Abschied nehmen ist immer ein wenig sterben

Im Laufe unseres Lebens müssen wir von vielem Abschied nehmen. Die Verarbeitung des Abschieds braucht Zeit.

Abschied nehmen ist immer ein wenig sterben
© PAL Verlag

Das Leben ist ein ständiges Abschiednehmen: wir müssen Abschied nehmen von unserer Kindheit, von Wünschen und Hoffnungen, von unserer Arbeit, von Freundschaften und liebgewonnenen Menschen. Einen Abschied können wir positiv oder negativ erleben - je nachdem, was er für uns bedeutet.

Manche Menschen verknüpfen mit dem Abschied einen Neuanfang, Abenteuer und die Hoffnung auf Verbesserung der eigenen Situation. Sie sind gespannt, freudig erregt, hoffnungsvoll und voller Tatendrang. Andere sehen im Abschied einen Verlust, Hoffnungslosigkeit, eine Verschlechterung der Situation. Sie sind verzweifelt, mutlos, ohne Kraft, voller Angst.

In Wirklichkeit finden wir in einem Abschied immer beides. Jeder Abschied beinhaltet eine Veränderung. Etwas geht zu Ende und etwas Neues tritt an seine Stelle. Manchmal können wir das Neue nicht sehen, da wir noch zu sehr auf den Verlust konzentriert sind und mit dem Schicksal hadern.

Wenn ein naher Angehöriger gestorben ist oder unser Partner uns verlassen hat, dann spüren wir erst einmal nur den Schmerz und sehen nur, was wir verloren haben. Wir benötigen dann Zeit, uns auf die neue Situation einzustellen, den Partner und die mit ihm verknüpften Hoffnungen und Wünsche loszulassen und unseren Blick auf die Zukunft zu richten.

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