Brainstorming

Brainstorming ist eine wirksame Methode zur Kreativitätssteigerung, es wird aber auch im Rahmen eines Problemlösetrainings eingesetzt. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Brainstorming funktioniert und welche Regeln es zu beachten gilt.

Brainstorming

Brainstorming heißt wörtlich übersetzt "Gedankenblitz" oder "Gedankenwirbel". Brainstorming ist eine Methode zur Kreativitätssteigerung, die vor allem in den 1980er Jahren von den USA in deutsche Unternehmen und Institutionen übernommen wurde. Mittlerweile gehört Brainstorming zu den bekanntesten und anerkanntesten Techniken zur Ideengewinnung. Es wird aber auch im Rahmen von Problemlösetrainings eingesetzt. 

Beim Brainstorming geht es darum, neue Ideen zu finden, aus denen man am Ende eine – möglichst die beste – Idee filtert und daraus etwas erschafft. Dieses Ziel wird durch die bloße Vielzahl der eingeworfenen Ideen erreicht.

Brainstorming wird in Gruppen zwischen fünf und acht Teilnehmern eingesetzt, sodass sich alle gegenseitig zu neuen Ideenkombinationen inspirieren können und keiner zu kurz kommt. Im Idealfall ist jeder Teilnehmer aktiv in den Prozess eingebunden. Es funktioniert aber auch in kleineren und größeren Gruppen. Denn um die kreative Technik durchzuführen, ist weder Vorwissen noch eine professionelle Anleitung notwendig. Wichtig ist nur die richtige Formulierung der Fragestellung zu Beginn. 

Zum Start des Brainstormings wird ein Moderator bestimmt (und, wenn nötig, zusätzlich ein Schriftführer). Das Prinzip ist, spontan möglichst viele Ideen zu einem Thema zu sammeln, ohne dass die Ideen bewertet und abgelehnt werden. Auch ausgefallene und ungewöhnliche Ideen sollen so eine Chance erhalten. Das Brainstorming dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Nach Ende des Brainstormings werden ähnliche Ideen zusammengefasst und bewertet.

So wird das Brainstorming durchgeführt

Der Moderator beginnt mit einer möglichst offenen Frage, zum Beispiel: "Wie können wir … erreichen?" Daraufhin lassen die anderen ihrer Kreativität freien Lauf und tragen alle Ideen bei, die ihnen in den Sinn kommen. Wichtig dabei ist: 

  1. Es spricht immer genau eine Person gleichzeitig. Wenn zwei Personen sich ins Wort fallen, schlichtet der Moderator.
  2. Spontane Bewertungen oder aufkommende Diskussionen zu bestimmten Ideen werden vom Moderator im Brainstormin abgebrochen, notiert und auf später verschoben.
  3. Der Moderator hält den Fokus auf die Fragestellung.
  4. Alle Ideen werden festgehalten, entweder auf einem großen Plakat, einem Flip-Chart oder durch einen Schriftführer.

Der Moderator beendet den kreative Ideensturm und trägt am Ende die Ideen ohne Bewertung vor. Erst dann werden sie von der Gruppe analysiert, in Gruppen zusammengefasst und aussortiert, sodass ein klares Ergebnis, bestenfalls mit einer Handlungsanweisung zustande kommt, nach dem Motto: "Wir wissen jetzt, dass das und das unser Thema ist und wir werden so weitermachen …"

Die 4 Brainstorming-Regeln

Damit das Brainstorming erfolgreich ist, sollten sich die Teilnehmer an vier wichtige Grundregeln halten:

Regel 1 Üben Sie keine Kritik an den Ideen anderer.

Damit alle so frei wie möglich denken können und keine inneren Blockaden oder Hemmungen entstehen, ist es notwendig, dass keine Ideen positiv oder negativ bewertet werden. Jede Idee ist erlaubt, auch wenn sie vorerst verrückt erscheinen mag. Nur so kann sich jeder frei entfalten. Würden die Teilnehmer Kritik ausgesetzt werden, könnten sie sich nicht mehr frei äußern. Dann bestünde die Gefahr, dass wichtige Ideen oder Ansätze unerkannt bleiben.

Regel 2 Quantität siegt über Qualität.

Im kreativen Sturm der Ideenfindung zählt die schiere Masse an Ideen. Sammeln Sie so viele Ideen wie möglich. Wichtig ist auch, sie für alle sichtbar zu machen, zum Beispiel auf einem Plakat. Denn so kann durch eine Idee die nächste entstehen. Und Sie haben bei der anschließenden Ideenbewertung eine praktische Übersicht. 

Regel 3 Keiner ist alleiniger Urheber.

Es gilt: „unsere“ statt „meine“ Idee. Kein Teilnehmer sollte darauf beharren, dass eine bestimmte Idee von ihm stammt. Das lähmt den kreativen Prozess und führt ihn in eine falsche Richtung. Es geht ja allein darum, die beste Idee zu finden, nicht deren Erfinder. Viel kreativer ist es, fremde Ideen weiterzuspinnen. 

Regel 4 Denken Sie frei und um die Ecke!

Beim Brainstormen sind Assoziationen, Abschweifungen und Fantasie nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Selbst wenn Ihnen zwischendurch ein Gedanke absurd erscheinen mag – vielleicht ergeben sich aus ihm weitere Ideen und Assoziationen, die zu dem einen Ergebnis führen. Stellen Sie deshalb sicher, dass alle Ideen notiert werden.

Immer wenn während des Brainstormings Teilnehmer von einer der Regeln abweichen, ist der Moderator gefragt. Er sorgt dafür, dass sich alle an diese Regeln halten, damit die Dynamik nicht verloren geht. Der Moderator kann aber auch darauf achten, einen Teilnehmer im Zaum zu halten, der besonders viel redet, um anderen mehr Raum zu geben. Übrigens: Je bunter die Gruppe gemischt ist, desto mehr Ideen entstehen. Es ist also durchaus sehr hilfreich, wenn jemand dabei ist, der vermeintlich von dem Thema nur wenig oder vielleicht auch keine Ahnung hat.

Wie hilfreich war der Beitrag für Sie?
4.03 Sterne (78 Leserurteile)

Ihr Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar und helfen anderen mit Ihrer Erfahrung.

Bitte die zwei gleichen Bilder auswählen:

heetom. schreibt am 29.06.2021

ich bin auf der Suche,
mit einer guten Dienstleistung meine Zielgruppe
leidenschaftliche Heimwerker,
mit dem richtigen Worten zu erreichen.
Ich habe mir für diesen kreativen Prozess ein Jahr als Rahmen vorgegeben.
Mal sehen obs klappt.

Inhalt des Beitrags   
Inhalt des Beitrags 
 So wird das Brainstorming durchgeführt
 Die 4 Brainstorming-Regeln
Weitere Beiträge
 Psychotest Optimismus: Bin ich eher ein Optimist oder ein Pessimist?
 Abhängigkeit
 Abschied nehmen ist immer ein wenig sterben