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Was tun gegen geringe Frustrationstoleranz?

mann zerknüllt aus frustration ein blatt papier

Ein gutes Maß an Frustrationstoleranz ist wichtig. Bei geringer Frustrationstoleranz geben wir bei einem Misserfolg schnell resigniert auf, gehen vor Wut an die Decke und haben keinen Erfolg.

Was kann man gegen geringe Frustrationstoleranz tun? Bild © Brian Jackson - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Geraten Sie schnell aus der Fassung, wenn etwas nicht so läuft, wie Sie es sich wünschen? Schieben Sie Aufgaben auf, wenn diese unbequem sind? Werfen Sie schnell die Flinte ins Korn, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt?

Meiden Sie Aktivitäten und Ziele, die zumindest kurzfristig mit Frustration verknüpft sind? Können Sie mit Rückschlägen nur sehr schlecht umgehen?

Dann gehören Sie wahrscheinlich zu den Menschen mit einer geringen Frustrationstoleranz. Auskunft darüber, wie hoch Ihre Frustrationstoleranz ist, gibt Ihnen der Frunstrationstoleranz Test.

Definition Frustration: Frustrationstoleranz bedeutet, wie der Name schon sagt, unsere Toleranz gegenüber Frustrationen (Enttäuschungen).

Wenn wir eine hohe Frustrationstoleranz haben, dann lassen wir uns von Niederlagen, Problemen, Enttäuschungen und Misserfolgen nicht lähmen und behindern. Unser Durchhaltevermögen ist hoch.

Wenn wir eine geringe Frustrationstoleranz haben, dann geben wir bei Problemen und Widerständen rasch auf, sind entmutigt, resignieren oder werden jähzornig und wütend.

Im Folgenden wollen wir uns anschauen, wie Frustrationstoleranz entsteht, welche negativen Folgen geringe Frustrationstoleranz hat, wie sich geringe und hohe Frustrationstoleranz unterscheiden und wie Sie Ihre Frustrationstoleranz steigern können.

Wie entsteht Frustrationstoleranz?

Frustrationstoleranz gehört nicht zu den Fähigkeiten, die uns angeboren sind. Wir erlernen sie in unserer Kindheit.

Zum einen können wir an unseren Eltern und anderen Bezugspersonen beobachten, wie diese mit Enttäuschungen und Hindernissen umgehen. Zum anderen vermitteln uns unsere Eltern auch Einstellungen und Verhaltensweisen für solche Situationen.

So machen sie uns z.B. Mut, solange auf das Kinderrad zu steigen, bis wir richtig fahren können. Indem sie unseren Wunsch nach einem Eis ablehnen, vermitteln sie uns die Botschaft, dass wir nicht alles (sofort) bekommen können, was wir möchten.

Sie ignorieren uns vielleicht einfach, wenn wir uns vor Wut auf den Boden werfen, weil sie uns das Überraschungsei nicht kaufen.

Wir lernen, Frustrationen zu ertragen und als normalen Bestandteil des Lebens anzusehen. Sie bringen uns vielleicht auch bei, dass wir auf Belohnungen warten müssen oder dass wir auch ohne eine Belohnung zufrieden sein können.

Aufgrund dieser Erfahrungen entwickeln wir grundsätzliche Lebenseinstellungen, die wir in Zukunft dann auf gleiche oder ähnliche Situationen anwenden.

Wenn Eltern ihr Kind überbehüten und verwöhnen, nicht ermutigen, Frust, Misserfolge und Niederlagen auszuhalten und wegzustecken, dann wird es später eine geringe Frustrationstoleranz haben.

Folgen einer geringen Frustrationstoleranz

Eine geringe Frustrationstoleranz führt zu zahlreichen und zum Teil erheblichen Nachteilen im Alltag:

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Wodurch unterscheiden sich Menschen mit hoher & geringer Frustrationstoleranz?

Menschen mit hoher und mit niedriger Frustrationstoleranz unterscheiden sich durch ihre Lebenseinstellungen.

Einstellungen, die zu geringer Frustrationstoleranz führen:

Die Dinge müssen so laufen, wie ich es möchte, sonst kann ich dies nicht ertragen.

Die Welt schuldet mir Zufriedenheit und Glück.

Ich kann es nicht ertragen, frustriert zu sein. Deshalb muss ich Frustrationen, auch wenn sie nur kurzfristig sind, auf alle Fälle vermeiden.

Andere Menschen dürfen nichts tun, was mich frustrieren könnte.

Mir muss alles gelingen. Ich kann es nicht ertragen, wenn mir etwas nicht gelingt.

Das Leben muss gerecht sein, Unfairness kann ich nicht aushalten.

Einstellungen, die zu hoher Frustrationstoleranz führen

Es wäre schön, wenn alle Dinge nach meinen Vorstellungen laufen würden, aber ich kann es ertragen, wenn es nicht so ist.

Ich akzeptiere, dass es für manche Ziele notwendig ist, negative Gefühle wie z.B. Enttäuschung oder Unsicherheit zu verspüren.

Ich kann es ertragen, wenn sich andere Menschen nicht nach meinen Vorstellungen verhalten.

Ich möchte gerne, dass mir alles gelingt. Wenn mir nicht alles gelingt, ist es zwar schwer, dies zu akzeptieren, aber ich kann es akzeptieren. Und es lohnt sich, dies zu tun.

Ich wünsche mir, dass andere mich gut behandeln, aber sie müssen es nicht. Wenn sie mich schlecht behandeln, ist das schwer, zu tolerieren, aber ich kann es tolerieren. Und es lohnt sich, dies zu tun.

Ich wünsche mir, dass das Leben gerecht ist, aber es muss meine Wünsche nicht erfüllen.

Wenn das Leben ungerecht ist, ist es schwer für mich, dies zu akzeptieren, aber ich kann es akzeptieren. Es ist in meinem besten Interesse, dies zu akzeptieren.

Etwas zu fordern(Gerechtigkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, usw.), was das Leben (der Partner, Chef, Freund, die Kinder, usw.) nicht geben kann, führt zwangsläufig(!) zu Enttäuschungen, Depressionen und Unglücklichsein.


frustrationstoleranz.html

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10 Tipps, wie Sie eine niedrige Frustrationstoleranz steigern können

TIPP 1: Führen Sie zwei Wochen lang Buch über Situationen, in denen sich Ihre geringe Frustrationstoleranz bemerkbar macht.

Die folgenden Gedanken sind Hinweise auf eine geringe Frustrationstoleranz.

TIPP 2: Trainieren Sie, solche unbequemen Situationen auszuhalten, statt sie zu vermeiden oder beim geringsten Hindernis abzubrechen und/oder zu explodieren. 

Lassen Sie z.B. die Unordnung, die Ihre Kinder im Flur hinterlassen, liegen. Begeben Sie sich absichtlich zur Rush Hour auf die Autobahn und trainieren Sie, entspannt zu bleiben.

TIPP 3: Setzen Sie in den Situationen die oben aufgeführten hilfreichen Einstellungen ein, die Ihre Frustrationstoleranz erhöhen.

Sie können sich auch fragen: „Wie müsste ich denken, um diese Situation ertragen zu können?“ „Was denkt jemand, der in dieser Situation ruhig bleiben kann?“

TIPP 4: Schreiben Sie hilfreiche Einstellungen auf ein Kärtchen, das Sie immer mit sich führen und im Bedarfsfall durchlesen können.

Eine solche Einstellung könnte lauten: "Wenn etwas nicht sofort klappt, dann versuche ich es nochmal." oder "Ohne Fleiß (Einsatz), kein Preis.".

TIPP 5: Schätzen Sie ein, wie wichtig es für Sie ist, dass in dieser bestimmten Situation Ihr Bedürfnis befriedigt wird.

Ist es lebensnotwendig oder wäre es nur angenehm? Würden Sie in einem Jahr immer noch sagen, dass es lebensnotwendig für Sie gewesen war?

TIPP 6: Ersetzen Sie Worte wie „schlimm“, „unerträglich“ und „furchtbar“ durch „unangenehm“, „enttäuschend“, „bedauerlich“, „schade“.

Das ist keine Wortspielerei, sondern Psychologie. Mehr darüber hier.

TIPP 7: Fragen Sie sich, ob Sie eine Situation, die Sie bisher vermieden haben oder aus der Sie geflüchtet sind, für 2 Millionen Euro ertragen könnten? Falls ja, dann haben Sie sich bewiesen, dass Sie die Situation aushalten können.

TIPP 8: Lenken Sie Ihren Blick nicht nur auf die momentane Zufriedenheit sondern darauf, was Sie langfristig Positives erreichen können, wenn Sie kurzfristig Mühen in Kauf nehmen.

TIPP 9: Sorgen Sie für eine ausgeglichene seelische Verfassung. Je angespannter Sie sind, umso leichter rasten Sie aus.

TIPP 10: Verinnerlichen Sie die Weisheit von Abraham Lincoln: "Auch das geht vorüber."

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  1. Leserkommentar Megane Tigra schreibt am 22.10.2016, 11.44 Uhr

    Und Frustration Deutsche sind immer frustriert von irgendeinem und etwas...und das ist auch kein Wunder! Sie vergleichen sich immer mit allem und jedem! Und natürlich der enorme Leistungsdruck! Wie sollte man damit umgehen? Bestimmt nicht in dem man bei unschuldigen die Laune auslässt oder andere zusammen schlägt oder anderer Leuts sachen klaut oder beschädigt! Man sollte mal in sein tiefstes inneres schauen und sich selbst hinterfragen warum nan so reagiert? Und sich auch mal in daa Gegenüber hinein versetzt! Das können ganz viele nicht! Und am neisten sind das arsch konservative oder aber auch labile sehr labile Menschen!und Neid spielt eine große Rolle! Warum scgafft es der andere? Warum bin ich nicht so etc.... Ihnen fehlt das logische denken! Sie handeln wie es ihre Erzeuger beigebracht haben das gute konservative Zuhause....sie handeln ohne dabei nachzudenjen nachzudenken was sie anderen damit antun! Mit Frust besser umgehen zu lernen dafür braucht man Toleranz und Verständnis und die Kenntnis über andere Kulturen!

  2. Leserkommentar Megane Tigra schreibt am 22.10.2016, 11.31 Uhr

    Ich kenne viele die ihr kind von Anfang an in eine rolle hinein zwängen sind meist arsch konservativ....siehe Mor monen etc....die gar nicht zu dem Kind passt! Jeder sollte so bleiben mig seinen interessen und das kind wenn man es lässt sagt selvst was es mag und was nicht. Vorbild nur in der Hinsicht des benehmens ..etc..wue sich zur wehr setzen ..ja..aber den rest macht das kind allein!

  3. Leserkommentar Megane Tigra schreibt am 22.10.2016, 11.25 Uhr

    Und zu Maggie! Dorry du liegst da komplett falsch...deine Vorbildfunktion ist nicht das wichtigste! Sondern das sich das Kind so entfalten kann mit all seinen schwächen , stärken und Talenten! Beidpiel vielleicht ist die Mutter eine Ballerina aber das kind begeistert sich für den reitsport etc...deine Vorbildfunktion besteht nicht darin wie du etwas vorlebst sondern dem Kind eine Art treuer unterstützender Freund zu sein!

  4. Leserkommentar Megane Tigra schreibt am 22.10.2016, 11.04 Uhr

    Ich bin jemand ich geh schnell auf 180! Nerven behalten tue ich trotzdem immer!Meine Schwäche ist das ausflippen für ca 1 min dann ist alles normal! Und Eva zu dir möchte ich gerne etwas sagen! Du bist in diesem Typisch Deutschen Systhem gefangen! Du lässt es zu das dich ein Sprichwort was zugegeben wie soviele Deutsche SprichWörter so richtig Depressiv ind negativ auf sensible Menschen wirkt! Deutsch ist eine sehr depressiv machende Sprache! Lass es nicht zu und ohne fleiß kein Preis....scheiss Spruch....du tustcdas was in deiner Macht steht ...di gibst dein bestes und dann sagt man dir so einen Spruch...ich kann mir sehr gut vorstellen wie Du dich fühlst! Ich war früher noch bis vor 5 jahren genauso drauf... Ich habe es besiegt weil ich an Selbstbewusstsein zugelegt habebund mir scheissegal ist was fremde denken...solange du niemandem weh tust ...bist du ein freier Mensch....Deutschland ist schwer und oft zu Konservativ, Strickt,Eintönig , sie wissen alles besser, machen alles besser...bis ein großer Knall kommt und sicj ein Mensch vom Leben verabschiedet! Und selbst dann haben sie es immer noch nicht kapiert! Mach dein Ding und scheiss auf solche Menschen! Ich empfehle dir eine Sprache zu lernen spanisch etc...virlleicht kannst du später im Ausland arbeiten und am meer leben und das mit einer warmen freundlichen Sprache!

  5. Leserkommentar Anja schreibt am 12.09.2016, 08.18 Uhr

    Diese Beiträge sind sowas von aufbauend. Danach geht es einen auf jeden Fall besser und man kann mit Allen besser umgehen.

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Leserstimme Luciana schreibt am 8.11.2015

Ich habe nie gedacht, dass ein Buch mein Leben so positiv ändern könnte. Dank dieses Buches kann ich heute mein Leben positiv und glücklich gestalten.

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Facharzt für Psychosomatische Medizin, Wiesbaden

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