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Akzeptanz - Was ist das?

Akzeptanz bedeutet, dass wir eine Person, ein Problem oder eine Situation so annehmen, wie sie ist, obwohl sie nicht unseren Wünschen und Erwartungen entspricht.

Viele Menschen verknüpfen mit Akzeptanz eine Niederlage oder Kapitulation. Deshalb tun sie sich schwer mit der Akzeptanz.

Wie äußert sich das Nicht-Akzeptieren?

Es gehen uns Gedanken durch den Kopf wie:

Wir hadern mit dem Schicksal, wollen uns nicht mit der Lebenskrise oder einem Verlust abfinden und bemitleiden uns vielleicht.

Wir finden es ungerecht, in eine solch unangenehme Lage gekommen zu sein.

Wir klagen das Schicksal an, jammern oder bemitleiden uns. Wir wollen nicht loslassen und leisten Widerstand.

Warum tun wir uns schwer, etwas zu akzeptieren?

Hauptgrund ist: Wir wollen die Kontrolle über uns und unser Leben haben.

Wir wollen unsere Gefühle unter Kontrolle haben, unsere Gesundheit, unser körperliches Befinden, unseren Job, ...

Wir finden es schrecklich, ohnmächtig zu sein. Entgleitet uns eine Situation, fühlen wir uns hilflos und haben das Gefühl, versagt zu haben.

Wir empfinden es als ein persönliches Versagen, einer Situation oder Krise nicht gewachsen zu sein.

Unser Selbstwertgefühl und unsere Selbstachtung leiden.

Warum Akzeptieren wichtig ist

Wenn wir uns sträuben, etwas zu akzeptieren und gegen die Veränderung ankämpfen, dann verstärken und verlängern wir unser seelisches und körperliches Leiden.

Durch das dagegen Ankämpfen verkrampfen und verspannen wir uns und fügen uns so weiteren Schmerz zu.

Wenn wir die Realität nicht akzeptieren, dann leiden wir. Widerstand ist leiden!

Statt zu schauen, wie wir mit der Krise umgehen können, sind wir damit beschäftigt, zu hadern.

Wir stecken unsere ganze Energie in den Widerstand und die Abwehr.

Das Leben hält immer wieder unvorhersehbare Schicksalsschläge für uns bereit, auf die wir nicht vorbereitet sind.

Wir werden von heute auf morgen krank, haben einen Unfall, verlieren unseren Job oder den Partner durch eine Trennung oder den Tod.

Eine akzeptierende Haltung hilft, mit dem Unabänderlichen besser umgehen zu können und macht so das Leben leichter.

Ratgeber Selbstvertrauen stärken

6 Tipps, wie Sie lernen, das Unabänderliche anzunehmen.

Wenn wir die Realität akzeptieren, die wir nicht ändern können, ersparen wir uns negative Gefühle wie Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Akzeptieren hat nachweislich positive Auswirkungen auf unser seelisches und körperliches Befinden.

Wir verspüren wieder Kraft und können unsere Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten lenken, die wir haben, um die Krise zu bewältigen.

Akzeptieren entlastet und ist befreiend! Deshalb ist es wichtig, die Realität zu akzeptieren.

TIPP 1Üben Sie, sich eine gelassene Haltung zuzulegen, indem Sie sich immer wieder klarmachen: Auch das geht vorrüber.

TIPP 2 Haben Sie Selbstmitgefühl. D.h. haben Sie Nachsicht mit sich, dass Sie sich in einer schwierigen Lage befinden und sich hilflos fühlen.

Was Sie jetzt am meisten brauchen ist Verständnis, Trost und Unterstützung. Geben Sie sich diese selbst, statt sich zu verurteilen.

Gehen Sie also liebevoll mit sich um. Sagen Sie sich dieselben tröstenden Worte, die Sie auch einem Freund sagen würden: Das wird wieder. Das geht vorrüber. Kopf hoch.

TIPP 3 Lernen Sie zu akzeptieren, dass Sie nicht alles kontrollieren und beeinflussen können.

Alle Menschen erleiden Schicksalsschläge, geraten unverschuldet in Krisen, alle Menschen werden älter und sterben.

Deshalb ist es wichtig, zu lernen (!), das Leben anzunehmen, wie es nun mal ist.

Die Augen davor verschließen und die Realität leugnen, ist nicht hilfreich. Im Gegenteil: Das ist gefährlich.

Das ist leichter gesagt, als getan. Ich weiß. Dabei hilft, wenn man sich immer wieder klarmacht, dass man nicht alles kontrollieren kann und dass es kein persönliches Versagen ist, nicht immer alles unter Kontrolle zu haben.

TIPP 4 Fragen Sie sich in einer Krise: Angenommen, ich könnte/würde die Situation annehmen, was könnte/würde ich dann tun?

Überlegen Sie gut und gründlich. Diese Frage eröffnet Ihnen Ansatzpunkte für die Bewältigung der Krise. Sie blicken nach vorne. Sie haben Hoffnung.

TIPP 5 Lernen Sie, dankbar zu sein.

Schätzen und dankbar sein, für das, was man an materiellen und nichtmateriellen Dingen besitzt(Gesundheit, gesunde Kinder, liebevoller Partner, usw) erleichtert den Umgang mit Schicksalsschlägen.

Schauen Sie sich hierzu unbedingt meinen Beitrag über Dankbarkeit an. Sie finden dort viele Anregungen und wertvolle Tipps. Es lohnt sich.

Wofür man dankbar sein kann und ein kleines Video zur Dankbarkeit.

TIPP 6 Machen Sie das berühmte Sprichwort von Friedrich Oetinger zum Thema Akzeptieren und Gelassenheit zu Ihrem täglichen Gebet oder Mantra.

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Autorin des Beitrags:

Psychotherapeutin
Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf ist Expertin für:

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