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Liebeskummer und Herzschmerz

Frau hat Liebeskummer

Seine große Liebe zu verlieren, wenn unsere Liebe nicht erwidert wird oder wir unglücklich verliebt sind, schmerzt. Die 4 Phasen bei Liebeskummer und Trennungsschmerzen. Bild © Kitty - Fotolia.com

Autorin: , Diplom Psychologin

Die Themen dieses Beitrags:
Gefühle, die wir bei Liebeskummer verspüren
Wie lange dauert Liebeskummer an?
Warum haben wir Liebeskummer?
Wovon hängt es ab, wie stark unser Liebeskummer ist?

Gefühle, die wir bei Liebeskummer verspüren

Traumhochzeit und danach immerwährende Liebe, Verständnis und Glücklichsein, so stellen sich die meisten von uns ihre Partnerschaft vor.

Auch wenn nach der Statistik jede dritte Ehe vor dem Scheidungsrichter endet, reden wir uns ein, niemals davon betroffen zu werden. „Es trifft andere Menschen, aber nicht uns ...“, mit dieser Einstellung wiegen wir uns in Sicherheit.

Wenn wir dann doch vor dem Scherbenhaufen unserer Beziehung stehen, fühlen wir uns hilflos. Bis dahin nie erlebte Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst und Hass breiten sich in uns aus.

Die ersten Tage, Wochen und Monate sind grauenhaft und schmerzlich.

Viele Menschen spielen sogar mit dem Gedanken, sich in dieser Lebenskrise das Leben zu nehmen. Andere werden „rasend vor Eifersucht“ oder reagieren mit körperlichen Beschwerden.

Einige Verlassene reagieren extrem heftig, greifen zur Waffe und bedrohen den Partner oder denjenigen, der in die Partnerschaft eingedrungen ist.

Um den Liebeskummer, den Schmerz und die Sehnsucht überwinden zu können, müssen wir, wie bei der Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen, 4 Phasen durchlaufen.

Die 4 Phasen bei Liebeskummer und Trennungsschmerz

1. Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen und Verleugnen

Wir glauben an einen bösen Traum, leben in der Hoffnung, dass alles wieder gut werden wird. Wir kämpfen um eine zweite Chance, alles zu ändern und den Partner umzustimmen.

Wir erzählen niemanden von der Trennung und unserem Liebeskummer und sind besonders lieb zu unserem Partner. Von ihm hängt es nun ab, ob es noch eine Chance für die Partnerschaft gibt.

Wenn er die Beziehung endgültig beendet, kommen wir in die zweite Phase.

2. Phase: Aufbrechende Gefühle

frau mit tränen in den augen - © Chepko Danil - Fotolia

Liebeskummer lohnt sich nicht ...

Liebeskummer lohnt sich nicht my Darling, schade um die Tränen in der Nacht.

Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling, weil schon morgen dein Herz darüber lacht.

Songtext Connie Francis

Wenn die Hoffnung schwindet, brechen Verzweiflung bis hin zu Depressionen über uns herein.

Wir glauben, ohne den Partner nicht weiterleben zu können. Unsere Gedanken kreisen um den Partner und daran, was alles „nie mehr“ sein wird.

Nichts kann unsere Verzweiflung lindern. Selbstzweifel nagen an uns. „Warum nur?“ - mit dieser Frage zermartern wir uns das Gehirn und finden keine Antwort.

Mit Vorwürfen, was wir alles hätten anders machen sollen während der Partnerschaft, quälen wir uns. Wir fühlen uns kraftlos und voller Angst, glauben das Leben alleine nicht bewältigen zu können.

Unser Körper lässt uns im Stich. Wir leiden unter körperlichen Beschwerden wie etwa Schlafstörungen, Unruhe, Kopf- und Magenschmerzen, Herzrasen, zu viel oder zu wenig Appetit, Herzschmerzen im wörtlichen Sinne, Konzentrationsstörungen.

Gegen Ende der zweiten Phase des Liebeskummers verspüren wir Wut, haben vielleicht Rachegedanken und Rachegefühle. Wir beginnen aufzurechnen: „Ich habe so viel für ihn aufgegeben und für ihn getan, wie kann er mir so etwas antun? Das ist unfair! Das habe ich nicht verdient“

Manche Menschen ziehen sich von ihren Mitmenschen zurück, andere stürzen sich in Aktivitäten, sind keinen Abend zuhause.

Den Griff zu Beruhigungstabletten oder Alkohol sehen viele als einzige Möglichkeit, die Trennungsschmerzen und den Liebeskummer zu lindern.

3. Phase: Neuorientierung

So langsam sehen wir wieder Licht am Ende des Tunnels. Die Trennung schmerzt noch, wir können uns aber manchmal schon eine Zukunft ohne den Partner vorstellen.

Verzweiflung und Wut sind nicht mehr unsere ständigen Begleiter. Wir beginnen Bilanz zu ziehen, können sowohl Stärken als auch Schwächen von uns und unserem Partner besser erkennen.

4. Phase: Neues Gleichgewicht

Wir haben unseren inneren Frieden wiedergefunden. Ab und zu empfinden wir noch Traurigkeit oder Wut, doch die heftigen Gefühle, die wir zu Beginn des Liebeskummers verspürt haben, sind vorbei. Wir haben neue Perspektiven für die Zukunft entwickelt.

Wir alle durchlaufen diese Trennungsphasen, unterscheiden uns aber darin, wie heftig wir auf die Trennung mit Liebeskummer reagieren und wie lange wir in den Trennungsphasen verharren.

Je mehr wir vom Partner emotional abhängig waren, umso härter ist für uns die Zeit nach der Trennung und umso größer ist der Liebeskummer.

Zitat Liebeskummer

Liebeskummer ist wie ein Diamant: man sollte ihn mit Fassung tragen.

Marcel Pagnol

Wenn wir keinen eigenen Freundeskreis aufgebaut, keinen Beruf und keine finanzielle Absicherung haben, Kinder haben, die wir nach der Trennung alleine erziehen müssen und/oder unserem Partner die alltäglichen Pflichten (Umgang mit Handwerkern, Banken, Behörden) überlassen haben, dann müssen wir nach der Trennung eine Menge neu lernen.

Und das zu einem Zeitpunkt, wo wir ohnehin wenig Kraft haben und unsere Gedanken um den Verlust des Partners kreisen.

Wie lange dauert Liebeskummer an?

Jeder Betroffene braucht seine eigene Zeit. Es hängt auch von den Umständen ab. Wenn der Expartner schwankt und Anlass zur Hoffnung/ Versöhnung gibt, zögert sich der Prozess des Abschiednehmens hinaus.

Nach einem Jahr sollte es zumindest schon zeitweise Momente geben, wo die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Trennung und den Verlust gerichtet ist.

Liebeskummer mit Fassung zu tragen ist leicht gesagt, wenn man unglücklich verliebt ist und man unter den Trennungsschmerzen leidet.


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Warum haben wir Liebeskummer?

Liebeskummer in der Verliebtheitsphase

Wenn wir uns verlieben, dann verspüren wir die ersten 6 bis 9 Monate intensive Glücks- und Liebesgefühle.

Die Glücksgefühle sind die Folge von Endorphinen (körpereigene Morphine) und dem Stimmungsaufheller Serotonin, die im Gehirn ausgeschüttet werden. Dieser Glückscocktail wirkt wie eine Droge: wir sind euphorisch und aufgedreht. Sich verlieben macht süchtig.

Trennt sich der Partner in der Zeit des Verliebtseins von uns, dann versiegen die Glücksdrogen. Ähnlich wie ein Drogenabhängiger reagieren wir mit Entzugserscheinungen, die wir als Liebeskummer erleben.

Unser Körper reagiert auf den Verlust des Partners mit Schlafstörungen, nachlassendem oder gesteigertem Appetit, Kreislaufbeschwerden, Magen-Darm-Problemen, innerer Unruhe und Anspannung. Es kann zum Broken Heart Syndrom kommen – einem Quasi-Herzinfarkt.

Liebeskummer nach mehrjähriger Beziehung

Wenn wir heiraten haben wir die romantische Vorstellung, mit unserem Partner zusammen zu bleiben, bis der Tod uns scheidet. Wir rechnen nicht damit, dass uns eine Trennung widerfahren kann.

Wir setzen hohe Erwartungen in unseren Partner. Er soll dafür zuständig sein, dass wir uns glücklich und geliebt fühlen. D.h. wir geben dem Partner die Verantwortung für unser Wohlbefinden.

Dies bedeutet aber auch: trennt er sich, glauben wir, nicht liebenswert zu sein und sind unglücklich.

Die Trennung konfrontiert uns mit vielen Verlusten:

Eine Trennung führt meist auch zu mehr oder weniger großen Selbstzweifeln.

Wir stellen uns Fragen wie: „Was habe ich falsch gemacht?“ „Bin ich nicht gut genug“? „Was stimmt mit mir nicht“?

Diese Selbstzweifel nagen am Selbstwertgefühl, verunsichern und fügen uns zusätzlichen Schmerz zu.

Liebeskummer aufgrund mangelnder Treue, Flirten

Wenn der Partner fremdgeht oder ständig mit anderen flirtet, dann fühlt man sich verletzt, ungeliebt und gekränkt.

Verständlich, dass man im wahrsten Sinne des Wortes Herzschmerzen bekommt.

Liebeskummer, wenn die Liebe nicht erwidert wird.

Wenn man sich in einen anderen verknallt, dann wünscht man sich nichts sehnlicher, als dass dieser unsere Liebe erwidert.

Wir leiden, wenn unsere Liebe nicht auf Gegenliebe stößt und der Märchenprinz oder die Märchenprinzessin für uns unerreichbar ist.

rose die blutet - © Aamon - Fotolia

Wovon hängt es ab, wie stark der Herzschmerz ist?

Entscheidend für den Liebeskummer und den Herzschmerz ist, wie stark wir glauben, den Partner zu benötigen.

"Reden" wir uns ein, ohne den Partner nicht leben und ohne ihn nicht glücklich sein zu können, dann ist unser Liebeskummer besonders stark, wenn der Partner sich trennt oder unsere Liebe nicht erwidert.

Weiterhin ist das Ausmaß des Liebesschmerzes abhängig von

gebrochenes herz bei liebeskummerUmgang mit Liebeskummer

Was bei Liebeskummer auf keinen Fall tun? Was tun gegen Liebeskummer? An wen wendet man sich, wenn man Hilfe braucht? Informationen hierzu in Hilfe bei Liebeskummer

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Leserkommentare Liebeskummer
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  1. Leserkommentar Silke schreibt am 24.04.2014

    Liebe Ich, ich verstehe ganz tief im Innern, was Du meinst und wie Du Dich fühlst. Nach meiner letzten Trennung habe ich gespürt, dass etwas in mir zerbrochen ist. Es fühlte sich ganz anders an, als bei einer früheren Trennung. Ich spürte, dass ich meinen Glauben, meine Hoffnung verloren habe. Es war, als ob der Boden unter meinen Füssen wegbricht, weil alles, woran ich glaubte und was mich ausmacht auf einmal weg war. Ich habe mich getrennt und trotzdem war der Absturz so tief. Ich bin schon seit 2,5 Jahren getrennt und noch immer dabei, mich wieder zu stabilisieren. Es geht ständig hoch und runter. Nach der Trennung war ich einfach nur leer und zerbrochen. All die Verletzungen in den 12 Jahren dieser Beziehung, all die Lügen haben mich zermürbt. Das Ständige sich wieder Annähern, neu vertrauen und dann wieder diese neuen Verletzungen haben einfach meinen Glauben zerstört, das, was mich ausmacht. Ich habe wie in einem Vakuum gelebt, irgendwie betäubt, ohne Zugang zu meinen Gefühlen. Ich habe alles verdrängt und funktioniert. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch noch meinen Job verloren und war dann am Ende ein Jahr krank wegen eines Burnouts. Nach der Lethargie kam irgendwann der Punkt, dass ich anfing mich zu fragen, warum sich die Dinge in meinem Leben immer wiederholen. Ich habe angefangen mir anzusehen, was genau eigentlich passiert ist. Es war ein tiefer Absturz, als ich erkannte, wieviel Leere und Einsamkeit in mir ist und das dieses ein ganz altes Gefühl ist. Es ging plötzlich nur noch im mich und wie ich eigentlich zu mir stehe, mich selbst bewerte, wie ich mit mir umgehe. Da, genau da, lag der Schlüssel für alles. Ich habe dann mit einer Therapie angefangen und mich ganz klar erkannt und begriffen, warum sich alles wiederholt in meinem Leben. Das ich etwas Lernen soll und deshalb durch diese Schmerphasen gehen muss. Auch bei Dir liebe Ich, wiederholt es sich ständig. Irgendwann ist man zermürbt, so wie Du gerade. So abwegig es für Dich klingen mag, jetzt, jetzt bist Du an dem Punkt, wo Du wirklich erkennen und verstehen lernen kannst. Wenn Du ganz unten bist und nichts mehr willst und vor allen Dingen nicht mehr kämpfst, dann und nur dann kommst Du an das, um was es geht bei Dir. Warum wirst Du betrogen und verlassen immer wieder. Wo ist es ganu das, was Du ganz tief in Deinem Herzen denkst, nämlich, es nicht wert zu sein und deshalb betrogen und verlassen wirst. Es wiederholt sich, es ist das, was Du anziehst und selbst kreierst durch Dein Denken und Handeln. Es passiert oft unbewußt aber Du ziehst es immer wieder in Dein Leben. Du kannst das durchbrechen, auflösen aber es ist ein harter Weg. Hol Dir Hilfe und mach eine Therapie. Informiere Dich, welche für Dich am besten ist. Ich habe u.a. auch mit Familienaufstellung gearbeitet und dabei soviel über mich erkannt. Vor allen Dingen, liebe Ich, gehe erstmal keine neue Beziehung ein. Gib Dir Zeit, dass Deine Wunden heilen können und Du wieder zu Dir und Deinem Herzen findest. Glaub mir, diese Leere, die Du gerade hast, dieses Zerbrochensein und das Gefühl von Aufgeben, nicht mehr kämpfen wollen ist Deine Chance. Du bist ganz nah bei Dir in dieser Hiflosigkeit. Du hast jetzt die Chance, Dich wirklich zu sehen und zu verstehen. Dadurch wird alles für Dich deutlich, warum und wieso es so ist und war. Es gibt Dir eine neue Sicht auf Dich, Dein Handeln, Deine gesprochenen Worte usw. Du wirst Dich reflektieren und eine wunderbare Klarheit bekommen. Geh mal auf die FB-Seite von Robert Betz. Mit den Meditations-CD´s zum Thema inneres Kind, dem Verzeihen und loslassen sich und anderen kann man ganz viel erreichen. Wenn Du das nicht magst, ist es vielleicht bei Dir etwas Anderes, was Dir hilft. Bücher allein reichen nicht meiner Ansicht nach. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg findest, der Dir Hilfe gibt. Glaub mir, dieses Gefühl, dass Du jetzt hast ist der Anfang für etwas Neues. Etwas Gutes, nämlich, dass Du wirklich Dich erkennst und aus Dir heraus lebst und handelst und damit eine andere Resonanz bekommst und irgendwann den Partner in Dein Leben holst, durch den Du nicht immer Deine alten Muster bestätigen läßt. Alles Liebe und Gute für Dich. Von Herzen Silke.

  2. Leserkommentar ich schreibt am 23.04.2014

    hallo, ich bin mittleren alters und den umgang mit liebeskummer wohl schon gewohnt, dachte ich. es zieht sich bei mir wie ein roter faden durch mein leben. nie bin ich es die die flinte ins korn wirft. ich weis nicht was es ist, weshalb ich diejenige bin die immer zusammenhalten will und die männer gehen. ich habe die phasen nun schon sieben mal mit gemacht. jedes mal bin ich die enttäuschte und bleibe mit kummer zurück. die anderen ziehen weiter. jedes mal habe ich die phasen durch gestanden und bin nach angemessener verarbeitungszeit, neuorientierung und heilung in eine neue beziehung offen, positiv und warmherzig gegangen. ich bin nun 35 und seit januar getrennt. ich habe keine finanziellen probleme oder ähnliches. nur dieses mal habe ich das gefühl, es ist nun endgültig etwas in mir zerbrochen. mir ging es noch nie so elend. es sind nun schon 3 monate vergangen. es ist nicht der schmerz der trennung sondern das gefühl nun endgültig zerbrochen zu sein. all die narben der vergangenen 6 zerbrochenen liebesbeziehungen (angefangen mit meiner ersten großen liebe mit 16) hat nun die 7 trennung aufgebrochen. ich hab das gefühl mich nicht mehr "flicken" zu können. ich bin ein positiver mensch, der rational denken kann, aber solche gefühle hatte ich noch nie. so eine hoffnungslosigkeit die sich in mir ausbreitet. es ist nicht die trauer, sonder eine gewissheit die sich in mir festsetzt. das erkennen, dass es egal ist wie ich mich verhalte, was ich tue oder nicht tue, es egal ist, denn zum schluss bin ich die betrogene, verlassene und die die an der beziehung fest hält, während der mann sich schon längst von mir abgewendet hat oder sich für die andere frau entschieden hat. habe viel an mir gearbeitet, bücher gelesen, und und und. es ändert nichts, irgendwann ist man zerbrochen und verliert den glauben. ich hätte nie gedacht, dass es so etwas tatsächlich gibt. aufzugeben. ich gebe auf und weis tief in mir, dass dies für mich so besser ist.

  3. Leserkommentar Marcel schreibt am 22.04.2014

    Liebe Silke, lieber Michael, ich danke euch aus tiefsten Herzen für eure Gedanken an mich. Silke (Ladies' first), ich möchte dir sagen, ja ich weiß es aus eigener Erfahrung, egal wie kaputt etwas ist, es kann wieder repariert werden. Es dauert eben seine Zeit. Diese Zeit soll uns etwas lehren. Es wird so viel Zeit vergehen, die wir benötigen, um diese Baustelle zu kitten. Ich habe Beziehungen bewusst wieder aufgebaut, die so verkorkst und kaputt schienen, dass es fast aussichtslos war. Vergiß einfach die Zeit. Denk immer daran, was wichtig ist. Zuerst bist du selbst das Wichtigste im Leben. Danach kommt die Familie, dann Freunde, dann der Partner. In dieser Reihenfolge. Vergiß den Partner, wenn deine Familie im Argen liegt, er wird nur vorübergehend ein Loch schließen können. Dauerhafte Beziehungen zu anderen Menschen können nur dann dauerhaft funktionieren, wenn die Beziehung zu dir selbst tendenziell in diese Richtung deines Wohlbefinden geht. Auch ich drifte hin und wieder ab, lasse mich von Gedanken und Gefühlen ablenken, doch ich schaffe es immer wieder und immer besser, "mich wieder ins Lot" zu bringen. Ich habe gelernt, dass es eine "Beziehung" als solches nicht gibt. Alles ist im Fluss, alles ist in permaneter Bewegung. Eine Beziehung ist etwas starres, festet. Doch so geht es nicht. Denn dann fangen wir an, uns nicht mehr zu bewegen. Es gibt nur ein 'sich beziehen auf [jemanden]'. und jede Sekunde, jeder Moment ist unendlich wertvoll und wichtig, und jedes Mal wieder ein völlig neuer, sich jedes Mal aufs Neue getragen von aktuellen Gefühlen und Gegebenheiten neu zu beziehen, sprich, mit dem was man sagt, mit dem was man denkt und tut, auf den anderen einzuwirken. Wir Menschen haben zwar ein selektives Gedächtnis - nur, wir können uns nicht gleichzeitig auf alle Erinnerungen konzentrieren! Wir nehmen nur das aktiv wahr, was jetzt gerade ist. Und ist das, was wir sehen, gut, dann wollen wir mehr davon! Einfach ausgedrückt - egal was war, versuche immer gut und positiv zu wirken. Es setzt eine Spirale nach oben in Gang! Genau so, wie das Gegenteil eine Abwärtsspirale in Gang setzen kann... die Frage ist immer: In welcher Tendenz bewegt man sich? Wie ist mein aktueller Umgang mit mir und meinen Mitmenschen. Lieber Michael - deine Expartnerin scheint aktuell in einen anderen verliebt zu sein... doch sie war es auch einmal in dich! Wieso ist sie es nicht mehr in dich? Du hast dich verändert im Umgang mit ihr, im deinen dich 'Beziehen' auf sie. Das hat zur Trennung geführt. Sieh es als Geschenk an dich an, an dein eigenes Wachstum. Charismatische und anziehende Menschen haben irgendwie stetig eine gleichbleibende Aura um sich herum... auch sie musste mit solchen und ähnlichen Erfahrungen lernen, zu sich selbst zu finden, um ein in sich runder, ruhender und für andere Menschen gleichbleibend wertvoller Charakter zu werden. Finde heraus oder, falls du es nur vergessen haben solltest - versuche dich zu erinnern, was deiner Expartnerin fehlte. Was ihr jetzt fehlt. Wir Menschen blühen miteinander auf, wenn wir uns das geben können, was uns fehlt. Es sind oft die einfachsten Dinge. Vielleicht kannst du dir selbst erlauben ihr zu zeigen, dass du es ihr geben kannst und willst. Steter Tropfen höhlt den Stein. Gib nicht auf! Wenn du es wirklich willst - und wenn du wirklich frei und bereit bist, ohne in Erwartung einer Gegenleistung zu sein, dann zeige ihr, dass du da bist. Als gestandener Mann, der sein Leben im Griff hat, und gibt, weil er es kann, nicht, weil er von der Gegenleistung abhängig ist. Vergiß deinen falschen Stolz dabei. Sei offen und aufrichtig. Sei mutig und tapfer. Erkenne, dass sich alles, auch wenn du mit anderen Menschen zusammen bist, nur in dir selbst abspielt. Niemand kann dich beeinflussen, wenn du selst für dich in Klarheit lebst. Wie soll jeder Askept in deinem Leben sein? Lebe danach. Das Glück steckt in uns. Wir brauchen es nur sehen. Einsamkeit weicht der Fülle des Lebens. Ich könnte selbst darüber schmunzeln - denn ich habe dafür gesorgt, dass diese Beziehung entstehen konnte, und ich habe selbst dafür gesorgt, das sie sich verändert hat. Weil ich mich zu wenig auf diesen Menschen in dem Maße bezogen hatte, wie ich es habe, als alles in Ordnung war. Fang an, dir und den Menschen um dich herum wieder gut zu tun. Jedoch völlig bewertungsfrei. Nimm hin, wie es ist, und füge deine eigene, positive Kraft mit ein. Es wird eine Auswirkung haben. Ich wünsche dir alles Glück und alles Liebe der Welt! Marcel

  4. Leserkommentar Silke schreibt am 22.04.2014

    Lieber Marcel, schön, dass Du hier mal so eine positive Rückmeldung gibst. Es funktioniert aber nur, so wie Michael auch schreibt, wenn noch eine Basis da ist aus Liebe, Achtung und Vertrauen auf beiden Seiten. Wenn zuviele Verletzungen da sind, die all das zerstört haben, geht es nicht. Nutzt man diese Krise aber als Chance und wollen Beide das aus tiefstem Herzen, dann kann es eine ganz neue, gute und stabile Beziehung werden, die enorm daran gewachsen ist und ein festes Band für die Zukunft entsteht. Wünsche Dir/Euch das von Herzen. Alles Liebe.

  5. Leserkommentar Michael schreibt am 22.04.2014

    Lieber Marcel, es freut mich, dass du den Mut besitzt, einen neuen Anlauf zu wagen. Solche Dinge gehen oft gut, und können euch ein Leben lang glücklich machen. Ich wünsche euch alles Gute, und hoffe das ihr aus den letzten 5 Monaten gelernt habt. Bei mir ist die Sache leider komplizierter, weil sie meine Ex ja in einen anderen verliebt hat. Also keine Chance, auf einen neuen Start. Ich muss halt damit leben, dass sie weg ist. Auch wenn sie wieder kommen würde, ich könnte sie nicht retour nehmen. Ich wurde zu verletzt und enttäuscht. Darum freut es mich auch sehr, dass es Leute wie dich gibt, die alles Alte über Bord werfen, und neu durchstarten. Ich hoffe ihr habt einen schönen Neuanfang. Alles Gute

  6. Leserkommentar Marcel schreibt am 21.04.2014

    Ich wünsche allen einen schönen Ostermontag! Ich schreibe euch, weil ich euch von meiner aktuellen Situation berichten möchte. Heute ist nicht nur Ostermontag, sondern für mich und meine Exfreundin, mein Leben, und meinen Ansichten ein entscheidender Tag. Nach jetzt knapp 5 Monaten der Trennung haben wir uns verabredet, uns heute Abend zu treffen. Meine Meinung ist: Es ist egal, was andere erleben, es ist egal, auch wenn 10.000 Menschen der selben Meinung sind - wichtig ist nur, dass du deinen eigenen Weg gehst! Mach dein Ding draus! Wenn du endgültig abschließen willst, dann tu es. Wenn du einen zweiten Anlauf wagen will, wage ihn. Hör dir an, wie es anderen ergangen ist, aber nimm dies nicht als deine eigene Realität an. Erschaffe dir deine eigene Realität selbst. Wünsche dir einfach, wie es sein soll, dann denke jeden Tag bewusst daran, sodass dein Glaube daran immer unerschütterlicher wird. Und eines Tages ist der Moment gekommen, andem es genau so eintrifft, wie du es dir erwünschst hast. Manchmal fehlt nicht viel zu einer wirklich langen und glücklichen Beziehung, gemeinsam bis in den Tod. Viele Menschen werfen diese Chance weg, man hat 10,15 Jahre oder länger an dem gemeinsamen Leben gebaut, und nun soll alles vorbei sein? Nein! Immer ist eine Trennung ein Zeichen davon, dass sich die Dinge einfach nur verändert haben. Was soll's? Das ganze Leben ist Veränderung. Kein Tag gleicht dem anderen. Man hat jeden Tag die Möglichkeit, neu zu beginnen. Und an diesen Dingen zu arbeitet. Das ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass ein Segelboot nicht vom Segel genommen wird, wenn ein Sturm aufzieht. Schlimm ist, wenn die Segel nicht endlich gesetzt werden, nachdem das Segelboot schon zu lange vor Anker liegt. Wer die Gründe für die Trennung erkennt, kann einen Neuanfang versuchen, um dann mit neuen Erkenntnissen ein besseres, glücklicheres Leben zu führen. Und die Liebe, die Gefühle werden wieder genau so sein, wie sie waren. Denn diese Gefühle sind und waren schon immer da. Sie sind in uns selbst. Sie sind da, wenn bestimmte Zustände und Umstände stimmen. Es ist wie ein Baum der einen Schatten wirft. Kein Baum, kein Schatten. Kein XY, keine guten Gefühle. Ich habe mir mein Leben immer so gut es geht gestaltet, wie ich es mir vorstelle. So war es auch mit meiner Partnerin. Ich habe nichts dem Zufall überlassen. Doch ich war in meiner eigenen Rolle "noch nicht ganz fertig" - was ich nun erkannt habe. Es gibt klare Tendenzen, beide wollen einen Neuanfang. Nur, dieser Wille zum Neuanfang ist kein "Zufallsprodukt", ich habe auch hier bewusst darauf hin gearbeitet. Die letzten 5 Monate lang. Und diese 5 Monate waren keineswegs voller Trauer und Leid, im Gegenteil. Ich bin voller Dankbarkeit für diese Erfahrung, ich bin dankbar, diese Lektion für mich und mein Leben lernen zu dürfen, und ich werden im Glauben und von der Hoffnung getragen, dass es sich beim nächsten Versuch mit den neu gewonnenen Erkenntnissen wieder gut anfühlen wird, zusammen zu sein. Wenn jemand sagt, kalten Kaffee wärmt man nicht mehr auf, dann sage ich, nichts schmeckt besser als ein aufgewärmter Gemüseeintopf drei Tage später! =) Und was auch noch logisch ist: Wenn etwas schon sooo gut war, dann muss es mit neuen Erkenntnissen ja noch besser werden! Es ist schon komisch - wir trennten und kurz vor Weihnachten und vereinen uns heute, am Fest der Auferstehung :D Aber eben auch das mache ich selber daraus, es ist meine frei Wahl. Mir haben 3 essentielle Bücher weiter geholfen, wer die Titel wissen möchte kann mir gern eine Mail schicken an closerstill[at]web[punkt]de Ich schnalle mir jetzt meinen Rucksack, gefüllt mit all den schönen Dingen, die ich mein Leben lang so gesammelt habe, wieder um. Er trägt sich noch ganz angenehm. Wird er zu schwer mache ich einfach eine kleine Pause =) aber ich werde mich niemals von den Dingen trennen, DIE ICH LIEBE! LEBE DEIN LEBEN!

  7. Leserkommentar Silke schreibt am 12.04.2014

    Liebe Annemie, die Hilfe eines Therapeuten anzunehmen ist immer gut. Man spürt ja selbst, ob man damit klarkommt oder nicht. Wenn man nach längerer Zeit, Therapeuten nennen meist den Zeitraum von 6 Monaten, immer noch in so einem tiefen Loch steckt, sollte man sich schonmal Hilfe holen. Wenn man gar nicht raußkommt aus der Trauer und dem Schmerz, hat es meist viel tiefere Ursachen bei einem selbst, als man denkt. Verlassenheitsängste und innere Leere kommen dann hoch, die aber schon ganz lange in einem sind und die man immer verdrängt hat. Mir hat das sehr geholfen, mich und meine heftige Reaktion, besonders auch die körperlichen Symptome besser zu verstehen. Was die Praxis von Silvia Fauck angeht, habe ich keine Erfahrungen, da sie hier, wo ich wohne, keine Praxis hat. Auf ihrer Internetseite sind aber Erfahrungsberichte, die man lesen kann. Ich habe mich bewußt für einen Mann entschieden als Therapeuten und das war gut. Manchmal muss man aber lange auf einen Termin warten und ist froh, überhaupt einen zu finden egal, ob Mann oder Frau.Ich wünsche Dir alles Liebe und das Du den richtigen Therapeuten für Dich findest. Lg. Silke

  8. Leserkommentar Michael schreibt am 12.04.2014

    Liebe Annemie, Ich war bei einer Psychologin und es hat mir sehr geholfen. Den Schmerz kann dir niemand nehmen, aber den Wirrwarr im Kopf kann ein Psychologe auflösen. Du brauchst dich dann nicht immer zu fragen warum das alles passiert ist.

  9. Leserkommentar Annemie schreibt am 11.04.2014

    Hallo an Alle, ist jemand von Euch wegen des Liebeskummers in psychologischer Behandlung oder hat jemand mal die Liebeskummerpraxis von Silvia Fauck besucht? Fall ja, wie sind Eure Erfahrungen? Hat es etwas gebracht? Lieben Dank & Grüße!

  10. Leserkommentar Silke schreibt am 04.04.2014

    Ben, das ist sehr schön, was Du da gemailt hast. Da es Dich so angesprochen hat, hast Du es verstanden. Es ist in anderen Worten das, was ich Dir auch gemailt habe. Werde, was Du bist. Dazu gehört Loslassen, um neue Wege zu gehen. Für mich gilt das gleichermaßen mehr denn je in meinem Leben. Ich frage mich oft, warum es z.Zt. auf der Stelle steht, sich einfach nicht bewegt. Es liegt am Loslassen, am abschließen des momentanen Kapitels und vieler aus meiner Vergangenheit. Es geht um Verzeihen Anderen und vor allen Dingen mir. Das ist ein wichtiger Schritt zum Loslassen. Das ist mein Thema, das ist Dein Thema und das Thema aller hier. Wenn es auch noch nur ein Text ist, den wir aus Verzweiflung lesen. Wenn wir auch noch denken, das ist so schwer, so haben wir doch verstanden. Es wird vom Kopf in Herz rutschen und dann werden wir weitergehen, einfach weitergehen. Weitergehen ohne den alten Rucksack, mit einem neuen, der mit neuen Dingen gefüllt wird....Ich wünsche Euch allen, dass ihr weitergeht und vorher abschließt, damit ihr keine Altlasten in Euer neues Leben mitnehmt. Befreit Euch davon und schaut, wie gut es sich anfühlt. Ich spüre es teilweise schon. Es ist ein wunderbares und kraftgebendes Gefühl. Alles Liebe. Silke

  11. Leserkommentar Ben schreibt am 04.04.2014

    Sorry für den zu langen Text.

  12. Leserkommentar Ben schreibt am 04.04.2014

    Hallo Silke, vielen Dank für Deine lieben Zeilen!! Es sind wirklich sehr aufbauende Worte und ich habe sie mehrmals durchgelesen. Es ist ein harter Weg der vor uns allen liegt, jeder geht in seinem individuellen Fall durch die Hölle, manche stehen direkt im Höllenfeuer und andere entfernen sich langsam davon. Aber dennoch hat sich jeder verbrannt und es werden immer Narben bleiben. Mir geht’s z.Zt. wirklich schlecht und ich suche auch etwas Trost das gebe ich zu. Es ist einfach wie es ist und dies ist es ja, das mich so fertig macht, das einem die Kraft fehlt da raus zu kommen. Du wolltest wissen wie alt ich bin, ich bin 41 Jahre. Ich habe einen Text gefunden den ich gerne mit euch allen Teilen möchte vielleicht hilft er jemanden. Den Kreis schließen VON PAULO COELHO Man muss immer wissen, wann eine Phase zu Ende geht. Wenn wir länger als nötig in ihr verweilen, gehen uns die Freude und der Sinn der anderen Phasen, die wir durchleben müssen, verloren. Kreise schließen, Türen zumachen, Kapitel beenden – egal, welchen Namen wir der Sache geben, wichtig ist, die Momente des Lebens, die vorüber sind, Vergangenheit sein zu lassen. Dir ist gekündigt worden? Du hast dich getrennt? Bist bei deinen Eltern ausgezogen? Bist in ein anderes Land gezogen, um dort zu leben? Eine langjährige Freundschaft ist sang- und klanglos in die Brüche gegangen? Man kann eine Menge Zeit mit der Frage nach dem Warum zubringen. Man kann sich selbst sagen, dass man keinen Schritt tun wird, ehe man nicht den Grund weiß, aus dem bestimmte Dinge, die so wichtig und unverrückbar waren in unserem Leben, plötzlich zu Staub zerfallen sind. Doch das wird auf Dauer für alle enorm zermürbend: Eltern, Partner, Freunde, Kinder, Geschwister, sie alle werden Kapitel zuklappen, Seiten umschlagen, weitergehen, und alle werden darunter leiden, wenn sie sehen, dass man selbst stehen bleibt. Niemand kann zugleich in der Gegenwart und in der Vergangenheit leben, nicht einmal, wenn er zu verstehen versucht, was ihm widerfährt. Was vorbei ist, ist vorbei: Wir können nicht ewig klein bleiben, spätreife Teenager sein, Kinder mit Schuldgefühlen oder Groll auf die Eltern, Geliebte, die Tag und Nacht der Beziehung zu einem Menschen hinterhertrauern, der fortgegangen ist und nicht die geringste Absicht hat, zurückzukehren. Die Dinge gehen vorüber, und das Beste ist, sie tatsächlich gehen zu lassen. Deshalb ist es so wichtig (auch wenn es noch so weh tut!), Erinnerungen zu vernichten, vieles an Waisenhäuser zu geben, Bücher zu verkaufen oder zu verschenken, umzuziehen. Alles auf der sichtbaren Welt ist eine Manifestation der unsichtbaren Welt, dessen, was in unserem Herzen geschieht – und sich von manchen Erinnerungen zu trennen, bedeutet auch, Raum dafür zu schaffen, dass etwas Neues ihren Platz einnimmt. Gehen lassen. Loslassen. Sich lösen. Niemand in diesem Leben spielt mit gezinkten Karten, folglich gewinnen wir zuweilen, und manchmal verlieren wir. Hoffe nicht darauf, dass du etwas zurückbekommst, erwarte nicht, dass jemand deine Bemühungen anerkennt, deine Genialität entdeckt, deine Liebe versteht. Hör auf, deinen emotionalen Fernseher anzuschalten und dir stets den gleichen Film anzuschauen, den, in dem du einen Verlust erlitten hast: Das vergiftet dich nur, mehr nicht. Nichts ist gefährlicher als nicht wahrhaben zu wollen, wenn eine Liebe zerbricht, als die Aussicht auf eine Arbeitsstelle, deren Beginn noch nicht feststeht, als Entscheidungen, die im Namen des „geeigneten Momentes“ ständig verschoben werden. Ehe man ein neues Kapitel beginnt, muss man das alte beenden: Sag dir, was vorbei ist, wird nie wiederkommen. Denk daran, dass es eine Zeit gegeben hat, in der du ohne diese Sache, ohne diesen Menschen gelebt hast – nichts ist unersetzlich, eine Gewohnheit ist keine Notwendigkeit. Es mag offensichtlich erscheinen, es mag wirklich schwer sein, aber es ist sehr wichtig. Den Kreis schließen. Nicht aus Stolz, Unfähigkeit oder Hochmut, sondern schlicht und einfach, weil etwas nicht mehr in dein Leben hineinpasst. Schließ die Tür, leg eine andere Platte auf, mach die Wohnung sauber, schüttle den Staub ab. Hör auf, der Mensch zu sein, der du warst, und werde, der du bist. Liebe Grüße Ben

  13. Leserkommentar Lieber Thomas schreibt am 01.04.2014

    du hast recht, es ist die Hölle. Wie ich an deinem Ausspruch sehe, kennst du die Seite von Elmar Rasi. ;-) kann ich nur empfehlen

  14. Leserkommentar Thomas schreibt am 01.04.2014

    Es ist die Hölle verlassen zu werden. Meine Freundin hat mich vor fast 3 Monaten verlassen. Was habe ich daraus gelernt ? - ja ich habe gelernt das ich lieben kann ! Aber zu welchen Preis ?? - ich hoffe das ich drüber wegkomme ansonsten geh ich dran kaputt . - momentan kann ich nur soviel sagen - jemanden den man liebt zu vergessen ist so unvorstellbar wie sich an jemanden zu erinnern den man nie getroffen hat

  15. Leserkommentar Silke schreibt am 01.04.2014

    Lieber Versteher, möchte auch Danke sagen, für Deine positiven Worte. Es ist ist schön, solche Rückmeldungen zu bekommen. Du hast mich hier ja auch in keinem guten Zustand kennengelernt. Wenn ich jetzt schon soviel gelernt habe, dass ich Anderen Impulse geben kann, dann macht mich zufrieden. Es geht mir noch nicht konstant gut und es ist noch Arbeit aber ich habe noch nie soviel gelernt über mich, wie gerade jetzt. Es freut mich sehr, dass es Dir wieder gut geht. Ein Stück hat dazu auch dieses Forum beigetragen. Die Möglichkeit, sich in ganz dunklen Stunden alles von der Seele zu schreiben und Verständnis und Rat zu bekommen ist schon sehr viel wert. Also Danke an Dich und das es weiterhin so gut für Dich läuft. Wäre aber trotzdem schön, so hin und wieder etwas von Dir zu hören. Lg. Silke

  16. Leserkommentar Michael schreibt am 31.03.2014

    Lieber Versteher, danke für deine aufmunternden Worte. Ich denke wir können alle davon profitieren.

  17. Leserkommentar Ein Versteher schreibt am 31.03.2014

    Möchte allen nur kurz Mut machen. Auch ich trauerte lange Zeit meiner vermeintlich großen Liebe nach; ich konnte so gut wie nichts essen oder trinken, 24 Stunden am Tag kreisten meine Gedanken um sie. Ich stellte dabei den Sinn des Lebens sehr in Frage. Ich habe dann vor allem viel zum Thema Liebeskummer sowie Eigenliebe gelesen und viel selbst reflektiert. Dies und der komplette Kontaktabbruch waren meine "Rettung". Ich habe gelernt, die Wahrheit (genauer gesagt meine Wahrheit) zu erkennen und zu akzeptieren, den Selbstbetrug zu enttarnen und mir selbst das eine oder andere zu verzeihen. Ich werde sie (meine vermeintlich große Liebe) immer in meinem Herzen tragen und bin dankbar für das, was ich mit ihr erleben durfte. Aber: Dem Geschehenen habe ich letztlich zu verdanken, dass ich zu mir selbst gefunden habe. Eine Tür ist zugegangen, dafür viele andere auf. Mein Weg hat jetzt knappe drei Jahre gedauert, das möchte ich nicht verheimlichen. Aber es wurde immer besser, und seit einigen Wochen geht es mir wieder richtig, richtig gut. Der Weg ist lang, aber Ihr werdet das auch schaffen, manche früher, manche etwas später - schon so viele haben sich getrennt und wurden verlassen, und schon so viele haben den Weg zu einem glücklichen Leben wiederentdeckt. Ihr schafft das auch, ganz sicher, auch wenn Ihr Euch das im Moment vielleicht nicht vorstellen könnt!!! Liebe Silke, Deine Worte in diesem Forum sind pures Gold, von Deinen Erkenntnissen und Ratschlägen könnnen glaube ich sehr viele profitieren. Wäre schön, wenn Du auch weiterhin den Mitleidenden mit Rat und Tat zur Seite stehst. Für Dich kommen garantiert auch wieder viele Sonnenstunden, wirst schon sehen ;-). Liebe Grüße vom Versteher

  18. Leserkommentar Michael schreibt am 31.03.2014

    Lieber Frank, ich kann deine Situation nur schwer einschätzen, da meine eine ganz andere ist. Ich denke aber, der Schmerz ist der Gleiche. Du hast bedenken wegen deinem Haus, und das verstehe ich auch. ABer auch dafür gibt es eine Alternative. Vielleicht kannst du es für einige Monate untervermieten. Lieber Frank, ich bin gerade dabei unser gemeinsames Haus zu verkaufen. Auch das ist hart, und kaum zu verkraften. Aber da muss man durch. Ich kann dir nur wieder den Tipp geben, abzuschließen. Was auch immer dich an dieser Frau so fasziniert, hat eine andere Frau sicher auch. Nur mußt du zulassen, das zu erkennen. Frank kämpfe, beiße, weine, aber schau das du das durchstehst. Bis jetzt hat es noch jeder geschafft, und auch du wirst es schaffen. Der Mensch kann viel ertragen, auch wenn du momentan das Gefühl hast, das Leben geht nicht mehr weiter. Es wird besser, versprochen. Es kommen irgendwann Tage wo der Schmerz nachlässt, und du langam wieder zu leben beginnst. Kopf hoch!!!!

  19. Leserkommentar Silke schreibt am 30.03.2014

    Lieber Frank, niemand kann Dich so gut verstehen, wie ich. Besonders nach Deiner Antwort, die Du geschrieben hast. Ich selbst komme nicht von meinem Ex-Partner los, obwohl es schon 2 Jahre her ist, dass wir getrennt sind. Ich hatte mich ja getrennt, weil ich keine Kraft mehr für diese Beziehung hatte. Ich war total ins Burnout gekommen, weil wir uns über lange Zeit nicht mehr gut tun konnten und Mißtrauen und Verletzungen an der Tagesordnung waren. Irgendwie habe ich es aber anscheinend nur als Rückzug und nicht als Trennung empfunden. Als ich dachte, er hat eine neue Beziehung, wurde mir erst klar, dass es unwiedrruflich vorbei ist. Erst da, nach so langer Zeit, kam in mir all der Schmerz hoch über das Verlorene. Genau wie Du, habe ich bei diesem Mann das Leben gespürt, besonders in den ersten Jahren. Alles, was ich mir bis dahin in meiner Ehe, mit einem sehr korrekten und emotional eher kühlen Mann mir gewünscht habe, hat mein Freund mit mir gelebt. Er wollte mich mit Haut und Haaren. Wir waren anfangs richtig süchtig nacheinander. Er war so spontan und hat so viel Licht und Farbe in mein Leben gebracht. So viel gemacht für mich, was mir gut getan hat. Das dahinter sehr viel Manipulation steckte und er mich in gewisser Weise von sich abhängig machen wollte, um sich selbst aufzuwerten, habe ich erst im Laufe der Jahre gespürt. Wir waren zwei Braucher und haben uns gegenseitig verbraucht. Trotz aller Liebe war es zum Schluss eine selbstzerstörerische Beziehung. Es war kein wirklich tragfestes Fundament aus Achtung, Respekt, Vertrauen und Gemeinsamkeiten da. Er hat meine innere Leere, Einsamkeit und Verlassenheit ausgefüllt. Das weiß ich jetzt, nachdem ich erkannt habe, dass wir uns wirklich verloren haben. Der Absturz war tief, als mir klar wurde, wieviel Einsamkeit und Traurigkeit, Angst und Verzweiflung in mir ist schon seit meiner Kindheit. Jetzt arbeite ich mit einem Therapeuten genau daran. Ich erkenne mich und lerne, diese Seite von mir liebevoll anzunehmen und nicht mehr zu verdrängen. Vor allen Dingen aber, nicht mehr das beim Anderen zu suchen, was diese Leere ausfüllt. Dadurch würde ich in einer Beziehung immer abhängig bleiben. Erst dann, wenn ich das geschafft habe, werde ich mich wieder für eine neue Beziehung öffnen und bin mir sicher, dann nicht mehr aus dem Unterbewußtsein Menschen anzuziehen, die genau mein altes Schema bedienen und praktisch ein Spiegel für mich sind. Für eine Beziehung auf Augenhöhe ist es wichtig, sich selbst zu reflektieren und den Anderen als Geschenk zu sehen und nicht als Jemand der meine Angst vor Einsamkeit abdeckt. Das ist nicht leicht, aber der Einzige weg. Diese Menschen sind in unser Leben gekommen, damit wir das erkennen und ändern können. Ich kann meinem Ex-Freund verzeihen, wo er mich verletzt hat. Nur mir selbst muss ich noch verzeihen, was ich mir mit allem angetan habe und zum Teil auch ihm. Ich hadere nicht mehr damit,wie es war. Trotzdem habe ich noch nicht losgelassen, besonders an Tagen wo ich mich einsam und verloren fühle. Dann fahre ich an seinem Haus vorbei und könnte am liebsten zu ihm gehen und sagen: bitte halt mich fest, komm zurück, ich bin so einsam. Es würde aber nichts bringen, das weiß ich genau. Es wäre nur die Angst, die mich dahin geführt hat. Es kostet mich soviel Kraft, ihn loszulassen und auch ich denke, ich kann nie mehr so lieben. Vielleicht wird es eine andere Liebe sein, eine die nicht liebt, weil sie braucht, sondern braucht, weil sie liebt. Das ist ein riesen Unterschied. Es ist gut Frank, dass Du jetzt etwas ändern willst. Das ist ein ganz wichtiger Schritt. Bleib auf diesem Weg auch wenn Rückschlage kommen. Sei geduldig mit Dir und sieh es als Chance, ganz viel über Dich zu lernen, was Dir zu einem bewußteren und neuem Denken verhilft. Nochmals alles Liebe Dir. Lg. Silke

  20. Leserkommentar Frank schreibt am 30.03.2014

    Liebe Silke, Lieber Michael, vielen Dank das Ihr versucht mir zu helfen. Es ist schon so wie Silke schreibt, ich fühle auch das da etwas ist das mir scheinbar nur diese Frau geben kann. Mit Ihr habe ich das Leben gespürt wie noch nie. Eine sexuelle Abhängigkeit schließe ich aus, wobei ich mit Ihr den besten Sex meines Lebens habe. Aber ich kann auch enthaltsam leben, ich muß nicht unbedingt. Es ist diese furchtbare Einsamkeit, die Schwierigkeit diese Leere auszufüllen, die Angst nie wieder eine Frau zu finden die ich so lieben kann. Um die ganze Geschichte zu erzählen muß ich soweit ausholen das es hier den vorgegeben Rahmen sprengen würde. Liebe Silke, ich werde mich einem Therapeuten anvertrauen und wenn das nichts hilft den Rat von Michael befolgen und für eine Zeit den Wohnort wechseln. Das wird nicht ganz einfach weil ich ein sehr schönes Haus bewohne aber es muß sich etwas ändern. Es hilft sehr wenn jemand zuhört bzw. liest und Verständnis aufbringt. Nochmals vielen Dank Euch beiden, Liebe Grüße Frank

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