Psychotest Emotionale Erpressung: Bin ich ein Opfer anderer?

Lässt du dich leicht emotional erpressen? Können andere dich manipulieren, indem sie dir Schuldgefühle machen? Dieser Test gibt dir wertvolle Antworten und Anregungen, dich selbst zu stärken.

Psychotest Emotionale Erpressung: Bin ich ein Opfer anderer?
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotomotivs von unsplash.com

„Wenn du jetzt gehst, musst du gar nicht mehr wiederkommen“, „Was tue ich für dich alles und was tust du?“, „Wenn du mich wirklich liebst, würdest du mir das nicht antun.“

Kennen Sie solche Sätze in Ihren Beziehungen auch? Dann könnte es sein, dass Ihr Gegenüber Sie emotional zu erpressen und zu manipulieren versucht.

Der Psychotest weiter unten soll Sie hellhörig machen: Neigen Sie dazu, sich emotional erpressen zu lassen?

Was kennzeichnet die emotionale Erpressung?

Emotionale Erpressung bedeutet, dass andere versuchen, ihre Interessen durchzusetzen, indem sie uns z.B. durch Schuldgefühle manipulieren. Dieses Verhalten kann in allen zwischenmenschlichen Beziehungen vorkommen: in der Partnerschaft oder in der Beziehung zu den Eltern, Freunden, Kollegen etc., die unsere Gefühle zu manipulieren versuchen. Wir sollen uns schuldig oder minderwertig fühlen und uns aus diesen Gefühlen heraus so verhalten, wie die Erpressenden es möchten. Reagieren wir nicht wie gewünscht, werden wir subtil oder ganz offen mit negativen Gefühlen bestraft; Drohungen, Vorwürfe und Liebesentzug sind probate Mittel. Wir geraten unter enormen Druck und fühlen uns bedrängt.

Allerdings gehören immer zwei Parteien zur emotionalen Erpressung. Wenn wir nicht mitspielen würden, würden die Attacken der Erpressenden ins Leere laufen. Aber je stärker die Bindung in der Beziehung ist, desto mehr lassen wir uns manipulieren, denn wir empfinden ja viel für unser Gegenüber. Und haben Angst, die Person zu verlieren, wenn wir uns nicht so verhalten, wie unser Gegenüber es will. Wir stellen damit unsere eigenen Bedürfnisse permanent hintan und fühlen uns schuldig, wenn wir unsere Vorstellungen durchsetzen möchten. So kann es leicht passieren, dass wir in eine Abhängigkeit geraten, die uns nicht guttut und auf Dauer sogar krank machen kann.

Was sind die Ursachen emotionaler Erpressung?

Oft agieren emotional Erpressende unbewusst. Sie kompensieren mit ihrem manipulativen Verhalten Defizite aus ihrer Kindheit, etwa wenn sie in einem Elternhaus aufgewachsen sind, das Liebe nur im Gegenzug zu Leistung gewährt oder Schuldgefühle vermittelt hat, wenn das Kind sich nicht den Wünschen der Eltern konform verhalten hat. Ein gesundes Selbstwertgefühl haben emotional Erpressende nicht aufgebaut und reagieren als Erwachsene mit den gleichen Methoden, die sie selbst erfahren haben, um ihre Bedürfnisse nach Liebe und Anerkennung zu stillen.

Kategorien emotionaler Erpressung

Die US-amerikanische Psychologin Susan Forward hat vier Kategorien von emotional erpressendem Verhalten beschrieben.

Bestrafende Erpressung:

„Wenn du jetzt mit deinen Freunden weggehst und nicht bei mir bleibst, trenne ich mich.“

Der bestrafende Erpressende spricht seine Forderungen ganz klar aus und droht mit Konsequenzen, wenn diese nicht erfüllt werden. Allerdings weiß das Opfer nicht, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang die Drohung realisiert wird. Das führt zu permanenter Unsicherheit und Angst.

Selbstbestrafende Erpressung:

„Wenn du mich verlässt, bringe ich mich um.“

Der selbstbestrafende Typ macht andere für seine eigene Situation verantwortlich und droht, sich selbst Schaden zuzufügen, wenn das Gegenüber seine Bedürfnisse nicht erfüllt.

Leidende Erpressung:

„Sowas, meldest du dich auch mal bei mir?“

Ich bin unglücklich und leide und du bist Schuld an meinem Zustand: Der leidende Erpressende agiert meist subtil und erzeugt bei seinem Opfer unterschwellig Schuldgefühle, wenn es seine Forderungen nicht erfüllt.

Verführende Erpressung:

„Ich helfe dir gerne bei deiner Präsentation, aber du musst dann auch das Protokoll für mich schreiben.“

Zunächst erfüllt der verführende Erpressende einen Wunsch des Gegenübers. Aber er oder sie erwartet eine Gegenleistung für seine Unterstützung.

Manchmal agieren auch wir als Täter und setzen selbst emotionale Erpressung ein, um unser Gegenüber zu manipulieren. Nicht immer sind wir uns bewusst, dass in unseren Beziehungen eine emotionale Erpressung im Spiel ist.

Was kann ich gegen emotionale Erpressung tun?

Beobachten Sie genau die kritischen Situationen, setzen Sie Grenzen und stärken Sie Ihr eigenes Selbstvertrauen. Machen Sie sich nicht klein und akzeptieren Sie nicht alles, was das Gegenüber von Ihnen will, wenn Sie es nicht wollen. Und suchen Sie das Gespräch. Legen Sie Ihre Situation dar und machen Sie deutlich, wie sehr Sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Wenn das nicht fruchtet, besteht immer die Möglichkeit, auch professionelle therapeutische Hilfe hinzuzuziehen.

Emotionale Erpressung: Wie kann ich sie verhindern?

In diesen Beiträgen erfahren Sie, wie Sie aktiv gegen emotionale Erpressung vorgehen können:

Lebenshilfe-ABC: Emotionale Erpressung

Emotionale Erpressung durch Schuldgefühle

Emotionale Erpressung schadet einer Beziehung

Unser Psychotest: Werde ich leicht Opfer emotionaler Erpressung?

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lesen Sie die folgenden Fragen aufmerksam durch. Überlegen Sie bei jeder Frage, ob und wie sehr Sie sich darin wiedererkennen.

Schieben Sie hierfür bei jeder Frage den Regler zwischen „trifft gar nicht zu“ und „trifft vollkommen zu“.

In der Auswertung erhalten Sie Hinweise, wie leicht Sie emotional erpressbar sind und wertvolle Hilfestellungen, um Manipulationen durch andere künftig zu verhindern.

Hinweis: Dieser Test dient zur Selbsteinstufung und kann nicht die Diagnose eines Psychotherapeuten oder Psychiaters ersetzen.

trifft gar nicht zu
trifft vollkommen zu
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Frage 1 und 2 von 21

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 Emotionale Erpressung: Wie kann ich sie verhindern?
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