtig sind von Euren Liebsten,bei Euch habt. Es sind doch sicherlich keine Wertgegenstände, in denen man die Nähe spürt. Sondern die Dinge, die man mit ihm verbindet. Von dem Gegenstand, den ich sehr mit meinem Mann verbinde, nämlich seinem Taschenmesser, habe ich mich schweren Herzens getrennt und habe es dem ältesten Sohn gegeben. Da weiß ich, dass er es in Ehren gehalten wird. Was mich wundert ist, dass sich die Eltern bzw. die Kinder so gut in den Sachen Eurer Liebsten auskennen! Ihr könnt Euch wenigstens hier äußern mit der Gewissheit, dass Ihr hier auf Verständnis stoßt. Das kann den Schmerz über diese unvorstellbaren Verhaltensweisen nicht wegwischen, dazu ist alles leider viel zu direkt zu erleben, aber Ihr wisst, hier versteht man Euren Schmerz. Da ich keine Nachteule bin, verabschiede ich mich jetzt bis morgen früh. Gute Nacht, so weit das überhaupt denkbar ist, wünscht Euch allen Anke

  27. Leserkommentar Paula schreibt am 29.08.2014

    Hallo ,ihr lieben "Leidenschwestern".Ich lese Eure Beiträge schon eine ganze Weile mit und finde mich in euren Beiträgen immer wieder. Auch mir geht es wie Euch. Mein Mann ist vor 16 Monaten verstorben und ich muss euch sagen ,es wird nicht besser , der Schmerz wird anders ,aber er überrollt einen noch genauso wie am Anfang.Auch mit aller Ablenkung, mit allen Aktivitäten man ist allein ,das Leben ist nicht mehr das gleiche, wird es nie mehr sein.Ich hoffe ,ich kann es irgendwann akzeptieren und begreifen,aber wie gesagt ,das alte Leben mit all seinen Plänen und Hoffnungen ist weg und ich weiss auch nicht ,wie das neue Leben aussehen soll.Auch nicht nach 16 Monaten.

  28. Leserkommentar Stephchen schreibt am 29.08.2014

    Hallo ihr... Lybi, ich verstehe dich soo gut. Bei mir geht das gleiche ab. Genau so.. Mein tag war ähnlich beschissen.. Heute nachmittag musste ich in die neue wohnung, zum vermessen... Meine eltern waren zum glück dabei. Da kam eine sms von seiner schwester, sie "vermissen" schon wiiieder dinge von meinem schatz. Ja soll ich ihnen denn allles geben, soll ich gar nichts mehr von meinem schatz haben?!? Ich leide so, muss noch umziehen. Er fehlt mir auch soo sehr.. Und sie finden kraft um Kappen und Schals zu "streiten"..?? Verstehe das nicht. Ich habe keeine wertsachen. Nur dinge an denen mein herz hängt... 2 kisten, je nicht mal voll.. Ich könnte einfach kotzen! Bin soo traurig, kann aber nicht weinen weil ich so geschockt bin von allem was jetzt abgeht... Und zu guter letzt, hetzt seine exfrau, die ihn 10 jahre im leben regelrecht ausgenommen hat, den 12-jährigen sohn gegen mich auf hinter meinem rücken. Am schliss denkt er ich hätte sachen "gestohlen" von seinem vater, dabei habe ich selber fast nichts mehr!!! Ich bin fassungslos.. Jetzt, wo er gestorben ist, soll sie noch als heilige mutter dastehen. Und ich, die ihn so geliebt, unterstützt und für ihn immer da war dastehen, als wäre ich die böse.. Ich bin nur froh das ER weiss wie es wirklich ist, da bin ich ganz sicher...

  29. Leserkommentar Uli schreibt am 29.08.2014

    Freitagnachmittag, furchtbar und ich weine hier gerade beimn lesen, was andere durchstehen müsssen. Anke, Du hast Recht- es gibt keinen 'guten' und keinen'strafenden' Gott und leider auch keine Antworten auf die Frage nach Gerechtigkeit.Aber ist es für die 'XXX' unter uns nicht schon Strafe, wenn ihnen nach ihrem Tod mal keiner eine Träne gönnt? Ich möchte jedenfalls nicht so im Unguten mit meinem Umfeld sterben müssen und mir in den letzten Stunden Vorwürfe machen! An alle die Kraft, wieder ein Wochenende zu überleben, Grüssle, Uli

  30. Leserkommentar Anke schreibt am 29.08.2014

    Liebe Lybi, habe gerade noch einmal Deine 1. Nachricht hier gelesen. Du bist ja wirklich aus dem 7. Himmel des Glücks in diese Hölle gefallen, Du bist nun allein. Nun kommen auch noch der Stiefsohn und sein Stiefvater und kippen noch Säure in Deine riesige Wunde. - Das sind alleine die Menschen, die Dir so Kummer bereiten. Ich selbst glaube nicht an einen Gott, daher auch nicht an einen strafenden. Wozu sollst Du bestraft werden? Auch gläubige Menschen haben große Probleme damit zu erklären, warum es "das Böse" in dieser Welt gibt.Auf der anderen Seite gibt es aber meiner Ansicht nach auch nicht die Erklärung, wer Gutes tut, dem widerfährt als Belohnung auch nur Gutes. Das Unfassbare ist eben unfassbar und nicht irgendwie zu erklären. Liebe Menschen sterben und andere, die nicht so lieb sind, leben weiter. Meiner Ansicht nach gibt es, wie gesagt, keine Belohnung für gutes Leben und eine Bestrafung für schlechtes Leben. Wir müssen alle durch diese Schmerzen, und bei Dir sind sie wohl besonders groß, da der Fall aus dem Glück in dieses schwarze Loch besonders tief war. Mir ist es auch in den ersten Wochen so gegangen, dass ich nicht wusste wohin mit meinem Schmerz, konnte mir nicht vorstellen, so weiterleben zu können. Viele geweinte Tränen und das Aufschreiben meiner Gedanken haben mich ein Stück weiter gebracht. Schlimm ist wohl noch das nicht vorhandene Einfühlungsvermögen von Stiefsohn und dessen Stiefvater, da nützt es wahrscheinlich auch nicht viel, denen die Meinung zu sagen, sie würden es nicht kapieren. Du schriebst ja, dass Deine Mutter und Schwester mit Dir trauern, lass Dich von denen in den Arm nehmen. Mehr kann ich aus der Ferne auch nicht sagen. Fühl dich gedrückt! Liebe Grüße von Anke

  31. Leserkommentar Lybi schreibt am 29.08.2014

    Ich erlebe gerade den Horror! Grad sind drei Wochen rum und sein Sohn kommt mit seinem Stiefvater. Früh morgens! Ich war entsetzt, unangemeldet, quasi Überfall. Unterstellungen, ich würde den Sohn (19jahre) schädigen wollen, ihm stehen von meinem Mann auch Sachen zu (Lebensversicherung, schmuck, etc.) Wie können diese Menschen sich so verhalten? Der Mann kam mir vor als wäre er gierig und nicht der Sohn. Mir zu sagen "jeder hat zu trauern, aber es ist bereits genug Zeit vergangen". Wenn ich daran denke, dass dieser Typ mit der Ex alles an Geld wegen dem Sohn meinem Mann aus der Tasche gezogen haben, wird mir schlecht. Und jetzt haben die immer noch nicht genug? Wir haben letztes Jahr noch die Schulden aus der 1. Ehe (Scheidung 2000) beglichen, die diese Tussi gemacht hatte. Warum? Warum ist mein gütiger Mann, der immer versucht hat dem Streit aus dem Weg zu gehen, dem solch ein Verhalten zuwider war, der ehrlich und vertrauensvoll war, heute nicht mehr da? Warum, Gott durfte er nicht mehr und solche .xxx. leben weiter und verursachen Probleme? Warum Gott? Warum gedeiht die Unkraut? Wo bist du Gott? Warum lässt Du so was zu? Verdammt solltest du sein, Gott, weil du diese Ordnung im Leben duldest. Gib mir meinen Schatz zurück. Gib ihn zurück. Wir haben nichts gemacht Gott! Er hat keinen betrogen oder belogen. Und die sind da, gierig, bringen mich soweit, dass ich fast einen Nervenzusammenbruch erleide. Wozu ist das Ganze, Gott? Ist das nur ein Spiel von dir? Es ist falsch Gott! Und du lässt es zu! Warum lässt du es zu? Antworte mir! Du hast mir an einem Tag so viel genommen, ich habe Antworten verdient. Entschuldigung bitte an alle, aber vielleicht liest dieser Schwein von Gott hier auch und kann mir antworten.

  32. Leserkommentar Anke schreibt am 29.08.2014

    Info: Ich hoffe, ich bin damit nicht Besserwisserisch: Unter der Überschrift "Selbstvorwürfe" gibt es hier auch eine Seite, auf der bedrückende Einträge sind, aber kaum Rückmeldungen. Vielleicht habt Ihr auch einmal die Kraft, dort zu lesen und eventuell zu reagieren. "Nichts für ungut."

  33. Leserkommentar babs schreibt am 28.08.2014

    Das 2. Telefonat mit meiner Freundin nach dem Tod meines Mannes begann mit dem Satz, hast Du noch das Cabrio von ihm bekommen( sollte mein Geburstagsgeschenk werden), danach wollte sie noch unbedingt die genaue Todesursache wissen und hat trotz mehrfacher Aufforderung nicht damit aufgehört nachzubohren, ich war so fertig und geschockt, mir fehlten die Worte, und habe aufgelegt, seitdem habe ich kein Wort mehr mit ihr gesprochen, sie aus meinem Leben ausradiert!

  34. Leserkommentar Stephchen schreibt am 28.08.2014

    Ich möchte euch nur kurz eine ruhige Nacht wünschen und viel Wärme.. Ich trockne gerade meine Tränen und versuche intensiv sein Bild beim Einschlafen vor Augen zu halten. Es tut einfach so weh.. Stephchen

  35. Leserkommentar Nicole schreibt am 28.08.2014

    Ihr Lieben,ich bin so geschockt von dem was ich hier lese.Zu all diesem Leid,auch noch solche dumpfsinnigen Reaktionen anderer.Ich kann nur sagen,haltet die Augen offen und umgebt euch nur mit den Menschen,die euch wirklich gut tun.Alles andere müssen wir uns nicht geben,wir sind niemandem Rechenschaft schuldig.Haltet inne,bevor ihr auf "komische Fragen"Antworten gebt.Ich muss mir das hier noch ein paar mal durchlesen,um zu kapieren,was manche Menschen dazu bewegt,uns noch mehr weh zu tun.Seit alle lieb umarmt

  36. Leserkommentar Nicole schreibt am 28.08.2014

    Liebe Britta,hier überschlagen sich gerade die Ereignisse.Deswegen möchte ich dir sagen,dass du nicht alleine bist.Hier nicht ! Ich nehm dich jetzt mal ganz fest in meine Arme und du kannst dich darin fallen lassen,so wie ich es dann auch tu.Ich höre deinen Hilfeschrei und glaube mir,uns allen hier geht es ebenso und wir unterstützen uns,weil es die Welt "drausen" nicht kann.Ich war heute bei meiner Psychologin,sie sagte mir,dass ich die starke Seite in mir fordern sollte,dass ich diese Seite an mir,mehr nach aussen treten lassen soll,damit andere Menschen mir nicht mehr so weh tun können und damit ich ohne schlechte Gedanken Hilfe annehmen kann.Ich kenne deinen Kampf nur all zu gut.Ich kann dir nur empfehlen,an einem bestimmten Punkt,zu versuchen,deine Gefühle zu bremsen,damit sie dir nicht das Leben oder deinen Verstand nehmen.Bitte melde dich bald wieder,damit ich weiss,dass du dieses Loch überstanden hast.Mit dem Wissen,dass du nicht alleine bist.Ich umarme dich

  37. Leserkommentar Stephchen schreibt am 28.08.2014

    Hallo Anke und Uli... Ich hoffe das wir es jetzt geklärt haben mit den Kleidern. Ich habe selber wirklich nicht viel behalten. Und viel davon sind "gammelsachen" zum auf dem sofa sitzen. Diese sachen wollen die andern nicht, und mir geben sie etwas Wärme, irgendwie.. Ich habe extra nicht alllzuviel für mich behalten, aber das was ich habe ist mir wichtig. Ich hoffe sooo sehr es hat sich jetzt erledigt und gibt nicht noch diskussionen. Es ist schon unglaublich was man noch erleiden muss.. Auch was ihr erzählt, kann es fast nicht glauben, wie es so laufen kann. Das ist soo nicht richtig... Die vorwürfe die einem noch gemacht werden. Unfassbar... Ich verstehe auch die eltern-sicht, aber mir alles weg zu nehmen kann ihnen nach meiner vorstellung doch auch nicht helfen. Habe wirklich noch die hoffnung, das das verhältnis zu den eltern trotz allem nicht noch bricht. Die trauer ist heute besonders schlimm.. Geht mir so schlecht. Heute ein ausflug mit meiner familie, ich kann es nicht geniessen oder abschalten. Morgen wieder weiterpacken zu hause... Ein drücker

  38. Leserkommentar Uli schreibt am 28.08.2014

    Ach, Stephchen und Lybi- ja, in so einer Situation ist man nicht mehr sich selbst (wird es auch nie mehr) und man reagiert anders als man überlegterweise tun würde.Leider ist es dann irgendwann zu spät. Nein, von der Familie meines Mannes kommen nur Vorwürfe, weil ich meinen Mann auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin und nach Absprache mit allen behandelnden Ärzten und Pflegepersonal aus dem krankenhaus zum sterben nach Hause geholt habe: Grund:'Mein Mann könnte heute noch leben, ich habe ihn umgebracht, weil ich ihn aus dem krankenhaus rausgenommen habe'. Das tut sehr weh, vor allem, weil es einfach nicht wahr ist. Seiner Mutter habe ich samstags am Tel. gesagt, dass ihr Sohn jetzt im sterben liegt und wann ruft sie wieder an und fragt nach ihm?? Am folgenden Mittwoch; donnerstags ist er in aller Frühe gestorben. Mitleid, ihn besuchen? Fehlanzeioge. Siene beiden Schwestern wohnen am ort, haben nicht einmal angerufen, nicht einmal ihn besucht - weder im Krankenhaus noch zuhause. Beide mobil und fit, mit Auto. Nur immer auf mir rumgehackt, sogar an der Trauerfeier - nicht mal die Hand gegeben, nicht mit mir geredet; ich bin einfach Luft. Ich höre heute noch meinen Mann, wie er bei einem der seltenen besuche seiner Mutter während der Krankheit gesagt hat: Gelt, ihr lasst m meine Frau nicht alleine?" Jetzt bin ich so was von einsam, das glaubt mir keiner. Wir beide waren uns immer genug, hatten keinen grossen Freundeskreis - und daraus haben wir uns auch welchen trennen müssen, die unbesehen der Schwiegermutter geglaubt haben. Stephchen, gütig einigen - schön wäre es, aber ich glaube aus Erfahrung nicht mehr daran. Sage zumindest nichts mehr spontan zu,nimm Dir einfach die Zeit zum überlegen, ob und was Du weggeben möchtest und kannst. Alles, alles Gute, Uli.

  39. Leserkommentar Anke schreibt am 28.08.2014

    Ach, das ist auch irgendwie hilfreich, wenn da jemand wie Lybi auch sachliche Punkte mit hinein bringt. Erkundigen kann man sich auf jeden Fall beim Nachlassgericht. Natürlich trauern Eltern auch um ihren Sohn. Es ist ja eigentlich so, dass Eltern vor ihren Kindern sterben, das will ich auch berücksichtigen. Aber ich finde es zu viel verlangt, in der Trauer auch noch Verständnis für "unpassendes" Verhalten der Eltern oder anderer Leute zu haben. Die Eltern meiner Schwester haben diese, als ihr Mann mit 32 Jahren verstarb und sie als Freiberuflerin die Woche über weg war, um Geld zu verdienen, ihre Abwesenheit vorgeworfen. Sie hatte eine Rundumbetreuung organisiert! Desgleichen unmöglich die Bemerkung einer Tante, meine Schwester habe doch gewusst, dass ihr Mann so krank sei und habe ihn dennoch geheiratet, also was soll dann die Trauer! Stephchen, Du weißt ja selbst, dass Du die Daten im Fotoapparat und im Laptop sicherst, das ist ja so wichtig. Ich habe z.B. sicherheitshalber vom PC meines Mannes seinen Briefverkehr auf meinen getan, obwohl das nur offizielle Briefe sind, die wir noch gemeinsam erstellt haben. Ich habe leider sehr wenig persönliche Hinterlassenschaft. Auch ich habe alle Zettelchen gesammelt, die er irgendwo liegen hatte, auch wenn da nur eine Internetadresse oder Telefonnummer notiert war, aber es ist eben seine Schrift. SMS haben wir beide niemals geschrieben, das war nicht unsere Welt. Stephchen, ich verstehe, das Du keinen Streit mit seinen Eltern willst, wenn es zu vermeiden ist, ist das natürlich viel besser. Klamotten von meinem Mann trage ich auch,leider habe ich dadurch nicht mehr Verbundenheit gespürt. Ist das bei Dir anders, wenn Du bei Deinem Stress mit dem Umzug überhaupt Sinn hast für solche Fragen. Sei ganz lieb gegrüßt von Anke

  40. Leserkommentar Stephchen schreibt am 28.08.2014

    Liebe Lybi.. ich hoffe soweit kommt es jetzt nicht, nein... sein vater lässt mir sicher meine Sachen von meinem Schatz, die ich möchte. ich glaube so weit gehen sie nicht.. und alles andere, gebe ich ihnen, keine Frage... sein Sohn (ja er hat einen), möchte dann vielleicht mal die Uhr, die behalte ich für den Fall. Mein Schatz hatte kaum Wertsachen, es geht praktisch nur noch um die Kleider. und diese paar Hemden die ich habe, oder Unterwäsche, oder seine alte Arbeitskleidung, werden sie von mir nicht fordern... sie waren auch einverstanden mit dem roten Kreuz, ich habe das vorher mit ihnen geklärt. ich wusste nur nicht, dass sie die alten Sachen auch alle gerne noch gesehen hätten, das haben sie mir so nicht gesagt gehabt. ich hoffe, es beruigt sich jetzt.... sehr. ich habe keine kraft das auch noch irgendwie rechtlich klären zu müssen. es muss doch möglich sein, das untereinander einfach gütlich zu regeln und sich danach auch noch zu verstehen...

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