Wie mit Kindern über eine Trennung oder Scheidung sprechen?

Ein Paar trennt sich, Kind

Eine Trennung oder Scheidung ist für Kinder nur schwer zu verstehen. Wie einem Kind bei einer Trennung helfen?

Tipps, wie Sie einem Scheidungskind helfen können, mit der Trennung umzugehen. Bild © detailblick - Fotolia

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Eine Trennung vom Partner ist nicht nur für Sie, sondern auch für Ihr Kind eine schwere Zeit.

Ihr Kind möchte wahrscheinlich am liebsten, dass es wieder so wie früher ist: eine richtige Familie mit Vater und Mutter.

Da dieser Weg für Sie und Ihren Expartner nicht gangbar ist, ist es wichtig, zu überlegen, wie Sie Ihrem Kind am besten helfen, mit der Trennung der Eltern zurechtzukommen.

Wenn der Trennungsschmerz und die Verbitterung für Sie noch sehr groß sind, sind die folgenden Strategien nicht leicht umzusetzen.

Je besser Sie selbst mit der Trennung/Scheidung umgehen können, umso leichter fällt es Ihnen, mit Ihrem Kind über die Trennung zu reden.

Für die Bewältigung Ihrer Trennung helfen Ihnen vielleicht meine Informationen zur Trennungsbewältigung.

Ihrem Kind nach der Trennung helfen

1. Sprechen Sie nicht schlecht über Ihren Expartner.

Wenn Sie den Partner beschuldigen und hasserfüllt über ihn sprechen, kommt das Kind in einen Loyalitätskonflikt.

Es weiß nicht mehr, wem es glauben soll und wem es vertrauen kann. Es kann meist nicht verstehen, weshalb es den Papa oder die Mama plötzlich nicht mehr liebhaben soll.

2. Drücken Sie Ihre Wut auf den Ex nicht über die Kinder aus.

Ihre Wut ist möglicherweise berechtigt, aber Kinder sind nicht der richtige Adressat.

Schreiben Sie einen Brief an den Expartner, in dem Sie Ihre Vorwürfe formulieren, aber warten Sie einige Zeit, bis Sie ihn abschicken. Sprechen Sie mit Freunden über Ihre Verletzung.

3. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, über seine Gefühle zu sprechen.

Ebenso wie Sie durchläuft Ihr Kind verschiedene Phasen der Trennungsbewältigung.

Es kämpft zunächst, sie wieder zusammenzubringen, dann erlebt es Angst und Traurigkeit. Vielleicht zeigt sich sein Verlust auch nur in einem ungewöhnlichen Verhalten.

4. Unterstützen Sie Ihr Kind darin, Kontakt zu Ihrem Expartner zu halten.

Die meisten Probleme nach der Trennung entstehen nicht durch die Trennung, sondern dadurch, dass der Ex-Partner plötzlich aus dem Leben des Kindes verschwindet.

Es kann das Vertrauen in die Menschen generell verlieren und Angst vor Nähe entwickeln.

Sorgen Sie für regelmäßige Treffen oder Telefonzeiten - es sei denn, vom Expartner geht wirkliche Gefahr für das Kind aus oder er verweigert das Zusammentreffen.

5. Lernen Sie, die Trennung als Teil Ihres Lebens zu akzeptieren und schauen Sie in die Zukunft, statt mit der Vergangenheit zu hadern.

Hören Sie auf, sich immer wieder "Warum nur?" oder "Wie kann er mir so etwas antun?"-Fragen zu stellen.

Meist sind beide Partner an einer Trennung beteiligt. Fragen Sie sich stattdessen: Wie möchte ich mein zukünftiges Leben gestalten?

6. Suchen Sie Hilfe in einer Trennungsbewältigungsgruppe oder bei einem Psychotherapeuten.

Wenn Sie bemerken, dass Sie über längere Zeit sehr aggressiv oder depressiv sind, holen Sie sich Unterstützung.

7. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es keine Schuld an der Trennung hat.

Manche Kinder verrennen sich in den Glauben, sie seien schuld an der Trennung ihrer Eltern.

Vermitteln Sie deshalb Ihrem Kind, dass sein Verhalten nichts mit den Eheproblemen und der Trennung zu tun hat. Sagen Sie ihm auch, dass Mama und Papa es noch lieb haben.


Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.

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Liebe Frau Wolf

Ich möchte mich ganz herzlich für ihre Unterstützung bedanken. Sie haben mir das Leben gerettet.

Im Januar diesen Jahres hat mein Mann mich nach fast 25 Ehejahren verlassen. Ich war völlig am Ende. Dank ihres Buches "Wenn der Partner geht..." bin ich über das Schlimmste weg und befinde mich in Phase IV.

Bei ihrem Nachwort musste ich anfangen zu weinen, da sie während des Lesens so nah bei mir waren.

Annegret

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Heike Born

Heike Born
Diplom Psychologin, Wiesbaden

Ich empfehle meinen Patienten die Bücher aus dem PAL Verlag, weil sie die Selbstveränderung auf hervorragende Weise unterstützen. Viele Menschen finden leicht Zugang zu den Inhalten durch die gut verständliche Sprache.

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