Mein Partner leidet unter Depressionen - wie kann ich ihm helfen?

Frau depressiver Mann

Einem depressiven Angehörigen zu helfen ist keine leichte Aufgabe. Die Beziehung mit einem depressiven Partner belastet die Partnerschaft und erfordert viel Kraft vom Helfenden.

Was tun, wenn der Partner unter Depressionen leidet? Hilfestellungen für die Betreuung eines depressiven Partners oder Familienmitglieds. Tipps, was Sie für sich selbst tun können. Bild © darkbird - Fotolia.com

, Psychotherapeut

Das Zusammenleben mit einem depressiven Partner kann eine große emotionale und körperliche Belastung sein.

Als Angehöriger quält Sie vermutlich die Frage, wie Sie ihrem depressiven Partner helfen können und ob Sie sich richtig verhalten.

Sie fühlen sich hilflos und überfordert, manchmal auch ärgerlich und haben vielleicht Schuldgefühle.

Deshalb möchte ich Ihnen im Folgenden eine paar Hilfestellungen für Sie selbst und den Umgang mit Ihrem depressiven Partner oder Familienmitglied geben.

So kann die Depression Ihres Partners Ihr Leben beeinflussen

Verstehen, was in Ihrem depressiven Partner vorgeht: Ratgeber Depression >> mehr erfahren

Wie Sie auf die Depression Ihres Partners reagieren könnten

Wenn es Ihnen wie den meisten Angehörigen geht, werden Sie zwischen unterschiedlichen Gefühlen und Verhaltensweisen hin- und herpendeln.

Haben Sie sich in einigen der Gefühls- und Reaktionsmuster wiedererkannt? Verurteilen Sie sich manchmal für derartige Gedankengänge und Gefühle?

All diese Gedanken und Gefühle sind verständlich und normal. Wenn Sie einen depressionskranken Partner über längere Zeit begleiten, dann zehrt dies auch an Ihren seelischen und körperlichen Kräften.

Sie sind kein ausgebildeter Therapeut, sondern ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Auch wenn Sie Ihren Partner lieben, dürfen Sie enttäuscht oder ärgerlich auf ihn sein.

Wo bleib ich? Wie für sich sorgen, wenn der Partner depressiv ist?

Damit Sie die Kraft und Geduld Ihrem Partner gegenüber auch weiterhin aufbringen können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Batterien immer wieder auffüllen und gut für sich selbst sorgen.

Was Sie für sich tun können:

Wie Sie Ihrem depressiven Partner helfen können

dem depressiven die hand reichenWenn Ihr Partner unter Depressionen leidet, dann haben Sie vermutlich schon vieles ausprobiert, um ihm zu helfen - gut zureden, drohen, alleine etwas unternehmen, eine Belohnung versprechen, an seine Willenskraft appellieren, usw.

Vielleicht sind Sie unsicher, was gut bzw. schlecht für ihn ist.

Hier einige Vorschläge, wie Sie Ihrem depressiven Partner helfen und ihn unterstützen können:


depressionen-angehoerige.html

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Gutgemeinte Ratschläge können Depressive oft weder annehmen noch befolgen.

Sie können als Angehöriger Ihrem depressiven Partner oder Familienmitglied beistehen.

Sie können den Erkrankten jedoch nicht retten, wenn er Ihre Hilfe oder die eines Psychotherapeuten ablehnt.

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Dr. Rolf Merkle
Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen, besser mit sich und dem Leben klarzukommen. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne und spiele Squash.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben selbstbestimmt & erfüllt zu leben. Denn nur wer mit sich im Reinen ist, kann mit anderen positive Beziehungen haben.

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  1. Leserkommentar Eva schreibt am 16.07.2018

    Hallo Ihr Lieben,es tut einfach nur gut zu lesen,dass man nicht alleine ist. Ich habe soooo viel ein schlechtes Gewiesen wenn ich denke;ich kann nicht mehr oder habe keine Kraft mehr. Mein Mann ist seit über 2Monaten in einer Klinik und schwer Deprissiv mit Angst ung zum Teil auch Wahnvorstellungen. Seine auf und abs machen mich kapputt. Wenn er mal einen guten Tag hat,dann freue ich mich sehr und bin voller Hoffnungen...dann kommt das extreme Tief und ich verstehe die Welt nicht mehr. Es macht mich traurig,da er unseren 5Monate alten Sohn überhaupt nicht wahr niehmt und die schöne Zeit mit Ihm verpasst. Es gibt Tage da ist er überhaupt nicht ansprächbar und schaut mich/uns nicht mal an. Ich Liebe Ihn sehr und wünsche mir nichts mehr als dass ich meinen früheren Schatz wieder kriege... Aber ich habe Angst,dass mir meine Kraft ausgeht.Ich schlafe sehr schlecht und bin ständig müde. Ich wünsche euch ganz viel Kraft. Lg Eva

  2. Leserkommentar Eva schreibt am 16.07.2018

    Hallo Ihr Lieben,es tut einfach nur gut zu lesen,dass man nicht alleine ist. Ich habe soooo viel ein schlechtes Gewiesen wenn ich denke;ich kann nicht mehr oder habe keine Kraft mehr. Mein Mann ist seit über 2Monaten in einer Klinik und schwer Deprissiv mit Angst ung zum Teil auch Wahnvorstellungen. Seine auf und abs machen mich kapputt. Wenn er mal einen guten Tag hat,dann freue ich mich sehr und bin voller Hoffnungen...dann kommt das extreme Tief und ich verstehe die Welt nicht mehr. Es macht mich traurig,da er unseren 5Monate alten Sohn überhaupt nicht wahr niehmt und die schöne Zeit mit Ihm verpasst. Es gibt Tage da ist er überhaupt nicht ansprächbar und schaut mich/uns nicht mal an. Ich Liebe Ihn sehr und wünsche mir nichts mehr als dass ich meinen früheren Schatz wieder kriege... Aber ich habe Angst,dass mir meine Kraft ausgeht.Ich schlafe sehr schlecht und bin ständig müde. Ich wünsche euch ganz viel Kraft. Lg Eva

  3. Leserkommentar Heidi schreibt am 15.07.2018

    Seit 7 Wochen hat mein Freund eine mittelschwere Depression mit Wahn Er ist in einer Klinik und bekommt starke Medikamente. Am Wochenende kann er nach Hause was für mich ein großer Stress ist . Ich bin selber schon mit den Nerven am Ende.Besser wer es wenn er einfach mal 6 Wochen nicht erreichbar wer,wir könnten dann alle mal abstand bekommen.Ich empfinde mittlerweile Wut,bin gereizt und ungerecht .Die Angehörigen werden alleine gelassen da machen es sich die Krankenhäuser leicht .Auch unser 21 Jähriger Sohn ist auffällig geworden eine normale Unterhaltung ist nicht möglich Vorwürfe,Missverständnis und Schuld in einem gereiztem Ton sind an der Tagesordnung.Familie ? Nicht möglich .So kann es nicht weiter gehen .Kann man sich trennen ? Ohne schlechtes Gewissen?

  4. Leserkommentar Bernd schreibt am 13.05.2018

    Ich lebe seit vielen Jahren mit einer depressiven Frau zusammen und konnte die Zeichen, die hier oben und den in den Foren unten beschrieben werden, nicht deuten. Mich hat es selbst in den Abgrund getrieben. Ich rate jedem, oder jeder, falls keine Kinder im Spiel sind, für sich zu entscheiden, ober er sich aufgeben will oder der Vision hinterher rennt, dass es besser wird. Es kostet Mut, sicherlich. Menschen mit Depressionen leben den Egoismus aus und bedienen sich der Helfer, die sie umgeben. Sie können nichts dafür, du aber auch nicht. Denk an Dich, der andere nimmt dich nicht wahr.

  5. Leserkommentar GogoT schreibt am 11.05.2018

    Ich habe durch Sie erst jetzt erfahren, iwie es um meiner Frau steht. Leider. Als Angehöhriger wustte ich nicht, was es bedeutet. Erkenntnis ist eins, Selbstschtutz allerdings ein weiteres. Niemand denkt an die Angehörigen, und dessen Leiden, denn sie können nicht einschätzen, was es ist und wie die Reaktionen sind. HIer ist viel mehr Aufklärung notwending. Nur starke, wissende Partner können unterstützen.

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