Selbsthilfe Ratgeber zur Überwindung von Depressionen
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Selbsthilfe Ratgeber Depressionen
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Depressionen im Alter
Sehr wirksam bei der Behandlung von Depressionen ist die kognitive Verhaltenstherapie.
Dr. Rolf Merkle - Diplom Psychologe, Psychotherapeut
Wir können Depressionen nach 3 Kriterien einordnen:
1. Nach dem Schweregrad
Abhängig von der Anzahl und der Art der Symptome spricht man von
- leichtgradiger Depression
- mittelschwerer Depression
- schwergradiger Depression
2. Nach dem Verlauf
Abhängig vom Verlauf und der Häufigkeit der Depression spricht man von
- einer Einzelepisode, wenn die Depression nur einmal auftritt und länger als zwei Wochen anhält.
- einer wiederkehrenden oder rezidivierenden Episode, wenn wie Depression wiederholt auftritt.
- von Dysthymie oder einer dysthymen Störung, wenn die Symptome der Depression in milderer Form schon seit Jahren anhalten.
3. Nach dem Vorliegen anderer Probleme
- Von Anpassungsstörung mit depressiver Stimmung sprechen wir, wenn die Depression nach einem für uns belastenden Ereignis auftritt, wie etwa einer Trennung. Die meisten Depressionen sind auf die mangelnde Fähigkeit von Betroffenen zurückzuführen, mit solchen belastenden Situationen umzugehen.
- Von körperlich bedingter Depression sprechen wir, wenn die Depression durch eine körperliche Erkrankung oder Medikamente hervorgerufen wird. Depressionen können z.B. bei Herz-Kreislauferkrankungen, einer Alkoholabhängigkeit, einer Angsterkrankung oder bei Diabetes auftreten.
- Von manisch-depressiver Erkrankung oder einer bipolaren Störung sprechen wir, wenn Tiefphasen und ausgeprägte Hochphasen sich abwechseln. Die Hochphasen sind gekennzeichnet durch Überaktivität und Reizbarkeit. Betroffene lassen sich zu Verhalten hinreißen, das sie später bereuen.
Bei der Entstehung von Depressionen spielen meist mehrere Ursachen eine Rolle.
seelische Verletzbarkeit
Man geht heute davon aus, dass depressive Menschen eine seelische Anfälligkeit geerbt haben, die dann durch äußere Ereignisse aktiviert wird. So kann z.B. eine andauernde Belastungssituation oder ein einmaliges kritisches Ereignis die Depression dann auslösen.
biochemische Veränderungen im Gehirn
Chemische Botenstoffe wie z.B. Serotonin und Noradrenalin, die die Stimmung positiv beeinflussen, sind im Ungleichgewicht. Es ist jedoch nicht klar, ob diese Veränderungen Ursache oder Folge einer Depression sind. Im Blut und Urin ist eine zu hohe Konzentration des Stresshormons Kortisol zu finden.
Negative Erfahrungen in der Kindheit und daraus resultierende depressionsfördernde Einstellungen
So kann z.B. eine frühe Verlusterfahrung oder eine Ablehnung durch die Eltern dazu führen, dass depressive Menschen negative Einstellungen zu sich, ihrer Umgebung und dem Leben entwickeln. Sie zeigen eine hohe Anspruchshaltung oder ein geringes Selbstwertgefühl. Sie können in diesem Umfeld auch bestimmte Fähigkeiten im Umgang mit anderen und belastenden Ereignissen nicht aufbauen.
Auslösende Ereignisse
Hierzu gehören kritische Lebensereignisse wie z.B. ein Trauerfall, eine Entlassung, ein Umzug oder eine Trennung, die mit dem Verlust von sozialen Beziehungen einhergehen, oder auch eine körperliche Erkrankung wie etwa eine Krebserkrankung, Herz-Kreislauferkrankung, Diabetes oder ein Unfall.
Auch Dauerstress kann dazu führen, dass irgendwann sozusagen das Maß voll ist und die Grenze der Belastbarkeit erreicht ist.
Medikamente
Durch die Einnahme oder das Absetzen von Medikamenten kann eine Depression ausgelöst werden - beispielsweise durch Sexualhormone, Beta-Blocker, Antibiotika, Neuroleptika und Benzodiazepine.
Welche Faktoren genau Ihre Depression ausgelöst haben, können Sie wahrscheinlich nur mit einem Therapeuten in einer Psychotherapie herausfinden. Depressionen sind aber immer ein Signal, dass etwas fehlt oder nicht in Ordnung ist.
Sie müssen nicht mit einer depressiver Erkrankung leben. Es gibt Hilfe für Sie, wirkungsvolle Hilfe - auch wenn Sie vielleicht die Hoffnung aufgegeben haben. Die Hoffnungslosigkeit ist ein Symptom bei Depressionen. Sie ist kein Beweis, dass Sie ein hoffnungsloser Fall sind.
Beratung Psychologie - Hier finden Sie Psychotherapeuten an Ihrem Wohnort. Sehr wirksam bei der Behandlung von Depressionen hat sich die kognitive Verhaltenstherapie erwiesen.
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