Erziehungsstile

Erziehungsstile von Kindern: autoritärer Stil lasses-faire-stil kooperativer Stil. Vor und Nachteile dieser Erziehungsstile.

Erziehungsstile

Unter Erziehung verstehen wir, dass wir ein Kind in seiner Entwicklung fördern und ihm bestimmte Wertvorstellungen vermitteln. Wir helfen ihm, ein eigenständiger, verantwortungsvoller Mensch zu werden, der seine Talente entfalten, seine Ziele verwirklichen und sich in die Gesellschaft integrieren kann. Umgekehrt bemühen wir uns darum, bei dem Kind schädliche Verhaltensweisen und Einstellungen zu korrigieren bzw. zu verhindern.

Die Erziehungsaufgaben können Eltern, Lehrer und auch beauftragte oder professionelle Erzieher übernehmen. Um bestimmte Erziehungsziele zu erreichen, setzen wir unterschiedliche Erziehungsstile bzw. Führungsstile ein. Die unterschiedlichen Erziehungsstile unterscheiden sich darin, wie wir mit Macht, Belohnung und Bestrafung umgehen und wie die emotionale Beziehung zu dem Kind ist.

Welchen Erziehungsstil wir einsetzen, hängt wesentlich davon ab, wie wir selbst erzogen wurden.

Mehr oder weniger bewusst verwenden wir gewöhnlich ähnliche Erziehungspraktiken und versuchen, unseren Kindern dieselben Werte zu vermitteln, nach denen wir erzogen wurden. Haben wir sehr schlechte Erfahrungen in unserer Kindheit gesammelt, können wir uns aber auch dafür entscheiden, unsere Kinder keinesfalls so zu erziehen. Das ist dann eine bewusste Entscheidung und wir müssen aktiv immer wieder daran arbeiten, ein Gegenmodell zu entwerfen und zu leben.

Die bekanntesten 3 Erziehungsstile sind:

  • der autoritäre Stil,  
  • der laissez-faire-Stil und
  • der kooperative Erziehungsstil.

Autoritärer Erziehungsstil

Beim autoritären Erziehungsstil üben Eltern eine starke Kontrolle aus, befehlen und weisen zurecht. Das Kind muss den Forderungen und Regeln der Eltern Folge leisten. Lob und Bestrafung dienen als Erziehungsmittel. Auswirkungen des autoritären Erziehungsstils sind z.B., dass das Kind wenig Selbstvertrauen entwickelt, sich schwer tut bei eigenständigen Entscheidungen und sich unter Druck gesetzt fühlt. Es zeigt eine geringe Leistungsmotivation, ist ängstlich oder lehnt sich gegen die Eltern auf.

Laissez-faire-Erziehungsstil

Beim Laissez-faire-Erziehungsstil gelten keine festen Regeln und es gibt wenig Lenkung. Das Kind darf sich seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen entsprechend entfalten. Der Laissez-faire-Erziehungsstil führt dazu, dass das Kind viele Ideen und Wünsche hat, aber eher unzufrieden, lust- und orientierungslos ist. Es tut sich schwer, Bedürfnisse aufzuschieben und sich an gesellschaftliche Normen anzupassen.

Kooperativer Erziehungsstil

Beim kooperativen Erziehungsstil steht der gute Kontakt zum Kind im Vordergrund. Die Eltern führen das Kind, machen Vorschläge und bemühen sich darum, dass das Kind einsieht, weshalb es sich an bestimmte Regeln halten soll. Das Kind hat Freiheiten, aber, sofern es für ein Erziehungsziel notwendig ist, werden diese auch begrenzt. Der kooperative Erziehungsstil stärkt das Selbstvertrauen des Kindes und seine Fähigkeiten, verantwortlich zu handeln und eigene Entscheidungen zu treffen. Das Kind lernt, sich in die Gemeinschaft zu integrieren.

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 Autoritärer Erziehungsstil  
 Laissez-faire-Erziehungsstil  
 Kooperativer Erziehungsstil  
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