Loslassen lernen

schiff hat abgelegt

Loslassen fällt oft schwer, egal ob es sich um Kränkungen, negative Erfahrungen oder Menschen wie die Kinder oder den Partner handelt. Bild © J. von Gunten - Fotolia

, Psychotherapeutin

Haben Sie schon einmal den Ratschlag bekommen: „Du musst loslassen. Schau nach vorne.“?

Es stellt sich nur die Frage: Was ist loslassen und wie macht man das?

Loslassen ist eine Form der Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation.

Wir akzeptieren, dass uns etwas widerfahren ist, was unseren Wünschen widerspricht.

Das können Ereignisse wie z.B. eine Kränkung, ein Fehler oder die Nichterfüllung eines Zieles sein.

Loslassen kann auch beinhalten, dass wir Abschied nehmen von Lebensplänen und Lebensträumen.

Trennung vom Partner, das Ende einer Beziehung, Tod, Krankheit, Älterwerden oder ein Unfall können uns zu einer Veränderung zwingen.

Loslassen kann aber auch bedeuten, dass wir uns aus einer Situation befreien, die uns schadet.

Wir können zu der Entscheidung kommen, loszulassen - wenn wir z.B. feststellen, dass unser Leben nicht (mehr) unsere Bedürfnisse befriedigt.

Was passiert beim Loslassen?

Loslassen ist „Kopf-Sache“. Wenn wir loslassen, entscheiden wir uns in Gedanken, unseren Blick weg von der uns belastenden Situation nach vorne zu richten.

Wenn wir an das Ereignis denken, das wir nicht loslassen können, verspüren Gefühle wie Verzweiflung, Trauer, Kränkung, Angst oder Wut.

Uns gehen Gedanken durch den Kopf wie:

Wir kommen an den Punkt, so nicht mehr weiterleben zu wollen.

Welche Einstellungen sind hilfreich, um loszulassen?

Wenn wir nicht loslassen, ist das so, als würden wir ein Seil um einen dicken Baumstamm legen und versuchen, den Baum durch heftiges Ziehen von der Stelle zu bewegen.

Um das Ringen aufgeben zu können, hilft

Tipps, um Loslassen zu lernen

Loslassen ist ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt. Beginnen müssen wir mit der Erkenntnis, dass das Nicht-Loslassen für uns schädlich ist.

TIPP 1: Im Grunde genommen beginnt das Loslassen mit der bewussten Entscheidung: „Ich bin bereit, loszulassen".

Immer wenn Sie an das denken, was Sie loslassen möchten, unterbrechen Sie Ihre Gedanken mit einem STOPP und sagen sich: "Ich bin bereit, loszulassen".

Anfangs werden Sie den Eindruck haben, sich zu belügen. Ihr Gefühl sagt Ihnen, dass Sie nicht loslassen können, während Ihre Vernunft Ihnen sagt, dass es richtig ist, loszulassen.

Dieser Widerspruch verschwindet mit der Zeit.

TIPP 2: Fragen Sie sich: "Was gewinne ich, wenn ich loslasse? Was verliere ich, wenn ich loslasse?"

Oder anders herum: Was verliere ich, wenn ich nicht loslasse, was gewinne ich, wenn ich nicht loslasse?

Ihre Antworten motivieren Sie, loszulassen und diese zeigen Ihnen, welche Ängste und Befürchtungen Sie haben, wenn Sie loslassen.

TIPP 3: Haben Sie Freunde und Bekannte, die eine solche Situation bewältigt haben?

Fragen Sie, wie diese es geschafft haben, und lassen sich Mut machen. Auch Berichte von Betroffenen, etwa in Büchern, können hilfreich sein.

TIPP 4: Holen Sie sich therapeutische Unterstützung, wenn Sie merken, dass die Sache, die Sie nicht loslassen können, Sie zunehmend belastet und Sie daran hindert, nach vorne zu schauen.


loslassen-lernen.html

Wie hilfreich ist mein Beitrag?

star rating4.5 stars 4.5 Sterne (1012 Leserurteile)





Wenn Sie loslassen, werden Sie belohnt: Sie fühlen sich erleichtert, Ihre Lebensgeister und Ihre Lebensfreude kehren zurück.

Vermutlich sagen Sie: "Ich hätte schon viel früher damit abschließen sollen."

Schätzen Sie meinen Beitrag? Dann teilen Sie ihn auf teilen auf facebook Facebook Danke!


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen bei der Bewältigung persönlicher Probleme. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, der Meditation, dem Jin Shin Jyutsu und dem Backen von leckeren Kuchen & Gebäck.

Sie schätzen meine Arbeit und würden gerne Teil meiner Community werden? Dann holen Sie sich meinen kostenlosen Newsletter.

newsletter abonnieren


Welche Sache können Sie nur schwer loslassen?

Hinterlassen Sie einen Kommentar und helfen anderen mit Ihrer Erfahrung.


Zur Spam-
vermeidung Zahl
eingeben
captcha

  1. Leserkommentar HerzundSeelenetti schreibt am 30.06.2019

    Nach 25 Jahren Ehe, nach nahezu 30-jährigem Zusamensein, mehr als mein halbes Lebens, trennt sich mein Mann von mir. Er liebt mich nicht mehr, so sagt er- ich kann das nur verarbeiten und annehmen, dann loslassen, wenn es mir gelingen wird, meinen Gefühlen nicht mehr so zu folgen, Glauben zu schenken. Ich muss eine Entscheidung treffen und mich nicht mehr wehren- die Energie, vergeblich zu kämofen, möchte ich in den Neubeginn, die Umorientierung, den Schritten nach vorne, investieren. Klammern bringt nur noch Schmerz und manchmal gibt es Dinge, die werden nicht besser, könnte ich sie mir erklären...es wird nur besser, wenn ich akzeptiere.

  2. Leserkommentar Iris schreibt am 27.06.2019

    Ich weiß nicht nach 27jahren fand ich jetzt das 2x Kondome im auto und Gleitzeit. Bin am Ende jedes mal die Antwort ist nicht seins .Aber nur er fährt das Auto kein anderer für wie dumm hält man jemanden

  3. Leserkommentar Sylvia schreibt am 01.06.2019

    Mein Partner und ich leben seit 10 Jahren zusammen seine 22 jährige Tochter ist jetzt bei uns eingezogen ich war nicht einverstanden aber mein Partner hat mich einfach übergangen. Sie hat psychische Probleme und Sie arbeite nicht. ich bin berufstätig mein Partner arbeitet nicht mehr er hat Depressionen er ist 62 Jahre und ich bin fast 63 und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Vielleicht haben Sie eine Rät für mich

  4. Leserkommentar B. Bonner schreibt am 30.05.2019

    Meine Vergangenheit. Meine Herkunft. Meine Identität. Mein Elternhaus. Mein Urgroßvater, Obersteiger, hat es vor 70 Jahren für uns gebaut im Ruhrgebiet. Mein Leben lang, fast 60 Jahre, bin ich immer wieder zurückgekehrt, es war der sichere Hafen nach Trennungen, es war das Wissen "Dort ist zuhause". Nun ist als Letzte auch meine Mutter gestorben. Das Haus ist leer. Ich kann mit zwei Eseln nicht in der Stadt wohnen, das alte Haus ist nicht vermietbar, ich muss es verkaufen -- es zerreißt mich. Ich denke dauernd über meinen Lebenswentwurf nach und ob ich nicht einfach ohne Mann und Vierbeiner zurückziehen soll in die Stadt, die mich aber einengt und erdrückt. Die Vernunft sagt: Ich muss loslassen. Mein Herz sagt: Das ist mein Zuhause. Das ist Teil meiner Identität. Zwar jetzt leer, aber immer noch unser Haus, nun eben voller geliebter Geister.

  5. Leserkommentar Emilie schreibt am 26.05.2019

    Es sind die Verletzungen zwischen meiner Tochter und mir, die nicht enden wollen und immer mehr schmerzen. Ich musste loslassen und mich "entfernen". Es muss sein, es würde nicht aufhören. Die Veränderung muss sein. Ich merkte dass sie sich mit mir nicht wohl fühlt. Es tut sehr weh, aber es ist besser. Ich warte auf den Tag, an dem ich sage: Ich hab es geschafft!

  6. Seite:

newsletter abonnieren

Online Psychotrainings bei Depressionen, Ängsten, ...

Körper Geist Seele Trainingsprogramme

Werden Sie Ihr eigener Psychologe

Gebrauchsanleitung für Gefühle - wie seine Gefühle beeinflussen?

Ratgeber Gefühle - wie sie entstehen - wie man sie beeinflussen kann

131 positive Empfehlungen Ratgeber Gefühle Bewertungen

ratgeber gefühle anschauen

Leserstimme Amazon Kunde 27.3.2019

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ein Buch so viel bewirken kann. Man sollte sich langsam durcharbeiten. Es ist sehr verständlich geschrieben. Man kann jeder Zeit nach blättern falls man wieder Probleme bekommt. Ich war noch nie von einem Buch so überzeugt wie von diesem Buch. Beide Daumen hoch.

Leserstimme Amazon Leser 19.1.2018

Ich habe dieses Buch von meinem Therapeuten empfohlen bekommen aufgrund der Thematiken Depressionen, Ängste, Perfektionismus und kann nur sagen - ich nenne es meine persönliche Bibel. Ich habe mich so oft in diesem Buch wiedererkannt und das allein hat mir schon weitergeholfen.

Expertenempfehlung

Frey

Claudia Frey, Heidelberg
Diplom Psychologin

Ich empfehle meinen Patienten die PAL Ratgeber, weil sie wichtige Informationen in einer die Therapie unterstützenden Weise vermitteln. In der Wartezeit auf einen Therapieplatz sind die Bücher eine große Hilfe.

Machen Sie sich immun gegen Kränkungen

Ratgeber Kränkungen verarbeiten und bewältigen

55 (!) Positive Empfehlungen Ratgeber Kränkung Leserurteile

Ratgeber Kränkung bestellen

facebook teilen
selbstfürsorge ratgeber