
Der Selbsthilfe Besteller Ratgeber
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Gefühle verstehen,
Probleme bewältigen
Ärger - wie damit umgehen
Dr. Doris Wolf - Diplom Psychologin, Psychotherapeutin
Fast jeder Mensch ärgert sich und jeder findet das völlig normal.
Solange der Ärger nicht überhand nimmt und er keinen gesundheitlichen Schaden anrichtet, ist das auch kein Problem.
Ärger kann jedoch auch ungesund sein. Ärger ist dann ungesund, wenn er ein täglicher Begleiter ist und man sich mehrmals am Tag so richtig in etwas hineinsteigert, das einen ärgert. Ganz zu schweigen von der Steigerung des Ärgers, der Wut. Wenn wir wütend werden, dann besteht auch die Gefahr, dass wir anderen schaden.
Dieser Ärger Test hilft Ihnen zu erkennen, ob Sie Einstellungen haben, die Sie häufig ärgerlich werden lassen.
Markieren Sie diejenigen Feststellungen, denen Sie zustimmen
Ärger Test Auswertung
0 bis 2 Punkte
Sie sind "cool", würde man neudeutsch sagen. Die Spielregeln des Lebens sind Ihnen vertraut und Sie lassen sich nicht leicht aus der Ruhe bringen. Sie wissen, dass es im Zusammenleben mit anderen immer mal wieder Konflikte und Missverständnisse geben wird. Ihnen ist klar, dass Sie andere nicht durch Ihren Ärger ändern können und sich durch Ihren Ärger letztlich nur selbst schaden.
Statt sich zu ärgern, machen Sie sich lieber Gedanken darüber, wie Sie die Situation auf anderen Wegen nach Ihren Vorstellungen gestalten können. Sie leben nach dem Motto: "Was ich nicht ändern kann, darüber lohnt es sich nicht, sich zu ärgern." Diese Einstellung schont Ihre Nerven und ist gut für Ihre Gesundheit.
3 bis 5 Punkte
Sie bringen sich immer einmal wieder aus der Fassung, aber haben durchaus auch gesunde Einstellungen, die Ihnen helfen, das Verhalten anderer zu akzeptieren.
Es könnte Ihnen helfen, sich noch deutlicher bewusst zu machen, dass die meisten Menschen nicht die Absicht haben, Ihnen zu schaden. Diese sind gedankenlos oder fühlen sich vielleicht von Ihnen abgelehnt, sodass deren Verhalten eine Art Verteidigung oder Selbstschutz ist.
Verwenden Sie Ihre Energie, statt sich zu ärgern, darauf, was Sie unzufrieden macht und wie Sie es auf anderen Wegen erreichen können. Erinnern Sie sich immer wieder daran: Sie haben das Recht, sich zu ärgern, aber letztendlich können Sie damit Ereignisse nicht ungeschehen machen und andere Menschen nicht verändern, wenn diese es nicht möchten. Ärger ist in erster Linie eine Bestrafung für Sie und nicht für die anderen.
Mehr als 5 Punkte
Ärgergefühle gehören zu Ihrem Alltag. Sie fühlen sich oft angegriffen und ungerecht behandelt. Sie fühlen sich als Opfer anderer und glauben, diese für ihr aus Ihrer Sicht unangemessenes Verhalten durch Ihren Ärger bestrafen zu müssen.
Wahrscheinlich haben Sie schon die Erfahrung gemacht, dass all Ihr Ärger andere nicht ändert und hauptsächlich Ihnen schadet.
Wenn Sie ruhiger und gelassener werden wollen, dann müssen Sie Ihre Forderungen, wie andere sich in Ihren Augen verhalten sollten, in Wünsche umwandeln. Beispielsweise: "Es wäre schöner, wenn andere sich nach meinen Vorstellungen verhalten würden."
Sie müssen lernen, anderen gegenüber toleranter und großzügiger zu sein. Andere verhalten sich nach dem, was sie glauben, was das Beste ist. Die meisten Menschen wollen Ihnen nicht schaden, sondern haben ihrerseits Probleme, die für ihr Verhalten verantwortlich sind. Manchmal sind sie einfach auch zu sehr mit sich selbst beschäftigt und machen sich keine Gedanken, wie ihr Verhalten bei anderen ankommen könnte.
Fragen Sie sich immer mal wieder, ob es sich in einer bestimmten Situation lohnt, dass Sie sich ärgern und so Ihren Körper in Aufruhr versetzen.
Ärgerlich am Ärger ist, dass man sich selbst schadet,
ohne etwas an dem zu ändern, worüber man sich ärgert.
© 1999-2010 PAL Verlag - Ärger Test
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