Das Leben meistern - trotz Behinderung

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Ich bin glücklich, wie ich bin

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Vom Rollstuhl aufs Rennrad 

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Man darf nie verzweifeln, das Glück kommt immer wieder

Diverse Vorbilder

Gerald Metroz
"Ich lass mich nicht behindern"


Gerald Metroz sitzt bei Biolek in der Sendung
und sagt selbstbewusst:
"Ich bin glücklich".

Dass ein Mensch einen solchen Satz sagt, ist vielleicht nichts Ungewöhnliches. Aus dem Mund eines Mannes, der keine Beine hat, schon. Gerald Metroz macht daraus kein Geheimnis - im Gegenteil.

Er hat seine Prothesen aus seinem Leben verbannt. Jetzt bewegt er sich nur noch im Rollstuhl fort und zeigt aller Welt, dass er keine Beine hat.

"Jetzt im Rollstuhl habe ich den äußeren Schein abgelegt,
aber dafür an Echtheit gewonnen".

Und er sagt:
"Würde man mir meine Beine wieder schenken, ich würde sie nicht mehr wollen. Ich möchte jeden Tag etwas Neues entdecken und dazu braucht man keine Beine".

Gerald Metroz war 2 Jahre alt, als er seine Beine bei einem Unfall verlor. Jahrelang wollte er normal, wie alle anderen, aussehen,
und trug Prothesen.

"Durch meinen Verzicht auf meine Prothesen habe ich endlich etwas aus meinem Anderssein gemacht. Anstatt es durch einen ständigen Kampf, der sich nicht lohnte, zu verleugnen, begann ich, es mir zu Nutzen zu machen. Und das hat neue Lebenskräfte in mir freigesetzt".

Mit 25 beschloss er sein Leben auf seine Weise zu leben - ohne Prothesen. Er nahm an den Paralympics teil, er spielt leidenschaftlich gerne Tennis und Basketball und arbeitet als Spielevermittler im Eishockey.


"Ich bin glücklich".
Diesen Satz hört man heute fast nur noch von Verliebten oder frisch Verheirateten. Diese Worte aus dem Mund eines Menschen, der keine Beine hat, zeugen von einer besonderen Meisterschaft im Leben.

Wenn ein Mensch ohne Beine diesen Satz voller Überzeugung sagen kann, wieviel mehr Grund hätten wir Zweibeiner,
im siebten Himmel zu schweben?

Es sind nicht die Dinge, die uns unglücklich machen,
sondern unsere negative Sicht der Dinge,
und es sind nicht die Dinge, die uns glücklich machen,
sondern unsere positive Sicht der Dinge.

Welche Sicht müssten Sie ändern,
um glücklicher zu sein?



"Jetzt im Rollstuhl
habe ich den äußeren Schein abgelegt,
aber dafür an Echtheit gewonnen".

Welch eine Weisheit
für uns äußerlichen, oberflächlichen Menschen
und was für eine Lektion in Sachen Leben.

Jawohl, wir sind alle auf den schönen Schein bedacht,
unterziehen uns Schönheitsoperationen, um den Anschein ewiger Jugend zu wahren, kaufen Cremes und Wässerchen, um Fältchen den Kampf anzusagen und alles aus der Angst, der Spiegel an der Wand könnte uns auf die Frage
"Wer ist der Schönste im ganzen Land"? antworten:
"Du nicht"

Würden wir aufhören,
etwas sein zu wollen, das wir nicht sind,
könnten wir etwas gewinnen: das Leben und Echtheit,
und wir könnten etwas verlieren, das überflüssig ist:
die Angst.

© 1999-2010 PAL Verlag - Leben mit körperlicher Behinderung - Metroz
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