Folge 16: Weniger tun, mehr erreichen …

In dieser Kolumne berichtet Gert Kowarowsky von seinen Erfahrungen aus seiner therapeutischen Praxis.

Folge 16: Weniger tun, mehr erreichen …

Folge 16: Weniger tun, mehr erreichen …

„Tue weniger und erreiche mehr – tue gar nichts und erreiche alles!“ An diesen Satz aus der Yogaphilosophie erinnere ich immer wieder meine gestressten Patienten, wenn sie mir von ihren Missgeschicken berichten, entstanden aus Übereifer, Hektik, Überarbeitung und Erschöpfung.

Ruhe ist tatsächlich die Basis jeglicher erfolgreicher Aktivität. Selbst der einfache Vorgang des Gehens besteht aus dem Wechsel von Ruhe und Aktivität: Ein Bein bewegt sich, das andere steht. Dann steht das Bein, das sich eben bewegt hat, und das eben noch ruhende bewegt sich. Je schneller wir beim Gehen vorankommen wollen, um so schneller wird der Wechsel von Aktivität und Ruhe sein. Wenn du deine Ziele erreichen möchtest ohne dabei einen Burnout zu erleiden, solltest du ab und zu den Energiesparmodus einschalten.

Lass zwischen den Phasen dynamischer Aktivität immer wieder Phasen der Stille zu. Gönne dir, wo es möglich ist, einen Spaziergang, ein paar Minuten am offenen Fenster, einen bewusst und genussvoll getrunkenen Kaffee. Pausen, Innehalten, Nichtstun sind die besten Handlungsbeschleuniger. Vor allem dann, wenn du es besonders eilig hast. Wenn es dir wichtig ist, dein Ziel schnell und erfolgreich zu erreichen, beginne immer mit Stille.
 

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Gert Kowarowsky

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Daniela Grimm schreibt am 23.08.2020

Das Beispiel des Gehens (ein Bein ruht, ein Bein bewegt) leuchtet mir zwar ein, ist allerdings meiner Meinung nach ungünstig gewählt. Gehen ist immer aktiv, in jeder Phase: Standbein mehr isometrisch, Spielbein mehr dynamisch.
Verbesserungsvorschlag: einerseits entspannendes Gehen/ spazieren/ flanieren gegenüber schnellem Gehen/ walken-joggen/ den Bus noch erreichen.


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