Lernen am Modell

Lernen am Modell bedeutet, sich durch Beobachtung und Nachahmung neue Verhaltensweisen anzueignen oder erlernte Veraltensweisen abzuändern. Dieser Lebenshilfe-ABC-Beitrag zeigt, wie das funktioniert.

Lernen am Modell
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotomotivs von unsplash.com

Beobachtungslernen bzw. Modelllernen bedeutet, wie das Wort schon sagt, dass wir lernen durch die Beobachtung eines Modells. Diese Art des Lernens gilt neben klassischer und operanter Konditionierung als die wichtigste Art des Lernens.

Lernen am Modell heißt, dass wir uns neue Verhaltensweisen aneignen oder bereist erlernte Verhaltensweisen ändern, indem wir andere Menschen beobachten und nachahmen. Wir lernen dabei, ohne direkt verstärkt zu werden. Insbesondere kleine Kinder lernen am Modell. Sie ahmen zum Beipsiel ihre Eltern und Geschwister nach. Sie "spielen" Lehrerin, Arzt, Puppenmama oder Polizist. 

Durch das Lernen am Modell üben wir neues Verhalten ein oder modifizieren Verhaltensweisen, die wir bereits beherrschen. Und wir lernen durch Beobachtung, bestimmte Verhaltensweisen, die zu negativen Konsequenzen führen, nicht oder nicht mehr zu zeigen.

Wichtig für das Lernen am Modell ist, dass wir das Modell für kompetent und sympathisch ansehen und dass wir uns vom Verhalten, das wir nachahmen, einen Gewinn versprechen. Das Modell oder Vorbild muss kein realer Mensch sein. Wir können zum Beispiel auch Vorbildern in Filmen und Büchern nacheifern.

Weitere Formen des Lernens sind:

Lernen durch Einsicht
Lernen durch Verstärkung
Lernen durch Versuch und Irrtum

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