Diäten - der sichere Weg zum Übergewicht

Warum Diäten nicht wirken und Diäten der sichere Weg sind sein Übergewicht zu behalten. Leseprobe aus Kapitel 1 des Ratgebers Abnehmen ohne Diäten.

Diäten - der sichere Weg zum Übergewicht
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotos von Bruno Nascimento, unsplash.com

Kapitel 1 Ratgeber: Abnehmen und dabei genießen

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich freue mich, dass Sie sich für das Natural Weight Program entschieden haben und mir so viel Vertrauen entgegenbringen.

Ich verspreche Ihnen, ich werde mein Bestes geben und Ihnen all das mit auf den Weg geben, was sich in meinem Leben und dem meiner Klienten bewährt hat.

Ich bin neugierig, was Sie zu mir und meinem Programm führt, aber leider können wir uns nicht persönlich darüber austauschen.

Lassen Sie mich einfach einmal einige Vermutungen äußern, und Sie nicken im Stillen, wenn der eine oder andere Punkt auf Sie zutrifft.

  • Sie sind mit Ihrem Gewicht unzufrieden und versuchen seit Jahren erfolglos abzunehmen.
  • Sie sind auf der verzweifelten Suche nach einem Programm, mit dem Sie es endlich schaffen, abzunehmen und Ihr Gewicht zu halten.
  • Sie wollen sich nicht mehr ständig darum sorgen, was Sie essen dürfen und was nicht, um nicht zuzunehmen?
  • Sie wollen keine Diät mehr machen und nicht noch einmal hinterher erleben, dass Sie noch schneller zunehmen als vor der Diät.
  • Sie suchen nach einer Möglichkeit, Fressanfälle und Heißhungerattacken zu verhindern.
  • Sie wollen sich nicht mehr wochenlang mit Eiern, Kartoffeln oder gar nur Wasser begnügen, Abführmittel und Appetitzügler schlucken, um danach doch wieder zuzunehmen.
  • Sie wollen keinen Salatteller mehr essen, während andere ein saftiges Steak mit Pommes frites verzehren.
  • Sie wollen nicht mehr nachts heimlich an den Kühlschrank schleichen, um das zu essen, was Sie sich tagsüber eisern verboten haben.
  • Sie wollen nicht mehr permanent mit einem Gefühl des Versagens umherlaufen.
  • Sie wollen sich nicht mehr mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen quälen, wenn Sie mal wieder das Falsche oder zu viel gegessen
    haben.
  • Sie wollen gerne einen unkomplizierten, normalen und lustvollen Umgang mit dem Essen.
  • Sie wollen gerne in den Spiegel schauen und sich an Ihrem Spiegelbild erfreuen.
  • Sie wollen abnehmen, weil Sie es "satt haben", unter Schmerzen, zu wenig Luft, Schweißausbrüchen und mitleidigen oder verächtlichen Blicken zu leiden.

Ist das bei Ihnen so? Ist es dieser Wendepunkt in Ihrem Leben, an dem wir uns begegnen? Dann möchte ich Sie ganz herzlich empfangen und in meine Arme schließen. Ich habe auf Sie gewartet.

Genau aus diesen Gründen habe ich das Natural Weight Program entwickelt. Ich weiß, wie verzweifelt man nach vielen Diäten ist und wie sehr man sich nach einem Fressanfall verachtet.

Ich habe selbst erlebt, wie hilflos man sich seinem Verlangen ausgeliefert fühlt, und wie wenig man glaubt, Einfluss darauf zu haben.

Ich fühle mit Ihnen, wie Sie den Gang zur Waage als Gang zum Schafott erleben, und wie Sie Ihr Anblick im Spiegel schmerzt.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, die Ausmaße seines Körpers zu hassen, und wie schwer es einem dennoch fällt, sich selbst zu kasteien.

Bitte akzeptieren Sie diese schmerzlichen Gefühle - für eine Weile. Ihr Leben kann und wird bald anders aussehen - wenn Sie es zulassen und sich die Chance geben.

Ich möchte Ihnen Genuss, Lebensfreude, Freude an Ihrem Körper, mehr Energie und Freude im Kontakt mit anderen Menschen zurückgeben. Sie haben es verdient.

Diäten und Diätprodukte - sind sie der Schlüssel zum Wunschgewicht?

Die Spatzen pfeifen es seit Jahren immer lauter von den Dächern und es ist nicht mehr zu übersehen: Immer mehr Menschen sind übergewichtig.

Und so verwundert es nicht, wenn wir von immer neuen Schlankheitspülverchen und Pillen, Appetitzüglern und Diätwellen überschwemmt werden.

Und es mangelt nicht an Ernährungsexperten, die uns durch immer neue Ernährungs- und Diätvorschriften von der Geisel Übergewicht befreien wollen.

Jeder dieser Experten kann angeblich auf Untersuchungen verweisen, die die Wirksamkeit seiner Methode belegen.

Der eine schwört auf eine fettreduzierte Kost, lässt uns Fettpunkte sammeln und unbegrenzt mit Kohlenhydraten satt essen.

Ein anderer schwört auf Trennkost, wieder ein anderer läßt uns Eiweiß und Fett unbeschränkt essen, verbietet dafür aber Kohlenhydrate.

Und fast täglich kommen neue Schlankheitsmittel und Wunderpillen mit Bio-Schlankstoffen und Sofort-Wirkung hinzu, die uns die frohe Botschaft verkünden, wir dürften alles essen, bis wir satt sind, bräuchten keine schweißtreibenden Fitnessübungen machen, und dennoch würden die Pfunde nur so purzeln.

Wem können, wem sollen wir glauben? Sind Sie nicht auch schon reichlich verwirrt und verunsichert durch so viele unterschiedliche und immer neue Ratschläge?

Und haben Sie nicht auch schon am eigenen Leib die leidvolle Erfahrung gemacht, dass die vollmundigen Versprechungen der Experten und der Werbung wie eine Seifenblase zerplatzt sind und Sie verbittert zurückblieben?

Ich war auf jedem Fall immer wieder aufs Neue von mir und all den erfolglosen Versuchen enttäuscht, als ich noch die Hoffnung hatte, mittels Diäten mein Gewicht in den Griff bekommen zu können.

Tatsache ist: Immer mehr Menschen nehmen kalorienreduzierte Nahrungsmittel zu sich. Immer mehr Menschen greifen zu Low-Fat (Fett reduzierten), Low-Sugar (mit Süßstoff angereicherten) oder anderen Light-Produkten.

Tatsache ist aber auch, dass die Zahl der Übergewichtigen steigt, obwohl sie doch eigentlich abnehmen müsste, wenn die Versprechungen der Experten und der Diäten stimmen würden, oder?

Volker Pudel geht mit der Pfundskur den Fetten an den Kragen. Für ihn sind sie der Hauptübeltäter für Übergewicht und folglich heißt die Devise: Fett reduzieren auf 60g oder 20 Fettaugen am Tag durch fettarme und fettreduzierte Lebensmittel.

Dafür könne man sich dann mit Kohlenhydraten und Eiweißen satt essen. Klingt eigentlich logisch. Fett macht schließlich fett. Oder vielleicht doch nicht?

Was Ihnen und mir zu denken geben sollte: Werfen wir einen Blick über die Grenzen, etwa nach Dänemark oder Schweden.

Die Dänen und Schweden konsumieren weitaus mehr Fett als wir Deutschen und sind dennoch insgesamt schlanker als wir.

Und im Vergleich mit den Holländern, die genauso viel Fett essen wie wir Deutsche, gibt es bei uns viermal mehr Dicke.

Und die angeblich Dicksten in Europa, die Russen, essen am wenigsten Fett von allen! Ist es also doch keine Frage des Fettes, ob wir schlank oder dick sind?

Abgesehen von diesen Ungereimtheiten muss man bei dieser Diät ständig den Fettgehalt der Nahrung kontrollieren und dies führt zu einem verkrampften Umgang mit dem Essen und fördert so die Diätmentalität mit all ihren negativen Folgen.

Hinzukommt, dass fettarme Produkte nicht schmecken und keinen Genuss darstellen. Fettarme Produkte mögen sättigen, aber nicht befriedigen.

Ich denke, es geht Ihnen da ähnlich wie mir. Ja, es gibt sogar kritische Stimmen, die sagen, eine fettarme Ernährung sei nicht gesund.

So fördere eine fettarme Ernährung bei Übergewichtigen mit überwiegend sitzender Beschäftigung Störungen des Zucker- und Insulinstoffwechsels.

Außerdem bewirke sie einen Anstieg der Blutfette und eine Senkung des <guten> HDL Cholesterins.

Wem können, wem sollen wir denn nun glauben? Eine große Übereinstimmung unter fast allen Ernährungswissenschaftlern herrscht weltweit bei der Frage: Wirken Diäten?

Die bittere Wahrheit ist: Diäten wirken nicht.

Unter Diät verstehe ich jede Form der Kontrolle der Nahrung und Nahrungseinschränkung, gleichgültig, was man einschränkt, ob nun Fette, Eiweiß oder Kohlenhydrate.

Diäten helfen Ihnen bestenfalls, kurzfristig Gewicht zu verlieren. Aber das ist ja schließlich kein Kunststück. Das kann jeder.

Die Kunst besteht darin, langfristig das reduzierte Gewicht zu halten, richtig? Das aber schaffen die allerwenigsten Menschen mit einer Diät.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ganz klar, dass nur 2 bis 5 Prozent aller Personen, die eine Diät machen, abnehmen und das reduzierte Gewicht über Jahre hinweg halten können.

Diese 2 bis 5 Prozent schaffen das, weil sie diszipliniert genug sind, über Jahre hinweg eisern Diät zu halten und nach den Vorschriften der jeweiligen Diät zu leben.

Ich habe nicht zu diesen Willensstarken und Disziplinierten gehört und Sie wohl auch nicht, denn sonst wären Sie nicht mehr auf der Suche nach einer Lösung für Ihr Gewichtsproblem.

Warum wirken Diäten nicht? Hierfür gibt es psychologische und biologische Gründe.

Die psychologischen Gründe, warum Diäten nicht wirken

Diäten funktionieren nicht, weil sie eine Form der Selbstkasteiung sind, die sehr viel Selbstdisziplin und Energie erfordert.

Man muss ständig das Verlangen nach dickmachenden, aber genussvollen Nahrungsmitteln unterdrücken.

Wer will sich schon etwas, das für ihn Vergnügen verspricht, freiwillig wegnehmen? Das ist auf Dauer frustrierend und sehr anstrengend.

Hinzukommt, dass das Verbotene für uns immer interessanter ist, als das Erlaubte.

Immer dann, wenn wir uns etwas verbieten, kreist in unserem Kopf der Gedanke "Ich darf .... nicht". Stellen Sie sich einmal vor, Sie stehen morgens mit dem Gedanken auf: "Ich darf heute auf gar keinen Fall Schokolade essen". Was wird passieren?

Nun, Sie werden sehr häufig an Schokolade denken, und Ihnen werden tausend Reklametafeln für Schokolade ins Auge springen.

Und, jedes Mal wenn Sie an Ihre Lieblingsschokolade denken, wird Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Und jedes Mal müssen Sie hart gegen sich selbst sein und sich die Schokolade verkneifen.

Wie lange stehen Sie diesen Kampf zwischen Verlangen und Verbot durch?

Diäten machen aus normalen Essern Menschen, die Angst vor dem Essen haben.

Das Essen wird zum Feind. Vor Beginn der Diät isst der Übergewichtige noch einmal alles, was er in Zukunft nicht mehr essen darf. Er isst quasi seine Henkersmahlzeit.

Dann beginnt er, das Essen in „du darfst“- und „du darfst nicht“ - Kategorien einzuteilen. Was zählt, sind die Anzahl der Kalorien und ob es die Diät erlaubt.

Seine ersten Gedanken beim Aufwachen am Morgen sind: „Wie kämpfe ich heute dagegen an, nicht zu essen, was mich dick macht?“ All seine Gedanken kreisen um das Essen. Isst er kalorienarmes ‚erlaubtes‘ Essen, hat er häufig kaum Genuss und Befriedigung.

Deshalb isst er dann meist doppelt so viel davon. Gleichzeitig denkt er permanent an ‚du darfst nicht‘- Speisen und kämpft gegen sein Verlangen an. Die ersten Tage gewinnt er den Kampf.

Dann fängt er an zu schummeln, bis er schließlich einen Fressanfall bekommt und alles Verbotene in Übermengen und in Windeseile in sich hineinstopft.

Er isst, um das Versäumte aufzuholen und einen Vorrat anzulegen.

Nach dem Fressanfall sieht sich der Übergewichtige als Versager und nimmt sich vor, noch mehr Kontrolle über sein Essverhalten auszuüben.

Er kennt nur zwei Alternativen: die Diät oder das zwanghafte Essen, bei dem er sich ohne jegliche Kontrolle erlebt.

Das Problem der Diäten ist, dass andere bestimmen, was, wieviel und wann Sie etwas essen sollen. Die Diät wird zu einem Stück Papier mit Macht über Ihr Leben.

Sie lernen, dass Sie sich nicht auf Ihren Körper und Ihre Kontrolle verlassen können. Aber was wissen Diätexperten schon, wann und worauf Sie und Ihr Körper Appetit haben?

>>> Weiterlesen im Ratgeber Abnehmen und dabei genießen

Weitere Leseproben

Einleitung

Kapitel 6
Wie ich Angst vor Ablehnung und Langeweile überwinde

Kapitel 8
Wie ich meinen Genuss steigere und mein Verlangen stoppe

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 Diäten und Diätprodukte - sind sie der Schlüssel zum Wunschgewicht?
 Die bittere Wahrheit ist: Diäten wirken nicht.
 Die psychologischen Gründe, warum Diäten nicht wirken
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