6 Dinge, die helfen, wenn alles schief läuft

Welche sechs Gedanken und Überlegungen können helfen, mit einer Krise fertig zu werden? Hier finden Sie konkrete Hilfestellungen, um die Hoffnung zu bewahren und nicht zu verzweifeln.

6 Dinge, die helfen, wenn alles schief läuft
© Aleksandr Ledogorov, unsplash.com

Niemand mag Krisen und Probleme. Andererseits sind Probleme und Lebenskrisen ein unvermeidbarer Bestandteil des Lebens. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wie Sie sich durch Krisen nicht aus der Bahn werfen lässt. Hier sechs konkrete Hilfestellungen, wenn alles schief läuft.

1. Krisen gehören zum Leben

Das Leben ist für Mensch und Natur so angelegt, dass es sich stetig verändert. Immer wieder fordert das Leben eine Anpassung an die veränderten Umstände. Pflanzen müssen mit Trockenheit und Hitze, Kälte und Befall von Schädlingen klarkommen. Wir Menschen müssen uns mit Kränkungen, Krankheit, Trennungen, Todesfällen, finanzieller Not und Arbeitslosigkeit auseinandersetzen. Auch wenn wir uns anstrengen, ein guter Mensch zu sein und alles richtig machen, wird unser Leben nicht immer gradlinig und nach unseren Wünschen verlaufen.

Es ist so, als ob das Leben für uns immer mal wieder ein Schild mit der Aufschrift aufstellt: Es ist Zeit für Veränderung! Und das ist gut so - auch wenn wir erst einmal dagegen aufbegehren. Die meisten von uns haben es nämlich am liebsten, wenn alles so bleibt, wie es ist. Wenn Sie sich also gerade in schwierigen Zeiten befinden, dann erinnern Sie sich daran: das Leben will Sie ermutigen, sich zu bewegen, stark zu werden und zu wachsen. So wie eine Pflanze durch raues Klima einen widerstandsfähigen Stängel entwickelt, werden Sie auf dem Weg durch die Krise Ihre Kräfte stärken.

Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln.
Dalai Lama

Suchen Sie nach einem Sinn, der sich in der Krise verbergen könnte. Das Leben will Sie nicht bestrafen oder Ihnen unrecht tun, auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag. Krisen und Veränderungen (freiwillig oder erzwungenermaßen) sind ein Bestandteil des Lebens. Sie können nur wählen, ob Sie dagegen ankämpfen oder sie akzeptieren. Am Ende der Krise stellen Sie wahrscheinlich fest, dass Sie durch die Krise vieles gelernt und sich weiterentwickelt haben. Vielleicht haben Sie neue Freunde gewonnen, Ihr Selbstvertrauen gestärkt oder neue Lebensziele gefunden.

2. Negative Gefühle gehören zum Leben

Ebenso wie Hürden und Schwierigkeiten gehören negative Gefühle zum Leben. Sie sind die Begleiter, wenn alles schief läuft.

In dem Dampfkessel negativer Gefühle befinden sich zum Beispiel Traurigkeit, Verzweiflung, Angst, Hilflosigkeit, Schuldgefühle, Einsamkeit, Neid und Wut. Unsere negativen Gefühle haben den Auftrag, uns zu alarmieren, dass etwas nicht so ist, wie wir es uns wünschen. Sie zeigen wie eine Alarmanlage an, dass Gefahr besteht. Manchmal reden wir uns aber auch nur ein, dass wir in Gefahr sind. Da unsere Gefühle jedoch unseren Gedanken folgen, werden wir dann trotzdem von ihnen alarmiert.

Akzeptieren Sie zunächst Ihre negativen Gefühle. Wenn sie erst einmal auftreten, macht es keinen Sinn, gegen sie anzukämpfen. Lassen Sie diese zu und drücken diese aus. Finden Sie dann heraus, ob Sie wirklich in Gefahr sind und wenn ja, ob die Gefahr wirklich so groß ist, wie Sie denken.

3. Alles geht vorüber

Jedes Mal, wenn es regnet, hört es auch wieder auf. Nach jeder Nacht kommt ein Morgen. Ebenso wie Krisen zum Leben gehören, gehört es zum Leben, dass die Krisen irgendwann wieder enden. Alles hat irgendwann eine neue Ordnung. Ermutigen Sie sich mit dem Satz: "Auch das geht vorüber. Halte durch. Mir wird es wieder besser gehen." Lenken Sie Ihren Blick darauf, was es bei all dem Elend an Erfreulichem in Ihrem Alltag gibt. Ich bin sicher, dass es kleine Lichtblicke gibt, die es für Sie zu entdecken gilt.

4. Hadern und Wehklagen ändern nichts

Hadern und Jammern über die momentane Situation schaffen kurzfristig Erleichterung. Wir zeigen damit dem Schicksal, dass wir uns ihm nicht kampflos ergeben. Zumindest beschweren wir uns ja über die Ungerechtigkeit und das Leid, das uns widerfährt.

Schauen wir aber genauer hin, dann bestrafen wir uns selbst durch das Klagen! Wir verharren dadurch nämlich mit unserem Blick bei dem, was wir nicht haben wollen. Hierdurch fühlen wir uns hoffnungslos und verzweifelt. Wir lassen die Vergangenheit über die Gegenwart bestimmen.

Eine neue Zukunft können wir uns nicht erträumen, solange wir uns mit der Vergangenheit befassen.

Beginnen Sie stattdessen zu handeln. Nutzen Sie das, was Sie aus der Vergangenheit gelernt haben, dafür, Ihr Leben zu verbessern. Suchen Sie nach der Richtung, die Sie nun gehen wollen. Verändern Sie sich, wählen Sie sich neue Lebensziele und schauen Sie nicht zurück. Unabhängig davon, was langfristig in Ihrem Leben passiert: erinnern Sie sich daran, dass Sie nur zur Ruhe kommen, wenn Sie aufhören, über Ihre Probleme zu klagen, und beginnen, für die Probleme dankbar zu sein, die Sie nicht haben.

Lesen Sie hierzu auch die Mut machenden Geschichten von Menschen, die sich in einer Krise befanden.

5. Jeder noch so kleine Schritt zählt

Wenn unser Leben grundlegend erschüttert wird, dann kann es passieren, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. An allen Fronten müssen wir Entscheidungen treffen und Veränderungen einleiten. Da besteht die Gefahr, dass wir uns einreden, es niemals zu schaffen, wieder friedlich und ungestört vor uns hin leben zu können. Dagegen hilft folgende einfache Methode:

  • Notieren Sie, was Sie alles umkrempeln und erledigen müssen.
  • Sortieren Sie die einzelnen Punkte nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Beginnen Sie mit dem wichtigsten Punkt.
  • Wenn Sie den wichtigsten Punkt abhaken können, dann geben Sie sich ein dickes Lob, denn Sie haben sich bereits vorangebracht.

Haben Sie Geduld mit sich und der Situation. Wie es so schön heißt: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Es genügt, wenn Sie zunächst mit dem Fundament beginnen. Und lassen Sie sich nicht von anderen entmutigen. Gehen Sie in Minischritten Ihren Weg. Es ist der Mühe wert. Sie werden vorankommen – selbst wenn es nur im Schneckentempo geht.

6. Das Leben geht weiter

Auch wenn im Augenblick alles hoffnungslos scheinen mag, bemühen Sie sich, eine Aussicht zu finden. Wenn wir den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, hilft es, auf eine Aussichtsplattform oder einen Hügel zu klettern, um die Übersicht zu bewahren. Malen Sie sich aus, wie das Leben für Sie weitergehen kann, wenn Sie sich auf die neue Situation eingestellt haben. Fragen Sie sich:

  • Was könnte die momentan schwierige Situation Positives für mich bringen?
  • Wie werde ich im Rückblick über die Krise denken?
  • Was werde ich aus der Krise gelernt haben? Wofür werde ich dankbar sein können?

Erinnern Sie sich daran, dass jede Veränderung Ihre Weisheit und Ihr Selbstvertrauen stärkt. Eine Krise bietet Ihnen die Chance, herauszufinden, welche Kräfte und Fähigkeiten in Ihnen stecken und was Ihnen wirklich wichtig ist.

 

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Katharina schreibt am 30.08.2020

Vielen vielen Dank für diese großartige hilfreiche kluge schöne Seite, liebe Frau Dr. Wolf!

Stefan schreibt am 20.07.2020

Ich glaube an die Wiedergeburt und denke, dass wenn wir in diesem Leben schreckliches Leid erleben, es eine Prüfung ist die wir bestehen müssen! Um unsere (Seele) weiter zu entwickeln und zu neue Sphären aufzusteigen.. Ein leichtes unbeschwertes Leben, ist was für schwache Seelen, die noch ganz am Anfang stehn! Möge die Kraft mit euch sein :) alles zu überwinden!!!

Katja schreibt am 27.05.2020

Ich gebe im Internet meine Frage dazu ein und finde immer wieder eine Ihrer Seiten...vielen Dank, denn hier finde ich immer die Anregung zur Lösung. Lässt sich das Problem nicht lösen, dann löse dich von dem Problem ;-)Ansonst hilft mir mein Kater, der die Stimmungen offenbar genau erkennt und mich dann besonders sucht und mir sogar die Tränen von der Wange schleckt, da muss man einfach wieder schmunzeln...

Debby W. schreibt am 17.03.2020

Mein ganzes Leben lang befand und befinde mich auch heute noch in sehr sehr schwierigen Situationen! Doch ich habe mich niemals hängen lassen und die Hoffnung nie aufgegeben!!! Wenn es wieder einmal ganz schlimm ist in meinem Leben, ich schlecht behandelt werde oder wenn ich kein Geld habe usw dann weine und schreie und streite ich gaaaaaanz laut und lasse mich total überrollen von meinen Emotionen ! (Was sehr viele Leute total übertrieben finden oder einfach überfordert sind damit ) doch danach , meist 10-30 min danach, ist alles wieder gut und schön! Dann kann ich wieder von neuem beginnen und bin erleichtert, befreit und erlöst! wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Es zeigt dir dann ganz klein und fein dass alles genau so muss sein !Dann lerne und liebe und lebe weiter!... 😉😊

*~CoCoNuTeLLa~* schreibt am 14.02.2020

Die bedingungslose Liebe soll ein Patentrezept sein und jedes noch so schwere Problem transformieren und somit auflösen können, selbst scheinbar unheilbare Krankheiten. Diese Liebe zu lernen, ist tatsächlich die größte Herausforderung in unserem Leben und der Grund, weswegen wir auf der Erde sind. Es gibt auch eine Anleitung, um dies zu lernen, einfach "puramaryam" googeln, alles auf dieser Seite ist kostenlos. Aber ich bin mir sicher, dass man das auch ohne Anleitung lernen kann.Ich glaube aber nicht, dass das Universum als etwas Unpersönliches uns Wünsche erfüllt, wovon Sabine geschrieben hat, sondern Gott beziehungsweise Gottes Gesetze. Gott erfüllt uns jeden Wunsch, aber wann die Erfüllung eintritt, ist eine andere Sache. Generell sollte man sich aber nicht an die Wunscherfüllung klammern, es geht ja im Leben hauptsächlich um die eigene persönliche Entwicklung.

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 1. Krisen gehören zum Leben
 2. Negative Gefühle gehören zum Leben
 3. Alles geht vorüber
 4. Hadern und Wehklagen ändern nichts
 5. Jeder noch so kleine Schritt zählt
 6. Das Leben geht weiter
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