In diesem Beitrag der Serie "Erfahrungen aus der Praxis" geht es um die Frage, wie du deinen Körper wahrnehmen und energetisieren kannst.
Du hast nicht nur einen Körper – du bist zuallererst dein Körper.
Was meine ich damit? Ja, du bist definitiv mehr als dein Körper und dennoch ist dein "In-dieser-Welt-Sein" zuallererst ein "In-diesem-Körper-in-der-Welt-Sein". Alles Gute, das du deinem Körper tust, gibst du auch dir selbst. Je kraftvoller sich dein Körper fühlt, umso kraftvoller fühlst du dich selbst. Und umgekehrt: Je kraftvoller du dich selbst fühlst, umso kraftvoller fühlt sich dein Körper.
Alle meine Patientinnen und Patienten ermutige ich zu körperlicher Fitness – besonders diejenigen, die sehr an ihrer spirituellen Entwicklung interessiert sind und den Körper deshalb fälschlicherweise für weniger bedeutsam erachten. Ihnen gegenüber zitiere ich besonders gerne die spanische Mystikerin, Karmeliterin und Heilige Theresa von Avila:
„Tue deinem Leib etwas Gutes,
damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“
Nimm deinen Körper als Startpunkt. Begib dich – leibhaftig – auf die Reise deiner eigenen körperlichen Selbsterfahrung. Je lebendiger dein Körper ist, desto besser kann deine Bioenergie fließen. Wenn du der Energie erlaubst, vom großen Zeh bis zu den Haarspitzen zu fließen, ändert sich viel in deinem Erleben. Sei dabei nicht halbherzig. Lass dein Lebensfreude-Feuer nicht herunterbrennen. Wenn dein Körper nur dahinvegetiert, fühlst du dich natürlich elend. Lebensfreude nimmt immer dann zu, wenn deine Körperlebendigkeit zunimmt. Glückseligkeit ist nur dann möglich, wenn du sehr intensiv lebst. Aber wie kannst du ohne deinen Körper intensiv leben?
In meiner therapeutischen Praxis appelliere ich immer wieder an die Eigenverantwortung meiner Patientinnen und Patienten im Umgang mit ihren Symptomen und ihrer Alltagsgestaltung.
Die konkrete Entscheidung für Veränderungen bleibt immer dir selbst überlassen. Deinen Körper in Schwung zu bringen und dich an deiner Bioenergie zu erfreuen ist immer möglich. Selbst wenn du ein sehr großes körperliches Handicap hast. Mehr als das, was du jetzt körperlich tust, geht immer. Intensives Atmen, Bewegen nur der Finger, der Arme, der Beine oder anderer Körperteile. In Oberfranken sagen meine Patienten: „Sie haben ja recht.“ und fügen oft hinzu: „A weng was geht immer …“
So frage dich, was bei dir und für dich geht, was dir mehr möglich ist, als das, was du bisher für und mit deinem Körper getan hast. Macht es dir Spaß zu joggen, zu schwimmen, Rad zu fahren, zu tanzen? Ins Fitness-Studio zu gehen? Mannschaftssport zu betreiben? Zu klettern? Yoga, Tai Chi, Karate, Judo auszuüben oder auf dem Trampolin zu springen? Oder, oder, oder?
Immer dann, wenn du körperlich aktiv wirst, stellen sich rasch Erfolgserlebnisse ein und motivieren zu weiterer körperlicher Aktivität. Wenn der Körper lebendig und beweglich wird, kann die Lebensfreude leichter durch die Adern pulsieren. Also runter von der Couch und raus in die Natur, ins Schwimmbad oder in den Tanzkurs!
Auf der psychologischen Ebene ergibt sich daraus oft schnell eine Veränderung eines sehr negativen Selbstbildes, nämlich schwach, kränklich, nicht belastbar zu sein oder gar zum alten Eisen zu gehören. Hole dir professionelle Hilfe bei den Expertinnen und Experten für Körpertherapie und sportliches Training. Durch körper- und bewegungstherapeutische Übungen wirst du dich in kurzer Zeit wieder als körperlich belastbarer, geschmeidiger und leistungsfähiger erleben und ein positiveres Bild von dir selbst bekommen. Selbst objektiv vorliegende und unveränderliche Einschränkungen in bestimmten Körperbereichen können dann besser akzeptiert werden. Und zwar einfach dadurch, dass du andere Körperteile durch aktives Training bewusst als gesund und gut funktionierend erlebst und dein Grundgefühl wieder beschwingter, kraftvoller und lebendiger ist.
Viel Erfolg beim Energetisieren deines Körpers und damit deiner Lebensfreude
wünscht dir dein
Gert Kowarowsky
In dieser Kolumne berichtet Gert Kowarowsky von seinen Erfahrungen aus seiner therapeutischen Praxis.
In dieser Kolumne berichtet Gert Kowarowsky von seinen Erfahrungen aus seiner therapeutischen Praxis.
In dieser Kolumne berichtet Gert Kowarowsky von seinen Erfahrungen aus seiner therapeutischen Praxis.
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