Angst und Partnerschaft

Ihr Partner leidet unter Angstzuständen? Hier finden Sie Informationen was Sie für sich selbst tun können und wie Sie Ihrem Partner helfen können.

Angst und Partnerschaft
© Joanna Nix, unsplash.com

Ihr Partner ist von einer Angsterkrankung betroffen? Dann umfasst die Angsterkrankung seine ganze Person. Sie schlägt sich in seinem Denken und Fühlen, in seinem Körper und Verhalten nieder. Deshalb bleiben Sie vermutlich von seiner Angst nicht unberührt. Sie schwanken wahrscheinlich Ihrem Partner gegenüber in Ihren Gefühlen. Ihre Gefühle umfassen die ganze Gefühlspalette. Mal verspüren Sie Mitleid, mal Trauer, mal Angst vor der Zukunft, mal Wut, ja vielleicht sogar ab und zu auch Neid.

Vielleicht macht Ihr Partner gerade eine Therapie, was sich stark auf Ihr Zusammenleben und Ihre Beziehung auswirkt. Vielleicht fühlen Sie sich auch hilflos und unsicher, wie Sie sich Ihrem Partner gegenüber am besten verhalten sollen.

Ich möchte Sie deshalb darüber informieren,

  • wie Sie auf die Angsterkrankung Ihres Partners reagieren könnten.
  • was Sie für sich tun sollten, wenn Sie einen angstkranken Partner haben.
  • wie Sie Ihrem Partner helfen können, wenn er unter Ängsten leidet.
  • wie Sie zur Beibehaltung der Angst Ihres Partners beitragen könnten.
  • welche Folgen eine Psychotherapie für Sie als Partner haben kann.
  • was sich durch eine Psychotherapie in der Partnerschaft verändern kann.

Informationen zu Beziehungsproblemen und Partnerschaftsproblemen und wie Sie damit umgehen können.

Wie Sie auf die Angsterkrankung Ihres Partners reagieren könnten

Wenn Ihr Partner unter Ängsten leidet, dann sind Sie wahrscheinlich davon betroffen. Es ist vielleicht sehr schmerzlich für Sie, mit ansehen zu müssen, wie Ihr Partner sich immer mehr zurückzieht und wie seine Leistungsfähigkeit immer mehr abnimmt. Ihre gemeinsamen Interessen und Hobbys, der Kontakt zu Ihren Freunden werden vielleicht nicht mehr gepflegt.

Vielleicht haben Sie Existenzangst, dass Ihr Partner seine Anstellung wegen seiner Ängste verliert. Vielleicht hat Ihr Partner in seiner Not auch begonnen, zu trinken oder eine Tablettenabhängigkeit entwickelt, und Sie leiden unter seiner Sucht.

Sie wollen Ihrem Partner helfen, schwanken dabei möglicherweise zwischen vielen wechselnden Gefühlen und Reaktionsmustern:

  • Sie setzen all Ihre Überzeugungskraft ein und reden beruhigend auf Ihren Partner ein, wann immer er Angst verspürt.
  • Sie wollen helfen, damit Ihr Partner möglichst schnell seine Angst überwindet.
  • Deshalb gegen Sie ihm Ratschläge, was er noch tun kann, informieren sich umfassend über seine Erkrankung und bieten ihm Unterstützung an
  • Sie sind verständnisvoll und nehmen Rücksicht auf ihn leben schließlich selbst das Leben eines Angstkranken.
  • Sie fühlen sich bedrückt, belastet oder verzweifelt, weil es Ihrem Partner schlecht geht.
  • Sie versuchen stark zu sein und keine eigenen Probleme zu bekommen.
  • Sie sind mit Ihrem Partner ständig auf der Hut, wann der nächste Angstanfall kommen und wie man ihn verhindern könnte.
  • Sie werden zum Experten, besuchen Foren im Internet und sprechen mit Ärzten, vernachlässigen sich mit Ihren Bedürfnissen.
  • Sie quälen sich mit Fragen, was Sie Ihrem Partner zumuten können oder sollen, auf welche Aktivitäten Sie bestehen sollen.
  • Sie haben Schuldgefühle, etwas falsch gemacht zu haben und für die Angsterkrankung Ihres Partners verantwortlich zu sein.
  • Sie sind kraft, mut- und hilflos, weil keine Besserung feststellbar ist und Sie nicht wissen, wie es weitergehen soll.
  • Sie fühlen sich ungerecht behandelt und schikaniert, wenn Ihr Partner Ihnen manchmal Vorwürfe macht, statt dankbar zu sein.
  • Sie werden ärgerlich, weil sich alles nur noch um Ihren Partner dreht.
  • Sie sehen sich als Elternteil, welches sein Kind immer wieder ermutigt und zu seinem Glück zwingt.
  • Sie fühlen sich ausgenutzt, weil Ihr Partner mal Ihre Hilfe fordert, mal zurückweist.
  • Sie fühlen sich mit Ihren Sorgen nicht verstanden, müssen nun immer stark sein, während ihm die Rolle des Hilfsbedürftigen zufällt.
  • Sie fühlen sich in Frage gestellt und werden wütend, weil Ihr Partner Ihre gut gemeinten Ratschläge nicht annimmt und sich nichts bessert.
  • Als Folge davon, lassen Sie in Ihrem Einsatz nach. Dann machen Sie sich Schuldgefühle, ihn hängen zu lassen.
  • Sie fühlen sich zu kurz gekommen, weil Ihre Wünsche in der Partnerschaft nicht mehr vorkommen.
  • Sie haben selbst Angst, wie in der Zukunft alles weitergehen soll.
  • Sie sind enttäuscht, dass das jetzt alles vom Glück gewesen sein soll, was Sie in der Partnerschaft bekommen können.
  • Sie zweifeln an Ihrer Liebe und der Partnerschaft.

Haben Sie sich in einigen der Gefühls- und Reaktionsmuster wieder erkannt? Verurteilen Sie sich manchmal für derartige Gedankengänge und Gefühle? All diese Gedanken und Gefühle sind verständlich und normal.

Wichtig zu wissen: Wenn Sie einen angstkranken Partner über längere Zeit begleiten, dann zehrt dies auch an Ihren Kräften. Sie sind kein Therapeut, sondern ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Auch wenn Sie Ihren Partner lieben, dürfen Sie enttäuscht oder ärgerlich auf ihn sein.

Was Sie für sich tun können, wenn Sie einen angstkranken Partner haben

Damit Sie die Kraft und Geduld Ihrem Partner gegenüber auch weiterhin aufbringen können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Batterien immer wieder auffüllen und gut für sich und Ihr seelisches und körperliches Befinden sorgen.

Was Sie für sich z.B. tun können:

  • Nehmen Sie sich immer wieder eine Auszeit, in der Sie sich mit fröhlichen unbeschwerten Menschen umgeben.
  • Sorgen Sie für einen Ausgleich, indem Sie sich sportlich betätigen oder einem Hobby nachgehen.
  • Lassen Sie sich eine Massage geben - also etwas, wobei Sie passiv bleiben und sich verwöhnen lassen können.
  • Pflegen Sie Ihren Freundeskreis.
  • Nutzen Sie selbst ein Entspannungsverfahren. Schon alleine die Gegenwart eines ängstlichen Menschen wird auch in Ihnen mit der Zeit Spannung erzeugen.
  • Teilen Sie Ihrem Partner mit, wo Ihre Grenzen sind und was Sie für sich benötigen.
  • Sprechen Sie über Ihre Unsicherheit und Hilflosigkeit.
  • Planen Sie nach Möglichkeit gemeinsame Aktivitäten, in denen sie beide miteinander Spaß und Freude haben.
  • Vielleicht ist es auch hilfreich für Sie, sich mit den Partnern anderer Betroffener aus der Selbsthilfegruppe zu treffen und sich auszutauschen.
  • Wenn Sie dazu neigen, zu sehr Anteil zu nehmen, sich verantwortlich fühlen und sich zu sehr zu verausgaben, sollten Sie an eine Psychotherapie für sich denken.

So helfen Sie Ihrem Partner, wenn er unter Ängsten leidet

Wenn Sie einen Partner mit einer Angsterkrankung haben, dann haben Sie vermutlich schon vieles ausprobiert, um ihm zu helfen - z. B. gut zuzureden, zu drohen, alleine etwas zu unternehmen, eine Belohnung zu versprechen, usw. Vielleicht sind Sie unsicher, was gut für ihn wäre bzw. schlecht für ihn ist.

Hier einige Strategien, mit denen Sie Ihren Partner unterstützen können:

Informieren Sie sich, wie Angst entsteht und wie Ihr Partner sie überwinden kann.
Schauen Sie sich hierzu die Videos und gegebenenfalls auch die Pdf-Selbsthilfe-Informationen an, die sich mit der Angsterkrankung Ihres Partners befassen.

  • Nehmen Sie ihn und seine Angst ernst, d.h. machen Sie sich nicht lustig über ihn oder seine Angst. Auch Sätze wie: "Na komm, stell dich nicht so an.", "Da brauchst du doch keine Angst zu haben. Ich habe doch auch keine." oder "So schlimm kann es nicht sein.", helfen ihm nicht.
  • Vermitteln Sie Ihrem Partner, dass Sie auf jeden Fall wollen, dass er seine Angst überwindet.
  • Begleiten Sie ihn nicht überall hin, sondern lassen Sie ihn alleine Erledigungen machen. Wenn dieser Schritt zu groß ist, bauen Sie schrittweise Ihre Unterstützung ab.
  • Erinnern Sie Ihren Partner in Angst auslösenden Situationen an die Bewältigungsstrategien wie z.B. die langsame Atmung und positive Selbstinstruktionen.
  • Ermutigen Sie ihn behutsam und mit sanftem Druck zu kleinen Schritten und loben Sie ihn, wenn er den Schritt bewältigt hat.
  • Bestärken Sie ihn immer wieder, mit der Angst in Situationen zu gehen.
  • Ermutigen Sie Ihren Partner, in Situationen zu bleiben, bis die Angst abgeklungen ist.
  • Erinnern Sie ihm immer wieder daran, dass die Angst mit Übung abnehmen wird.
  • Setzen Sie Ihren Partner jedoch nicht zu stark unter Druck, in eine für ihn Angst auslösende Situation zu gehen, sonst besteht  das Risiko, dass er von seiner Angst überflutet wird und diese noch verstärkt wird.
  • Ermutigen Sie ihn, wenn ihm eine Situation zu schwierig erscheint, stattdessen in eine leichtere zu gehen, statt ganz auf die Übung zu verzichten.
  • Motivieren Sie ihn, leichten Sport zu treiben. Durch die körperliche Betätigung wird sein Körper wieder belastbarer, und das ist wichtig.
  • Bestärken Sie ihn nicht darin, immer wieder neue medizinische Untersuchungen durchführen zu lassen, wenn sich hinter seinen körperlichen Beschwerden eine Angsterkrankung verbirgt.
  • Ermutigen Sie Ihren Partner zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe.
  • Raten Sie ihm dringend zur Therapie, wenn er sich nicht alleine aus seinem Gefängnis der Angst befreien kann

Generell sollten Sie immer bedenken:

Eine Hilfe, die die Unselbständigkeit Ihres Partners fördert und verstärkt, ist keine Hilfe - auch wenn es Ihrem Partner durch Ihre Hilfe vielleicht kurzfristig besser geht, weil er nicht mit seinen Ängsten in Berührung kommt. Langfristig schaden Sie ihm durch eine wohlgemeinte, aber zu schonende Haltung, da sich seine Angst immer mehr verstärken und festigen wird.

Nehmen Sie Ihrem Partner also keine Aufgaben ab, vor denen er Angst hat oder bei denen es ihm mulmig ist, die er aber dennoch selbst erledigen könnte.

Eine zu große Fürsorge ist bei der Angstbewältigung nicht förderlich. Im Gegenteil: die gut gemeinte Hilfe kann sich zum Schaden Ihres Partners verkehren.

Können Sie zur Beibehaltung der Angst Ihres Partners beitragen?

Wenn Ihr Partner unter einer Angsterkrankung leidet, dann bleibt dies nicht ohne Auswirkungen auf Ihre Partnerschaft. So verändern sich vielleicht schleichend die Aufgabenverteilung und die gemeinsamen Aktivitäten. Es könnte sein, dass Sie mehr oder weniger unbewusst durch bestimmte Verhaltensweisen dazu beitragen, die Angst Ihres Partners zu stärken und aufrecht zu erhalten.

Verhaltensweisen an, die dazu beitragen können, dass die Angst Ihres Partners gefestigt wird.

Vielleicht nehmen Sie ihm Aktivitäten wie etwa das Einkaufen ab, weil Ihnen die Diskussionen darüber lästig sind, Sie Konflikten aus dem Weg gehen wollen oder ihn einfach nicht mehr leiden sehen wollen. Dadurch aber wird Ihr Partner immer unselbständiger. Oder aber Sie glauben, er schaffe es nicht ohne Ihre Hilfe, und helfen ihm auch in Situationen, in denen er ganz gut alleine klarkäme. Auch hier fördern Sie seine Unselbständigkeit und nehmen ihm die Chance, sein Vertrauen in sich und seinen Körper zu stärken.

Ein Motiv, die Angst des Partners zu erhalten, könnte auch sein, dass Sie befürchten, Ihr Partner würde Sie verlassen oder alles in der Partnerschaft würde schwieriger werden, wenn er keine Angst mehr hätte. Deshalb ist seine Abhängigkeit für Sie ganz willkommen und Sie fördern diese.

Es könnte auch sein, dass Sie  sich gebraucht fühlen, wenn Sie Ihrem Partner helfen, d.h. Sie nähren Ihr Selbstwertgefühl durch Ihre Hilfe. Bräuchte er Ihre Hilfe nicht mehr, dann kämen Sie sich nutzlos und überflüssig vor.

Überlegen Sie sich für Ihre Partnerschaft, welche Funktion die Angst für die Partnerschaft haben könnte:

  • Wie hat sich die Partnerschaft seit der Angsterkrankung verändert?

Was hat sich positiv verändert?
Sind Ihr Partner und Sie z.B. häufiger zusammen?
Nehmen Sie sich mehr Zeit für den Partner?
Streiten Sie weniger?
Denken Sie oder Ihr Partner nicht mehr an Trennung?
Werden mögliche Konflikte jetzt nicht angesprochen?
Haben Sie mehr Entscheidungsfreiheiten?

  • Wie würde sich die Partnerschaft verändern, wenn die Angst nicht mehr da wäre?

Würde sich etwas zum Nachteil für Sie verändern?
Müssten Sie Ihren Partner mit anderen teilen?
Hätte Ihr Partner weniger Zeit für Sie?
Würde wieder mehr gestritten?
Würde sich Ihr Partner von Ihnen trennen?
Würde er wieder das Sagen haben?

Vielleicht können Sie wirklich einige Vorteile darin entdecken, dass Ihr Partner Angst hat. Wenn ja, dann überlegen Sie, ob Sie den Gewinn, den Sie durch seine Angst haben, auch auf anderem Weg bekommen können - auf einem Weg, bei dem Sie und Ihr Partner gesund bleiben bzw. Ihr Partner wieder gesund wird.

Welche Folgen eine Psychotherapie für Sie als Partner haben kann

Vielleicht ist Ihr Partner an den Punkt gekommen, sich eine psychotherapeutische Unterstützung zu holen. Nun ist er in Psychotherapie und geht regelmäßig zu seinen Therapiesitzungen. So sehr Sie vielleicht eine Psychotherapie herbeigesehnt haben, so kann doch auch die Psychotherapie Ihre Partnerschaft erheblich belasten.

Zuerst hat die Angst des Partners Ihre Partnerschaft erheblich beeinflusst und nun ändern sich Ihre Rollen erneut. Vielleicht ist sein Therapeut nun plötzlich ein Teil der Partnerschaft und Sie hören nur noch von Ihrem Partner: "Mein Therapeut hat gesagt, dass ...", "Mein Therapeut meint aber ..."

Ja, vielleicht machen Sie nun plötzlich scheinbar alles falsch und Ihr Partner erzählt Ihnen immer wieder, dass sein Therapeut Ihr Verhalten nicht gut finden würde. Sie könnten den Therapeuten Ihres Partners schließlich sogar als Gegner sehen.

Im Verlauf seiner Therapie können z.B. bei Ihnen folgende Gedanken und Gefühle auftauchen:

  • Sie fühlen sich in Frage gestellt, wenn der Therapeut Ihres Partners plötzlich sagt, dass Sie ihm nicht mehr wie bisher helfen sollen.
  • Sie fühlen sich überflüssig, weil Ihr Partner seine Probleme jetzt mit seinem Therapeuten bespricht.
  • Sie sind eifersüchtig, weil der Therapeut viel Privates von Ihrem Partner erzählt bekommt.
  • Sie sehen allen Einsatz, den Sie bisher für Ihren Partner geleistet haben, abgewertet.
  • Sie fühlen sich gekränkt, weil Ihr Partner jetzt auf Rat des Therapeuten all das tut, was Sie ihm schon immer gesagt haben, er aber nie getan hat.
  • Sie verspüren Neid, weil Sie im Gegensatz zu Ihrem Partner niemanden zum Besprechen Ihrer Gedanken und Gefühle haben.
  • Sie sind ärgerlich, weil es immer noch nur um Ihren Partner geht.
  • Sie fühlen sich verunsichert oder ärgerlich, wenn Sie sich gemäß den Vorgaben seines Therapeuten verhalten, und dafür Trotz und Widerstand von Ihrem Partner ernten.
  • Sie sind traurig, weil Ihr Partner Sie nun nicht mehr so stark braucht und wieder selbstständiger ist.
  • Sie haben Angst, Ihren Partner zu verlieren, weil er sich nicht nur im Bereich seiner Ängste verändert.
  • Sie wissen nicht so recht, wie Sie sich auf die Veränderungen Ihres Partners einstellen sollen.
  • Sie machen den Therapeuten schlecht oder werten den Therapieerfolg ab, weil Sie sich bedroht fühlen.

Eine Psychotherapie kann also neben den positiven Effekten auch "Sand ins Getriebe" der Partnerschaft bringen. Für Sie und Ihren Partner ist es an diesem Punkt wichtig, über Gefühle und Erwartungen zu sprechen - am besten nicht als Vorwurf, sondern nur als Beschreibung und Wunsch - z.B.: "Ich sehe das so .... und deshalb fühle ich mich ..." oder  "Ich fühle mich ... und ich wünsche mir ..."

Was sich durch eine Psychotherapie in der Partnerschaft verändern kann

Hinter einer Angsterkrankung wie etwa einer Panikstörung oder Agoraphobie verbergen sich häufig andere Ängste - beispielsweise die Angst vor Ablehnung, die Angst, Nein zu sagen, oder auch eine geringe Selbstachtung. Werden diese Bereiche in der Therapie bearbeitet, wird sich das dann im Alltag und damit auch in der Partnerschaft auswirken.

Meist führt eine Therapie nicht nur zum Abbau der Angst, sondern auch zu grundsätzlichen Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln. Sowohl Sie als auch Ihr Partner müssen sich erst auf die Veränderungen einstellen. Ihre Partnerschaft muss erst wieder in ein neues Gleichgewicht kommen, die Rollen und Aufgaben müssen neu verteilt werden.

Vielleicht schlägt Ihr Partner seit Therapiebeginn Ihnen häufiger einen Wunsch ab oder äußert deutlicher seine Meinung. Vielleicht ist er energischer und ungeduldiger mit Ihnen als bisher. Auf dem Weg zu einem stärkeren Selbstvertrauen schießt Ihr Partner vielleicht anfangs über das Ziel hinaus und geht nur noch nach seinen Bedürfnissen und Wünschen.

Während dies für ihn ein Erfolg ist, könnten Sie diese Verhaltensweisen als Nachteil für sich ansehen. Während Ihr Partner sich verändert hat, sind Sie gleich geblieben. Sie wollten zwar, dass es Ihrem Partner wieder besser geht, aber nicht, dass Sie nun Nachteile dadurch haben.

Nun müssen Sie lernen, mit seinen neuen Reaktionen umzugehen, und Ihr eigenes Verhalten darauf einstellen. Das ist vielleicht sehr mühsam für Sie, aber sehr wahrscheinlich können Sie und Ihr Partner eine neue Basis finden, auf der sie beide ihre Partnerschaft wieder als bereichernd erleben. Seine Veränderung könnte auch Ihnen helfen, sich zu Ihrem Vorteil zu verändern. Wenn Sie weitere Informationen zur Verbesserung Ihrer Partnerschaft suchen, dann schauen Sie hier vorbei partnerschaft-beziehung

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