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Selbstbewusstsein stärken - selbstbewusster werden

Selbstbewusstsein zu haben bedeutet, für sich, seine Rechte, seine Bedürfnisse und Wünsche zu kämpfen und die Rechte anderer zu respektieren.

Selbstsicheres Auftreten hat nichts damit zu tun, andere auszunutzen oder so zu manipulieren, dass diese nach unserer Pfeife tanzen.

Es geht darum, sich frei entfalten und die einem zustehenden Rechte in Anspruch nehmen zu können, ohne anderen dasselbe Recht zu verwehren!

Wenn ich selbstsicher bin, habe ich die Wahl, ob ich mich durchsetzen oder nachgeben will.

Selbstsicher zu sein bedeutet also, entscheiden zu können, wie ich mich verhalte.

Wenn ich mich dafür entscheide, nachzugeben, dann nicht, weil ich Hemmungen oder Ängste habe, sondern weil ich es will.

Wenn ich mich dafür entscheide, selbstsicher aufzutreten, dann tue ich das ohne schlechtes Gewissen.

Selbstsicher zu sein bedeutet in Kontrolle zu sein, selbstbestimmt zu leben.

Selbstunsicher zu sein bedeutet Opfer zu sein, fremdbestimmt zu leben.

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Selbstsicheres und selbstbewusstes Auftreten zeigt sich in folgenden Bereichen

Warum ist man schüchtern und gehemmt?

Schüchternheit und mangelndes Selbstbewusstsein sind die Folgen zweier sehr weit verbreiteter Ängste, die aufgrund von Erfahrungen in der Kindheit entstanden sind:

1. der Angst vor Ablehnung und

2. der Angst zu versagen.

Durch diese beiden Ängste verhalten wir uns schüchtern und lassen uns davon abhalten, selbstsicher und selbstbewusst aufzutreten.

Selbstbewusst aufzutreten ist nämlich immer mit einem Risiko verbunden, dem Risiko, von anderen abgelehnt zu werden.

Würden wir der Angst, von anderen abgelehnt zu werden, und der Angst, zu versagen, nicht erlauben, uns einzuschränken, dann hätten wir keine Hemmungen.

Wir könnten dann selbstbewusst denken, handeln und auftreten. Wir könnten Nein sagen, wenn es für uns wichtig wäre.

Wir könnten selbstsicher unsere Meinung vertreten, ohne Angst haben zu müssen, von anderen dafür belächelt oder kritisiert zu werden.

Woher kommt die Angst vor Ablehnung?

Diese haben wir in der Kindheit entwickelt. Durch Androhung von Liebesentzug und Strafen haben wir gelernt, dass Ungehorsam und Selbstbewusstsein bestraft werden.

Nur wenn wir angepasst, brav und lieb waren, wenn wir keinen Ärger machten, nett waren und taten, was die Eltern von uns erwarteten, bekamen wir Zuwendung und wurden geliebt.

Als Erwachsene steckt die Angst, bei anderen in Ungnade zu fallen, immer noch in uns.

Hat es Vorteile, nicht selbstbewusst zu sein?

Im allgemeinen halten wir Hemmungen und Selbstunsicherheit für nachteilig. Unsicher zu sein und sich nicht durchsetzen zu können, hat aber auch Vorteile.

Diese Vorteile können so groß sein, dass man lieber schüchtern und unsicher bleibt, als sich zu ändern.

Schauen Sie sich die folgende Liste an und prüfen, ob Sie sich auch den einen oder anderen Vorteil Ihrer Unsicherheit zunutze machen.

7 Vorteile, die Sie haben, wenn Sie sich nicht durchsetzen

1. Vorteil

Sie haben einen Sündenbock, wenn Sie aus Angst vor Ablehnung nachgeben. Die anderen bzw. Ihre Hemmungen sind Schuld daran, dass Sie vom Leben benachteiligt werden.

Dadurch sind Sie scheinbar der Verantwortung enthoben, etwas gegen Ihre Unsicherheit tun zu müssen, was mit Risiken verbunden wäre, und was bedeuten würde, dass Sie die Verantwortung für Ihre Probleme übernehmen müßten.

2. Vorteil

Sie können sich an andere (stärkere) Menschen anlehnen und müssen nicht das Risiko eingehen, Verantwortung für Ihr eigenes Leben zu übernehmen.

Dadurch sind Sie von anderen abhängig, sind denen ausgeliefert. Sie leben ständig in der Angst, die anderen könnten Sie verlassen und Sie würden dann hilflos und alleine dastehen.

3. Vorteil

Wenn Sie andere Menschen über sich bestimmen lassen, mögen diese Sie - zumindest hat es manchmal den Anschein.

Es ist jedoch ein schwacher Trost, für einen netten, zurückhaltenden, stillen, anspruchslosen und bescheidenen Menschen gehalten zu werden, wenn man im Gegenzug dafür auf die Verwirklichung seiner Wünsche und Bedürfnisse verzichten soll.

4. Vorteil

Sie haben das Gefühl, ein Märtyrer zu sein. Sie können sich selbst bemitleiden und werden (vielleicht) von anderen bemitleidet, denen Sie Ihr Leid klagen.

5. Vorteil

Sie können andere kontrollieren, indem Sie diese daran erinnern, wie viel Sie für sie geopfert haben, und wie viel sie Ihnen dafür schulden.

Gewiß, mit dieser Manipulation bekommen Sie manchmal, was Sie möchten, aber eben auch nur manchmal.

6. Vorteil

Sie gehen Konflikten aus dem Weg - zumindest hoffen Sie das. Aber es ist eben nur eine Hoffnung.

Gewiss, eine Zeitlang können Sie Ihr Gefühl, zu kurz zu kommen und ausgenutzt zu werden, unter den Teppich kehren.

Irgendwann einmal aber, bricht all der Ärger und der Frust aus Ihnen heraus. Dann explodieren Sie und jeder um Sie herum frägt sich verständnislos, was denn in Sie gefahren ist.

7. Vorteil

Sie vermeiden Schuldgefühle, die Sie bekämen, wenn Sie sich durchsetzen und andere Ihnen vorwerfen würden, Sie seien egoistisch.

Diese vermeintlichen Vorteile haben fast alle einen entscheidenden Nachteil. Sie erzeugen die gefährliche Illusion, dass es besser ist, sich nicht zu ändern und alles beim alten zu lassen.

Diese Illusion ist deshalb gefährlich, da die vermeintlichen Vorteile keine Entschädigung für die entgangene Zufriedenheit sind.

Wenn wir um des lieben Friedens willen nachgeben, dann zahlen wir einen sehr hohen Preis.

Wie sein Selbstbewusstsein stärken? Wie selbstbewusster werden?

Mangelndes Selbstbewusstein können wir stärken, wenn wir die Angst vor Ablehnung und Versagen besiegen.

Hierfür müssen wir an unserem Selbstvertrauen und vor allem an unserem Selbstwertgefühl ansetzen, den beiden wichtigsten Säulen für ein gesundes und starkes Selbstbewusstsein.

Wer etwas auf sich hält, lässt sich nämlich nicht herumkommandieren oder zum Opfer von Manipulationen machen.

Wer sich seiner sicher ist, der hat keine Angst, für sein selbstbewusstes Auftreten von anderen abgelehnt oder verurteilt zu werden, und deshalb kann er auch selbstsicher auftreten.

Gesundes Selbstbewusstsein setzt eine gesunde Selbstachtung voraus.

Stärken Sie also zuerst Ihre Selbstachtung. Denn: wer gering von sich denkt, der hält sich auch nicht für wert, für seine Rechte einzutreten und respektvoll behandelt zu werden.

Eine gesunde Selbstachtung ist die Basis für ein starkes und gesundes Selbstbewusstsein.

Lesen Sie, welche Folgen es hat, wenn man schlecht von sich denkt.

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Autor des Beitrags:

Psychotherapeut
Dr. Rolf Merkle

Rolf Merkle

Dr. Rolf Merkle ist Experte für:

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