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Bin verheiratet und fühle mich doch alleine und einsam

Leserfrage von Beate L.

Seit 50 Jahren bin ich unglücklich mit einem kalten, abweisenden Mann, der Alkoholprobleme hat, verheiratet. Heute frage ich mich, weshalb ich es so lange geduldet habe.

Für die Pflege und Instandhaltung unseres Hauses bin ich alleine verantwortlich, weil mein Mann sich nicht dafür interessiert. Ich möchte das Haus aber nicht aufgeben.

Seit 4 Jahren gehe ich zwar, so gut es geht, meinen eigenen Weg, aber ich leide sehr unter der Situation, fühle mich einsam. Hat das Leben noch einen Sinn?

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Hallo Beate

Bitte machen Sie sich keine Vorwürfe, dass Sie sich nicht früher von Ihrem Partner getrennt haben. Menschen, die jahrzehntelang mit einem suchtkranken Menschen zusammenleben, haben immer ihre guten Gründe dafür.

Beispielsweise tun sie dies, weil sie ihrer Kinder wegen die Familie erhalten wollen, weil sie glauben, der Partner gehe ohne sie zugrunde oder dass sie ihn mit ihrer Liebe retten könnten.

Finanzielle Gründe oder die Angst vor dem Alleinsein können ebenfalls eine Rolle spielen.

Überprüfen sollten Sie Ihre Entscheidung, unbedingt das Haus halten zu wollen. Bringt Ihnen das Haus Freude und Zufriedenheit?

Können Sie sich darin wohl fühlen oder halten Sie das Haus nur einem anderen Menschen zuliebe?

Ein wichtiger Schritt von Ihnen war, dass Sie aufgeben, Erwartungen an Ihren Partner zu stellen, und Ihr eigenes Leben ohne ihn leben. Ich frage mich allerdings, ob der Schritt ausreicht oder Sie noch den nächsten Schritt gehen sollten, sich ganz zu trennen.

Abhängig ist dies davon, wie unfrei und belastet Sie sich fühlen, wenn Sie mit Ihrem Mann unter einem Dach leben.

Eine Möglichkeit, eine neue Lebensperspektive und wieder einen Lebenssinn zu sehen, könnte für Sie eine Psychotherapie sein.


Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.

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