Ersatzbefriedigung

Für die Befriedigung eines Bedürfnisses wählen wir eine Ersatzbefriedigung wenn wir das Bedürfnis selbst nicht direkt stillen können.

Ersatzbefriedigung

Der Begriff Ersatzbefriedigung stammt aus der Psychoanalyse. Der Begriff Ersatzbefriedigung sagt bereits, worum es geht. Wir bekommen nicht, was wir ursprünglich wollen, weil es z.B. verboten oder wir nicht wissen, wie wir es bekommen können. Deshalb suchen wir nach einem Ersatz, um unser Bedürfnis zu befriedigen.

Beispiele für eine Ersatzbefriedigung sind z.B.: Wir essen, wenn wir uns langweilen, ungeliebt oder einsam fühlen, um uns besser zu fühlen. Wir essen, wenn wir Verlangen nach einer Zigarette haben, aber nicht rauchen wollen. Wir trinken Alkohol, um lockerer zu werden und weniger schüchtern und unsicher zu sein. Man ist gefrustet und isst eine Tafel Schokolade, um sich etwas Gutes zu tun. Das Frustessen, um seelischen Hunger zu stillen, ist einer der häufigsten Gründe für Übergewicht.

Im Grunde ist jedes Suchverhalten die Folge einer dauerhaften Befriedigung eines Bedürfnisses durch einen Ersatz, das Suchtmittel, gleichgültig ob es sich um eine stoffliche Sucht (Alkoholsucht, Medikamentenabhängigkeit) oder eine nichtstoffliche Sucht (Internetsucht, Spielsucht) handelt.

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