Wenn Sie unzufrieden mit sich sind ...

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Dr. Doris Wolf gibt Antwort auf häufig gestellte Fragen zum Thema Unzufriedenheit im Leben

Die Ursachen liegen in uns selbst, in unseren Einstellungen. Wir haben in unserer Kindheit gelernt, unseren Blick auf Fehler und Schwächen zu lenken. Ein gängiges Erziehungsprinzip ist es beispielsweise wenig zu loben und viel zu kritisieren. Die Eltern vergleichen uns mit anderen Kindern, sich selbst mit Nachbarn und den Freunden. Unsere Gesellschaft arbeitet stark mit Leistungsanforderungen. "Erfolgreich ist und Anerkennung bekommt, wer perfekt ist, viel Geld hat, hübsch ist, viel leistet". Wir lernen nicht, uns so anzunehmen, wie wir sind, sondern werden ständig gedrängt, mehr zu leisten. "Wenn du ... das erreicht hast, dann gehörst du ... bist du ... bekommst du ..." Als Erwachsene gehen wir selbst so mit uns um.
Wir müssen unsere Blickrichtung und unsere Einstellungen ändern:
Zerstöre deine Freude an dem, was du bereits besitzt, nicht dadurch, dass du nach Dingen verlangst, die du nicht hast; aber erinnere dich daran, dass das, was du heute besitzt, einmal zu den Dingen gehörte, die du dir erhofft hast.
Epicur
Nein, wir müssen keinesfalls unsere Träume aufgeben. Wir können durchaus mit dem Augenblick zufrieden sein und uns für die Zukunft neue Ziele stecken. Wir benötigen lediglich eine kleine Anspannung, aber keinen Selbsthass, um uns für weitere Ziele zu motivieren. Unser Motor sollte eine positive Anspannung sein und wir sollten uns auf etwas Positives zubewegen, nicht aus einer schlimmen Situation flüchten.
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Zunächst einmal muss man sich seine Werte bewusst machen: Was ist für mich wichtig im Leben? Wie würde ich die Situation in 5 Jahren beurteilen? Wie würde ich es auf meinem Sterbebett beurteilen, wenn ich das nicht gehabt hätte? Könnte ich das Bedürfnis, was ich jetzt nicht erfüllt habe, durch etwas anderes erfüllen? Manchen hilft auch der Vergleich zu anderen Menschen, ein Gespräch mit Freunden. Man kann natürlich auch auf die fundamentale Frage zurückgehen: Bin ich wirklich in Lebensgefahr, wenn ich es nicht habe? Wenn das, was man anstrebt, für uns sehr wichtig ist, dann sollten wir uns ganz konkrete Schritte zu diesem Ziel überlegen. Dadurch vermeiden wir auch allzu große Unzufriedenheit.
Nein, denn hierzu wäre es notwendig, die Werte jedes Einzelnen miteinzubeziehen. Das Problem der Unzufriedenheit sind unsere Einstellungen, nicht die Situationen und Bereiche: Wir glauben, etwas unbedingt zu benötigen. Erst dann - so glauben wir - können wir glücklich sein. Beispielsweise: Erst wenn ich einen Partner habe, ein Kind habe, ein Haus besitze, einen tollen Partner habe und meinen Traumjob, dann kann ich zufrieden sein.
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Täglich morgens und abends zubereiten und einnehmen ![]() statt an das zu denken, was du nicht hast. statt an das zu denken, was du verloren hast. statt an deine Fehler zu denken. statt daran zu denken, wer du nicht bist. |
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