Ekel

Unter Ekel versteht man die starke Abneigung vor Substanzen oder Dingen. Unsere Ekelgefühle können so stark sein dass wir würgen und erbrechen.

Ekel

Unter Ekel verstehen wir Abneigung, Angewidertsein, Widerwillen oder Abscheu gegenüber Substanzen wie z.B. Urin, Kot, Eiter, Sperma oder Erbrochenem, gegenüber Tieren wie Spinnen, Maden, Würmern und Ratten, gegenüber Nahrungsmitteln wie Austern oder Kutteln oder auch gegenüber Menschen. Die Abscheu ist verbunden mit körperlichen Reaktionen wie z.B. Schweißausbrüchen, Übelkeit, Brechreiz und sinkendem Blutdruck.

Unser Ekel kann so stark sein, dass wir würgen oder erbrechen müssen. Nicht nur der Anblick oder der Gedanke an bestimmte Dinge, auch Gerüche können in uns Ekelgefühle auslösen. In seiner ursprünglichen Form ist der Ekel angeboren. Er ist eine körperliche Abwehrreaktion, die uns vor gefährlichen Substanzen schützen soll. Ekel erfüllt also eine Schutzfunktion.

Die meisten Ekelgefühle sind erlernt und von Kultur zu Kultur verschieden. Hier spielen unsere Eltern eine große Rolle, denn durch ihre Reaktion erfahren wir, was unmoralisch, tabu, ablehnenswert und „eklig“ ist. Als kleine Kinder empfinden wir z.B. noch keinen Ekel vor Kot, Schweiß, Wunden oder Würmern. Erst mit etwa 3 Jahren beginnen wir uns durch die Reaktion unserer Eltern davor zu ekeln.

In späteren Jahren können wir bestimmten Nahrungs- oder Genussmitteln gegenüber Ekel entwickeln, wenn es uns nach deren Genuss einmal schlecht geworden ist. Oder wir entwickeln einen Ekel vor Nahrungsmitteln wie z.B. Fleisch, wenn wir uns vorstellen, unter welch unwürdigen Bedingungen manche Tiere gehalten, gemästet und geschlachtet werden.

Viele Menschen empfinden Ekel vor sexuellen Praktiken. So haben manche Frauen einen Ekel vor Sperma oder oraler Befriedigung des Mannes. Da die meisten unserer Ekelgefühle erlernt sind, können wir sie verlernen. Dabei helfen uns die langsame Konfrontation (Desensibilisierung) mit dem Ekligen - so dass eine Gewöhnung eintritt.

So reagieren beispielsweise Bestatter, Krankenschwestern oder Altenpfleger durch ihre tägliche Konfrontation mit dem Tod und Toten viel weniger schnell mit negativen Gefühlen auf alle Formen von Körpersäften, als Menschen, die nur selten damit konfrontiert werden.

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