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Liebe Frau Wolf

Ich möchte mich für ihre Unterstützung bedanken. Sie haben mir das Leben gerettet.

Mein Mann hat mich nach fast 25 Ehejahren verlassen. Ich war völlig am Ende. Dank ihres Buches bin ich über das Schlimmste weg.

Bei ihrem Nachwort musste ich weinen, da sie während des Lesens so nah bei mir waren.

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Trennungsschmerz lindern und überwinden

Ein Paar trennt sich

Eine Trennung ist schmerzhaft und hinterlässt seelische Wunden und Narben. Wie eine Trennung und den Trennungsschmerz lindern und verarbeiten? Bild © Rafael Ben-Ari - Fotolia

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Bei einer Trennung, wenn eine Beziehung zu Ende ist, bricht für viele Menschen eine Welt zusammen. Und nicht wenige Menschen haben nach einer Trennung große psychische Probleme.

Fast niemals in ihrem Leben haben sie sich so einsam, verlassen und hilflos gefühlt. Getrennt vom Partner zu leben und den Trennungsschmerz zu bewältigen erscheint ihnen als eine unüberwindbare Aufgabe.

Wenn die Hoffnung nachlässt, dass der Partner wieder zurückkommt, denken viele an Selbstmord oder beschäftigen sich mit Rachephantasien, die sie bisweilen in die Tat umsetzen.

Um eine Trennung zu verarbeiten und loslassen zu können, ist es hilfreich zu wissen, mit welchen Gefühlen und körperlichen Reaktionen Sie rechnen müssen, wenn eine Beziehung zerbricht.

Scheiden tut weh - Männer & Frauen berichten über ihre Trennung & den Rosenkrieg

Schauen wir uns die Phasen einer Trennung an, die jeder durchläuft, der unter Trennungsschmerzen leidet.

Die vier Trennungsphasen beim Ende einer Beziehung

1. Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen und Verleugnen
Sie glauben an einen bösen Traum, hoffen, dass alles wieder gut werden wird. Sie bemühen sich, den Partner umzustimmen, verdrängen das Beziehungsende.

Sie würden fast alles tun, um den Partner wiederzubekommen. Sie verschließen die Augen vor der Trennung und tun so, als sei nichts geschehen. Sie können nicht glauben, dass sich Ihr Partner getrennt hat.

2. Phase: Aufbrechende Gefühle

frau mit tränen in den augen © Chepko Danil - Fotolia

Sie werden überrollt von einer Unmenge schmerzvoller Gefühle. Sie sind verzweifelt, fühlen sich hilflos, voller Angst. Es plagen Sie Selbstzweifel, Selbstmitleid, Kummer, Eifersucht, Trauer, Kränkungsgefühle, Wut und Hass bis hin zu Depressionen.

Sie können schlecht schlafen, essen nicht oder zuviel, weinen viel, sind voller Unruhe, haben Verstopfung, Kopf- oder Magenschmerzen, Herzrasen, usw.

Sie grübeln "warum nur?" und denken ununterbrochen voller Kummer und Sehnsucht an den Partner. Sie ziehen sich von Freunden zurück oder flüchten sich in Aktivitäten.

Nicht wenige Verlassene sind anfänglich depressiv. Niemand kann sie trösten und nichts kann den Liebeskummer und Trennungsschmerz lindern.

3. Phase: Neuorientierung
So langsam sehen Sie Land. Sie können sich wieder alleine beschäftigen, Ihre Wut und die Verzweiflung angesichts der Trennung nehmen ab. Sie können loslassen, sich wieder auf das Heute und Morgen und Ihr Leben konzentrieren.

4. Phase: Neues Gleichgewicht
Sie verspüren wieder Selbstvertrauen, verstehen, weshalb die Partnerschaft zerbrach und es zur Trennung kam. Sie haben wieder eine Zukunftsperspektive, haben das Beziehungsende verarbeitet und der Trennungsschmerz ist abgeklungen.

Sie benötigen ungefähr ein Jahr, bis Sie zu Phase 3 gelangen, 2 - 4 Jahre bis zu Phase 4.

Verarbeiten Männer und Frauen eine Trennung unterschiedlich?

Ja, das tun sie. Frauen betrachten eine Trennung, die vom Mann ausgeht, fast immer als eine persönliche Niederlage.

Frauen quälen sich - öfter als Männer - mit der Frage, was sie falsch gemacht haben, was mit ihnen nicht stimmen könnte.

Frauen verspüren nach einer Trennung monatelang starke Selbstzweifel. Und sie denken wochen- und monatelang über die Beziehung und die zerplatzten Lebensträume nach und analysieren diese.

Männer verarbeiten in der Regel den Liebeskummer und den Trennungsschmerz anders und meist auch schneller. Auch sie verspüren einen Trennungsschmerz, der heftig sein kann, aber in der Regel kürzer ist.

Selbstzweifel kennen Männer, wenn überhaupt, nur kurzfristig. Sie halten sich nicht so lange mit der Vergangenheit auf, die nicht zu ändern ist. Sie haken die Trennung in der Regel schneller ab und gehen eine neue Partnerschaft ein.

Man könnte sagen: Männer sind eher pragmatisch und stürzen sich lieber in eine neue Beziehung, statt der alten nachzutrauern, über mögliche Fehler der Vergangenheit nachzudenken oder sich durch Selbstzweifel zu zerfleischen.

Wie Trennungsschmerz und Liebeskummer überwinden? Wie eine Trennung bewältigen?

Es gibt nicht die eine Trennungsschmerz Hilfe bei der Verarbeitung einer Trennung. Auch helfen die nachfolgenden Tipps nicht bei allen Menschen. Probieren Sie aus, welche Hilfen Ihnen guttun.

was bei liebeskummer und trennungsschmerzen tun?TIPP 1. Verlangen Sie nicht von sich, dass die Trennung oder Scheidung spurlos an Ihnen vorübergeht. Das ist nicht möglich, wenn Ihr Herz noch an Ihrem Partner hängt.

Nehmen Sie sich in der nächsten Zeit keine großen und lebensverändernden Entscheidungen vor. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihr gebrochenes Herz, schonen Sie sich, tun Sie nur das Nötigste.

TIPP 2. Sammeln Sie alle Gegenstände in der Wohnung ein, die Sie an den Partner erinnern. Verpacken Sie diese in eine Kiste und stellen Sie diese in den Keller.

TIPP 3. Vermeiden Sie - wenn möglich - den Kontakt zum Ex-Partner, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Für seine Wäsche muss er selbst sorgen, den Wagen muss sie selbst zur Reparatur bringen. Nur wenn es wirklich um Lebensgefahr geht, sind Sie in der Pflicht.

TIPP 4. Vermeiden Sie es, den Trennungsschmerz längere Zeit mit Alkohol und Beruhigungstabletten zu betäuben und zu verdrängen. Suchtmittel machen den Liebeskummer erträglicher, heilen aber nicht. Sie lindern nur kurzfristig den Schmerz.

Ihre schmerzlichen Gefühle werden nachlassen, wenn Sie den Trennungsschmerz zulassen und den Partner loslassen.

TIPP 5. Erstellen Sie sich einen Aktivitätenplan - ganz besonders für die Wochenenden und die Feiertage. Überfordern Sie sich nicht, indem Sie zu viel von sich verlangen, aber werden Sie aktiv, auch wenn Ihnen nicht danach zumute ist.

TIPP 6. Drücken Sie Gefühle wie Wut und Haß auf für Sie und andere unschädliche Weise aus: Schreiben Sie Briefe, die Sie aber nicht abschicken, in denen Sie Ihre Vorwürfe ausdrücken. Setzen Sie Wut in Bewegung um, indem Sie joggen oder den Garten umgraben.

TIPP 7. Schreiben Sie auf, was Sie glauben, in der Partnerschaft falsch gemacht zu haben. Dann schließen Sie mit dem Satz ab: "Ich habe getan, was mir möglich war. Ich bin bereit, mir zu verzeihen."

TIPP 8. Erinnern Sie sich an Ihre positiven Eigenschaften, Fähigkeiten und Erfolge. Bei einer Trennung verliert man diese leicht aus den Augen.

TIPP 9. Vergessen Sie nicht: Sie können wieder glücklich werden, auch wenn der Partner nicht mehr zurückkommt! Ihr Trennungsschmerz wird abklingen.

TIPP 10. Sie können die Trennung besser verarbeiten, wenn Sie Nachsicht mit Fehlern haben, die Sie in der Beziehung gemacht haben. So wie Sie für andere vielleicht ein Mitgefühl haben, denen es ähnlich wie Ihnen geht, können Sie auch ein Mitgefühl für sich und das Scheitern der Beziehung entwickeln.

Verzeihen Sie sich Ihre Versäumnisse. Sie sind nicht perfekt. Fehler machen ist menschlich. Wenn Sie auf Ihre Ehe oder Partnerschaft zurückschauen, werden Sie vielleicht erkennen, dass die Trennung das Beste für Sie und Ihren Partner ist. Diese Erkenntnis hilft Ihnen, die Trennung besser zu verarbeiten.

TIPP 11. Lehnen Sie das Angebot Ihres Partners ab, gute Freunde bleiben zu wollen. Im Augenblick macht dieses Angebot für Sie die Situation nur komplizierter.

Sie können nicht von Liebe auf Freundschaft umschalten, da Sie jede nette Geste von ihm als Hinweis deuten, ihn zurückgewinnen zu können.

Suchen Sie sich neue Freunde (etwa in einer Trennungsbewältigungsgruppe) und greifen Sie auf Ihre alten Freunde und die Familie zurück.

TIPP 12. Halten Sie die Kinder aus dem Konflikt. Ihre Kinder müssen, wie Sie auch, lernen, mit der Trennung umzugehen.

Wenn Sie Ihre Kinder gegen Ihren Ex-Partner aus Enttäuschung, Wut oder Verbitterung, weil er Ihre Lebenspläne zunichte gemacht, aufhetzen, dann erschweren Sie ihnen die Bewältigung zusätzlich.

Ihre Kinder spüren, wie sehr Sie leiden, doch sie verstehen die Zusammenhänge nicht vollständig. Für sie ist es wichtig, dass der Kontakt zu ihrem Vater erhalten bleibt, und sie sich nicht zwischen ihnen beiden entscheiden müssen. Mehr darüber im Beitrag: Kindern bei der Bewältigung der Trennung helfen.

TIPP 13. Nehmen Sie sich Zeit für sich, statt sich gleich in eine neue Beziehung zu stürzen. Eine Affäre könnte zwar im Augenblick Ihr Selbstwertgefühl, das durch die Trennung stark angegriffen ist, stärken, aber Sie werden wahrscheinlich bemerken, dass Sie nicht die Gefühle empfinden können, die Sie suchen.

Eine neue Partnerschaft hat kaum eine Chance. Sie werden den neuen Partner immer mit dem Ex-Partner vergleichen, denn niemand ist so gut wie er (aus Ihrer momentanen Sicht).

Oder aber Sie nehmen sich aus Angst vor einem erneuten Verlust in der neuen Beziehung ganz zurück.


trennungsschmerz-hilfe.html

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Leserfrage zum Thema Trennung/Scheidung:
Mein Mann hat mich vor 5 Jahren von heute auf morgen verlassen. Seitdem leben wir getrennt. Es besteht kein Kontakt zu ihm, aber ich bin noch nicht geschieden. Er lebt mit einer neuen Partnerin zusammen. Ich schaffe es nicht, die Hoffnung ganz aufzugeben, dass er nochmals zurückkommt. Wäre denn die Scheidung eine Lösung, um die Trennung besser abschließen zu können?

Ich habe geantwortet:
Ähnlich wie Ihnen geht es vielen Menschen, die verlassen wurden. Wenn ein Partner plötzlich die Partnerschaft beendet und sich trennt, dann ist das für den zurückbleibenden Partner extrem schwierig.

Sie haben keine Möglichkeit mehr, nachzufragen, weshalb sich der Partner getrennt hat. Sie verharren quasi noch wie im Schock.

Auch eine Scheidung würde Ihnen wahrscheinlich nur wenig helfen, sich mit der Trennung abzufinden. Eine Scheidung ist zwar ein formaler Schlussstrich, aber Ihr Grübeln und Ihre Hoffnung hören dadurch nicht automatisch auf.

Der erste Schritt, um den Trennungsschmerz zu lindern und die Trennung zu verarbeiten, besteht darin, die Hoffnung aufzugeben, dass Ihr Ex zurückkommt.

Liebe Frau Wolf. Ich habe nach einer sehr schmerzhaften Trennung Ihr Buch "Wenn der Partner geht" gelesen (eine Empfehlung meiner Kurklinik). Ihr Buch hat mir sehr geholfen - vor allem die einzelnen Schritte durch die Trauer, die Wut, die Vergebung, den Neuanfang. Danke dafür. Ich blicke wieder positiv und ohne Verbitterung nach vorne. Ein guter Anfang ist getan. Anni H. 27.4.2014

Er hat sich ein neues Leben geschaffen, in dem Sie keinen Platz haben. Dies ist sehr schmerzhaft, denn dies bedeutet Abschiednehmen von den Träumen einer lebenslangen Partnerschaft.

Begegnen Sie Gedanken an Ihren Expartner und die Trennung mit dem Satz: „Ich bin bereit, zu akzeptieren, dass sich unsere Wege getrennt haben.“ Wenn Sie Ihren Ex in Gedanken vor sich sehen, dann verkleinern Sie sein Bild in Ihrem Kopf und sehen es verschwommen oder nur in Grautönen.

Rufen Sie sich in Erinnerung, was in Ihrer Partnerschaft nicht gut lief, an welchen Punkten Sie von Ihrem Partner enttäuscht oder verletzt wurden. Das erleichtert Ihnen das Abschiednehmen und verringert den Trennungsschmerz.

Beginnen Sie Ihr Leben nicht "ohne ihn" zu leben, sondern ein Leben, das nur Ihnen gehört: Was möchten Sie an neuen Aktivitäten ausprobieren?

Eine langjährige Partnerschaft lässt sich in der Erinnerung nicht auslöschen. Sie können jedoch neue Erfahrungen daneben stellen.

Eine Trennungsbewältigungsgruppe könnte Ihnen helfen, die Trennung besser zu verarbeiten und den Trennungsschmerz zu lindern. Haben Sie Geduld mit sich.

Es dauert, bis Wunden heilen und der Trennungsschmerz überwunden ist.

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Kommentare Trennungsschmerz
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Es gibt 1765 Kommentare

  1. Leserkommentar Sandra schreibt am 21.03.2015

    Hallo ihr, wie bekomme ich meinen EX- Mann aus den Gedanken? Ich muss ständig an ihn denken. Lg

  2. Leserkommentar Malteser schreibt am 20.03.2015

    Wir sind 44 Jahre verheiratet und haben 4 Sohne im alter von 24 bis 44 Jahre. Meine Frau hatte sich 2007 schon mal von mir getrennt für 4 Monate und ist dann aber wieder zurückgekommen. Danach haben wir es versäumt einen richtigen Neuanfang zu machen. Nun stehen wir vor einem richtigen Scherbenhaufen und meine Frau zieht gerade wieder aus. Es ist wohl das endgültige aus (leider). Es tut mir sehr leid aber ich konnte die Ehe nicht mehr retten. Bin am Boden zerstört

  3. Leserkommentar Reinhold schreibt am 17.03.2015

    Wir sind fast 26 Jahre verheiratet und haben 3 Kinder (18, 14 und 11 Jahre). Seit Anfang 2014 hat meine Frau eine Beziehung mit einem anderen Mann. Ich habe seit dieser Zeit um unsere Ehe gekämpft, aber jetzt kann und will ih nicht mehr. Es ist an der Zeit für mich, nach vorne zu schauen, die Ketten zu lösen, die uns aneinander binden, und auch den Kindern wieder eine Perspektive zu geben. Ja, die Trennung wird schmerzlich werden, für uns alle. Aber nur so können wir auf einen Weg kommen, der uns allen wieder eine Perspektive bietet. Ich und unsere Söhne haben schon zuviel unter der derzeitigen Situation gelitten.

  4. Leserkommentar Vika44 schreibt am 17.03.2015

    Wir kennen uns seit 8 J. Es war Liebe auf dem 1. Blick. Als wir uns kennen gelernt haben, waren wir beide verheiratet. Vor 3 J. hat er seine Frau verlassen, ohne dass ich es verlangt habe. Ein paar Monate später habe ich meinen Mann verlassen... Es war schwer für alle, da wir beide Kinder haben und 800 km zwischen uns. Unsere Fernbedienung ohne Zukunftspläne führte zu zahlreichen Trennungen inkl. Affären von beiden Seiten aus. Nun ist es wieder so weit... Es ist wieder Platz im Schrank in beiden Haushalten. Die Phasen der Trennung müssen durchgemacht werden - ich hoffe sehr, dass wir es dieses mal schaffen werden... Aber die Erfahrung, dass er immer wieder kommt, Sehnsucht ihm wieder zu sehen, lass doch eine Tür offen ... Kann auch mal die Liebe gewinnen, wenn es auch nicht mehr dafür spricht?! (Phase 1 ;-)

  5. Leserkommentar Destiny schreibt am 17.03.2015

    Ich habe leider nicht gemerkt, dass es ihn so mitgenommen hat, weil er immer positiv war. Ihn hat es aber sehr mitgenommen. Klar hatte ich auch Schuld, weil ich zu schnell gehandelt habe (Beziehung für beendet erklären) aber ich weiß auch, dass sein Herz nicht ganz frei war. Er war voll mit negativen, dass er nach dem ersten Streit, gleich aufgegeben hat. Denn ich habe sehr oft versucht nochmal mit ihm zu reden, damit wir es einfach klären.

  6. Leserkommentar Destiny schreibt am 17.03.2015

    Ich war mit meinem Freund 9 Monate zusammen und ich habe mich wegen einem Missverständnis getrennt. Wir haben uns das erste mal übers Handy (SMS) gestritten. Ich wollte persönlich mit ihm reden, doch er ist nicht an sein Handy gegangen. Ich dachte er hätte sich getrennt (weil er mir nur über sein handy geschrieben hat und nicht ans telefon gegangen ist) Er meinte es würde für ihn keinen Sinn mehr machen, das mit uns usw.(Ist auch zwei Tage nicht ans Handy gegangen) Es war für mich dann auch durch. Bis ich gemerkt habe, dass er es so nicht meinte. Es war aber schon zu spät, denn ich habe meine Sachen aus dem Haus genommen. Das Problem hierbei ist auch, dass er sich mitten in der Scheidung befindet und seine Exfrau gehasst hat.

  7. Leserkommentar Michael schreibt am 12.03.2015

    Es ist so schmerzhaft und ich kann mir nicht vorstellen, das jemand sie ersetzen könnte.Ich sehne mich so sehr nach ihr und der gemeinsamen Zeit, auch wenn es nur wenige Tage waren, es waren die schönsten. ;(

  8. Leserkommentar Michael schreibt am 12.03.2015

    Ich bin 15 Jahre alt und meine Freundin hat vor wenigen Tagen schluss gemacht. Wir waren über einen Jahr zusammen, wir hatten damals schon eine trennungphase, haben uns aber wieder versöhnt. Wir führten eine Fernbeziehung, wir sahen uns bisher nur 3 mal, trotzdem vergesse ich nie wie schön jede Sekunde mit ihr war. Wegen der Entfernung ging aber unsere Beziehung langsam zu Grunde. Wir streiteten uns häufig wegen Kleinigkeiten und wir litten sehr an der sehnsucht. Wir haben uns beide schon vorgestellt wie unsere Zukunft sein mag und was wir alles erleben könnten.Ich hätte sie jeden Monat besuchen können, ich wollte sie so oft besuchen kommen, doch es ging fast nie, weil es für sie zu teuer sei und auf dauer auch nichts bringt auch weil ihre Mutter dagegen ist.Ich bin immernoch sehr verzweifelt und komme nicht über die Trennung hinweg, ich bin nur am trauern und weinen und weiß echt nicht mehr weiter. Es wäre so als hätte mir man das Herz rausgerissen, ich muss nur noch an sie denken.

  9. Leserkommentar Nina schreibt am 10.03.2015

    Ich bin im Oktober nach 17 Jahren Beziehung bei meinem Mann ausgezogen. Wir haben einen 7 jährigen sohn der sehr leidet... ich dachte ich bekomme das hin nun hab ich herrausgefunden dass er eine freundin hat... obwohl ich immer gedacht habe wir bekommen das wieder hin...

  10. Leserkommentar Susanne schreibt am 05.03.2015

    Ich war knapp 4 Jahre mit meinem ex zusammen! Anfang Dezember bin ich von ihm ausgezogen ! Musste komplett neu anfangen, Wohnung, Arbeit ! Alles ! Ich finde als ich jünger war hab ich Trennung schnell überwunden, aber diese "nagt" sehr an mir! Dann gab es zwei Todesfälle noch in meinen engen Kreis ! Und die Trennung ! Ich war kurz davor mich aufzugeben! Jetzt hab ich eine Arbeit die mir nicht gefällt ( Not gedrungen ,schnell gefunden) aber es geht mir dadurch schon ein kleines besser! Aber er hat die Beziehung beendet und ich weiß heute nicht warum , weshalb auf Anfragen oder Telefonate antwortete er nicht! Das ist das was ich nicht verstehen kann! Jetzt ( 1monat) versuche ich es auch nicht mehr! Aber ertappe mich wie ich immer noch wünschte das ich mit ihm zusammen kommen will ! Ich will das es aufhört ! Das ich an ihn denken muss! Ich hoffe das es nicht zu lange dauert!

  11. Leserkommentar Christiane schreibt am 02.03.2015

    Mein Freund und ich haben uns nach fast 3 Jahren getrennt. 3 Jahre wird sich jeder denken ist ja nicht lange, aber in den 3 Jahren haben wir wundervolle und schöne Dinge erlebt. Ausschlaggebend für die Trennung war keine Aussicht auf eine gemeinsame Zukungt. Wir beide leben in unterschiedlichen Städten und konnten nur die Wochenenden und Urlaube miteinander verbringen. Und keiner von uns war bereit für den anderen sein Leben aufzugeben. Ich habe das immer und immer wieder angesprochen, aber er wollte über dieses Problem nie reden. Erst jetzt wo ich erfahren habe dass er mit einer Anderen Kontakt hat, hat er mir auch gestanden, dass die Liebe für eine gemeinsame Zukunft nicht ausreicht. Ich weiss, die Trennung war das Beste, trotzdem frage ich mich ob wir etwas dagegen hätten tun können. Zumindest nehm ich es ihm sehr übel, dass er sich erst jetzt - da er eine andere kennengelernt hat - getraut hat mit mir zu reden. Mir geht es schlecht. Das Leiden ist am Schlimmsten für mich.

  12. Leserkommentar moni schreibt am 01.03.2015

    hi, bin vor kurzem ausgezogen wae 6 jahre mit ihm zusammen. da es aber immer wieder ärger hauptsächlich wg den kinder gab 19 u 17 . ich liebte ihn aber ihn zog es mehr in die kneipe und wenn er heimkam schimpfte er. ich hatte schon depressionen und burnout bin eigentlich eine starke frau hab aber leider jetzt schon tagelang trauer. hoffe mir gehts bald besser

  13. Leserkommentar Ann schreibt am 27.02.2015

    Hallo Andreas, erlebe gerade nach auch nur 3 Monaten das gleiche wie Du. Danke Dir für Deine Beiträge. Gerade im mittleren Alter hofft man mehr, wenn es einen richtig erwischt hat, denke ich. Dachte, ich hätte mit ihm einen Platz voller Liebe und Zuneigung gefunden. Bei mir war es auch so. Jetzt muss ich mich erst einmal neu zurecht finden.

  14. Leserkommentar Sandy schreibt am 26.02.2015

    Hallo Linni, auch bin drei Jahre getrennt. Wir sind Ende Februar 26 Jahre verheiratet. Vor einem Jahr standen wir im Gericht, wegen der Scheidung. Mein Ex hatte sie eingereicht. Kurz bevor es losging, hat er den Antrag, wegen der Scheidung, zurück gezogen. Wir leben getrennt. Er hat seit einem Jahr eine neue Beziehung Wir haben drei gemeinsame Söhne. Der älteste, 22, lebt schon alleine. Die beiden andere, 19 und 5 Jahre leben bei mir. Nun muss ich auch alles alleine regeln. Kinder, Haushalt, Job usw. Bin aber Glücklich, dass ich alles alleine geschafft habe. Alles Liebe.

  15. Leserkommentar Linni schreibt am 26.02.2015

    Auch ich wurde nach 26 Jahren Ehe (29 Jahren Beziehung), plötzlich und ohne Vorwarnung von meinem Mann verlassen. das war vor fast 3 Jahren. Nichts, aber auch gar nichts hatte ich bemerkt. Später erfuhr ich, dass er fast 10 Jahre eine Geliebte (Prostituierte) hatte. Den Schmerz kann ich kaum beschreiben, es war die Hölle. Unsere Kinder sind erwachsen und mittlerweile ausgezogen. Mein Leben hat sich verändert. In 4 Wochen werden wir geschieden. Aber immer noch habe ich meine Tiefs, nicht mehr so heftig und nicht mehr so lange. Ich dachte die Trauerphase dauert nicht so lange. Ich versuche in meinem Leben , all das Positive, all das Gute zu sehen und dass ich bis zur Trenung ein unbeschwertes leichtes Leben hatte. Das hilft. Nun muss ich durch einen unschönen, nicht so leichten Lebensabschnitt. Aber alles im Leben hat seine Zeit! Alles Gute euch!

  16. Leserkommentar Andreas schreibt am 25.02.2015

    Es war tatsächlich eine unglaubliche Anstrengung für sie, die Beziehung zu beenden, eine reine Kopfentscheidung, aber die Gefühle wehrten sich heftig. Während unseres langen Trennungsgesprächs zitterte sie am ganzen Körper, weinte, hielt meine Hand, wankte hin und her und quälte sich sehr, ich sah es wie schwer es ihr fiel, Schluss zu machen. Es hat doch keinen Sinn und bringt niemandem etwas, nicht anzuerkennen, nicht zu verzeihen, nicht loszulassen oder im Streit auseinander zu gehen. Ich werde diese Frau immer ganz tief in meinem Herzen tragen und nie ihre Liebe zu mir vergessen. Es gab ja in keiner Minute unserer Partnerschaft auch nur den kleinsten Moment des Zanks, Streits, kein Missverständnis, Konsens – alles war gut; also warum nachher schlecht reden. Bringt doch nichts. Wir sind beide vollster Hoffnung auf ewig, wenn mal die Tränen trocken und die Gefühle sich beruhigt haben. … da schwingt noch was mit – wir spüren es beide, aber was, wird sich mit der Zeit zeigen.

  17. Leserkommentar Andreas schreibt am 25.02.2015

    Ich hatte irren Liebeskummer und Herzschmerzen, mehr als man nach 3 Monaten Beziehung erwarten würde, aber wenn ich mich hingebe, mich entschieden habe, wirklich liebe, dann gebe ich alles und das für immer – und sie hat einfach mein Herz rasend schnell erobert und gewonnen! Das ist mir noch nie so passiert, aber sie hat mir das Gefühl vermittelt, dass ich es zulassen kann. Nach unserem ersten gemeinsamen langen Wochenende in einem tollen Hotel am Meer war es um mich völlig geschehen. Aus dieser tief empfundenen Liebe und Verbindung dann wieder mal Horizont zu sehen ist sehr schwer, aber ich habe es letztlich geschafft und sehe diesen Schmerz nun als Ressource und Baustein für den nächsten Lebensabschnitt für mich an.

  18. Leserkommentar Andreas schreibt am 25.02.2015

    Ja Silke, ich habe verstanden. Es ist mir nicht leicht gefallen, wollte den unbeschreiblichen Moment für immer aufrecht halten. Ich habe in den letzten Wochen und Tagen viel über alles nachgedacht, anfangs natürlich voller Unverständnis, Überraschung und Entsetzen, traurig und verletzt weder ein noch aus gewusst, geweint – vielleicht weil ich mir was vor gemacht habe, hoffte den Platz für meine Seele gefunden zu haben, möglich zu euphorisch war und hoffnungsvoll, endlich die richtige Frau an meiner Seite zu haben, nicht mehr alleine zu sein und so geliebt zu werden wie ich bin, mich geborgen zu fühlen und auch so agiert – mein Herz auf der Zunge oder eben auf den Tasten (und da auch manche meiner Gefühlsregungen voreilig und unüberlegt dokumentiert ... ;(. Sie hatte mir von ihrem Gefühls- und Gedankenchaos berichtet – bei ihr hat wohl der Kopf die Oberhand bekommen, bei mir das Herz und die Gefühle überhand behalten. Ich habe sie wohl erdrückt mit der vollen Macht meines Lebens.

  19. Leserkommentar Silke schreibt am 25.02.2015

    Ich wußte, wir Beide gegen kaputt daran, wenn wir zusammenbleiben und es war eine reine Kopfentscheidung, das ist sehr schwer. Die Liebe war noch da aber es tat halt nur noch weh. Deine Freundin hat da früher eine Konsequenz draus gezogen und das war sicher auch für sie nicht leicht. Ich kann es verstehen, weil ich auch immer gekämpft habe und viel Kraft gebraucht habe für mein. Nun ist mein Sohn erwachsen und ich möchte wirklich auch mal die Leichtigkeit des Lebens spüren. Ich verstehe deshalb genau, wie es ihr und Dir geht, weil es bei uns auch so war. Nur das mein früherer Partner, mir nicht mit so viel Respekt begegnet leider....

  20. Leserkommentar Silke schreibt am 25.02.2015

    Andreas, es ist sehr schön, mit welcher Achtung Du von Deiner ehemaligen Partnerin schreibst. Obwohl es Dir so weh getan hat, hast Du gelernt, sie zu verstehen. Das ist eine große Liebesleistung. Bei mir war das leider nicht so, mein früherer Lebensgefährte, ich mag das Wort Ex nicht, hat nicht verstanden, warum ich mich zurückgezogen habe und welche Kraft mich das gekostet hat. Er meint immer noch, zumindest nach außen, dass ich ihn eiskalt abserviert habe. Als würde er mich nicht kennen und wissen, dass ich das gar nicht könnte. Welcher Kraftakt das für mich war, hat er bis heute nicht verstanden.

  21. Leserkommentar Andreas schreibt am 24.02.2015

    Junge Paare verlieben sich ineinander, stehen am Anfang und Interessen lassen sich leichter abstimmen und das gemeinsame Leben wird gestaltet. Mid-Age-Paare genießen die Unbeschwertheit, Verliebtheit, Sex und den Zauber, sicherlich noch intensiver, allerdings ereilt diese dann die Realität und der Alltag kann schon so sehr von unterschiedlichen Verhaltensweisen geprägt sein, die sich dann schwer übereinander legen lassen, ohne dass beide Partner sich anpassen bzw. einer sein Leben und seine Ziele, Pläne aufgeben, korrigieren müsste. In unserem Fall hätte ich dazugewonnen und sie hätte sich hingeben müssen, da meine Kids mit mir im gemeinsamen Haushalt wohnen und wir unsere Liebe nicht nur bei ihr leben hätten können. Das wollte sie nicht – 45, meist auf etwa 35 geschätzt, die erw. Kinder aus dem Haus, ist ihr Ziel, nur mehr das zu tun, was sie selbst glücklich macht. Fast 30 Jahre hat sie darauf hin gekämpft. .. dann trafen wir uns 

  22. Leserkommentar Andreas schreibt am 24.02.2015

    Silke, danke Dir für diese tolle Reflektion. Ich sehe hier sehr große Parallelen und fühle mich bestätigt. Meine Freundin hatte die Notbremse gezogen, um für sich selbst, für mich und meinen Kindern Unheil, Streit, Zwist und Zank fernzuhalten. Sehr weise und vorausschauend. Habe wirklich große Hochachtung vor diesem geliebten Menschen. Ich bin sehr dankbar für die intensive wunderschöne Zeit mit ihr, werde sie mein Leben lang tief in meinem Herzen behalten. Ich dachte an die große Liebe, habe mir was vorgemacht, festhalten wollen, war verzweifelt und tief verletzt anfangs. Ich bin ein Herzensmensch, genieße das Geben und werde durch Wertschätzung meiner hingebungsvollen Art belohnt. Da fällt es schwer, loszulassen. Sie hat gelernt, zu kämpfen, konsequent kopflastig Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie manchmal schwer fallen, aber sich für sie durch die lange Erfahrung des Lebens als meist richtig herausgestellt haben.

  23. Leserkommentar Silke schreibt am 24.02.2015

    Ich habe sehr viel gelernt in diesem tiefen Tal meines Lebens. Diese Krise hat mich zu mir geführt und ich weiß jetzt ganz genau, was ich brauche und was nicht. Was mir gut tut und was nicht. Nie mehr werde ich mich völlig aufgeben in einer Beziehung, damit diese nicht scheitert. Mich selbst so belügen und an Illusionen festhalten, weil ich sonst die Realität nicht ertragen kann. Klarheit ist in mir über mich und wer und was ich bin und brauche. Ich bin dankbar für die schöne Zeit mit ihm und behalte sie tief im Herzen. Ich wünsche ihm alles Gute und gehe meinen Weg, der zu mir paßt weiter. Erstmal allein und vielleicht nochmal in einer neuen Beziehung auf Augenhöhe, mit Achtung und Respekt und vor allen Dingen mit gleichen oder ähnlichen Wertvorstellungen und Lebensplanungen. Kein Selbstbetrug mehr!!!

  24. Leserkommentar Silke schreibt am 24.02.2015

    Langsam, ganz langsam habe ich mich mit am Ende psychologischer Hilfe wiedergefunden und angefangen, mein Leben ohne diesen Mann zu leben und mich dabei trotzdem vollständig zu fühlen. Spaß und Freude in mein Leben zu bringen ohne ihn. Ich war wie amputiert und habe mich halb gefühlt. Soviel hatte ich in dieser Beziehung aufgegeben von mir selbst und dieser Teil war mit ihm gegangen. Ich bin noch dabei, wieder komplett zu werden und ganz bei mir zu sein. Mittlerweile ist es nicht mehr bedrohlich, ohne ihn zu leben. Es tut mir gut momentan, mich selbst zu sehen und so zu leben, wie es mir entspricht. Vor allen Dingen, mit meinen Kräften zu haushalten und sie nicht mehr in verzweifelten Kämpfen und Auseinandersetzungen zu verlieren. Was nicht paßt im Leben, kann nicht passend gemacht werden. Ich habe ihm verziehen, all seine Verletzungen und auch mir mittlerweile. Das Gute habe ich im Herzen und an manchen Tagen tut es auch noch weh, wenn ich daran denke.

  25. Leserkommentar Silke schreibt am 24.02.2015

    Wir haben mit einer solchen Verzweiflung an dieser Beziehung festgehalten, um nicht die Illusion des Anfangszaubers zu verlieren. Am Ende haben wir uns nur noch gegenseitig verletzt, weil jeder zutiefst enttäuscht vom Anderen war. Wir wollten nicht wahrhaben, dass es einfach nicht für ein Leben reicht. Das haben wir so lange gemacht, bis ich in ein tiefes Burnout geraten bin, an dessen Tiefpunkt ich dann nur noch den absoluten Rückzug antreten konnte.Nachdem mir klar wurde, dass diese Beziehung gescheitert ist, hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe Jahre dafür gebraucht, um wieder Kraft zu bekommen und zu mir zu finden. Bin immer noch dabei.

  26. Leserkommentar Silke schreibt am 24.02.2015

    Hallo Andreas, das hast Du ganz super verständlich und nachvollziehbar für mich persönlich geschrieben. Genauso war es bei mir und genauso ist es bei Tausenden anderen Paaren, die sich in der Mitte des Lebens ineinander verlieben und den Anfangszauber geniessen. Irgendwann merkt man, wie sehr einen das bisherige Leben geprägt hat und wie wichtig es ist, gleiche Lebensvorstellungen und Werte zu haben. Auch bei mir war es so, dass dieser Anfangszauber, dieses sich so zueinander hingezogen fühlen so stark war, dass ich nicht wahrhaben wollte, dass wir im Alltag nicht kompatibel sind, wie man es so neudeutsch nennt.

  27. Leserkommentar Andreas schreibt am 23.02.2015

    Auch wenn es mir persönlich sehr sehr schwer fällt, diesen von mir über alles geliebten Menschen loszulassen, wird es die einzige Möglichkeit sein, dann bald wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, in dem ich wieder mal bin. Letztlich werden die schönen Erinnerungen bleiben, der Schmerz nachlassen, das Tal der Tränen durchschritten sein, die Trauer weichen und dieser besondere Lebensabschnitt als Baustein für den nächsten Schritt dienen können. Ist man mit sich selbst zufrieden und scheins alles in Ordnung, herrscht der Stillstand – erst durch solche einschneidende Erlebnisse werden Änderungen möglich – wenn man sich nicht selbst aufgibt sondern an sich glaubt. (9)

  28. Leserkommentar Andreas schreibt am 23.02.2015

    Wenn dann noch ein komplett konträr verlaufendes Vorleben und Gewohnheiten dazu kommen, wird die Sache noch komplexer. Trotz großer Anpassungsfähigkeit und Kompromissen von beiden Seiten spielen 30 Jahre Leben bei diesen Schritten in einen neuen Lebensabschnitt eine sehr große Rolle und was anfangs noch auf die leichte Schulter genommen wird, kann bald zu Zwist und Streit führen, gerade auch im Zusammenleben mit Teenager-Kindern, die sich an Abläufe gewöhnt haben und wenig Verständnis aufbringen würden, wegen einer fremden Frau Gewohnheiten zu ändern. Wenn die Beziehung dann später bricht, dann ist der Schaden vielleicht nicht mehr reparabel – Freundin weg, Kids weg und ich – sammle die Trümmer des Lebens ein. (8)

  29. Leserkommentar Andreas schreibt am 23.02.2015

    Jetzt denke ich schon mit ein wenig mehr Abstand auf die Beziehung zurück und denke, dass die von ihr gezogene Notbremse richtig war, wenn es auch mental und für uns persönlich extrem schmerzt. So wie es zwischen uns gefunkt hat und wie intensiv und schön die Zeit auch war, der Alltag hätte uns eingeholt. Zunächst wollten wir es nicht wahrhaben, haben alles versucht, es passend zu machen, uns auch überall bei den Familien und Freunden den Rückhalt und eine zusätzliche Bestätigung holen wollen, aber die Lebensabschnitte, Vorstellungen, Erwartungen und Hoffnungen liegen bei ihr ganz in anderen Bereichen als bei mir. Sie ist durch, hat 2 erwachsene Kinder auf eigenen Beinen, ich 2 Teenies und einen senilen Vater und kümmere mich um alles ganz alleine. Da einzusteigen ist eine Herausforderung, die man sich glaub ich gut überlegt. (7)

  30. Leserkommentar Andreas schreibt am 23.02.2015

    Ich kann nur sagen, das ist Blödsinn – ich darf und will so bleiben wie ich will und die Beziehung würde auf immer und ewig in Schieflage geraten, nicht mehr auf Augenhöhe, sondern so eine Art Mutter-Kind-Partnerschaft… wenn Du das so machst, hab ich dich wieder lieb, oder so?! Dann hatte sie noch um eine 4 wöchige Bedenkzeit gebeten, um nachzudenken, die ich natürlich nützen wollte. Was ich damit nur aber erreicht habe, war fast ein emotionales BurnOut, aus Verzweiflung über den drohenden Verlust alles in Bewegung gesetzt und mich dabei völlig übernommen. Da ich viel darüber lese, mir auch psychologische Unterstützung geholt habe und darüber reden kann mit Freunden, ist mir bewusst werden, alles wieder einzubremsen und mit kleinen Schritten des Erfolgs den Selbstwert wieder aufzurichten und an mich zu glauben. (6)

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