Aggression

Aggressionen sind meist die Folge von Frustrationen. Betroffene wissen sich nicht anders zu wehren, als ihrem Frust durch aggressives Verhalten Luft zu machen.

Aggression
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Mit Aggression bezeichnen wir ein Verhalten, das die Verletzung anderer Lebewesen oder die Beschädigung von Gegenständen zum Ziel hat. Man sieht in Aggressionen Handlungen, die eine innere Spannung aufzulösen versuchen.

Zu den Aggressionen gehören

  • physische Aggressionen, die mit Gewalt einhergehen, wie z.B. sexueller Missbrauch, Gewalt in der Partnerschaft
  • physische Aggression gegenüber unbelebten Objekten, wie z.B. Sachbeschädigung oder Verunreinigung
  • offene verbale oder nonverbale Aggressionen wie z.B. Drohungen, Demütigungen, Vorwürfe oder Ausgrenzung, abschätzige Mimik oder Gestik
  • verdeckte Aggression: Phantasien über Verletzung oder Beschädigung
  • Autoaggressionen - selbstverletzendes Verhalten wie Ritzen

Hinter der feindseligen Aggression verbergen sich häufig Frustration, Wut, Abwehr der Aggression anderer oder Rache. Es kommt meist zu tätlichen Handlungen, wenn die Betroffenen verbal nicht in der Lage sind, ihren Frust auszudrücken. In positiver Form zeigen sich Aggressionen in der Selbstbehauptung, im Wettkampf oder Wettbewerb im Beruf.

Die Lerntheorie erklärt die Entstehung der Aggressionen durch Lernprozesse. So werden Aggressionen erlernt, indem wir andere Personen beobachten, die sich aggressiv verhalten. Führt deren Aggression zum Erfolg, prägen wir uns dieses Verhalten als wirksam ein und ahmen es nach.

Aggressionen treten außerdem sehr wahrscheinlich immer wieder auf, wenn wir durch sie unser Ziel häufig erreicht haben, wenn wir für unser aggressives Verhalten belohnt wurden. Man geht heute auch davon aus, dass die Neigung zur Aggressivität teilweise angeboren ist. Stress, Misshandlung und Vernachlässigung in der Kindheit scheinen die Neigung zu Aggressionen zu aktivieren und zu verstärken.

Hilfen bei Aggressionen

Für aggressive Kinder gibt es Trainingsprogramme, in denen aggressives Verhalten abgebaut und kooperatives Verhalten aufgebaut wird. Die Kinder lernen, sich auf angemessene Weise zu behaupten, sich verbal zu verteidigen und ihre aggressiven Impulse zu kontrollieren. Auch Erwachsene, die zu aggressivem Verhalten neigen, können dieses Verhalten verändern. Ansatzpunkte sind dabei z.B. die Einstellungen zu sich, die Erwartungen an andere, die Fähigkeit, Spannungen abzubauen sowie Selbstbehauptungsstrategien.

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