Gute Vorsätze in die Tat umsetzen

Gute Vorsätze für das neue Jahr erfolgreich umsetzen. Wie Sie Ihren inneren Schweinehund an die Kette legen und Ihre Vorsätze verwirklichen können.

Gute Vorsätze in die Tat umsetzen

Das Ende des alten Jahres und der Beginn eines neuen Jahres ist ein beliebter Zeitpunkt für gute Vorsätze und Veränderungen.

Tipps, um Ihnen das Einhalten Ihrer Vorsätze zu erleichtern.

Neues Jahr und jede Menge guter Vorsätze. Wie wäre es mit abnehmen, mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, ordentlicher oder pünktlicher werden?

Damit Ihre Chancen auf die Umsetzung Ihrer Vorsätze steigen, möchte ich Ihnen einige psychologische Tipps geben, wie Sie Ihre Vorhaben erfolgreich in die Tat umsetzen können.

Schauen wir uns zunächst an, wie Sie sich das Umsetzen Ihrer Vorsätze erschweren können.

So erschweren Sie sich das Umsetzen Ihrer Ziele

Es gibt Vorgehensweisen, die Garanten dafür sind, dass gute Vorsätze im Keim erstickt werden. Ich habe Ihnen eine Liste hierzu zusammengestellt.

Schauen Sie, ob Ihnen das eine oder andere Verhalten vertraut ist.

  • Sie wählen sich ein unerreichbares, ein zu hohes Ziel.
    Beispielsweise nehmen Sie sich vor, täglich eine Stunde Gymnastik zu machen oder nie mehr mit Ihrem Partner zu schimpfen oder nie mehr Süßigkeiten zu essen.
  • Sie erwarten von sich, keinen Rückfall zu haben und Ihr neues Verhalten gleich hundertprozentig umsetzen zu können.
  • Sie beschreiben Ihr Ziel zu ungenau, indem Sie z.B. sagen: "Ich möchte weniger fernsehen." Oder: "Ich möchte mich weniger aufregen." "Weniger" ist schwammig und nicht konkret genug.
  • Sie lassen sich durch Ihre Gefühle verwirren. Bei einer Veränderung Ihres Verhaltens fühlen Sie sich immer zunächst einmal unsicher, unwohl oder empfinden Unlust.
  • Sie verschieben den Beginn Ihrer Veränderung immer wieder auf morgen.
  • Sie beginnen Ihre Vorsätze zu einer Zeit umzusetzen, in der Sie ohnehin viel zu tun haben, körperlich geschwächt oder erschöpft sind.
  • Sie nehmen sich zu viele Veränderungen auf einmal vor.
  • Sie machen eine fremdes Ziel zu Ihrem eigenen Ziel, d.h., sind selbst innerlich nicht davon überzeugt. Einem anderen zuliebe etwas tun oder weil der Arzt es rät, reicht als Motivation nicht aus.
  • Sie nehmen sich ein Ziel vor, das die Bereitschaft des anderen zur Veränderung erfordert. Beispielsweise können Sie keine bessere Partnerschaft erreichen, nicht besser mit Ihren Nachbarn auskommen, wenn diese nicht mithelfen.

Schauen wir uns an, wie Sie Ihren inneren Schweinehund an die Kette legen und Ihre Vorsätze einhalten können.

So verwirklichen Sie Ihre Vorsätze

  • Wählen Sie sich ein kleines, klar umschriebenes Ziel aus. Schreiben Sie sich ganz genau auf, was Sie verändern oder erreichen möchten. Formulieren Sie Ihr Ziel dabei positiv, z.B.: "Ich möchte jeden Morgen nach dem Aufstehen 10 Minuten Gymnastik vor dem offenen Fenster machen."
  • Überlegen Sie sich, wie Sie dieses Ziel erreichen können und welche Schritte hierzu notwendig sind. Müssen Sie Ihr Bett umstellen? Brauchen Sie Hilfsmittel für die Gymnastik, einen Stock, ein Deuserband? Wollen Sie die Gymnastik nach Anleitung von der CD machen?

    Gibt es morgens eine Gymnastiksendung im Radio, die Sie einschalten können? Möchten Sie die Gymnastik mit Musik machen, nach welcher Musik? Brauchen Sie einen Trainingsanzug?
  • Beginnen Sie mit dem neuen Verhalten zu einem Zeitpunkt, an dem Sie entspannt sind und sich wohl fühlen!
  • Üben Sie Ihr neues Verhalten in der Phantasie. Stellen Sie sich gedanklich schon am Abend vor dem Schlafengehen auf die Gymnastik am nächsten morgen ein. Stellen Sie sich vor, wie der Wecker läutet und Sie zur Gymnastik aufstehen und Sie hinterher sehr stolz auf sich sind.
  • Stellen Sie sich immer wieder vor, welch positive Veränderungen Sie mit Ihrem neuen Verhalten erreichen. Stärken Sie Ihr Durchhaltevermögen mit folgender Suggestion: "Ich mache meine Gymnastik und nichts kann mich davon abhalten. Sie hilft mir, meinen Körper fit und gesund zu erhalten."
  • Loben Sie sich nach der Gymnastik und belohnen Sie sich ab und zu dafür, so eisern zu sein.
  • Gönnen Sie sich einen Joker, beispielsweise einen Tag pro Woche, an dem Sie schwänzen dürfen. Wenn Sie den Joker nicht einsetzen und täglich Ihre Gymnsatik machen, haben Sie ein besonderes Hochgefühl.
  • Setzen Sie Ihr Ziel lieber etwas niedriger, so dass Sie es sicher erreichen können. Wenn Sie sich an einem Tag besonders fit fühlen und länger als 10 Minuten trainieren möchten, herzlichen Glückwunsch.
  • Wenn Sie Ihren Schweinehund an einem Tag die Überhand gewinnen ließen, dann lassen Sie boykottierenden Gedanken wie etwa: "Jetzt ist alles aus. Ich schaffe es nicht", keinen Raum.

    Sagen Sie stattdessen "Morgen ist ein neuer Tag und eine neue Chance". Jeder Tag, den Sie üben, zählt, auch wenn es zwischendurch mal einen Aussetzer gibt.
  • Denken Sie daran: Veränderung des Verhaltens ist meistens zu Beginn nicht lustvoll. Körper und Geist sind bestrebt, an alten Gewohnheiten festzuhalten. Mit der Zeit wird es Ihnen jedoch zunehmend leichter fallen.

    Wenn Sie morgens im Bett von negativen Gedanken und Gefühlen: "Ach, ich habe keine Lust. Ich bin noch so müde. Es ist so kalt in der Wohnung.", eingeholt werden, dann überlisten Sie sich, indem Sie sich sagen: "Nur 5 Minuten, dann kann ich immer noch aufhören mit der Gymnastik". Der erste Schritt ist meist der schwierigste, dann läuft es wie von selbst.

Die Veränderung alter und ungeliebter Gewohnheiten können wir mit dem Umleiten eines Flusses in ein neues Flußbett vergleichen.

Das Wasser ist bestrebt, in seinem alten Bett zu fließen. Doch wenn wir wachsam sind und es ständig umlenken, wird es schließlich auch in seinem neuen Flußbett fließen können.Ich wünsche Ihnen ein Jahr, in dem Sie Ihren Fluß erfolgreich in ein neues Bett umlenken und Ihre Vorsätze durchhalten können.

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