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Körperliche Schmerzen

Schmerz ist eine meist als unangenehm erlebte subjektive Empfindung.

Es gibt 2 Arten von Schmerzen: Schmerzen, die auf einem körperlichen Vorgang beruhen und Schmerzen, für die es keine körperlichen Ursachen gibt, die sogenannten psychogenen Schmerzen.

Akuter Schmerz ist ein Alarmsignal, das uns auf eine Erkrankung oder Gefährdung unseres Körpers hinweisen soll.

Deshalb ist es wichtig, Schmerzen als einen Freund anzusehen, der uns warnen will, dass wir anders mit unserem Körper umgehen sollen.

Die Angewohnheit, bei jedem Schmerz sofort eine Schmerztablette zu nehmen, um den Schmerz zu betäuben, ist das Dümmste, was man tun kann.

Man sollte sich eher fragen, was unser Körper braucht und ihm durch eine gesunde Lebensweise helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Nicht immer machen sich Krankheiten aber durch Schmerzen bemerkbar und Schmerzen informieren uns auch nicht immer darüber, wo genau im Körper es ein Problem gibt.

Schmerzen, die länger als 6 Monate andauern, bezeichnet man als chronische Schmerzen. Diese haben keine Schutzfunktion mehr.

Man erklärt sich die Entstehung chronischer Schmerzen damit, dass sich die Nervenzellen durch die andauernden Schmerzimpulse verändern und ein Schmerzgedächtnis entsteht.

Menschen unterscheiden sich darin, wie schnell und wie stark sie Schmerz empfinden. Dies hängt damit zusammen, dass der Schmerzempfindung eine Bewertung in unserem Kopf vorausgeht.

Über das Rückenmark gelangen die Schmerzreize zunächst von der betroffenen Stelle in unser Gehirn. Dort werden sie dann verarbeitet und es wird entschieden, ob eine Schmerz verarbeitende Reaktion ausgelöst wird.

In Bezug auf die Bewertung von Schmerzreizen können Eltern schon sehr früh ihren Kindern dadurch, wie sie auf Schmerzen ihrer Kinder reagieren, vermitteln, ob und wie stark man Schmerz empfindet.

Fallen Kleinkinder hin, dann schauen sie meist zuerst zu den Eltern. Reagieren diese bestürzt und geben diese dem Kind das Gefühl, etwas Schlimmes sei passiert, dann beginnen die Kinder, zu weinen.

Reagieren die Eltern jedoch gelassen und fordern das Kind auf, wieder aufzustehen, dann wird es ohne zu weinen, aufstehen und weitergehen.

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Umgang mit Schmerzen

Auch wenn der Schmerz körperliche Ursachen hat, haben wir viele Möglichkeiten auf ihn Einfluss zu nehmen, ihn zu reduzieren oder überwinden:

hinweis Wir können uns gezielt vom Schmerz ablenken und ihn damit zumindest für einige Zeit „vergessen“ oder schwächen.

Boxer erleiden im Laufe eines Boxkampfes viele Verletzungen. Sie sind jedoch mit ihrer Aufmerksamkeit beim Kampf und spüren deshalb keine Schmerzen.

hinweis Wir können lernen, ihn zu akzeptieren. Je mehr wir uns nämlich gegen einen Schmerz wehren und gegen ihn ankämpfen, umso mehr verkrampfen wir uns innerlich und umso mehr spüren wir den Schmerz.

hinweis Wir können die Einstellung entwickeln, dass er vorüber gehen wird, statt uns zu prophezeien, dass er nie mehr aufhören wird und wir ihm gegenüber vollkommen hilflos sind. Je mehr wir glauben, Schmerzen ausgeliefert zu sein, umso stärker empfinden wir sie.

hinweis Wir können uns an bestimmte Reize und die damit verbundenen Schmerzen gewöhnen.

Ein Beispiel dafür sind Köche, deren Hände ziemlich resistent gegenüber Hitze sind.

hinweis  Wir können aktiv werden, statt uns in Meidung zu flüchten.

hinweis Wir können z.B. durch Biofeedback lernen, bewusst auf unsere Körpervorgänge Einfluss zu nehmen. Bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ist Biofeedback fast ebenso wirkungsvoll wie Medikamente.

Extrembeispiele für die Kunst der Schmerzbeeinflussung sind Fakire und Mönche.

Unser Körper selbst stellt auch Schmerzmittel bereit, wenn wir eine schwere Verletzung erleiden. Er schüttet Endorphine aus.

Wenn wir unter chronischen Schmerzen leiden, dann ist es wichtig, dass wir zusätzlich zu der medikamentösen und krankengymnastischen Behandlung auch Kontakt zu einem Psychotherapeuten mit Spezialgebiet psychologische Schmerztherapie oder zu einer Schmerzambulanz aufnehmen.

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Autorin des Beitrags:

Psychotherapeutin
Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf

Dr. Doris Wolf ist Expertin für:

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