Angst vorm Rotwerden & Erröten - wie damit umgehen?

erröten im gesicht

, Psychotherapeutin

Viele Menschen, insbesondere Frauen, die schnell erröten, finden dies peinlich und schämen sich dafür. Deshalb wollen sie das Rotwerden unter allen Umständen vermeiden.

Das Rotwerden lässt sich nicht immer vermeiden, aber man kann lernen, weniger schnell zu erröten und nicht mehr darunter zu leiden. Bild © Nejron-Photo - Fotolia

Was passiert beim Erröten im Körper?

Rein medizinisch gesehen kommt das Erröten dadurch zustande, dass unser Gehirn Hormone aussendet, unser Blutdruck steigt und sich die Gefäße erweitern.

Die Erweiterung der Gefäße führt dazu, dass wir uns abkühlen und im Körper immer eine konstante Temperatur erhalten bleibt.

Das Erröten ist eine normale gesunde Reaktion. Wenn wir von Erröten sprechen, dann meinen wir damit nicht das Rotwerden der Haut in der Sauna, sondern das unvermittelte Rotwerden im Beisein anderer.

Wir meinen den roten Kopf, der unsere Unsicherheit, Verlegenheit, Scham oder Betroffenheit nach außen sichtbar macht und das ist uns peinlich.

Wir meinen "die rote Birne" oder die "hektischen Flecken", die plötzlich ohne unser Zutun auftreten.

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Wie kommt es zum Erröten im Gesicht?

Ganz einfach: wann immer wir ein Ereignis als gefährlich, peinlich oder beschämend für uns ansehen, erzeugen wir blitzschnell eine Anspannung in unserem Körper.

Bei manchen Menschen äußert sich diese Anspannung darin, dass sie sich im Gesicht durch Rotwerden niederschlägt.

Da wir es nicht gerne haben, wenn andere Menschen uns unsere Gefühle im Gesicht ablesen können, beginnen wir uns für das Rotwerden zu schämen und zu verurteilen.

Wir beginnen, uns darum zu sorgen, dass wir rot werden. Hoffentlich werde ich nicht rot. Das wäre schrecklich peinlich.

Schließlich sind wir in einem Kreislauf gefangen:

Je mehr wir uns besorgt beobachten und uns das Rotwerden verbieten, desto häufiger werden wir rot.

Und desto empfindlicher reagieren wir, wenn andere uns auf unser Rotwerden ansprechen.

Wir beginnen, die Situationen zu meiden, in denen wir rot werden könnten, und erröten in immer mehr Situationen.

Menschen, die von jedem Menschen gemocht werden und fehlerlos sein wollen, erröten leicht und leiden besonders stark unter dem Erröten.

Video (Operative) Behandlung des Errötens

Risiken von Medikamenten und operativen Eingriffen beim Erröten

Was hilft gegen Erröten? Tipps, um die Angst vorm Rotwerden zu überwinden

Ein hundertprozentig sicheres Mittel gegen das Erröten gibt es nicht. Sie können jedoch lernen, weniger häufig zu erröten und die Angst vor dem Erröten abzubauen.

Wie erreicht man, weniger häufig rot zu werden?

Dieses Ziel erreichen Sie, wenn Sie lernen,

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TIPP 1. Erlauben Sie sich zu erröten.

Der Gedanke "Jetzt bloß nicht rot werden" führt erst recht zum Erröten, weil Sie dadurch bei sich Panik erzeugen.

Statt sich das Erröten zu verbieten und es verstecken zu wollen, laden Sie es zu sich ein! Sie haben richtig gelesen.

Gewöhnen Sie sich an, auf Ihr Erröten mit dem Gedanken zu reagieren: "Es ist in Ordnung, dass du rot wirst. Das geht vorbei."

Wiederholen Sie die Worte mehrmals, wenn Sie befürchten, rot zu werden.

Am Anfang haben Sie den Eindruck, sich zu belügen. Mit der Zeit verschwindet dieses Gefühl - und Ihr Erröten wird seltener. Versprochen.

Je selbstbewusster Sie mit dem Erröten umgehen können, umso gelassener können Sie darauf reagieren.

TIPP 2. Geben Sie anderen Menschen die Erlaubnis, Ihr Rotwerden zu sehen.

Je mehr Sie das Erröten verstecken und unterdrücken wollen, desto mehr Anspannung erzeugen Sie und desto länger wird die Röte bestehenbleiben.

Sagen Sie sich: "Andere Menschen dürfen meine Röte sehen. Es ist meine Art zu reagieren. Sie können daraus nicht meine Gedanken und Gefühle ablesen. Röte kann Freude, Angst, Erregung, Scham, Wut und viele andere Gefühle bedeuten. Viele Menschen sehen das Rotwerden nicht als Schwäche, sondern als eine sehr sympathische Reaktion."

TIPP 3. Stärken Sie Ihr Selbstvertrauen. Lernen Sie, sich mit Ihren Schwächen anzunehmen.

Je weniger Sie sich für das Erröten verurteilen und schämen, umso seltener erröten Sie.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken, d.h., lernen, sich mit Ihren Fehlern und Schwächen anzunehmen.

Je weniger Sie sich für Fehler und Schwächen schämen und verurteilen, je mehr Sie sich (und das Rotwerden) annehmen

Das zu lernen erfordert etwas Zeit und Übung, aber der Erfolg ist Ihnen sicher.

Eine gesunde Selbstachtung ist der beste Schutz gegen das Erröten!

Videoberatung Erröten und Rotwerden im Gesicht

In 6 Videoclips geht der Psychologe Dr. Rolf Merkle auf die Ursachen, Symptome und die Behandlung der Erythrophobie ein.

Betroffene berichten über das Rotwerden, welche Probleme sie haben und wie sie diese Angst überwunden haben.

Psychologische Videoberatung zur Angst vorm Rotwerden

angst rotwerden

Einstellung einer Klientin, die ihr Rotwerden nicht mehr als Katastrophe ansieht.

Erröten, lass es geschehen auch wenns die anderen sehen,
sie werden dir nicht ans Leben gehen.
Mögen sie lachen und reden, es sei dir egal.
Es sind alles Menschen, und jeder ist fehlbar.

Wenn Sie soweit sind wie diese Klientin, dann können Sie auf Bemerkungen Ihrer Mitmenschen wie "Du brauchst doch nicht rot zu werden", so reagieren: Stimmt! - das mache ich freiwillig. oder Nein, ich muss nicht rotwerden, aber dadurch kommen meine blauen Augen besser zur Geltung, und dabei ein entwaffnendes Lächeln auf Ihre Lippen setzen.

Oder Sie können auf Fragen wie "Warum wirst du denn rot?" mit "Wenn Du willst, kann ich das auch in Blau" antworten.

Wenn Sie gelernt haben, mit dem Rotwerden umzugehen, dann brauchen Sie keine Medikamente, Cremes und kein Make-up mehr, um Ihren roten Kopf zu verstecken oder das Erröten zu unterdrücken.

Die Angst vorm Rotwerden und das Erröten selbst haben aufgehört, Ihr ständiger Begleiter zu sein.


erroeten-vermeiden.html

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Seit 35 Jahren helfe ich Menschen bei der Bewältigung persönlicher Probleme. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, der Meditation, dem Jin Shin Jyutsu und dem Backen von Kuchen & Gebäck.

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  1. Leserkommentar kataku schreibt am 19.11.2019

    mein ,,problem", ist das ich vorallem bei leichter anstrengung wirklic sehr rot werde. ich bin noch jung und sch├Ąme mich wirklich davor. wegen einer ├╝beranstrengung kann es nicht sein.

  2. Leserkommentar Unbekannt schreibt am 10.11.2019

    Ich werde auch immer rot wenn mir etwas unangenehm ist oder ich nur daran denke. Ich kann damit schwer umgehen, aber ich probiere es. Die Tipps sind gut, klingen einfach, sind aber schwerer als manche vielleicht denken. aber alles was ich h├Âre oder was man mit sagt hilft nicht

  3. Leserkommentar Marlene schreibt am 04.11.2019

    Hallo ich bin eine 17- j├Ąhrige Sch├╝lerin. Erst in und nach der Pubert├Ąt fing ich an bei Vortr├Ągen, Fragen oder Kleinigkeiten Knall rot zu werden. Besonders wenn ich die Leute nicht so gut kenne wie z.B in der ├ľffentlichkeit oder vor meinem Jahrgang. Vor meiner besten Freundin oder Familie passiert mir dies gar nicht. Wenn ich rot werde versuche ich das zu verstecken. Das ist ein Fehler. Ich sollte selbstbewusst damit umgehen und mich nicht sch├Ąmen. Viele Personen fragen mich dann ob alles gut sei. Dann werde ich noch r├Âter. Ich versuche vielen dieser Situationen aus dem Weg zu gehen. Ich hoffe ich bin nicht die einzige der es so geht, denn das rot werden nervt mich. Ich versuche die Tipps in diesem Artikel zu befolgen.

  4. Leserkommentar Unbekannt schreibt am 20.06.2019

    Ich werde jetzt 21 Jahre alt. Es wird bei mir mittlerweile immer schlimmer mit dem rot werden. Ich bin momentan in einer Ausbildung als Gro├č- und Au├čenhandelskaufmann. Ich traue mich schon fast garnicht mehr in die Schule zu gehen, da ich wirklich bei jeder Kleinigkeit rot werde. Das ganze Gesicht knallrot. Ich verfalle im Unterricht immer in Panik, da meine Gedanken immer sagen, dass ich nicht rot werden soll. Leider fallen mir inzwischen schon die Haare vorne aus. Ich trage meine Haare momentan extra nach vorne. Wenn ich dann irgendwann keine mehr habe, wei├č ich auch nicht mehr weiter ... Am liebsten w├╝rde ich mich auch Operien lassen.

  5. Leserkommentar Laura schreibt am 09.05.2019

    Also ich arbeite im Einzelhandel und werde bei jeder kleinigkeit rot, egal worum es geht. Es war aber mal anders und ich weiss nicht was der Ausl├Âser daf├╝r war, es ist furchbar und unangenehm, ich will so nicht mehr arbeiten, es stresst mich und macht mich fertig! Leider helfen mir solche spr├╝che nicht! Ich weiss einfach nicht mehr weiter...

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Claudia Frey, Heidelberg
Diplom Psychologin

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