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Loslassen lernen

See schiff hat abgelegt

Loslassen fällt oft schwer, egal ob es sich um Kränkungen, negative Erfahrungen oder Menschen wie die Kinder oder den Partner handelt. Bild © J. von Gunten - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Haben Sie schon einmal den Ratschlag bekommen: „Du musst loslassen. Schau nach vorne“?

Es stellt sich nur die Frage: Was ist loslassen und wie macht man das?

Loslassen ist eine Form der Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation.

Wir akzeptieren, dass uns etwas widerfahren ist, was unseren Wünschen widerspricht. Das können Ereignisse wie z.B. eine Kränkung, ein Fehler oder die Nichterfüllung eines Zieles sein.

Loslassen kann auch beinhalten, dass wir Abschied nehmen von Lebensplänen und Lebensträumen. Trennung vom Partner, das Ende einer Beziehung, Tod, Krankheit, Älterwerden oder ein Unfall können uns zu einer Veränderung zwingen.

Loslassen kann aber auch bedeuten, dass wir uns aus einer Situation befreien, die uns schadet.

Wir können zu der Entscheidung kommen, loszulassen - wenn wir z.B. feststellen, dass unser Leben nicht (mehr) unsere Bedürfnisse befriedigt.

Was passiert beim Loslassen?

Loslassen ist eine „Kopf-Sache“. Wenn wir loslassen, entscheiden wir uns in Gedanken, unseren Blick weg von der uns belastenden Situation nach vorne zu richten.

Wenn wir an das Ereignis denken, das wir nicht loslassen können, verspüren Gefühle wie Verzweiflung, Trauer, Kränkung, Angst oder Wut. Uns gehen Gedanken durch den Kopf wie:

Wir kommen an den Punkt, so nicht mehr weiterleben zu wollen.

Welche Einstellungen sind hilfreich, um loszulassen?

Wenn wir nicht loslassen, ist das so, als würden wir ein Seil um einen dicken Baumstamm legen und versuchen, den Baum durch heftiges Ziehen von der Stelle zu bewegen.

Um das Ringen aufgeben zu können, hilft

Tipps, um Loslassen zu lernen

Loslassen ist ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt. Beginnen müssen wir mit der Erkenntnis, dass das Nicht-Loslassen für uns schädlich ist.

1. Im Grunde genommen beginnt das Loslassen mit der bewussten Entscheidung: „Ich bin bereit, loszulassen".

Immer wenn Sie an das denken, was Sie loslassen möchten, unterbrechen Sie Ihre Gedanken mit einem STOPP und sagen sich: "Ich bin bereit, loszulassen".

Anfangs werden Sie den Eindruck haben, sich zu belügen. Ihr Gefühl sagt Ihnen, dass Sie nicht loslassen können, während Ihre Vernunft Ihnen sagt, dass es richtig ist, loszulassen. Dieser Widerspruch verschwindet mit der Zeit.

2. Fragen Sie sich: "Was gewinne ich, wenn ich loslasse? Was verliere ich, wenn ich loslasse?"

Oder anders herum: Was verliere ich, wenn ich nicht loslasse, was gewinne ich, wenn ich nicht loslasse?

Ihre Antworten motivieren Sie, loszulassen und diese zeigen Ihnen, welche Ängste und Befürchtungen Sie haben, wenn Sie loslassen.

3. Haben Sie Freunde und Bekannte, die eine solche Situation bewältigt haben? Fragen Sie, wie diese es geschafft haben, und lassen sich Mut machen. Auch Berichte von Betroffenen, etwa in Büchern, können hilfreich sein.

4. Holen Sie sich therapeutische Unterstützung, wenn Sie merken, dass die Sache, die Sie nicht loslassen können, Sie zunehmend belastet und Sie daran hindert, nach vorne zu schauen.


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Wenn Sie loslassen, werden Sie belohnt: Sie fühlen sich erleichtert, Ihre Lebensgeister und Ihre Lebensfreude kehren zurück. Vermutlich sagen Sie: "Ich hätte schon viel früher damit abschließen sollen."

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Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.

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Welche Sache können Sie nur schwer loslassen?

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  1. Leserkommentar inge schreibt am 07.09.2016, 10.25 Uhr

    mein Sohn istmit 41 Jahren im Jjahre 2014 psychisch krank gestorben??komme über diesen Schmerz nicht drüber???

  2. Leserkommentar Mutter schreibt am 30.08.2016, 04.56 Uhr

    Ich muss mein jugendliches Kind loslassen. Ich denke ich war meist eine gute alleinerziehende Mutter, aber mein Kind ist lieber bei Oma, die mich so oft hintergangen hat und uns ausgespielt hat. Bei ihrem Spiel konnte ich nur verlieren. Mein Kind behauptet schlimme unwahre Sachen über mich, vor denen ich mich vor Gericht verantworten muss, weil sein Vater, der viele Jahre kein Interesse am Kind zeigte, das Spiel mitspielt. Mein Kind schreibt mir Nachrichten voller Lügen und Hass, wenn denn mal Kontakt besteht. Da ist seit über einem Jahr nichts, was mir Hoffnung gibt. Ich gebe auf.

  3. Leserkommentar Lenny schreibt am 10.07.2016, 17.38 Uhr

    Also loslassen des Lösens willen? Hm mag sein das wenn jemand fehlt den man mag doch warum was loslassen Die Liebe ist ohne Bedarf und auch wenn Liebe schmerzen kann so zeigt sie sich stehts friedlich und geduldig- wer sagte das Liebe nur gute Gefühle schenkt. Ich habe meine Frau seit 1982 und zwei Kinder (30+26) immer geliebt und ich denke ich brauche nie zulassen loslassen zu wollen. Was Sie machen ist nicht immer Grund zur Freude aber ich denke alle sind alt genug selbst zu Leben wie es gefällt. Die Verbundenheit wird immer sein ob es im Gestern, Heute oder im Morgen liegt und wenn es einen nervt so wird das eigene Ego verantwortlich sein das losgelassen werden möchte... Mir ist es egal was es will ich habe keine Zeit für solche die auch nur glauben andere zu belehren-Liebe ist teilbar Mag sein das ich selber dafür nicht geliebt werde-denn wenn du etwas liebst lass es frei; wenn es dich verlässt war es niemals dein. Es muss kein Fallenlassen sein wenn man starke wurzeln kappt und Flügel schenkt Das glück ist in allem was ist und ja auch in dem und vor allem in dem was nicht ist... Schenk einem der Traurig ist ein Lächeln-rede mit Ihm und höre nur zu... Ich glaube wenn es alle so machen würden braucht niemand mehr irgendwas loslassen was die Seele einst berührte... Losgelassene werden aus lauter Liebe dennoch als Hautirritation am Gluteus-maximus anhaftig sein-wer will das schon...

  4. Leserkommentar Alexandra schreibt am 13.06.2016, 19.03 Uhr

    Ich danke Ihnen für Ihre Hinweise mit den ich heute mit am meisten provietiere. Hab inzwischen schon Hilfe in einer Form wie Therapie geholt. Auch versuch ich immer wieder Stopp zu sagen. Kann die Ängste die Sie schildern nach empfinden. Dankeschön

  5. Leserkommentar Annette schreibt am 30.05.2016, 22.04 Uhr

    Ich war über 25 Jahre extreme Bulimikerin, zudem sportsüchtig, immer auf der Suche nach Hochgefühlen. Die Sportsucht klebt immer noch an mir, ich kann die Suche nachguten Gefühlen nicht loslassen-ich versuche, wenn sie da sind, sie festzuhalten und erlebe täglich emotionale Abstürze in die Negativität. Ich erkenne, dass es mir schadet, aber damals hat die Euphorie, der Sport, dasFressen, mich vor dem Selbstmord bewahrt. Ich halte diese Phasen heute aus, aber ich kann die Suche meines Verstandes nach dem High nicht beenden.

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Diplom Psychologin

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