Feedback - Rückmeldung

Ein Feedback ist eine Rückmeldung über eine andere Person. Was man dabei falsch machen und wie man es richtig machen kann darum geht es hier.

Feedback - Rückmeldung

Feedback wird auch als Rückmeldung bezeichnet. In der Psychologie wird der Begriff hauptsächlich in 2 Bereichen eingesetzt:

1. Feedback beim Biofeedback.
Hier werden unsere körperlichen Prozesse, die wir sonst nicht wahrnehmen, mittels Ton oder Visualisierung für uns sicht- bzw. hörbar gemacht. Hierdurch können wir z.B. lernen, uns zu entspannen.

2. Feedback im Rahmen einer Gruppentherapie, als Rückmeldung eines Therapeuten oder von Beziehungen und Partnerschaften.

Hier soll es um das 2. Feedback - in Gruppen - gehen. Hier teilen uns Gruppenmitglieder oder der Therapeut mit, wie unser Verhalten auf sie wirkt bzw. bei ihnen ankommt. Die Rückmeldung bezieht sich immer auf eine andere Person, der wir etwas mitteilen wollen - beispielsweise wie ihr Verhalten bei uns ankommt, wie wir uns fühlen oder was wir über ihr Verhalten denken.

Feedback ist wichtig und notwendig im Kontakt mit anderen Menschen. Andere können nicht hellsehen und werden deshalb häufig nicht wissen, wie ihr Verhalten auf uns wirkt. Damit sie sich in uns hineinversetzen kann, müssen wir ihnen eine Rückmeldung geben. Dann können sie entscheiden, ob sie an ihrem Verhalten etwas ändern möchten oder nicht.

Rückmeldung ist nicht immer willkommen. Manchmal laufen wir Gefahr, dass unser Feedback bei unserem Gegenüber nicht gut ankommt. Der andere kann unsere Rückmeldung z.B. als Bevormundung, Kritik, Angriff oder Demütigung interpretieren. Das ist schade, denn dann hilft ihm unser Feedback wenig. Es gibt vieles, was wir bei einer Rückmeldung falsch machen können.

Unwirksame Rückmeldungen sehen so aus:

  • Wir greifen den anderen an und wollen ihn schlecht/klein machen.
  • Wir geben unsere Rückmeldung nur indirekt.
  • Wir berücksichtigen dabei nicht, was der andere braucht.
  • Wir verletzen den anderen damit.
  • Wir beurteilen die gesamte Person, statt deren konkretes Verhalten.
  • Wir geben die Rückmeldung erst nach lange nach der konkreten Situation oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
  • Wir platzen damit heraus, ohne die Auswirkungen zu bedenken.
  • Wir haben unsere eigenen Interessen im Auge, statt die Bedürfnisse unseres Gegenübers.

Umgekehrt gibt es einige Regeln, die wir beachten sollten, wenn wir andere mit unserem Feedback unterstützen wollen:

Wirksame Rückmeldungen sehen so aus:

  • Wir formulieren unsere Rückmeldung so, dass der andere sich ermutigt fühlt und unsere gute Absicht erkennt.
  • Wir formulieren das Feedback in der Ich-Form.
  • Wir machen deutlich, dass es sich um eine Rückmeldung handelt.
  • Wir berücksichtigen dabei, was für den anderen wichtig ist,
  • Wir formulieren die Rückmeldung so, dass der andere sich von uns geachtet fühlt und er seine Selbstachtung wahren kann.
  • Wir konzentrieren uns auf ein konkretes Verhalten, das der andere verändern kann.
  • Wir geben ihm die Rückmeldung unmittelbar in der Situation und zu einem günstigen Zeitpunkt.
  • Wir haben uns die Rückmeldung gut überlegt.

Selbst wenn wir alle diese Regeln einhalten, haben wir keine Garantie, dass unser wohlgemeintes Feedback bei unserem Gegenüber positiv aufgenommen wird. Wir haben dann jedoch alles getan, was von unserer Seite möglich ist.

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