Ratgeber Depressionen

Mein Partner leidet unter Depressionen - wie kann ich ihm helfen?

Frau depressiver Mann

Einem depressiven Angehörigen zu helfen ist keine leichte Aufgabe. Die Beziehung mit einem depressiven Partner belastet die Partnerschaft und erfordert viel Kraft vom Helfenden.

Was tun, wenn der Partner unter Depressionen leidet? Hilfestellungen für die Betreuung eines depressiven Partners oder Familienmitglieds. Tipps, was Sie für sich selbst tun können. Bild © darkbird - Fotolia.com

Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Das Zusammenleben mit einem depressiven Partner kann eine große emotionale und körperliche Belastung sein.

Als Angehöriger quält Sie vermutlich die Frage, wie Sie ihrem depressiven Partner helfen können und ob Sie sich richtig verhalten.

Sie fühlen sich hilflos und überfordert, manchmal auch ärgerlich und haben vielleicht Schuldgefühle.

Deshalb möchte ich Ihnen im Folgenden eine paar Hilfestellungen für Sie selbst und den Umgang mit Ihrem depressiven Partner oder Familienmitglied geben.

So kann die Depression Ihres Partners Ihr Leben beeinflussen

Wie Sie auf die Depression Ihres Partners reagieren könnten

Wenn es Ihnen wie den meisten Angehörigen geht, werden Sie zwischen unterschiedlichen Gefühlen und Verhaltensweisen hin- und herpendeln.

Haben Sie sich in einigen der Gefühls- und Reaktionsmuster wiedererkannt? Verurteilen Sie sich manchmal für derartige Gedankengänge und Gefühle?

All diese Gedanken und Gefühle sind verständlich und normal. Wenn Sie einen depressionskranken Partner über längere Zeit begleiten, dann zehrt dies auch an Ihren seelischen und körperlichen Kräften.

Sie sind kein ausgebildeter Therapeut, sondern ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Auch wenn Sie Ihren Partner lieben, dürfen Sie enttäuscht oder ärgerlich auf ihn sein.

Wo bleib ich? Wie für sich sorgen, wenn der Partner depressiv ist?

Damit Sie die Kraft und Geduld Ihrem Partner gegenüber auch weiterhin aufbringen können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Batterien immer wieder auffüllen und gut für sich selbst sorgen.

Was Sie für sich tun können:


depressionen-angehoerige.html

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Wie Sie Ihrem depressiven Partner helfen können

dem depressiven die hand reichenWenn Ihr Partner unter Depressionen leidet, dann haben Sie vermutlich schon vieles ausprobiert, um ihm zu helfen - gut zureden, drohen, alleine etwas unternehmen, eine Belohnung versprechen, an seine Willenskraft appellieren, usw.

Vielleicht sind Sie unsicher, was gut bzw. schlecht für ihn ist. Hier sind einige Vorschläge, wie Sie Ihrem kranken Partner helfen und ihn unterstützen können:

Gutgemeinte Ratschläge können Depressive oft weder annehmen noch befolgen.

Sie können als Angehöriger Ihrem depressiven Partner oder Familienmitglied beistehen.

Sie können den Erkrankten jedoch nicht retten, wenn er Ihre Hilfe oder die eines Psychotherapeuten ablehnt.


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Als Psychotherapeut helfe ich seit 35 Jahren Menschen, besser mit dem Leben und ihren Problemen klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Mario schreibt am 20.01.2017, 06.46 Uhr

    Da der Chat hier relativ aktuell ist hätte ich auxh großes Interesse an einem Austausch mit anderen Betroffenen...vielleicht könnten man ja eine WhatsApp Gruppe oder ein geschütztes Chatforum zum Austausch einrichten...

  2. Leserkommentar Mario schreibt am 20.01.2017, 06.35 Uhr

    Die Depression hat meine Partnerin (45) seit ca. 1 Jahr leider auch fest im Griff...laut ihrer Aussage hat sie nach 22 gemeinsamen Jahren keine Gefühle mehr für mich, beteuert aber auch mich nicht verlieren zu wollen (wir haben auch ein gemeinsames Kind)...leider hat sie nun vor etwa 6 Monaten "jemanden kennengelernt", was die Situation nicht einfacher macht...nachdem ich mich auf Ihre Krankheit eingestellt habe, hab ich mich und meine Selbstständigkeit im Laufe der Zeit selber ziemlich vernachlässigt... Laut Psychotherapeut sind das alles Folgen der Depression...hat evtl. jemand auch positive Erfahrungen gemacht was passiert, wenn die Depression irgendwann einmal nachlassen...?

  3. Leserkommentar Tim schreibt am 19.01.2017, 21.41 Uhr

    Hier steht nix anders als "Ignorieren Sie ihren partner" und es wird erklärt wie man sich helfen kann. Wirklich 0 hilfreich

  4. Leserkommentar Petra schreibt am 15.01.2017, 22.30 Uhr

    Hallo liebe Chrissi, das Problem das du geschildert hast mit deinem Mann und dem wie er ist, ist bei mir das selbe. Mein Freund leidet ebenfalls an einer depression und hat sich kurz vor weihnachten von mir getrennt. Auch wir haben eine tochter ( er war der ersatz vater für meine tochter). Die unentschlossenheit deines Mannes das er abweisend und an anderen momenten dir sagt das er dich nicht verlieren möchte und du dich oft wie ein "mittel zum Zweck "fühlst, ist das selbe wie meinem Lebensgefährten. Auch er ist sehr abweisend, an anderen tagen möchte er mich nicht verlieren und gleichzeitig sagt er das er mich nicht liebt. Auch gewisse Kommentare wie du sagst, die einen verletzten und kränken und einen fühlen lassen nicht gemocht und gewollt zu werden, kenne ich von meinem Mann. Ich würde mich freuen wenn wir uns darüber austauschen können. Wir könnten uns gegenseitig dabei unterstüzten und uns austauschen wie wir unseren liebsten helfen können. Zu zweit ist man stärker als allein! Liebe Grüße Petra

  5. Leserkommentar Tina schreibt am 08.01.2017, 14.54 Uhr

    hallo Chrissi, ich habe ähnliches Problem und weiß nicht weiter - mein Mann ist gestern ausgezogen zu seiner "neuen Freundin, die sich in unsere Ehe gezeckt hat" (wo seit 14tagen krebs bekannt ist), ich versuche unsere Ehe zu retten (10jahre super glücklich verheiratet, das Traumpaar schlechthin), er sagt zu mir, "es liegt nicht an mir" bin aber mittlerweile psychisch auch am Ende. ich weiß nicht mehr weiter :-( Jedoch ist es keine Lösung, den Kopf in den Sand zu stecken. jedoch, wo Hilfe zeitnah oder sofort bekommen? vielleicht können wir uns Gedanken und Ideen mal austauschen? schreib mal an 0177 7864664. vg

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