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Liebe Frau Wolf

Ich möchte mich für ihre Unterstützung bedanken. Sie haben mir das Leben gerettet.

Mein Mann hat mich nach fast 25 Ehejahren verlassen. Ich war völlig am Ende. Dank ihres Buches bin ich über das Schlimmste weg.

Bei ihrem Nachwort musste ich weinen, da sie während des Lesens so nah bei mir waren.

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Trennungsschmerz lindern und überwinden

Ein Paar trennt sich

Eine Trennung ist schmerzhaft und hinterlässt seelische Wunden und Narben. Wie eine Trennung und den Trennungsschmerz lindern und verarbeiten? Bild © Rafael Ben-Ari - Fotolia

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Bei einer Trennung, wenn eine Beziehung zu Ende ist, bricht für viele Menschen eine Welt zusammen. Und nicht wenige Menschen haben nach einer Trennung große psychische Probleme.

Fast niemals in ihrem Leben haben sie sich so einsam, verlassen und hilflos gefühlt. Getrennt vom Partner zu leben und den Trennungsschmerz zu bewältigen erscheint ihnen als eine unüberwindbare Aufgabe.

Wenn die Hoffnung nachlässt, dass der Partner wieder zurückkommt, denken viele an Selbstmord oder beschäftigen sich mit Rachephantasien, die sie bisweilen in die Tat umsetzen.

Um eine Trennung zu verarbeiten und loslassen zu können, ist es hilfreich zu wissen, mit welchen Gefühlen und körperlichen Reaktionen Sie rechnen müssen, wenn eine Beziehung zerbricht.

Schauen wir uns die Phasen einer Trennung an, die jeder durchläuft, der unter Trennungsschmerzen leidet.

Die vier Trennungsphasen beim Ende einer Beziehung

1. Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen und Verleugnen
Sie glauben an einen bösen Traum, hoffen, dass alles wieder gut werden wird. Sie bemühen sich, den Partner umzustimmen, verdrängen das Beziehungsende.

Sie würden fast alles tun, um den Partner wiederzubekommen. Sie verschließen die Augen vor der Trennung und tun so, als sei nichts geschehen. Sie können nicht glauben, dass sich Ihr Partner getrennt hat.

2. Phase: Aufbrechende Gefühle

frau mit tränen in den augen © Chepko Danil - Fotolia

Sie werden überrollt von einer Unmenge schmerzvoller Gefühle. Sie sind verzweifelt, fühlen sich hilflos, voller Angst. Es plagen Sie Selbstzweifel, Selbstmitleid, Kummer, Eifersucht, Trauer, Kränkungsgefühle, Wut und Hass bis hin zu Depressionen.

Sie können schlecht schlafen, essen nicht oder zuviel, weinen viel, sind voller Unruhe, haben Verstopfung, Kopf- oder Magenschmerzen, Herzrasen, usw.

Sie grübeln "warum nur?" und denken ununterbrochen voller Kummer und Sehnsucht an den Partner. Sie ziehen sich von Freunden zurück oder flüchten sich in Aktivitäten.

Nicht wenige Verlassene sind anfänglich depressiv. Niemand kann sie trösten und nichts kann den Liebeskummer und Trennungsschmerz lindern.

3. Phase: Neuorientierung
So langsam sehen Sie Land. Sie können sich wieder alleine beschäftigen, Ihre Wut und die Verzweiflung angesichts der Trennung nehmen ab. Sie können loslassen, sich wieder auf das Heute und Morgen und Ihr Leben konzentrieren.

4. Phase: Neues Gleichgewicht
Sie verspüren wieder Selbstvertrauen, verstehen, weshalb die Partnerschaft zerbrach und es zur Trennung kam. Sie haben wieder eine Zukunftsperspektive, haben das Beziehungsende verarbeitet und der Trennungsschmerz ist abgeklungen.

Sie benötigen ungefähr ein Jahr, bis Sie zu Phase 3 gelangen, 2 - 4 Jahre bis zu Phase 4.

Verarbeiten Männer und Frauen eine Trennung unterschiedlich?

Ja, das tun sie. Frauen betrachten eine Trennung, die vom Mann ausgeht, fast immer als eine persönliche Niederlage.

Frauen quälen sich - öfter als Männer - mit der Frage, was sie falsch gemacht haben, was mit ihnen nicht stimmen könnte.

Frauen verspüren nach einer Trennung monatelang starke Selbstzweifel. Und sie denken wochen- und monatelang über die Beziehung und die zerplatzten Lebensträume nach und analysieren diese.

Männer verarbeiten in der Regel den Liebeskummer und den Trennungsschmerz anders und meist auch schneller. Auch sie verspüren einen Trennungsschmerz, der heftig sein kann, aber in der Regel kürzer ist.

Selbstzweifel kennen Männer, wenn überhaupt, nur kurzfristig. Sie halten sich nicht so lange mit der Vergangenheit auf, die nicht zu ändern ist. Sie haken die Trennung in der Regel schneller ab und gehen eine neue Partnerschaft ein.

Man könnte sagen: Männer sind eher pragmatisch und stürzen sich lieber in eine neue Beziehung, statt der alten nachzutrauern, über mögliche Fehler der Vergangenheit nachzudenken oder sich durch Selbstzweifel zu zerfleischen.

Wie Trennungsschmerz und Liebeskummer überwinden? Wie eine Trennung bewältigen?

Es gibt nicht die eine Trennungsschmerz Hilfe bei der Verarbeitung einer Trennung. Auch helfen die nachfolgenden Tipps nicht bei allen Menschen. Probieren Sie aus, welche Hilfen Ihnen guttun.

was bei liebeskummer und trennungsschmerzen tun?TIPP 1. Verlangen Sie nicht von sich, dass die Trennung oder Scheidung spurlos an Ihnen vorübergeht. Das ist nicht möglich, wenn Ihr Herz noch an Ihrem Partner hängt.

Nehmen Sie sich in der nächsten Zeit keine großen und lebensverändernden Entscheidungen vor. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihr gebrochenes Herz, schonen Sie sich, tun Sie nur das Nötigste.

TIPP 2. Sammeln Sie alle Gegenstände in der Wohnung ein, die Sie an den Partner erinnern. Verpacken Sie diese in eine Kiste und stellen Sie diese in den Keller.

TIPP 3. Vermeiden Sie - wenn möglich - den Kontakt zum Ex-Partner, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Für seine Wäsche muss er selbst sorgen, den Wagen muss sie selbst zur Reparatur bringen. Nur wenn es wirklich um Lebensgefahr geht, sind Sie in der Pflicht.

TIPP 4. Vermeiden Sie es, den Trennungsschmerz längere Zeit mit Alkohol und Beruhigungstabletten zu betäuben und zu verdrängen. Suchtmittel machen den Liebeskummer erträglicher, heilen aber nicht. Sie lindern nur kurzfristig den Schmerz.

Ihre schmerzlichen Gefühle werden nachlassen, wenn Sie den Trennungsschmerz zulassen und den Partner loslassen.

TIPP 5. Erstellen Sie sich einen Aktivitätenplan - ganz besonders für die Wochenenden und die Feiertage. Überfordern Sie sich nicht, indem Sie zu viel von sich verlangen, aber werden Sie aktiv, auch wenn Ihnen nicht danach zumute ist.

TIPP 6. Drücken Sie Gefühle wie Wut und Haß auf für Sie und andere unschädliche Weise aus: Schreiben Sie Briefe, die Sie aber nicht abschicken, in denen Sie Ihre Vorwürfe ausdrücken. Setzen Sie Wut in Bewegung um, indem Sie joggen oder den Garten umgraben.

TIPP 7. Schreiben Sie auf, was Sie glauben, in der Partnerschaft falsch gemacht zu haben. Dann schließen Sie mit dem Satz ab: "Ich habe getan, was mir möglich war. Ich bin bereit, mir zu verzeihen."

TIPP 8. Erinnern Sie sich an Ihre positiven Eigenschaften, Fähigkeiten und Erfolge. Bei einer Trennung verliert man diese leicht aus den Augen.

TIPP 9. Vergessen Sie nicht: Sie können wieder glücklich werden, auch wenn der Partner nicht mehr zurückkommt! Ihr Trennungsschmerz wird abklingen.

TIPP 10. Sie können die Trennung besser verarbeiten, wenn Sie Nachsicht mit Fehlern haben, die Sie in der Beziehung gemacht haben. So wie Sie für andere vielleicht ein Mitgefühl haben, denen es ähnlich wie Ihnen geht, können Sie auch ein Mitgefühl für sich und das Scheitern der Beziehung entwickeln.

Verzeihen Sie sich Ihre Versäumnisse. Sie sind nicht perfekt. Fehler machen ist menschlich. Wenn Sie auf Ihre Ehe oder Partnerschaft zurückschauen, werden Sie vielleicht erkennen, dass die Trennung das Beste für Sie und Ihren Partner ist. Diese Erkenntnis hilft Ihnen, die Trennung besser zu verarbeiten.

TIPP 11. Lehnen Sie das Angebot Ihres Partners ab, gute Freunde bleiben zu wollen. Im Augenblick macht dieses Angebot für Sie die Situation nur komplizierter.

Sie können nicht von Liebe auf Freundschaft umschalten, da Sie jede nette Geste von ihm als Hinweis deuten, ihn zurückgewinnen zu können.

Suchen Sie sich neue Freunde (etwa in einer Trennungsbewältigungsgruppe) und greifen Sie auf Ihre alten Freunde und die Familie zurück.

TIPP 12. Halten Sie die Kinder aus dem Konflikt. Ihre Kinder müssen, wie Sie auch, lernen, mit der Trennung umzugehen.

Wenn Sie Ihre Kinder gegen Ihren Ex-Partner aus Enttäuschung, Wut oder Verbitterung, weil er Ihre Lebenspläne zunichte gemacht, aufhetzen, dann erschweren Sie ihnen die Bewältigung zusätzlich.

Ihre Kinder spüren, wie sehr Sie leiden, doch sie verstehen die Zusammenhänge nicht vollständig. Für sie ist es wichtig, dass der Kontakt zu ihrem Vater erhalten bleibt, und sie sich nicht zwischen ihnen beiden entscheiden müssen. Mehr darüber im Beitrag: Kindern bei der Bewältigung der Trennung helfen.

TIPP 13. Nehmen Sie sich Zeit für sich, statt sich gleich in eine neue Beziehung zu stürzen. Eine Affäre könnte zwar im Augenblick Ihr Selbstwertgefühl, das durch die Trennung stark angegriffen ist, stärken, aber Sie werden wahrscheinlich bemerken, dass Sie nicht die Gefühle empfinden können, die Sie suchen.

Eine neue Partnerschaft hat kaum eine Chance. Sie werden den neuen Partner immer mit dem Ex-Partner vergleichen, denn niemand ist so gut wie er (aus Ihrer momentanen Sicht).

Oder aber Sie nehmen sich aus Angst vor einem erneuten Verlust in der neuen Beziehung ganz zurück.


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Leserfrage zum Thema Trennung/Scheidung:
Mein Mann hat mich vor 5 Jahren von heute auf morgen verlassen. Seitdem leben wir getrennt. Es besteht kein Kontakt zu ihm, aber ich bin noch nicht geschieden. Er lebt mit einer neuen Partnerin zusammen. Ich schaffe es nicht, die Hoffnung ganz aufzugeben, dass er nochmals zurückkommt. Wäre denn die Scheidung eine Lösung, um die Trennung besser abschließen zu können?

Ich habe geantwortet:
Ähnlich wie Ihnen geht es vielen Menschen, die verlassen wurden. Wenn ein Partner plötzlich die Partnerschaft beendet und sich trennt, dann ist das für den zurückbleibenden Partner extrem schwierig.

Sie haben keine Möglichkeit mehr, nachzufragen, weshalb sich der Partner getrennt hat. Sie verharren quasi noch wie im Schock.

Auch eine Scheidung würde Ihnen wahrscheinlich nur wenig helfen, sich mit der Trennung abzufinden. Eine Scheidung ist zwar ein formaler Schlussstrich, aber Ihr Grübeln und Ihre Hoffnung hören dadurch nicht automatisch auf.

Der erste Schritt, um den Trennungsschmerz zu lindern und die Trennung zu verarbeiten, besteht darin, die Hoffnung aufzugeben, dass Ihr Ex zurückkommt.

Liebe Frau Wolf. Ich habe nach einer sehr schmerzhaften Trennung Ihr Buch "Wenn der Partner geht" gelesen (eine Empfehlung meiner Kurklinik). Ihr Buch hat mir sehr geholfen - vor allem die einzelnen Schritte durch die Trauer, die Wut, die Vergebung, den Neuanfang. Danke dafür. Ich blicke wieder positiv und ohne Verbitterung nach vorne. Ein guter Anfang ist getan. Anni H. 27.4.2014

Er hat sich ein neues Leben geschaffen, in dem Sie keinen Platz haben. Dies ist sehr schmerzhaft, denn dies bedeutet Abschiednehmen von den Träumen einer lebenslangen Partnerschaft.

Begegnen Sie Gedanken an Ihren Expartner und die Trennung mit dem Satz: „Ich bin bereit, zu akzeptieren, dass sich unsere Wege getrennt haben.“ Wenn Sie Ihren Ex in Gedanken vor sich sehen, dann verkleinern Sie sein Bild in Ihrem Kopf und sehen es verschwommen oder nur in Grautönen.

Rufen Sie sich in Erinnerung, was in Ihrer Partnerschaft nicht gut lief, an welchen Punkten Sie von Ihrem Partner enttäuscht oder verletzt wurden. Das erleichtert Ihnen das Abschiednehmen und verringert den Trennungsschmerz.

Beginnen Sie Ihr Leben nicht "ohne ihn" zu leben, sondern ein Leben, das nur Ihnen gehört: Was möchten Sie an neuen Aktivitäten ausprobieren?

Eine langjährige Partnerschaft lässt sich in der Erinnerung nicht auslöschen. Sie können jedoch neue Erfahrungen daneben stellen.

Eine Trennungsbewältigungsgruppe könnte Ihnen helfen, die Trennung besser zu verarbeiten und den Trennungsschmerz zu lindern. Haben Sie Geduld mit sich.

Es dauert, bis Wunden heilen und der Trennungsschmerz überwunden ist.

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Es gibt 1198 Kommentare

  1. Leserkommentar Silke schreibt am 30.08.2014

    Meine liebe Sandy, falls Du hier mal reinschaust, sende ich Dir mal ganz liebe von Herzen kommende Grüße. Hoffe, Dir geht es gut soweit und Du bist auf Deinem Weg geblieben. Ich bin in einem merkwürdigen Zustand momentan. Ich kämpfe nicht mehr und bin irgendwie abgestumpft. Der Schmerz ist so latent da und ich nehme ihn einfach so an. Er begleitet mich und ich denke noch wahnsinnig viel an Peter. Gleichzeitig bin ich angespannt wegen der Reha und versuche, alles schon irgendwie vorzubereiten. Das fällt mir schwer, da die Kraft nicht wirklich da ist momentan. Bin müde und kraftlos. Irgendwie so leer. Werde wohl doch mit Medikamenten beginnen müssen, wenn es so weitergeht. Dir helfen sie ja anscheinend auch. Wünsche Dir ein schönes WE und freue mich, von Dir zu lesen, falls Du schreiben magst. Lg. und fühl Dich gedrückt. Silke

  2. Leserkommentar Silke schreibt am 30.08.2014

    Schau mal, ob es wirklich die Person ist, die Du wiederhaben willst oder etwas Bestimmtes, was er Dir gegeben hat und was anscheinend sonst Niemand Dir geben kann. Entscheidend ist, dass Du ihn nicht mehr kontaktierst usw. sondern schaust, was genau da bei Dir für ein Defizit im Innern da ist, seit er nicht mehr in Deinem Leben ist. Du kannst da nur bei Dir schauen, alle anderen Kämpfe usw. sind völlig sinnlos. Dir fehlt etwas ohne ihn und genau das gilt es herauszufinden und zu schauen, wie D U diese entstandene Lücke selbst füllen kannst. Dein neuer Partner kann es auch nicht und deshalb schau, was genau es ist. All die Auseinandersetzungen mit Deinem Ex lenken Dich nur davon ab, bei Dir zu schauen. Also geh mal in Dich und lass alles los. Für Deine neue Beziehung kann das nur gut sein, da Du dann wirklich auch abschliessen kannst mit der Vergangenheit. Ohne das, hat die neue Beziehung auch keine wirkliche Chance. Viel Glück und Kraft dafür.

  3. Leserkommentar Silke schreibt am 30.08.2014

    Hallo Jessi, da ich im Moment in einer ähnlichen oder gleichen Situation bin wie Du, kann ich gut verstehen, was Du hier schreibst. Ich bin älter als Du und dennoch geht es mir auch so, dass ich meine Beziehung, die ich selbst beendet habe, nicht abschliessen kann bzw. diesen Mann nicht loslassen kann. Er hat eine Leere in mir hinterlassen, die ich noch nicht selbst füllen kann. Er hat etwas berührt, bzw. mir gegeben, was ich mir bis jetzt nicht selbst geben kann. Ich denke, dass ist auch bei Dir so.

  4. Leserkommentar Jessi schreibt am 30.08.2014

    Seit nun fast 2 Jahren bin ich aus einer 3 jährigen Beziehung.war zwischen zeitlich auch drüber hinweg.leider treffen wir immer wieder aufeinander. Seit 1 Jahr bin ich wieder in einer Beziehung.Auch habe ich Phasen wo ich meinen Ex terrorisiere.kenne mich mittlerweile selbst nicht mehr.Ich weiß das die Beziehung zu Ende ist. Ich selbst wollte es so. Aber warum fällt es mir jetzt so schwer auf meinen Exfreund zu treffen?warum vermisse ich ihn immer noch und die gemeinsame Zeit? Er war meine erste große Liebe und der erste mit dem ich auch zusammen gewohnt hatte. Ich weiß nicht mehr wie ich endlich damit abschließen kann und endlich mit meinem neuen Partner glücklich werden kann. Ich weiß das ich ihn wirklich sehr mag. Aber durch die ganzen Streitereien fällt es mir auch mittlerweile um so schwerer.Wirklich aus dem weg kann ich meinem ex leider auch nicht gehn, da wir in einem ort wohnen und einen gemeinsamen Freundeskreis haben.

  5. Leserkommentar Sandy schreibt am 26.08.2014

    Ich finde es sehr gut, dass du dir hilfe sucht. Egal, ob bei mir, oder bei Youtube. Es hilft auf jeden Fall. Dass unsere Partner jemand neues hat, war einfach am schlimmsten für uns. Wir haben uns allein und verlassen gefühlt mit unserer Trauer. Selbstbewusstsein fehlt mir auch. Ich glaube, darum haben wir dies auch alles mitgemacht. Wir haben immer uns an unserem Partner geklammert. Jetzt stehen wir alleine da, die leere. Und wir wissen, dass wir schnell ausgetauscht worden sind. Das tut richtig weh. Du bist auf dem richtigen Weg.All dies muss man durchleben, um abzuschliessen. Sei gedrückt. Bis demnächst.

  6. Leserkommentar Sandy schreibt am 26.08.2014

    Meine liebe Silke, du kannst immer schreiben, wann dir danach ist. Du hast recht, meistens sind es nur Illusionen, die man hat. Wer möchte nicht ein schönes Leben haben, mit seinem Partner. Ich habe mir auch immer alles schön geredet. Hatte immer gedacht, jetzt ändert er sich, aber nix kam. Wir Frauen brauchen da immer Länger eine Pause, um eine neue Beziehung wieder anzufangen. Männer handeln schneller. Jetzt könnte ich und möchte gar keine neue Beziehung haben. Mir geht es soweit ganz gut. Urlaub ist vorbei und bei mir bei der Arbeit ist immer viel los. Denn muss ich auch regenmäßig an den Wochenenden arbeiten. Aber, die Arbeit ist auch immer eine gute Ablenkung.

  7. Leserkommentar Silke schreibt am 25.08.2014

    Liebe Sandy, jetzt habe ich wieder so viel geschrieben und in diesem Forum sind nur noch wir beiden momentan. Es wird mir grad so viel klar momentan und das Schreiben darüber hilft mir sehr. Ich denke sehr oft an Dich und bin froh, mit Dir hier diesen Austausch zu haben. Wenn Du mich dabei begleiten magst, dann ist das ein großes Geschenk für mich und ich bin Dir dankbar. Schreibe aber auch über Dich o.k. Ich möchte auch wissen, wie es Dir geht und kann Dir trotz allem auch helfen. Wünsche Dir auch eine gute Woche und paß gut auf Dich auf!! Von Herzen. Silke

  8. Leserkommentar Silke schreibt am 25.08.2014

    An dem Punkt bin ich jetzt und ich weiß, ich muss lernen Schritt für Schritt mein Leben allein zu gestalten und auch mit dem Schmerz, der wohl immer in gewisser Form da sein wird. Ich dachte immer, bei ihm ist es auch so und er wird sehr sehr lange brauchen, um sich für was Neues zu öffnen. Auch das war eine Illusion, er hat sich sehr schnell, nach so einer langen Beziehung, auf eine neue Frau eingelassen. Er schreibt, es war was Besonderes mit uns aber jetzt ist es vorbei. Das ist Fakt und das muss ich ganz klar erkennen und annehmen. Ich bin nur noch eine Erinnerung und sehr wohl zu ersetzen. Das er so ein Fazit zieht und mir an allem die Schuld gibt, macht es nicht leichter abzuschliessen. Ich werde es aber nicht erreichen, dass es anders ist, egal, was ich tue. Er will es so sehen und es gibt ihm seinen Frieden. Meinen muss ich selber finden und das ist ein wenig schwerer, da ich eben an dieses mangelnde Selbstwertgefühl und die Leere gekommen bin.

  9. Leserkommentar Silke schreibt am 25.08.2014

    Nach dem Fliegen und dem Spaß haben mit ihm, kam immer mehr und häufiger der tiefe Fall. Die Erkenntnis, dass es so ist, hat zu dieser Distanz geführt und zu all den Verletzungen. Das an ihm klammern, die Angst vor dem Alleinsein sind eben keine Basis für eine Beziehung. Er hat auch geklammert und wollte all das nicht sehen. Es ging so lange, bis einer, in dem Fall ich, nicht mehr konnte. Dieses Spiel nicht mehr mitspielen konnte. Mein Rückzug war die Notbremse ziehen, weil mein Körper erschöpft war. Die Hoffnung bzw. Illusion, dass alles wieder gut wird, ist in dem Moment zerplatzt, als ich wußte, er hat eine neue Beziehung. Da kam der ganz tiefe Absturz.

  10. Leserkommentar Silke schreibt am 25.08.2014

    Liebe Sandy, es gibt schon Momente, wo ich nicht an ihn denke und loslasse. Das fühlt sich frei an und die körperlichen Schmerzen in den Muskeln usw. werden dann weniger. Wenn ich auf mich vertraue und dem Leben positiv entgegensehe, dann geht es mir deutlich besser. Es wechselt nur noch sehr oft und die Abstürze kommen immer wieder zwischendurch. Vielleicht kann ich mich mit dem Wissen, das ich jetzt habe aber besser auffangen. Wenn ich erkenne, dass ich mich wieder in Illusionen verliere. Er war nicht der Mann für's Leben. Ich konnte nicht so leben wie er. Es fehlte Geborgenheit und Sicherheit, Vertrauen und Respekt voreinander. Ohne das geht es aber nicht.

  11. Leserkommentar Silke schreibt am 25.08.2014

    upss, doppelt versandt! Am Wochenende habe ich nochmal sehr viel erkannt. Habe auf youtube so Videos von Leo Baumgardt gesehen zum Thema Loslassen und Trennung usw. Der ist echt super und mir ist dabei nochmal einiges klargeworden, besonders auch, warum diese innere Leere so da ist. Ich bin einer Illusion nachgehangen über viele Jahre in dieser Beziehung. Der Illusion, dass wir füreinander bestimmt sind und uns nichts trennen kann. Daran habe ich mich festgehalten, weil die Wahrheit für mich viel schlechter zu ertragen wäre. Wie man sieht, ist es ja auch so momentan. Alles ist gerade wie eine Seifenblase zerplatzt. Man kann nicht vor sich weglaufen und soll anscheinend bestimmte Dinge lernen, die einen den Kern erkennen lassen, um den es geht. Das macht im Moment noch wirklich Angst und ich weiß nicht, wie ich lernen soll, mich selbst zu lieben und wertzuschätzen, mir zu verzeihen und dadurch keine Abhängigkeiten mehr zu haben.

  12. Leserkommentar Silke schreibt am 25.08.2014

    Meine liebe Sandy, wie gut Du das alles verstehst und mir durch die Deine Antworten sehr viel Unterstützung gibst. Vielleicht hilft es Dir selbst sogar, weil Du merkst, dass Du da schon viel weiter bist und ein gefestigteres Selbstbewußtsein hast. Ja, ich habe noch einen langen Weg vor mir, weil mir durch das alles bewußt wird, wie wenig Selbstwert ich habe und das zeigt sich in der inneren Leere und Traurigkeit gerade. Es ist alle hochgekommen, was schon immer da war. Ich soll es mir ganz offensichtlich anschauen, um nicht mehr in Abhängigkeiten zu geraten.

  13. Leserkommentar Sandy schreibt am 25.08.2014

    Hast du schon mal gemerkt, wenn du einige Zeit nicht an ihm denken musst? Es fühlt sich so schön an, oder? Ich glaube, du hast noch einen langen Weg vor dir. Villeicht kann ich dich dabei begleiten. Wünsche dir liebe Silke eine entspannte Woche und wenn du magst schreibe gerne wieder. Alles Liebe.

  14. Leserkommentar Sandy schreibt am 25.08.2014

    Du fühlst dich leer, hast keine Freude mehr. Irgendwie der ganze Lebensmut ist verloren gegangen. Du hast schon viele Pläne, aber es ist so schwer im Moment die alleine umzusetzen. Es fehlt jemand. Nach so vielen Jahren, wie ihr zusammen gewesen seid, schmerzt es besonders. Ich glaube ganzbekommst du ihn nicht mehr aus dem Kopf. Er wird immer ein Teil von dir bleiben. Schritt für Schritt musst du damit lernen, mit dem Schmerz zu Leben.

  15. Leserkommentar Sandy schreibt am 25.08.2014

    Hallo liebe Silke, ich kann dich jetzt noch viel besser verstehen, da, du sehr viele Dinge von deiner damaligen Beziehung geschrieben hast. Schön zu lesen, wie er dir hochgeholfen hat, um frei zu Leben. Hört sich super an. Nur irgentwie hattest du ihn doch nicht ganz alleine. Das, was auch immer passiert ist, tut verdammt weh.

  16. Leserkommentar Silke schreibt am 22.08.2014

    Du, liebe Sandy, hast auch so viel durch und bist so tapfer und hast für Dich den Absprung geschafft und Dich aus diesem Kreis gelöst. Das machst Du ganz großartig und klug. Du bist bei Dir, wenn es auch noch schwer ist. Gibt es bei Dir in Kiel eine AWO? Bei uns werden dort Therapiegespräche für einen geringen Kostenbeitrag angeboten. Die Therapeuten dort sind meist wirklich gut. Schau mal, ob Du da was findest. Ich danke Dir erstmal von Herzen, für Deine Zeilen. Es hat mir wirklich sehr geholfen, diesen Fragen, die Du gestellt hast nachzugehen. Du kannst mir auch schreiben, wenn es Dir wieder schlecht geht. Du weißt ja, ich kann Anderen sehr gut helfen gerade, weil ich verstehe, wie sich das alles anfühlt. Sende Dir ganz liebe von Herzen kommende Grüße. Denke oft an Dich!!

  17. Leserkommentar Silke schreibt am 22.08.2014

    Ich habe nur Angst davor, dass mir das nicht gelingt, meine eigene Leere zu füllen und diese Angst, die dadurch auch da ist, dass die mich immer wieder in Abhängigkeiten bringt, wenn ich in einer Beziehung bin. Da ist durch die Therapie schon einiges deutlich geworden, was aber erst mal wirklich Angst macht. Ich bin bei mir angekommen aber was ich da sehe, macht mich auch traurig und gibt mir das Gefühl, wie soll ich das Vertrauen zu mir bekommen, um nicht Beziehungsabhängig zu sein. Noch habe ich Angst, ihn ganz loszulassen obwohl er doch schon so weit weg ist. Ich lebe ja noch und bin nicht untergegangen aber die Lebensfreude, der Spaß, die Leichtigkeit ist mit ihm gegangen. Da bin ich dabei auch diese Anteile ohne ihn zu leben und teilweise gelingt es mir auch schon. Es war eben sein Part, dieses in mein Leben zu bringen, ich selbst gebe diesen schönen Anteilen zu wenig Raum und momentan bin ich oft so erschöpft und finanziell so angeschlagen, dass es schwer ist den Spaß nicht zu vergessen.

  18. Leserkommentar Silke schreibt am 22.08.2014

    Ich muss erkennen und akzeptieren, dass es so ist und ich einfach bestimmte Dinge brauche, um mich ganz fallen zu lassen in einer Beziehung. Das es trotz allem dafür aber nicht gereicht hat. Das ist die Wahrheit und die will ich wohl nicht sehen. Leiden tue ich immer sehr lange, bevor ich Entscheidungen und wenn ich sie getroffen dann auch noch. Dieses Alleinleben z.Zt. zum ersten Mal in meinem Leben, mit all den Problemen gerade, das überfordert mich total. Ich fühle mich oft so verloren und deshalb kann ich ihn noch nicht loslassen. Ich weiß, dass mir diese innere Leere anschauen muss und das die kein Mann füllen kann nur ich. Das ist jetzt die Chance, genau an diesem Punkt zu sein, um den es geht bei mir. Dazu war er wohl der Partner, der mir ins Leben geschickt wurde. Ja, er wird immer im Herzen bleiben und ein gewisser Schmerz auch. Und ja, wir hätten es nicht geschafft auf Dauer, uns gut zu tun.

  19. Leserkommentar Silke schreibt am 22.08.2014

    Ja, er hatte vielleicht nicht mein Niveau aber seine irgendwie wilde und ungezähmte Art ist wohl etwas, dass ich auch in mir habe aber mich nie getraut habe zu leben. Er hat mich gespiegelt und mir Anteile an mir gezeigt bzw. hochgeholt, die bis dahin nie gelebt worden sind. Er war und ist aber nicht der Mensch, der immer ehrlich ist und zuverlässig. Er hat auch Spielchen gespielt und rumgetrickst, so wie mit den Chats z.B. Oft hatte ich das Gefühl, ein Teil von ihm ist nie wirklich bei mir, sondern so, als hätte er nebenbei noch ein zweites Leben, von dem ich nichts weiß. Diese Anteile von ihm hat er dann irgendwie über die Chats und anderen Kontakte ausgeblebt. Da ich so sensibel bin, habe ich das gespürt und ihn darauf angesprochen. Er hat sich dann wohl immer wie ertappt gefühlt und aufgedeckt von mir. Wahrscheinlich auch an die Wand gedrängt. Sich unterlegen gefühlt. Er hat mir das auch vorgeworfen in dieser Art.

  20. Leserkommentar Silke schreibt am 22.08.2014

    Einige Außenstehende haben gesagt, er hätte nicht mein Niveau und würde in vielem nicht zu mir passen. Besonders die Kommunikation da würde er mir nicht das Wasser reichen können und wir wären nicht auf Augenhöhe usw. Das hat mich dann schon zum Nachdenken gebracht. Ich bin ja 8 Jahre älter als er und je reifer ich wurde, desto mehr habe ich das selbst erkannt. Auf der anderen Seite hat er etwas in mir berührt, hat mich Anteile von mir leben lassen, die ich mir selbst verwährt habe. Ich war und bin immer sehr pflichtbewußt und gradlinig gewesen bis heute. Mit ihm konnte ich auch mal fliegen einfach glücklich sein und unbeschwert. Er hat sich erlaubt, sich auszuprobieren im Leben, er hatte ja nie Kinder usw. Er war spontan, hat Dinge versucht und sich auch Fehler zugestanden. Er hat mich dann auch mal mitgerissen und es fühlte sich so frei und unbeschwert an. Es war etwas ganz Neues, was ich da endlich mal Leben konnte nach meiner Ehe mit einem sehr korrekten und eher gefühlsmässig kalten Mann.

  21. Leserkommentar Silke schreibt am 22.08.2014

    Liebes Sandy, Du schreibst das so treffend und bist hast ein so gutes Einfühlungsvermögen, ich danke Dir sehr dafür. Die Frage, was ich eigentlich von ihm möchte, da ist der Punkt getroffen, um den es geht. Was ich von ihm möchte bzw. immer wollte, das konnte er mir gar nicht geben. Er gab viele Glücksmomente, denen ich sooo lange nachtrauere aber ich habe im Innern schon lange erkannt, dass er nicht der Mann sein wird, mit dem ich alt werden kann. Das habe ich aber verdrängt und mich lange selbst belogen. Ich glaube, wir beide haben das im tiefen Innern gewußt. Wir wollten es nicht wahrhaben, dass die eine Seite, dieses sich zueinander so hingezogen fühlen, einfach nicht reicht, um im Alltag und für ein ganzes Leben miteinander auszukommen.

  22. Leserkommentar Sandy schreibt am 22.08.2014

    Wie lange wolltest den ganzen Schmerz noch mitmachen. Du musst diese Phase durchleben, damit es dir besser geht und du wieder ganz neutral nach vorne gucken kannst. Mir machen nur Sorgen und es tut mir Leid, dass es bei dir extrem lange dauert. Bespreche es doch nochmal bei deiner Therapie. Würde auch gerne eine machen, aber es ist schwer ein Platz zu bekommen. Und Privat, da fehlt mir das Kleingeld. Muss einfach weiter probieren. Wünsche dir, liebe Silke, dass du Die Vergangenheit hinter dir lässt. Er gehört zwar immer zu deinem Leben im Herz, aber lass ihn nichtüber dein Leben bestimmen, weil: IHR GETRENNT SEID. Bis bald. Schreib immer, wenn du bedarf hast.

  23. Leserkommentar Sandy schreibt am 22.08.2014

    Aber, wie man sieht, hat es auch diesmal nicht geklappt. Jetzt, wo ich das schlimmst überstanden habe, bin ich so froh, das ich es durchgehalten habe und er mich nicht wieder zurück genommen hat.Überlege dir mal, was du eigentlich genau von ihm möchtes. Ist es vielleicht nur ein Traum? Nur kann und wird er dir diesen Traum nicht erfüllen können. Viele Männer können ebend schneller wieder eine Beziehung eingehen, als wir Frauen. Und solche Männer hatten wir. Sehe es als neue Chance für dich.

  24. Leserkommentar Sandy schreibt am 22.08.2014

    Hilft die Therapie nicht? Bemerke nur, dass du sehr lange leidest. Dies tut mir so Leid. Er hat große Fehler gemacht. Du hast die Beziehung beendet, weil es nervlich nicht mehr auszuhalten war. Der ganze Schmerz, den er dir gemacht hat. Möchtes du so weiterleben. Hatte mich 3mal getrennt, von meinem Ex. Auch wären der Trennung hatten wir mehr oder weniger kontakt. Er hatte auch um mich gekämpft. Bei der letzten Trennungsphase, wurde ich dann Schwanger. Ich wollte es unbedingt nochmal versuchen. Gerade, wo noch ein Kind unterwegs war.

  25. Leserkommentar Sandy schreibt am 22.08.2014

    Liebe Silke, so, wie ich lese, gibst du dir für alles die Schuld. Mach es bitte nicht. Glaube mir, es wär nicht besser geworden. Die Verwöhnung wäre traumhaft, aber sobald der Alltag wieder einkehrt, wäre wieder das gleiche passiert, wie früher. Ich spreche aus Erfahrung. War nicht das erste Mal getrennt von meinem Ex. Und die Trennung ging immer von mir aus.

  26. Leserkommentar Silke schreibt am 19.08.2014

    Ich weiß nicht, ob ich mir die Fehler, die ich gemacht habe und besonders die Tatsache, zu spät erwacht zu sein, jemals verzeihen kann. Ob ich mich jemals wieder öffnen kann für etwas Neues. Ob ich je wieder vertrauen kann. Ich glaube ich werde immer vergleichen auf der einen Seite und Mißtrauen haben auf der anderen Seite. Wie soll es da einen Neuanfang geben? Ja, ich bin auf dem Weg aber wohin führt er mich? Hätte ich noch einen Job, das wäre etwas, was mir Halt gibt. Mein Sohn lebt noch hier aber er geht seine eigenen Wege. Die Leere, die er hinhterlassen hat, kann ich kaum füllen. Es ist nur diese tiefe Traurigkeit, dass wir auf diese große Liebe nicht besser aufgepaßt haben. Danke Sandy, dass die so viel einfühlsame Geduld hast mit mir.

  27. Leserkommentar Silke schreibt am 19.08.2014

    Heute denke ich, hätte ich doch eher mein Schweigen gebrochen und wir hätten eine Paartherapie gemacht. Es war schon längst zu spät, als ich dann den Kontakt zu ihm aufgenommen habe. Als ich das erkannt habe, hat es mir einen richtigen Schock versetzt. Klar, war es auch Eifersucht aber es war die Endgültigkeit, die mich völlig aus der Bahn geworfen hat bis heute. Es ist ja auch noch gar nicht lange her und die Trauer hat da erst angefangen, vorher habe ich ganz fest an uns geglaubt. Mir ist klar geworden, dass ich wohl gar keine Trennung wollte, sondern diesen Rückzug braucht, weil ich keine Kraft mehr hatte.

  28. Leserkommentar Silke schreibt am 19.08.2014

    Es war so ein festes Band trotz allem zwischen uns wir hatten beide das Gefühl, dass es die große Liebe unsere Lebens ist. Wie ein Magnet hat es uns immer wieder zueinander gezogen. Selbst, wenn wir Phasen der Distanz hatten, war immer dieses Band da zwischen uns. Das Gefühl, füreinander bestimmt zu sein. Ich habe ganz fest daran geglaubt, dass wir wieder zueinander finden, wenn wir wieder Kraft haben und im Abstand sehen, was wir am Anderen haben. Er hat auch um mich gekämpft und ich konnte da noch nicht auf ihn zugehen, weil die Verletzungen noch zu tief waren. Als ich für mich soweit war, war er längst in einer neuen Beziehung.

  29. Leserkommentar Silke schreibt am 19.08.2014

    Ja Sandy, die Beziehung hatte schon lange vor der Trennung einen Knax bekommen. Da sind so viele Dinge passiert, die mein Vertrauen erschüttert haben. Schon nach ca. 2 Jahren hat er das erstemal heimliche Kontakte geknüpft. Ich habe das damals durch einen Zufall erfahren. Es hat mir so weh getan, als ob mir jemand einen Dolch ins Herz bohrt. Damals hat er noch ehrlich um Verzeihung gebeten und sein Bereuen gezeigt. Wenn wir Probleme miteinander hatten, hat er aber immer wieder diese Kontakte aufgenommen. Ich glaube, er kann gar nicht anders. Ich habe so sehr an dieser Beziehung festgehalten und alles verdrängt, das ging auch immer wieder eine Zeitlang gut und wir hatten glückliche Zeiten mit viel Nähe und Liebe.

  30. Leserkommentar Sandy schreibt am 19.08.2014

    Lien Silke, ich weiss, dass du dich versuchst abzulenken. Du schreibst immer sehr intelligent. Eigentlich weiss du genau, wie man mit solcher Situation umgehst. Du konntest mir und auch anderen gute Ratschläge schreiben. Aber, ich weiss, selbst ist man da Ratlos. Wünsche dir alles Liebe. Du kannst ruhig immer schreiben, wenn dir danach ist. Habe immer ein Ohr für dich. Du bist auf dem besten Weg.

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