Der Wandnotizkalender 2011 für die ganze Familie mit Platz für alle wichtigen Termine und den Texten des Lebensfreude Kalenders.
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Der Lebensfreude Taschenkalender 2011 mit Texten aus dem Lebensfreude Kalender
Nur EUR 9,95
Dr. Rolf Merkle, Diplom Psychologe, Psychotherapeut
Ein Witz zum Einstimmen auf das Thema
Ein Ehepaar, jeder von Ihnen ist 60 Jahre alt, trifft bei einem Spaziergang einen Zauberer. Dieser gewährt jedem der beiden einen Wunsch. Der Mann äußerst den Wunsch, eine 30 Jahre jüngere Frau haben zu wollen. "Kein Problem", sagt der Zauberer. Hokuspokus, Rauch steigt auf und der Mann ist 90 Jahre alt.
Können Sie sich daran erinnern, wann Sie das letzte Mal so richtig aus vollem Herzen gelacht haben? Oder ist das Lachen eher etwas, das Sie nur kleinen Kindern und "kindischen" Erwachsenen zugestehen? Gehören Sie zu den Menschen, die man als Lachkanone beschreibt oder eher zu denen, die alles mit dem Kommentar "Was gibt´s da schon zu lachen" abtun und nur lächerlich finden?
Kinder lachen etwa 400 Mal am Tag
Erwachsene gerade mal 15 Mal.
Eine traurige Lachbilanz für uns Erwachsene, vor allem, wenn man weiß, welch positive Auswirkungen das Lachen auf unser seelisches und körperliches Befinden hat.
Worüber und wie häufig wir lachen, hängt von unseren persönlichen Lebenseinstellungen ab, aber auch davon, in welchem Land wir aufgewachsen sind. Der britische Humor sieht beispielsweise vollkommen anders aus als der japanische Humor. Für mich scheint es auch einen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu geben, denn Männer lachen meist über andere Witze als Frauen.
Die Fähigkeiten zu lächeln und zu lachen ist uns angeboren. Der Mensch beginnt beim Lächeln, so beschreiben es die Anthropologen: Das Lächeln des Säuglings dokumentiert zum ersten Mal die Zugehörigkeit zur menschlichen Rasse". Zunächst ist es nur ein Reflex, der durch hohe menschliche Stimmen ausgelöst wird. Nach Prof. Dr. Niels Birbaumer entwickelt sich ein Kind umso besser und schneller, je mehr es lächelt und lacht.
Die Fähigkeit zu lachen ist eine Art Medizin, die uns zu nahezu jederzeit kostenlos zur Verfügung steht. Lachen kann uns gesunderhalten oder zu unserer Gesundung beitragen. Wenn wir herzhaft lachen, passiert folgendes in unserem Körper:
Vielleicht werden Sie nun einwenden, dass diese körperlichen Veränderungen alle schön und gut seien, aber Ihnen nicht nach Lachen zumute sei. Gut, das muss ich akzeptieren, doch gibt es auch hierzu einige Forschungsergebnisse: "Wer sich zu einem Lachen zwingt, bekommt bessere Laune", so könnte man das Ergebnis zusammenfassen.
In einem Experiment stellten amerikanische Psychologen Versuchspersonen die Aufgabe, einen dünnen Bleistift zwischen die Zähne zu klemmen - was unweigerlich ein Lächeln erzeugt. Überraschenderweise stieg daraufhin das Stimmungsbarometer deutlich an. Als dieselben Versuchspersonen den Bleistift auf den gewollt aufgesetzten Schmollmund legten, sank die Laune auf den Tiefpunkt. Auch das Aussprechen des Vokals E - was dem Gesicht einen fröhlichen Ausdruck verleiht - führte zu einer Stimmungsverbesserung. Das Aussprechen des Vokals U, was uns eher mürrisch aussehen lässt, führte hingegen zur Verschlechterung der Stimmung. Probieren Sie es doch einfach einmal aus.
Ich will damit nicht sagen, dass wir uns in schwierigen Krisensituationen nur einen Bleistift zwischen die Zähne klemmen sollen, und dann geht es uns wieder gut. Diese Experimente sollen Ihnen lediglich zeigen, dass sogar ein bewusst aufgesetztes Lächeln Ihre Stimmung beeinflussen kann. Aber nicht nur das: Wenn Sie lächeln oder lachen, wirken Sie auf die meisten Menschen sympathischer und bekommen auch mehr Sympathie entgegengebracht. Also bleibt die Schlussfolgerung:
Wenn`s nichts zu lachen gibt:
um ein Lächeln können Sie sich immer bemühen.
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1. Beschäftigen Sie sich einmal bewusst damit, was genau Sie zum Lachen bringt. Welche Art von Filmen, Witzen, Comics und Ereignissen bringt Sie zum Schmunzeln oder Lachen? Sie sollten nicht darauf warten, bis Sie zufällig auf solche Ereignisse stoßen, sondern diese bewusst in den Alltag einbauen.
Erstellen Sie sich eine Liste von all den Dingen, die Ihnen Freude bereiten, ein Lächeln hervorrufen oder Sie zum Lachen bringen. Lassen Sie sich dabei nicht durch Kommentare Ihrer Umwelt behindern wie etwa: "Der Film ist albern. Wie kannst Du so etwas nur lustig finden". Während der eine über Otto und Theo Lingen-Filme lachen kann, benötigt der andere eher den subtilen Humor von Loriot-Comics. Jeder Mensch hat andere Reize, die bei ihm das Lachen auslösen. Ein Maßstab sollte lediglich sein, dass Sie anderen damit nicht schaden. Um Schadenfreude auf Kosten und zum Schaden anderer soll es hier nicht gehen. Legen Sie sich Ihre persönliche Lachvideothek oder Lach-DVD-Kollektion an.
2. Lächeln Sie sich bei jedem Anblick im Spiegel zu. Halt, ich meine damit nicht auslachen, sondern anlachen. Vielleicht gelingt Ihnen am Anfang nur ein verzerrtes Lächeln; keine Sorge, mit der Zeit und Übung wird Ihnen das freundliche Anlächeln immer besser gelingen.
3. Suchen Sie bewusst die Gesellschaft fröhlicher Menschen, um sich mitreißen zu lassen.
4. Lächeln Sie Menschen, auch fremde Menschen auf der Straße bewusst an. Die meisten Menschen werden Ihnen ebenfalls ein Lächeln schenken. Sollte dies nicht passieren, haben Sie wenigstens etwas Gutes für sich und Ihren Körper getan.
Nutzen Sie Ihre Hausmedizin namens Lächeln, die es rezeptfrei gibt und die keine Nebenwirkungen hat: Sie können davon nicht süchtig werden und sie steht immer kostenlos zur Verfügung. Der Pariser Mediziner Rubinstein empfiehlt als Dosis ca. 30 Minuten Lachen täglich, in kleinen Portionen über den Tag verteilt.
Wie ansteckend Lachen sein kann, das zeigt dieses Video. Lassen auch Sie sich anstecken und gönnen sich eine Lachpause. Viel Spaß.
Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.
Charly Chaplin
© 1999-2010 PAL Verlag - Die heilende Wirkung von Lachen und Humor
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