Bibliotherapie – Lesen als Therapie

Die Bibliotherapie, d.h. das Lesen von Ratgebern, ist eine wirksame Form der Selbsthilfe, die in der Verhaltenstherapie eingesetzt wird.

Bibliotherapie – Lesen als Therapie

Unter Bibliotherapie versteht man den Einsatz von Büchern zu therapeutischen Zwecken. In der Medizin, der Psychiatrie und der Psychotherapie wird die Bibliotherapie eingesetzt. Als bibliotherapeutische Materialien kommen Romane, Schicksalsberichte und besonders psychologische Ratgeber für Betroffene in Betracht.

Die Leser können mithilfe von Ratgebern ihre Probleme besser akzeptieren und die Ursachen verstehen. Sie können psychologische Strategien erlernen und sich selbst bei der Bewältigung negativer Gefühle helfen.

In der Psychotherapie wird die Bibliotherapie sehr oft in der Zeit zwischen den einzelnen Therapiesitzungen und nach Ende der Therapie eingesetzt. Aber auch zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz eignet sich das Lesen von Ratgeberbüchern hervorragend – insbesondere dann, wenn das Ratgeberbuch auf denselben therapeutischen Prinzipien beruht, die auch in der Therapie Anwendung finden.

Der Klient kommt so bereits informiert in die Therapie und der Psychotherapeut kann sich die Vermittlung theoretischer Grundlagen ersparen und die Zeit für die Vermittlung praktischer Strategien nutzen.

Keine Bibliotherapie, aber ebenfalls sehr hilfreich für Klienten, ist die psychologische Videoberatung, in der Betroffene Informationen zu den Ursachen, Symptomen und der Behandlung von Angststörungen erhalten.

Das eine Buch lehrt uns das Leben, das andere verschönt es. 
Michael Genin
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