Anzeichen und Symptome von Depressionen

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Woran erkennt man eine Depression?

Krankheit Depressionen abklären beim Psychotherapeuten

Woran erkennt man eine Depression? Hier finden Sie die häufigsten Anzeichen und Symptome zur Diagnose von Depressionen. Bild © N-Media-Images - Fotolia

Autor dieses Beitrags: Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe

Jährlich leiden etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Depression und etwa 17 Prozent der Bevölkerung erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression.

Wenn Sie unter Depressionen leiden, dann sind Sie also nicht alleine. Vor allem aber: es gibt Hilfe bei Depressionen.

Eine Depression beeinträchtigt alle Bereiche Ihrer Person und Ihres Lebens: Ihre Gefühle, Ihr Denken, Ihr Handeln, Ihren Körper und Ihre Beziehungen zu anderen Menschen.

Je nach Art und Schwere der Depression sind die Symptome unterschiedlich stark. Und die Symptome können mal da sein und dann wieder verschwinden.

Die Depressionssymptome sind Tagesschwankungen unterworfen. Morgens leiden Betroffene in der Regel am stärksten unter den Symptomen ihrer Erkrankung.

Im Laufe des Tages tritt meist eine Besserung ein und gegen Abend fühlen sich depressive Menschen häufig recht gut.

Es gibt auch depressive Menschen, bei denen ist das Gegenteil der Fall. Und es gibt Menschen, deren depressive Verstimmung durchgängig schlecht ist.

Beschwerden und Symptome einer Depression

Gedanken bei Depressionen

Negative Gedanken
Das auffälligste Merkmal einer Depression ist das negative und pessimistische Denken. Die Gedanken kreisen fast unentwegt in negativer Weise um die eigene Person, die Mitmenschen, die Vergangenheit und die Zukunft.

Depressive Menschen quälen sich mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen. Sie haben ein sehr negatives Bild von ihrer Person und betrachten ihre Depressionen als ein persönliches Versagen.

Menschen mit einer depressiven Erkrankung betrachten ihr Leben als sinnlos. Sie stellen alles infrage, auch ob es Sinn macht, überhaupt etwas zu tun. Sie glauben, nie mehr glücklich oder gesund werden zu können.

Die Neigung zu Selbstmordgedanken und Selbstmordversuchen ist deshalb in den Phasen tiefster Verzweiflung und Depression groß. Prominentes Beispiel ist der Torwart Robert Enke, der 2009 Suizid beging.

Ein Betroffener sagte: Die Aussichtslosigkeit, dass sich mein Zustand je bessern wird, empfinde ich wie einen Würgegriff am Hals.

Konzentrationsstörungen und Entscheidungsprobleme
Die Konzentration ist beeinträchtigt und der depressive Mensch hat Schwierigkeiten, sich etwas zu merken.

Ein depressiver Mensch tut sich schwer, einfachste Entscheidungen zu treffen, weil er

Dies führt dazu, dass Betroffene lange über sich und ihr Verhalten grübeln. Die Grübelgedanken kreisen oft um das immer wieder gleiche Thema: um das eigene Unvermögen und die Aussichtslosigkeit.

Körperliche Symptome & Beschwerden bei Depressionen

Erschöpfung
Depressive Menschen fühlen sich in der Regel schlapp, antriebslos, erschöpft, schwach und energielos. Sie sind schnell körperlich erschöpft und leiden unter chronischer Müdigkeit.

Ein Betroffener schildert seine Erschöpfung so: Mir ist, als wenn meine Batterie auf eine Art Notstromversorgung umgeschaltet ist. Jede Aktivität fällt mir schwer, selbst das Nichtstun.

Rastlosigkeit, innere Unruhe
Manche Betroffene verspüren eine quälende innere Unruhe, Anspannung, Rastlosigkeit bis hin zu starker Erregung.

Schlaf-, Ernährungs- und Sexualprobleme
Depressive Menschen können schlecht einschlafen und sie haben Probleme durchzuschlafen. Sie wachen morgens früh auf und können dann nicht mehr einschlafen.

Betroffene leiden in der Regel an Appetitlosigkeit. Manche Betroffene essen aber auch, ohne dass sie Appetit haben, weil sie sich damit etwas Gutes tun wollen und Essen gute Gefühle macht.

Die Lust auf Sexualität geht verloren und es kommt zu sexuellen Funktionsstörungen wie etwa Erektionsproblemen.

Körperliche & psychosomatische Beschwerden
Depressive Menschen verspüren eine Reihe körperlicher Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Apetitlosigkeit und Rückenschmerzen, sowie ein bedrückendes Schweregefühl im Brustraum. Es kann zu Verstopfung, aber auch zu Durchfall kommen.

Gefühle bei Depressionen

Eine depressive Erkrankung geht mit einer Reihe negativer Gefühle einher.

Traurigkeit, Verzweiflung, Resignation
Das wesentliche Merkmal einer Depression ist eine große Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit.

Es handelt sich hierbei nicht um eine normale und vorrübergehende Traurigkeit, wie sie alle Menschen gelegentlich verspüren.

Traurigsein, ja selbst verzweifelt und hoffnungslos sein, sind normale Gefühle, die wir verspüren, wenn wir etwas verlieren, was uns wichtig ist.

Anders bei Depressionen. Hier dauern die Niedergeschlagenheit, Resignation und Traurigkeit über längere Zeit an und/oder verstärken sich im Laufe der Zeit.

Die Gefühle werden immer bedrückender, schwermütiger, lähmender und trübseliger.

Depressive Menschen wissen oft nicht, warum sie traurig und deprimiert sind. Die Betroffenen weinen oft ohne Grund.

Freundlosigkeit - Lustlosigkeit - Interessenlosigkeit
Mit der Traurigkeit geht die Unfähigkeit einher, Freude zu empfinden. junge Frau mit DepressionenDie Unfähigkeit, sich nicht mehr über Dinge freuen zu können, die einem früher Spaß und Vergnügen bereitet haben, wird von vielen Betroffenen als endgültiger Beweis angesehen, dass alles sinnlos und hoffnungslos ist.

Nicht einmal mehr freuen kann ich mich. Was hat dann das Leben noch für einen Sinn? äußern Depressive und fühlen sich dadurch erst Recht mutlos, verzweifelt, deprimiert, freudenleer, niedergeschmettert und hoffnungslos.

Gefühllosigkeit - innere Leere - Gleichgültigkeit
Manche Betroffene haben den Eindruck, gefühlsmäßig abgestorben und erstarrt zu sein. Sie verspüren eine innere Leere.

Es kommt den Betroffenen so vor, als könnten sie keine Gefühle spüren und wären innerlich tot. Auch tun sie sich schwer, früher erlebte Gefühle zu spüren oder sich an diese zu erinnern.

Schwer Depressive stellen ihre Gefühle gegenüber dem Partner und den Kindern in Frage. Sie können keine Zuneigung und Liebe mehr für die Familie empfinden. Diese sind ihnen gleichgültig.

Schuldgefühle - Minderwertigkeitsgefühle
Die meisten Betroffenen leiden unter mehr oder weniger starken Selbstzweifeln, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen. Sie fühlen sich als Versager, kommen sich wertlos und nutzlos vor.

Sie machen sich Vorwürfe, den Angehörigen zur Last zu fallen, zu nichts zu gebrauchen zu sein, ihr Arbeitspensum nicht mehr zu schaffen, den Beruf und die Familie zu vernachlässigen.

Depressive Männer, die sehr pflichtbewusst und leistungsorientiert sind, empfinden ihre Depression als Makel, Schande und persönliches Versagen.

Hoffnungslosigkeit - Ausweglosigkeit - Vereinsamung
Ein schwer depressiver Mensch empfindet seine Lage als aussichtslos. Es fehlt ihm eine positive Perspektive für die Zukunft. Ein Betroffener beschreibt das so:

Ich versuche zu kämpfen, aber ich sehe den Sinn nicht. Die Hoffnung, die Perspektive fehlt mir, das Gefühl, dass es besser werden kann.

Angstzustände, Ängste
Menschen, die unter Depressionen leiden, leiden häufig auch unter Ängsten. Häufige Ängste sind:

Manchmal können Betroffene nicht sagen, wovor sie Angst haben. Sie verspüren eine diffuse Angst vor allem und jedem.

Diese Ängste sind Ausdruck einer generellen Hilflosigkeit und Ohnmacht, Symptome, die ein wesentliches Merkmal einer Depression sind.


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Verhalten bei Depressionen

Depressiven Menschen ist alles zuviel. Ihnen geht alles schwer von der Hand. Sie brauchen länger für ihre Arbeit. Sie schieben Arbeiten auf.

Betroffene geben Hobbies, Interessen und Tätigkeiten auf, die ihnen vor der Erkrankung Spaß gemacht haben. Nun haben sie daran keine Freude mehr.

Sie kapseln sich ab, ziehen sich von anderen zurück, weil sie sich als Belastung empfinden.

Antriebslosigkeit - Antriebsschwäche - Energielosigkeit - Rastlosigkeit - Erschöpfungszustände
Menschen, die sehr depressiv sind, fühlen sich so, als würde eine zentnerschwere Last auf ihnen ruhen: sie fühlen sich bleiern und jede noch so kleine Anstrengung, die mit körperlicher Betätigung verbunden ist, kostet sie schier übermenschliche Kräfte.

Schwer depressiven Menschen erscheint das Aufstehen am Morgen und das Ankleiden als eine beinahe unüberwindliche Aufgabe. Sie leiden unter einer chronischen Müdigkeit und sind häufiger krankgeschrieben, wenn sie noch arbeiten.

Depressive Menschen würden deshalb am liebsten im Bett bleiben und den Tag im Bett verbingen. Alles ist ihnen zuviel.

Selbst das Duschen, Zähneputzen oder Frühstück zubereiten wird von den schwer Erkrankten nur widerwillig und im Schneckentempo erledigt.

Selbst der Gedanke an diese Tätigkeiten erschöpft sie. Deshalb machen sie nichts oder nur das Allernötigste.

Schwere Depressionen sind ein Schlaganfall der Seele.

So wie ein Schlaganfall zu einer teilweisen körperlichen Lähmung führt, so führt eine schwere Depression zu einer seelischen Lähmung, die sich in Form einer Antriebslähmung, Lustlosigkeit und einer bleiernen Schwere äußert.

Diese Antriebslähmung zusammen mit der Hoffnungslosigkeit macht es Depressiven schwer, von ihrer Selbsthilfefähigkeit Gebrauch zu machen.

Wann sollte eine Depression behandelt werden?

behandlung einer Depression bei einem PsychologenEs ist normal, bei Enttäuschungen, Verletzungen und Verlusten (Partner, Arbeitsplatz, Gesundheit) deprimiert zu sein.

Eine psychotherapeutische Behandlung sollten Betroffene in Betracht ziehen, wenn sie

Auch wenn Sie schon länger unter einer schweren Depression leiden, können Sie wieder gesund werden. Eine Depression lässt sich heilen.

Machen Sie Gebrauch von den Behandlungs- und Hilfsangeboten, die es für die Krankheit Depression gibt. Psychotherapeutensuche: Kassenpsychologen für eine Behandlung

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Kommentare zu Symptome Depressionen
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  1. Leserkommentar John Doe schreibt am 31.10.2014

    @ Nicole dazu gesagt ist der Glaube an den Herrn der Einzige, der mir geblieben ist und mich aufrecht erhält. Ich habe früher gerne an sowas geglaubt wie Karma, doch ich musste zu viele herzensgute Menschen unvorstellbares Leid ertragen, und im Gegenzug zu viele Als Menschen getarnte Dämonen ein erfülltes Leben leben sehen um daran noch zu glauben:( Wenn ich nicht der Überzeugung wäre, dass alle diese Menschen noch "gerichtet" werden, dass hinter all dem Chaos ein tieferer Sinn steckt, der nur über unser aller Verständnis weit hinaus geht, hätte ich wohl nicht die Kraft, in die Zukunft zu sehen, oder überhaupt Morgen auch nur mein Bett zu verlassen.... mit Bestem Gruß, J.D.

  2. Leserkommentar John Doe schreibt am 31.10.2014

    @ Nicole Hey hey dein In-den-Arm-nehmen ist angekommen und hat mich erleichtert;-) Habe wohl Notiz von dem NICHT-anklagend gemeinten genommen, doch hatte selbst das Gefühl, miese Emotionen ausgelöst zu haben! Wenn ich (weit hergeholtes Bsp.) Jemandem auf den Fuß trete, entschuldige ich mich, auch ohne dass Derjenige sagt: "Hey das war unangenehm" oder "Jetzt ist mein Schuh zerkratzt";) Ich kann und will mich ja auch nicht entsch. für was ich schrieb, da es ja MEINE Erfahrung und Emotionen waren, einem anderen Menschen als dir gegenüber, aber ich kann mich dafür entsch. DASS ich es schrieb... Für die Komplimente braucht es keinen Dank;) Wie du ja gemerkt hast, bin ich ziemlich Mund-Blatt-Los und es war eine aufrichtige Feststellung...

  3. Leserkommentar sunshine schreibt am 31.10.2014

    Können bei Depressionen auch die Tage ausbleiben?!

  4. Leserkommentar Nicole schreibt am 31.10.2014

    Dobermann...ich wünsche Dir von Herzen, trotz aller negativen Gedanken, dennoch ein wunderschönes Wochenende und eine Dich bereichernde Zeit mit Deinem Sohn!!! Nicole

  5. Leserkommentar Dobermann1944 schreibt am 31.10.2014

    vielleicht werde ich mich später zu all dem äußern, was ihr mir geschrieben habt. Es hat mir gut getan. Im Moment herrscht in mir das Gefühl und die unterschiedlichsten Gedanken begleiten es, sie möge einfach stehen bleiben. Diese, meine Uhr des Lebens. Als gäbe es für mich auf dieser Welt nichts mehr zu tun, als wäre alles gesagt und es gäbe nichts und niemand was mich aufhalten könnte. Die Frage: willst du sterben, würde ich mit ja beantworten. Doch die nächste Frage, ob ich gefährdet sei, würde ich mit nein bentworten. Heute kommt mein Sohn zu Besuch. Es wird es merken und mich fragen, ob er sich Sorgen machen muss. Was kann ich ihm anworten, wenn ich nicht will, dass er traurig wird? Nein, du musst dir keine Sorgen machen, denn sie wird leider nicht einfach stehen bleiben.

  6. Leserkommentar John schreibt am 31.10.2014

    Nichts zu danken Tina. Ich danke dir für dein Feedback. :) Bleib einfach dran und änder was. Wenns auf Anhieb nicht klappt, nicht entmutigen lassen. Bewahre deine Werte und das, was WIRKLICH wichtig für dich ist. Ich wünsche dir alles Gute dabei. Mit freundlichen Grüßen John

  7. Leserkommentar John schreibt am 31.10.2014

    Mimo. Deshalb also sich auch nicht vorwerfen, wenn man in dieser Gesellschaft nicht WIE GEWÜNSCHT „funktioniert“. Ich versteh wenn jmd vom Job abhängig ist und gewisse Verhaltensformen annehmen MUSS. Wir werden ja darauf dressiert. Das Ausbeuteschema an sich ist verwerflich. Um dem entgegen zu wirken, ist es notwendig sich selbst und seiner Werte (soweit wie möglich) treu zu bleiben. Also sofern man in der Lage ist, nicht bei diesem Spiel mitzuspielen. Das können nur die Wenigsten und dazu brauch man eine ausserordentliche Stärke und viel Geduld. Deshalb schweigt man oft, weil man kompromisbereit ist und nicht ausgesondert werden will. Es ist bei jedem Individuell inwieweit die eigene Einstellung vereinbar ist mit widersprüchlichem aufgezwungenem handeln, ohne sich selbst dabei zu zerstören. Das ist u.a. was uns in das tiefe Loch reisst. Wenn man auch nur partiell man selbst bleibt ist es einfacher aus dem Loch rauszukommen und sogar möglich glücklich zu werden. Oder ? MfG John

  8. Leserkommentar John schreibt am 31.10.2014

    Mimo. Und es ist nur nachvollziehbar warum Katja von der Marketingabteilung die Susi vom Verkauf vor versammelter Mannschaft polemisch „kritisiert“. Dabei geht es nicht um Wahrheitsfindung. Der Chef soll nur mitbekommen, wie „wertvoll“ Katja fürs Unternehmen ist. Das Susi die Kunden dafür gewonnen hatte, ist nicht mehr wichtig. Sie soll sich noch mehr anstrengen und mehr Kunden gewinnen. Von daher kommt Katja in eine Position wo sie Recht behält und eine Beförderung rückt näher. Dieses gegenseitige Nähren an anderen ist mittlerweile völlig üblich. Selbst in unserer Freizeit. Face“look“ und Co. Andere herabwürdigen und im schlechten Licht dastehen lassen, selbst wenn sie Recht haben, damit man selber die Lorbeeren ernten kann. Deswegen gibt es auch so viele „Schönschwätzer“ die nur darauf warten das sich jemand WIRKLICH kritisch äußert und trübe Atmosphäre bringt. Und diese Ausbeutungs-Mentalität hat sich verbreitet. Was man dagegen tun kann ist, sich dem einfach nicht anzuschließen.

  9. Leserkommentar John schreibt am 31.10.2014

    Mimo. Das Mittel zur Gewalt sind heute, im „Kommunikationszeitalter“ WORTE. Manche können reden wie ein „Maschinengewehr“ und man hat das Gefühl, ihnen geht die „Munition“ nie aus. Das liegt daran weil diese Leute sich Unterstützer suchen die sie mit „Munition“ versorgen. Es bilden sich sozusagen „Gangs“, wie in Westernfilmen. Das ist der Grund warum es heutzutage so viele „Zielscheiben“ gibt. Und jeder der sich nicht richtig unterordnet, wird erschossen. Heutzutage spricht man dabei von Ruf-“mord“. Ich hör ma kurz auf mit diesen Analogien und komme zum Wesentlichen. Wir sind sozial gezwungen uns so zu Verhalten, wie es uns andere vorgeben. Und die dabei mitmachen, haben Angst selbst ein Opfer dessen zu werden, bzw deklassiert zu werden. Diese Unternehmens-, Wettkampf-, und Arbeitskultur, die praktiziert wird, hetzt Menschen gegeneinander auf. Wir haben keine Zeit mehr für Menschlichkeit, weil wir Arbeiten und andere „Ziele“ erreichen müssen. Dabei vergessen wir unsere eigenen Ziele.

  10. Leserkommentar John schreibt am 31.10.2014

    Hi Mimo. :) Ich danke Gott dafür das es Leute gibt die Verstand haben, sowie du. Ich hab gemerkt das es mehr davon gibt als ich bisher angenommen hatte, weil das in meinem Umfeld wirklich nicht üblich ist. Es gibt viele Aspekte die du benannt hast und auf die man ins Detail eingehen könnte, aber du hast einfach Recht. Es gibt aber für alles Gründe. Das vorgesetzte Lebenskonstrukt das wir leben „müssen“ und andere einfach annehmen. Wir werden systematisch darauf gesteuert uns selbst zu bekämpfen. „Konkurrenz belebt das Geschäft“ ist die Divise. Hab mir gerade nen Western reingezogen mit Clint Eastwood und hab mir vorgestellt ob dieser Satz noch seine Gültigkeit hätte wenn man jedem eine Pistole in die Hand drücken würde. Wie mit der Pistole, wird auch heute noch Gewalt ausgeübt. Ich meine, wenn du dir einen Mann geschichtlich vor Augen hälst siehst du ihn mit einer Waffe oder einem gewaltsamen Utensil. Z.B. Neandertaler = Keule , Ritter = Schwert, Cowboy = Pistole, Mann (heute) = Handy

  11. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Nicole und John Doe (Jay Dee), aus Zeitgründen muss ich mich leider kurz fassen. Da Worte euch nur unzureichend beschreiben können, schreibe ich ganz generell, dennoch mit der tiefgehenden Meinung.... Ihr seid einfach Klasse. :)Ihr seid das Eisen aus dem Rüstungen gemacht werden und wie es die Leute brauchen. Mit herzlichsten Grüßen John :)

  12. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Dobermann1944. Ich verfolge mit Aufmerksamkeit deine Kommentare und erkenne das in dir Seiten sind, die entscheidend für jüngere Genrationen sind. Du kennst noch eine Welt in der Werte zumindest stärker vertreten waren als in der heutigen Zeit. Es ist inspirierend zu sehen wie du z.B. Mimo schreibst, das es andere Seiten im Leben gibt. Die Jüngeren werden immer mehr in einem gedanklichen Gefängnis geboren, was sie als Alltag bezeichnen, weil sie es nicht anders kennengelernt haben. Die Möglichkeit der Unterwerfung zum Alltags wird es bald nicht mehr geben. Um sich UNTERwerfen zu können, muss man Werte kennengelernt haben, die ÜBER dem stehen, was wir als „Normal“ bezeichnen. Und das wird uns immer mehr weggenommen, so das wir immer mehr (ohne Entscheidungsfreiraum) bereits unterworfen sind. Deshalb find ich deine Meinung wichtig. Damit der Wert für das freiheitliche Bedürfnis und das Recht des eigenen Seins nicht verloren geht. Mit großer Hochachtung und Respekt John

  13. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Dobermann1944. Ich kann dir deine schlimmen Erfahrungen leider nicht einfach nehmen. Aber ich kann dir sagen, das es wirklich Wertvoll ist das du auf diese Seite bist. Mir ist klar, das du zu intelligent für banale Motivationssprüche bist, die (von vielen) zwar gut gemeint sind, aber für dich wenig bedeutsam sind weil sie sich so dahergesagt anhören. Und ich bringe nicht eine aufgesetzte fragwürdige Wertschätzung entgegen, es ist eine TATSÄCHLICH gemeinte Wertschätzung. Auch wenn du dafür nur wenig empfänglich sein solltest, ich finde es sollte auf jeden Fall gesagt bzw geschrieben sein. Also das du trotz alldem was du erfahren und durchlebt hast, hier bist und Menschen einen moralischen, WERTvollen Rückhalt schaffst. Die Umstände die dich hierher brachten, sind tragisch. Aber DAS du hier bist und uns deine Erfahrungen mitteilst, macht uns achtsamer, zeigt uns Blickwinkel die wir (u.a. als Individuen) ungenügend oder gar nicht beleuchtet haben und macht uns als eigene Person stärker.

  14. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Dobermann1944. Worte können mich also nur dem Wahrhaftem näher bringen, was für andere die wirkliche erlebte und gefühlte Realität bedeutet. Auf den SINN, ZU dieser Realität muss der Zuhörer (Ich) selber drauf kommen, Stufe um Stufe bis ich zum Elementarem (der Bedeutung) angelangt bin. Was aber nicht bedeutet, das ich keine ähnliche Sinnhaftigkeit erlebt habe und die Ausgangslage dieser Stufen bei jedem gleich sind. Manche fangen bei der ersten an, andere sind bei der 500sten von 1000 Stufen angelangt. Ich will damit sagen, das man mehr über sich gegenseitig erfahren muss um zu wissen, wo man selber und die andere Person ist, um einen gemeinsamen Konsens zu finden. Ich wünschte, ich könnte durch einem (Zauber-)Satz die Naht sein, die deine Wunden verschliesst. Das ist (nicht unmöglich aber) wirklich nicht einfach. Ich bin schon froh wenn ich lediglich eine kleine Nahtstelle bin, die die Wunde nur teilweise verschliesst.

  15. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Dobermann1944. Neigt man dazu emotional zu kommunizieren, verliert man leicht den Überblick des Gegenübers über die emotionale Struktur. Kommuniziert man aber überstrukturiert (z.B. wie bei Fachliteratur), geht das gefühlte, menschliche dabei verloren, worum es in vielen Fällen ja geht. Man kann leider seine Erfahrungen nicht 1 zu 1 auf den anderen „übertragen“, so das man das „vollkommene“ Verständnis bekommt. D.h. das die Person gegenüber Dinge nur fragmentarisch aufnehmen kann und sich nur anteilig Dinge bewusst machen kann. Manche mehr andere weniger. Ich will, denke ich, damit nur sagen, das ich dich um Verzeihung bitte, falls ich zu kühl oder oberflächlich gewirkt habe. Ich bin aber gewillt, zu verstehen. Und mir ist klar, das es seine Zeit dauern kann um die eigene Lage gefühlt zu verdeutlichen, da man das Erlebte des Gegenübers nicht kennt. Um Erlebtes von anderen, sich bewusst zu machen und „NACH-zu-FÜHLEN“ brauch man Zeit. Das ist nichts was man in Google nachschlagen kann.

  16. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Dobermann1944. Mir ist klar, selbst wenn ich das (empathisch) mit einkalkuliere, hab ich auch nur eine seeehr oberflächliche Vorstellung davon was du durchmachst. Ich nehm es als Kompliment auf wenn du sagst, das ich wie „gelernt und vorgetragen“ wirke. Auch wenn es nicht so gemeint war ;P . Die Sache ist die, das ich das nicht gelernt habe, wie es Therapeuten o.ä. tun, sondern Situationsbedingt ERlernt habe. Sozusagen „Learning by Doing“ oder mehr Lernen durch Erfahrung. Mit sich selbst auseinandersetzen usw. (was wirklich hart sein kann). Und ich versteh dich absolut, wenn etwas „überoptimistisch“ und nach rosa Wolken und/oder sich nach steriler Fachliteratur anliest, weil das alles Dinge sind zu denen, das eigene Sein, nicht immer Zugang hat, bzw oft nicht umsetzbar im eigenem wirklichem Leben sind. Deswegen will ich auch nicht die („tauben“) Ohren ansprechen, sondern mehr einen Draht zum Inneren (vielleicht sogar zum Herzen) herstellen. Es ist oft ein Balance-Akt mit der Sprache.

  17. Leserkommentar John schreibt am 30.10.2014

    Hi Dobermann1944, :) Es tut mir leid, falls ich mich zu anmassend und belehrend angelesen habe. Dennoch wollte ich es nicht unversucht lassen, dich zu unterstützen und dir Möglichkeiten aufzuzeigen die dir helfen könnten. Da ich deine Person und deine Umstände wenig bis gar nicht kenne, hab ich mich an einem Repetoire bedient, welcher eher an der Oberfläche ansetzt. Mir ist durch dein Kommentar bewusster geworden, das man einen Lehrer (also Du) nicht mit üblichen Lehren belehren kann. Ich glaube aber das für uns alle, durch deine Präsenz, wirklich das Potenzial gegeben ist was zu lernen. Die Resonanz der Kommentare sprechen ja bereits dafür. Du hast eine längere emotionale Verlaufslinie, da du älter bist als ich (nehm ich an). Du lebst ungefähr doppelt so lang auf dieser Welt als ich, aber ich verstehe das ich die Erfahrungswerte die du gefühlt und erlebt hast, nicht einfach verdoppeln kann, um deine Gefühlslage BESSER zu verstehen. Sie verhalten sich EHER exponentiell.

  18. Leserkommentar Nicole schreibt am 30.10.2014

    John Doe..ich möchte Dir gern noch etwas sagen! Und zwar hat es mein Herz sehr berührt, dass Du schriebst, " Der Herr" habe Deine Schwiegermutter zu sich geholt...es tröstet mich, dass auch andere Menschen diese Hoffnung in sich tragen, ihr Leben durch den Tod nicht "be"endet, sondern im Glauben "voll"endet zu wissen! Danke!Ganz ganz herzlichen Dank auch für deine liebvollen Komplimente..ich versuche sie in meine kranke Seele aufzunehmen und ihnen dort einen Platz zu schenken... Nicole

  19. Leserkommentar Nicole schreibt am 30.10.2014

    John Doe...wenn ich deine Worte lese, dann spüre ich ein großes Verlangen, Dich einfach mal in den Arm zu nehmen und Dir zu sagen:" Hey, ist schon okay!" Ich verstehe auch deine Lage und es ist auch ein Stück weit normal, wenn Menschen auf suizidale Gedanken ihres Gegenübers mit diesen Argumenten reagieren...alles gut John Doe!!!Ich würde mich da eher bei Dir entschuldigen wollen, denn ich hätte vielleicht mit einem Smiley hinter dem " Senf" :)dir deutlicher signalisieren sollen, dass meine Reaktion NICHT anklagend sein soll...sorry!!!! Nicole

  20. Leserkommentar John Doe schreibt am 30.10.2014

    @ Dobermann Ich habe einen grenzenlosen Respekt vor Dir durch den Kampf den du zu Liebe deiner Nächsten bestreitest selbst in Episoden des Lebens, in denen es als Sinnlos erscheint! Das nenne ich unvergleichliche Aufopferungsbereitschaft, nicht mal um seiner selbst willen. Und ich erkenne befreiende Wahrheit in der Kern-Aussage, dass ein Leben auch dann lebenswert ist, wenn auf enorm viel negatives, auch nur ein bisschen unsagbar schönes folgt.... Ich hörte mal, der Sinn des Lebens ist seinem Leben einen Sinn zu geben und wer das schafft, hat schon viel geleistet Mit den besten Wünschen und hochachtungsvollen Grüßen, J.D.

  21. Leserkommentar John Doe schreibt am 30.10.2014

    @Nicole was ich mir aber, obwohl ich dich nicht kenne anmaße, ist der Glaube, dass du ein wunderbarer Mensch bist, auf den diese Welt ungern verzichten würde;) Ich spüre eine Seele in dem was du schreibst und schriebst, die ich bei den meisten (ich nenne die oberflächliche Masse gerne Schablonen-oder Katalogmenschen) vergeblich suche... Ich wünsche dir wirklich alles Gute, was die Welt noch für dich bereithält und noch mehr. Mit aufrichtigster Entschuldigung und den besten Grüßen, J.D.

  22. Leserkommentar John Doe schreibt am 30.10.2014

    @Nicole da ich außer einer mittelschweren manischen Depression und einer herben Phase paranoider Schizophrenie mich bis jetzt an und für sich an einem gesunden, wenn auch nicht einfachen und von manchen Schicksalsschlägen stigmatisiertem Leben "erfreuen" durfte, würde ich mir niemals anmaßen das Ausmaß deiner Lage nachvollziehen zu können. Ich wollte auch nicht so harten Tobak verteilen, kannte deine Geschichte auch nicht gut genug, um mich so sehr einzumischen.... Hoffe, du nimmst es mir nicht allzu übel:-(

  23. Leserkommentar John Doe schreibt am 30.10.2014

    @ Nicole Hey es tut mir sehr leid, ich wollte dir wirklich nicht zu nahe treten:-( Deine Situation ist mit der meiner Mum nicht ansatzweise zu vergleichen, die physisch nahezu kerngesund ist und nur keine Lust mehr hatte, weil ihr Leben nicht im geringsten dem glich, was sie sich erträumt hatte... sollte sich, obwohl ich dich anschrieb, auch gar nicht so sehr auf dich beziehen und ja, ich verstehe dich jetzt weit mehr! Konnte, oder eher musste selbst erfahren wie sehr eine Tochter unter dem Leid ihrer Mutter mitleiden und auslaugen kann( Schwiegermutter schwer Krebserkrankt, meine Frau litt sehr darunter, bis der Herr entschloss, ihre Mutter nach 7 Jahren Leid und Kampf zu sich zu holen) Man hatte sich drauf vorbereitet und doch traf es wie ein Blitzschlag.

  24. Leserkommentar Nicole schreibt am 30.10.2014

    Dobermann...deine Umarmung und die mir zugesandte Kraft haben mir sehr gut getan...vielen Dank!!!

  25. Leserkommentar Tina schreibt am 30.10.2014

    Ich danke dir John! Du hast meinen Alltag sehr gut beschrieben und ich denke es ist an der Zeit etwas zu ändern den sonst sehe ich schwarz! Ich Danke dir herzlich LG Tina

  26. Leserkommentar Dobermann1944 schreibt am 30.10.2014

    ob das Leben einen Sinn hat, wer will das bestimmen? Allein schon der Versuch, diese Frage zu besntworten, zeigt, wie fremdbestimmt wir blind durchs Leben stapfen. Wir wurden geboren, wurden als Kind wie auch immer behandelt und müssen lernen, dass wir irgendwann für das was ist, selbst verantwortlich sind. In depressiven Phasen fällt es oft schwer oder ist unmöglich selbstbestimmt zu handeln. Das ändert aber nicht daran, das nur wir selbst entsheiden müssen, was und wie es passiert.

  27. Leserkommentar Dobermann1944 schreibt am 30.10.2014

    Mimo, es ist schon verrückt, doch wenn ich lese, wie du das Leben beschreibst wehrt sich selbst meine depressive Seele dagegen und schreit: halt, halt , das ist nur eine Seite unseres Lebens. Als ich kürzlich meinen 70. Geburtstag feiern sollte, sagte ich nein und lief mit meiner Frau davon. Wie haben das erste Mal in unserem Leben eine viertägige Pilgerwanderung gemacht, mit Rucksack auf dem Rücken und nachts schlafen in Etagenbetten. Es ging mir nicht immer gut dabei aber es waren viele schöne Momente, zu denen ich doch fähig war, sie zu erleben. Ich denke, auch das dafür leben wir.

  28. Leserkommentar Dobermann1944 schreibt am 30.10.2014

    Hallo Mimo, ich denke so ist das Leben nicht. Ich könnte zwar zu allem ja sagen und bestätigen, weil ich es in langen Phasen meines Lebens ähnlich erlebt habe. Ich habe dennoch gelernt und auch erfahren, dass das was du beschreibst, nur eine verkorkste Wahrnehmung ist. Ich lebte nicht nur um zu sterben sondern z,B, um meine Kinder auf ihr Leben vorzubereiten, um in meiner Arbeit anderen Menschen helfen zu können, um mit meiner Frau auch viele schöne Zeiten zu erleben.

  29. Leserkommentar Dobermann1944 schreibt am 30.10.2014

    Liebe Nicole, was ist mit Deinem Karzinom? Bist Du in Behandlung und wie ist die Diagnose? Es ist sicher schwer auszuhalten, wenn neben all unseren seelischen Schmerzen auch noch organische dazu kommen. Ich umarme Dich und schick Dir Kraft

  30. Leserkommentar Nicole schreibt am 30.10.2014

    mimo...deine Worte, sie bewegen mich sehr...Danke!!!

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