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Was ist Eifersucht?

Kapitel 1: Ratgeber Eifersucht

© Autor: Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut

Eifersucht ist kein Gefühl. Eifersucht ist ein Cocktail aus verschiedenen Gefühlen und Verhaltensweisen. Welche sind das?

Hierzu zählen: Angst, Misstrauen, Minderwertigkeitsgefühle, sich vernachlässigt fühlen, Neid, verdächtigen, hinterherspionieren, kontrollieren, Schuldgefühle, Ärger und Wut bis hin zu Hass.

Angst

Sie haben Angst, dass Ihr Partner Sie nicht mehr liebt und Sie verlässt. Sie haben Angst, betrogen und hintergangen zu werden.

Aufgrund dieser Angst haben Sie Verlustängste und können Ihrem Partner nicht vertrauen. Um sich Klarheit zu verschaffen, kontrollieren Sie seine persönlichen Sachen und spionieren hinter ihm her.

Diese Angst kann so stark sein, dass Sie nicht mehr klar denken können und manchmal »ausrasten«.

Aufgrund Ihrer Angst, von Ihrem Partner nicht mehr geliebt zu werden, verlangen Sie von ihm immer wieder Liebesbeweise und Beteuerungen seiner Treue.

Hinzukommt die Angst, nicht gut genug, nicht interessant genug, nicht liebenswert zu sein.

Und dann ist da die Angst, dass der Partner Sie aufgrund Ihrer ständigen Eifersuchtsanfälle und weil er einen »besseren» Partner finden könnte, tatsächlich verlässt.

Misstrauen

Vielleicht aufgrund vorangegangener negativer Erfahrungen mit anderen Partnern, von denen Sie belogen und betrogen wurden, misstrauen Sie Ihrem Partner, wenn dieser sagt, dass er Ihnen treu ist.

Auch ohne schlechte Vorerfahrungen sind viele Eifersüchtige misstrauisch, obwohl ihr Partner ihnen noch nie einen Anlass dazu gegeben hat.

Verdächtigen, Hinterherspionieren, Kontrollieren Mails lesen, SMS überprüfen, Kilometerzähler im Auto abgleichen, hinterhertelefonieren, Facebook Account des Partners nach »verdächtigen« Personen und Mitteilungen überprüfen - all dies dient letztlich dazu, die quälende Ungewissheit über die vermutete Untreue zu beseitigen.

Selbstzweifel

Die Knackpunkte jeder Eifersucht sind Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle. Sie haben ständig Angst, nicht gut genug, nicht hübsch genug zu sein, mit anderen nicht mithalten zu können.

Es sind Ihre Selbstzweifel über Ihre eigene Attraktivität, die Sie daran zweifeln lassen, dass Ihr Partner Sie liebt.

Eine Betroffene sagte: Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mich so liebt, wie ich bin, weil ich mich selbst nicht so lieben kann, wie ich bin.

Sich vernachlässigt fühlen

Sie haben den Eindruck, Ihr Partner schenke anderen mehr Aufmerksamkeit als Ihnen.

Auf Partys fühlen Sie sich »links liegen gelassen» und gekränkt, wenn sich Ihr Partner mit anderen mehr und besser unterhält.

Sie ärgern sich, nicht seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen.

Neid

Sie beneiden möglicherweise Ihre vermeintlichen Rivalen um Eigenschaften, die diese für Ihren Partner interessant machen können: deren Aussehen, Humor, Attraktivität, Beliebtheit, usw.

Schuldgefühle

Sie wissen, dass Ihr Verhalten irrational ist. Sie machen sich Vorwürfe, dass Sie Ihren Partner mit Ihrer Eifersucht quälen, seine persönliche Freiheit einschränken, ihn verdächtigen und ihm hinterherspionieren.

Ärger, Wut bis hin zu Hass

Ihre manchmal auftretende Wut richtet sich meist gegen die dritte - in Ihrer Fantasie oder tatsächlich existierende - Person, die Sie als Bedrohung für die Partnerschaft und deshalb als Feind ansehen.

Wir Menschen zeigen ein so starkes Gefühl wie Wut oder Hass in aller Regel dann, wenn wir uns einerseits zutiefst verletzt oder angegriffen, andererseits aber sehr hilflos fühlen, wenn wir also nicht wissen, wie wir uns gegen die Kränkung und Verletzung wehren sollen.

In solchen Momenten greifen männliche Eifersüchtige oft zu körperlicher Gewalt und begehen Morde. Sie töten jedoch nicht den vermeintlichen Rivalen, sondern den Partner.

Sie sagen sich: »Wenn ich meinen Partner nicht besitzen kann, dann soll ihn auch kein anderer haben.«

Eifersuchtsfallen

Wenn von Eifersucht die Rede ist, dann hört man viele Meinungen, die meiner Ansicht nach nicht haltbar sind.

Warum sind das Fallen? Weil: Fällt man auf sie herein, dann verhindern sie, dass man sich von seiner Eifersucht befreien kann.

Deshalb möchte ich nun auf häufige Behauptungen eingehen, die ich für gravierend falsch halte.

Eifersuchtsfalle 1

Es ist völlig normal, eifersüchtig zu sein, wenn man einen anderen liebt.

Auch auf die Gefahr hin, mich bei Ihnen unbeliebt zu machen: Ich bin anderer Meinung. Nur weil viele Menschen eifersüchtig sind, heißt das nicht, dass es normal ist, eifersüchtig zu sein.

Es ist ja auch nicht normal, einen hohen Blutdruck oder Rückenbeschwerden zu haben, nur weil viele Menschen diese Beschwerden haben.

Die Tatsache, dass etwas häufig vorkommt, sagt nichts darüber aus, ob dieses normal oder gesund ist.

Im Übrigen: Was ist mit den Menschen, die nicht eifersüchtig sind? Lieben diese ihren Partner nicht? Sind diese krank?

Nein. Diese Menschen (miss)brauchen ihren Partner (die »bessere« Hälfte) nicht, um sich »vollständig« zu fühlen. Sie fühlen sich als Mensch, auch ohne Partner, vollwertig.

Eine Klientin drückte das mal so aus: Ohne meinen Partner bin ich nichts, hat mein Leben keinen Sinn. Deshalb muss ich ihn um jeden Preis halten. Verliere ich ihn, bin ich alleine und fühle mich nur halb und wenig wertvoll.

>>> weiterlesen im Eifersucht Ratgeber

Weitere Leseproben:

Einleitung

Kapitel 3
Die vielen Gesichter der Eifersucht

Kapitel 4
Ursachen der Eifersucht

Kapitel 7
Überwindung der Angst, verlassen zu werden

Kapitel 8
Allgemeine Strategien bei Eifersucht

Kapitel 11
Leserfragen

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Diplom Psychologin, Speyer

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