
Rolf Merkle/Doris Wolf
Gefühle verstehen, Probleme bewältigen
184 S., EUR (D) 12,80
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34 positive Besprechungen bei Amazon 
Ein Leser schreibt:
Einfach genial ...,
"Mach mehr aus deinem Leben ..." mit dieser Einstellung habe ich mir dieses Buch gekauft und ich kann nur sagen, es ist einfach super-mega-oberklasse! Seit ich es das erste mal in die Hand genommen habe, lege ich es nicht mehr weg. Sofort habe ich mir auch all die anderen Bücher des Autors R. Merkle gekauft. Auch diese sind weltklasse. Ich bin einfach nur begeistert und kann allen raten, in diese Bücher reinzuschnuppern, auch wenn man der Meinung ist, recht gut im Leben zurecht zu kommen (dies war auch meine Einstellung). Alle Bücher sind zudem sehr verständlich und "einfach" geschrieben. Man(n) und auch Frau fühlt sich wirklich rundum angesprochen.
Sie fühlen, wie Sie denken
Von Kindesbeinen an lehrten Sie Ihre Eltern und die Gesellschaft, daß man sich sein Glück verdienen muß. Sie lernten, Ihre Zufriedenheit und Ihr seelisches Wohlbefinden von Äußerlichkeiten wie Geld, Erfolg und Aussehen abhängig zu machen.
Sie lernten, sich zu sorgen und zu ängstigen, ob andere Menschen Sie anerkennen und mögen. Sie lernten, sich schuldig zu fühlen, wenn Sie in den Augen der anderen etwas "Schlechtes" tun. Sie lernten, sich mit anderen zu vergleichen und zu messen. Schneiden Sie dabei schlecht ab, dann halten Sie sich für minderwertig oder gar für wertlos.
Sie lernten, daß es viel wichtiger ist, was andere von Ihnen denken, als was Sie von sich selbst denken. Sie lernten, sich zu verurteilen, wenn Sie gegen bestehende Normen und moralische Grundsätze verstoßen. Sie lernten, daß man seine Sache immer gut oder perfekt machen muß.
Sie lernten, daß Sie die Gefühle anderer verletzen können und daß andere Ihre Gefühle verletzen können. Sie lernten, daß Sie selbst wenig oder keinen Einfluß darauf haben, wie Sie sich fühlen.
Mit anderen Worten: Sie haben gelernt, Ihr seelisches Wohlbefinden von anderen Menschen oder den Umständen abhängig zu machen.
Entscheiden Sie sich, Sie haben die Wahl
Was aber, wenn all das, was Sie von Ihren Eltern und Erziehern über Glück und Zufriedenheit erfahren haben, gar nicht stimmt? Was würde es bedeuten, wenn Sie es selbst in der Hand hätten, sich so zu fühlen, wie Sie möchten?
Es würde bedeuten, daß Sie nicht wie eine Marionette von anderen Menschen oder den Umständen dirigiert werden könnten. Es würde bedeuten, daß Sie nicht Sklave, sondern Herr Ihrer Gefühle sein können.
Es würde bedeuten, daß Sie die Entscheidung hätten, sich so zu fühlen, wie Sie möchten, unabhängig davon, was andere sagen oder tun. Es würde bedeuten, daß Sie Ihre Fähigkeiten entfalten könnten, anstatt sich in Ihrem Handeln durch Angst und andere negative Gefühle zu lähmen.
Es würde aber auch bedeuten, daß Sie Verantwortung für sich übernehmen müßten, weil Sie anderen oder den Umständen nicht mehr die Schuld für Ihr Unglücklichsein geben könnten.
Wenn Sie die Wahl hätten, zwischen einem Leben voller Abhängigkeit und einem Leben in Freiheit, wofür würden Sie sich entscheiden? Wenn Sie die Wahl hätten, ein Leben voller Angst, Sorgen, Ärger, Schuldgefühlen und Depressionen gegen ein Leben mit mehr Freude, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit einzutauschen, wofür würden Sie sich entscheiden?
Sie haben die Wahl. Sie können von Ihren unguten Gefühlen und selbstschädigenden Angewohnheiten Abschied nehmen. Das bedeutet aber, daß Sie einiges von dem, was Sie sich im Laufe Ihres Lebens angeeignet haben, wieder verlernen müssen. Sie müssen sich von bestimmten Ansichten und Vorstellungen trennen, die Sie bisher für richtig hielten. Mit einem Wort: Sie müssen lernen, umzudenken.
Sie fühlen, wie Sie denken
Als erstes müssen Sie davon Abschied nehmen, andere oder die Umstände für Ihre Gefühle verantwortlich zu machen. Das bedeutet, daß Sie aufhören zu sagen:
"Du machst mir Angst”.
"Du machst mich traurig”.
"Du machst mich ärgerlich”.
"Das regt mich auf”.
"Das hemmt mich”.
"Das macht mich ganz verrückt”.
"Das macht mich krank”.
"Du verletzt mich”.
Verantwortung für sich und seine Gefühle zu übernehmen bedeutet, daß Sie erkennen und akzeptieren, daß Sie es sind, der sich seine guten wie schlechten Gefühle macht.
Es bedeutet, daß Sie sagen:
"Ich versetze mich in Angst”.
"Ich mache mich traurig”.
"Ich mache mich ärgerlich”.
"Ich rege mich darüber auf”.
"Ich hemme mich”.
"Ich mache mich ganz verrückt”.
"Ich mache mich krank”.
"Ich verletze mich”.
"Wie soll das vor sich gehen? Wie kann ich mich ängstlich, traurig oder ärgerlich machen?”
Sehr einfach. Es ist die Art und Weise, wie Sie von sich und anderen denken, die bestimmt, wie Sie sich fühlen.
Schon vor 2000 Jahren lehrten die Stoiker: Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge. Wenn wir also auf Schwierigkeiten stroßen, in Unruhe und Kümmernis geraten, dann wollen wir die Schuld niemals auf einen anderen schieben, sondern nur auf uns selbst, das heißt auf unsere Meinung von den Dingen.
Anders ausgedrückt: Sie fühlen, wie Sie denken. Es ist immer Ihre ganz persönliche und subjektive Bewertung, die Sie einer Sache beimessen, die darüber entscheidet, wie Sie sich fühlen. Nur so ist es zu erklären, daß zwei Menschen ein und dieselbe Sache erleben und dennoch verschieden darauf reagieren.
"Ist das nicht Veranlagungssache, wie man reagiert?”
Nein. Wir werden nicht als ängstliche oder ärgerliche Menschen geboren. Wenn wir auf die Welt kommen, dann ist nicht festgelegt, ob wir einmal die Angewohnheit haben werden, uns beispielsweise häufig und stark zu ärgern. Das lernen wir in unserer Kindheit. Sicherlich ist es Ihnen schon einmal passiert, daß ein anderer völlig anders reagierte, als Sie es erwartet haben. Sie haben dann gedacht: "Ich verstehe nicht, wie man dabei so ruhig bleiben kann”, oder umgekehrt: "Ich verstehe nicht, wie man sich über eine Bagatelle so aufregen kann”. Sie wollen damit ausdrücken, daß Sie in einer solchen Situation völlig anders reagieren würden. Wie aber ist das möglich?
Die einzig richtige Erklärung ist: Der andere sieht die Situation anders als Sie. Für ihn ist die Angelegenheit eine Bagatelle oder eben keine Bagatelle, sondern von großer Bedeutung. Er denkt anders als Sie und kann sich deshalb anders fühlen und verhalten. Diesen Zusammenhang zwischen dem Denken und Fühlen bezeichnen wir als ABC der Gefühle.
Weitere Leseproben:
Einleitung
Kapitel 5
Machen Sie Schluss mit Ihren Minderwertigkeitsgefühlen
Kapitel 6
Wie Sie Ängste überwinden
© 1999-2012 PAL Verlag - Gefühle verstehen lernen Kapitel 1
Suchthilfe bei Alkoholsucht - Probleme - Small Talk - Partnerschaftstest - Entspannung - Selbstbewusstsein - Mobbing Test - Erfolg haben